Kulturglaube Orginaltexte zum Thema Kultur Links Zurück zu NKM index
Für viele Menschen kann die Natur allein nicht als wesentlicher Lebensinhalt genügen. Nicht alles kommt aus der Natur. Auch der Mensch hat kulturelle Werte geschaffen und schafft ständig neue, die man bewundern und verehren kann. Jedenfalls bedeutet die Kultur für viele Menschen einen ganz entscheidenden Sinn und Wert in ihrem Leben.
Unter Kultur möchte ich hier im weitesten Sinne alles verstehen, was der Mensch selbst geschaffen hat, oder was in solch einer Form in der Natur nicht vorkommt. Auch Werkzeuge und Maschinen oder gar spezielle Verhaltensweisen können somit als Teil der menschlichen Kultur aufgefaßt werden. Die im allgemeinen übliche Trennung von Kultur auf der einen und Zivilsation und Technik auf der anderen Seite habe ich bewußt vermieden. Die Grenze zwischen beiden ist unscharf und verschiebt sich immer wieder, auch wenn man unter der Kultur nur die eher positiven Leistungen und unter der Zivilsation , die eher zweifelhaften Seiten menschlicher Schaffenskraft sehen will, wie das viele tun.
Dabei gibt es Leistungen des Menschen, bei denen man sich schwer tut, sie entweder der Natur oder der Kultur zuzuordnen, da sie beiden Bereichen angehören. Ein wichtiges Beispiel für eine Leistung des Menschen an der Grenze zwischen Kultur und Natur ist die menschliche Sprache.
Im folgenden habe ich einige Leitlinien eines Glaubens an die menschlichen Kultur zusammengefaßt, um sie wieder den Dogmen des Gottesglaubens gegenüberzustellen.
Grunddogmen des Kulturglaubens
1.Es existiert ein Erfahrungs-, Wissens-, Kunst- und Gefühlsschatz der Menschen,.
Dieser ist aufgezeichnet in Büchern, Bildern, Filmen, erzählten Geschichten, Liedern, in Züchtungen und Forschungserkenntnissen etc.. Jeder Mensch kann sich - mit Einschränkungen - diesen Kulturschatz wieder anschauen, durchlesen oder erarbeiten.
2.Dieser Kulturschatz der Menschen wird durch neue Erfahrungen, Experimente und kreative Leistungen ergänzt, erweitert und berichtigt. Mit dem Tod der Menschheit wird er seine Bedeutung verlieren. Wird ein Teil davon aufbewahrt, ohne für eine Zeit zugänglich zu sein, so kann dieser Teil später wieder verfügbar werden, wie es z.B. bei den Hieroglyphen der Ägypter geschah.
3.Dieser Kulturschatz ist Grundlage und Quelle für alle weiteren Fortschritte der Menschen. Mit ihm versucht der Mensch auch den Anfang der Welt, den Anfang der Erde und die Entstehung des Lebens auf der Erde, sowie die weitere Entwicklung der Menschheit zu verstehen.
4.Dieser Kulturschatz wird ständig erweitert, verändert und Teile gehen auch verloren. Durch seine Anwendung wird das Leben der Menschen und ihre Umwelt im positiven und negativen Sinne verändert. Wichtig ist eine effektive Bewahrung und Speicherung des Kulturschatzes, und eine gleichberechtigte leichte Verfügbarmachung des Kulturschatzes für alle Menschen.
5.Ein Teil dieses "Kulturschatzes" dient nur dazu, Menschen zu quälen, zu töten, zu unterdrücken, die Natur zu unterjochen, auszubeuten und aus dem Gleichgewicht zu bringen.
6.Ein Teil dieses Kulturschatzes sind Regeln für das Zusammenleben der Menschen untereinander und mit der Natur. Es sind die Gesetze, Menschenrechte, Natur- und Umweltschutzrechte. Verstöße gegen diese werden nur manchmal verhandelt, bestraft oder vergeben.
7.Der Kulturschatz ist sehr alt und lebt länger, als jeder individuelle Mensch leben kann. Teile davon sind Tausende von Jahren alt. Wichtige Teile sind auch erst vor sehr kurzer Zeit dazugekommen oder kommen gerade dazu. Aber er ist nicht unsterblich, und Teile davon gehen ständig verloren.
