Fragebogen zu den eigenen Grundüberzeugungen    Zurück zum Index

Im folgenden habe ich einige wichtige Fragen zum Gottesglauben und zu den eigenen Grundüberzeugungen aufgeschrieben. Versuchen Sie einmal, diese Fragen ehrlich zu beantworten. Versuchen Sie auch festzulegen, wie sicher Sie sich bei Ihrer Antwort sind.

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Fragebogen zu den eigenen Grundüberzeugungen

Wer ist Gott ???

Wer war Jesus ???

Wie oft denken Sie an Gott ?

Ist Gott der Schöpfer der Welt ?

Gibt es Ihrer Meinung nach einen Teufel ?

Was ist Ihrer Meinung nach eine Sünde ?

Wovor haben Sie sehr Angst ?

Was ist die Seele ?

Wie geht es weiter ?

Wie halten Sie es mit der Kirche?


Wie würde ich diese Fragen beantworten ?

Woran ich nicht glaube:

1. Ich glaube nicht an die Existenz eines rein geistigen Wesens unabhängig von Materie oder Energie.

2. Ich glaube nicht an die Existenz eines persönlichen d.h. menschenähnlichen Gottes, sondern höchstens an ein einheitliches Weltprinzip ( Naturgesetze ). Aber auch die Existenz dieses Prinzips ist keinesfalls sicher.

3. Ich glaube nicht an die Menschwerdung Gottes in der Gestalt von Jesus.

4. Ich glaube nicht an das Weiterleben der Seele oder irgendeines anderen geistigen, seelischen oder körperlichen Teils des Menschen nach dem Tode, es sei denn in der Erinnerung anderer Menschen, auf Fotos, in Büchern etc..

5. Ich glaube nicht an die Sündhaftigkeit des Menschen von Vornherein. Der Mensch ist ein Produkt seiner tierischen Vorgeschichte. In dieser Vorgeschichte waren und sind Mord, Totschlag, Raub und Kampf, List und Hinterhalt häufig benutzte Mittel um zu überleben. Das Problem des Menschen ist, daß er sich dieser  "niederen" Instinkte bewußt wird, und daß diese mit anderen Wertvorstellungen vom sozialen Zusammenleben kollidieren. Der Mensch durchlebt mehr oder minder bewußt diese Zielkonflikte und Widersprüche in seinem Kopf. Einen Freifahrtschein für bösartiges Verhalten dem Mitmenschen gegenüber kann man daraus allerdings nicht ableiten.

6. Ich glaube nicht an eine endgültige Gerechtigkeit, d.h. das was an Gerechtigkeit nicht auf der Erde erreicht wird, wird nirgends sonst erreicht.

7. Ich glaube nicht an die Nächstenliebe als alles entscheidende Idealvorstellung vom Menschen. Nächstenliebe ist sicher eine gute ethische Leitlinie für jeden Menschen. Sie artet aber manchmal in Duckmäuserei und Stillhalten angesichts offensichtlichen Unrechtes aus und ist deshalb in manchen Situationen unangebracht. Zivilcourage und Verteidigungsbereitschaft ist manchmal besser.

8. Ich glaube nicht, daß Gott die Welt erschaffen hat, denn wer hat dann Gott erschaffen ? Vielleicht war die Welt einfach schon immer da. Vielleicht hat Sie sich von selbst entwickelt.

Woran glaube ich, wenn ich nicht an Gott glaube ?

1. Glauben heißt bei mir, tief überzeugt sein, aber nicht fixiert sein.

2. Ich glaube an die menschliche Vernunft, an die menschliche Toleranz, an die Kraft des menschlichen Gefühls, an den Willen zum Guten in vielen Menschen, an menschliche Bindungen ( Familie, Frau, Freunde, Eltern ), an die Fähigkeit des Menschen, sich gegen Unrecht durch andere Menschen aufzulehnen. Ich glaube an die menschliche Kritikfähigkeit und an das Mißtrauen im positiven Sinne.

3. Ich glaube an die Menschenrechte und an die Rechte der Kinder

4. Ich glaube an die menschlichen Leistungen in der Kunst, in der Wissenschaft und im Zusammenleben miteinander. Insbesondere verehre ich gute Bücher, gute Musik und gute Filme.

5. Ich glaube an die Gesetze der unbelebten und belebten Natur.

6. Ich verehre ( aber ich bete nicht an ) die Sonne, die Erde, die Luft, das Wasser, die Bäume, die Pflanzen, die Tiere, die Bäche, die Flüsse, das Meer.

7. Ich verehre die Natur eingedenk der Probleme, die sie uns manchmal bereitet. Ich bin mir auch der Grausamkeiten bewußt, die in der Natur häufig vorkommen.

8. Ich bedauere die starke Entfernung des heutigen Menschen von der Natur und die sich daraus ergebende Lieblosigkeit sich selbst, anderen und der Natur gegenüber.

Einige schlaue Sprüche zum Schluß :

Sage mir, an welchen Gott du glaubst, und ich sage dir, wer du bist.

In diesem Sinne : GLAUBE NICHTS UND NIEMANDEM, AUCH MIR NICHT!

Von wem stammt dieser Satz wohl ??


Sinn des Lebens für mich

Meinen Kindern ein einigermaßen guter Vater sein.

Meiner Frau ein einigermaßen guter Mann sein.

Die Natur besser kennenzulernen.

Der Natur wieder Raum zurückgeben.

Ein Leben ohne großen Energie- und Geldeinsatz führen.

Ohne großen Aufwand zu genießen:

Möglichst viele schöne sexuelle Höhepunkte zu haben.

Ein Haus zu bauen, das sparsam mit der Energie umgeht z.B.:

Helfen, den Dreck aufzuräumen, der bislang erzeugt wurde.

Etwas zu hinterlassen, was andere noch brauchen können.

Auszuwählen aus dem Überfluß der Bücher, Filme und Musik, das Wertvolle rauspicken.

Gegen den Hunger und die Unwissenheit etwas tun.

Mit menschlichen Mitteln gegen das Bevölkerungswachstum etwas tun.

Schmerz, Angst und Krankheit so weit als möglich zu vermindern.

Mitzuhelfen, allen Menschen auf dieser Erde ein würdiges Leben zu ermöglichen.

Ideologien zu kritisieren und ihre Protagonisten zu ärgern.

Es gibt für mich also nicht nur einen Sinn des Lebens sondern mehrere. Wenn man sich nur an einen Sinn festhängt, beispielsweise an Jesus oder an Gott, dann kann es einem passieren, daß man irgendwann allein und sinnentleert dasteht.


Ein sehr schönes Buch zum Thema Sinn des Lebens möchte ich hier empfehlen:

Bd.30744 Der Sinn des Lebens:

Zitate:

Wer ein Warum zu leben hat, erträgt fast jedes Wie.

Friederich Nietzsche

Auch wenn ich in den letzten Zeilen widersprechen würde, gefällt mit das folgende Zitat :



"Strebe danach, glücklich zu sein!" "Geh' freundlich und gelassen inmitten von Lärm und Hast und denke daran, welcher Friede in der Stille zu finden ist.

Soweit wie immer nur möglich und ohne dich selbst aufzugeben, versuche mit allen Menschen auszukommen.

Rede von deiner Wahrheit ruhig und deutlich und höre anderen zu, selbst wenn sie dir langweilig und unwissend erscheinen; auch sie haben ihre Geschichte.

Geh' lauten und angrifflustigen Menschen aus dem Wege, denn sie sind eine Plage für den Geist.

Wenn du dich mit anderen vergleichst, werde nie eitel oder verbittert, denn es wird immer Menschen geben, die mehr oder weniger können als du.

Freue dich über das, was du erreicht hast, wie auch über deine Pläne. Behalte das Interesse an deiner Arbeit, doch ohne Überheblichkeit, denn dein Tun und Handeln ist ein wahrer Besitz unter allen Dingen, deren Wert von mal zu mal abnimmt.

Sieh' auch, dass es überall im Leben noch echte Tapferkeit gibt. Sei selbst tapfer!

Vor allem täusche nie Zuneigung vor, noch werde zynisch, was die Liebe angeht: denn trotz aller Erstarrung und Entzauberung, die du siehst, lebt sie ewig fort.

Beuge dich freundlich dem Rat der Jahre und gib mit Anmut jene Dinge aus der Hand, die der Jugend vorbehalten sind.

Erhalte dir die Schärfe deines Verstandes, denn sie vermag dich vor plötzlichem Unglück zu bewahren.

Aber lass' dich nicht fallen in ständiges Grübeln. Viele Ängste sind nur eine Ausgeburt von Müdigkeit und Einsamkeit.

Nichts gegen eine gewisse Disziplin; im übrigen sei freundlich mit dir! Du bist ein Kind des Universums, nichts anderes als der Baum vor der Tür oder die Sterne am Himmel. Du hast ein Recht darauf, hier zu sein.

Und ob es dir nun klar ist oder nicht: das Universum entfaltet sich seiner Bestimmung gemäß. Deshalb lebe in Frieden mit Gott, was immer du von ihm halten magst und was immer dein Beruf und dein Streben sein mag in der lärmerfüllten Verwirrung des Lebens.

Halte Frieden mit deiner Seele! Trotz aller Täuschungen und aller zerbrochenen Träume ist es immer noch eine wunderbare Welt.

Sei bedacht: Strebe danach, glücklich zu sein!"



(Eine alte Inschrift in der Kirche Saint Paul's in Old Baltimore, 1692!)


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