8.Tiere und Pflanzen haben wahrscheinlich keinen Kulturschatz. Es ist nicht auszuschließen, daß höher entwickelte Tiere, wie die Affen und Delphine, einen gewissen weitergegebenen Erfahrungsschatz haben, beispielsweise den Gesang der Wale. Der Kulturschatz der Menschen fliegt manchmal in Flugzeugen oder Raketen oder als Flugblätter oder als Schallwellen durch den Himmel. Radiowellen enthalten auch manches von ihm.
9. Die Geschichte der Fortentwicklung des Kulturschatzes der Menschen ist nicht vorbestimmt, sondern offen. Mit dem Ende der Menschheit auf der Erde wird auch der größte Teil des menschlichen Kulturschatzes verfallen.
Für die meisten Menschen ist die Kultur ein ganz wesentlicher Teil ihres Lebens. Eine der schönsten Erfindungen der Menschen ist beispielsweise die Musik. Sie bedeutet einer Mehrzahl von Menschen sehr viel und unser Leben wäre ärmer, müßten wir auf die Musik verzichten.
Ähnlich wichtig sind Bücher und Filme. Aber auch die menschliche Arbeit, handwerkliche Fähigkeiten, Forschungstätigkeit, die Sammlung und Sichtung von Wissen und nicht zuletzt die Kunst sind für viele Menschen ein entscheidender Lebensinhalt. Es wird also wenig Uneinigkeit darüber geben, die Kultur als unverzichtbaren Teil unseres Lebens zu bezeichnen.
Natürlich wird man die Kultur nicht als Gott verehren, denn sie ist ja keine Person, auch wenn ich hier von "Kulturglaube" spreche. Unter Glaube ist also zweierlei zu verstehen: Einmal heißt "glauben" etwas für wahr halten, und zweitens heißt "glauben an" auch einer Sache einen hohen Wert beimessen. Bei der Musik wird der ein oder andere sogar sagen: "Ich liebe diese Musik". Die Frage nach der Wahrheit tritt bei der Musik in den Hintergrund oder wird gar nicht gestellt.
Wenn man solch ein Buch schreibt, wie das hier vorliegende, dann merkt man sehr schnell, daß auch in Sachen Kultur einige Verbesserungen nötig sind. Im Vergleich zu den Problemen der Ökologie sind die Schwierigkeiten mit der Kultur allerdings kleiner und leichter lösbar, vor allem besteht kein so starker Zeitdruck.
Zunächst gilt es, den Kulturschatz möglichst vielen Menschen zugänglich zu machen. Man sollte auf allen Fachgebieten Standardlehrbücher und Faktensammlungen anlegen, die möglichst umfassend und gleichzeitig verständlich das Wissen und die Leistungen eines Fachgebietes darstellen. In Form von Büchern, Ton- und Videokassetten , Lernprogrammen und anderen Lernhilfen sollte jeder soweit als irgendmöglich auch ohne fremde Hilfe sich kulturelles Wissen und Fähigkeiten erarbeiten können. Elektronische Diskussionsplattformen auf allen Wissensgebieten sollten gefördert werden.
Zum Umgang mit der Kultur gehört auch eine Bewertung und gegebenenfalls Aussortierung von offensichtlichem Unsinn . Als Beispiele möchte ich hier die Astrologie oder die Homöopathie nennen. Aber auch der Gottesglaube in seiner naiven Form gehört zum großen Haufen des derart zu deklarierenden Kulturabfalles. Man sollte diesen nicht verbieten oder völlig vernichten, aber die Weiterverbreitung und Vermehrung nicht fördern, bzw. ihn für jedermann deutlich als Abfall kennzeichnen, um hier einmal die Redeweise der Entsorgungswirtschaft zu benutzen.
Die Notwendigkeit des Ausmistens wird jedem klar, wenn es zum Beispiel um Gesetze und Verordnungen geht. Auch diese gehören zur Kultur. Nur sie müssen unbedingt auf das Wesentliche begrenzt werden, um nicht Menschen in Bürokratie und Überreglementierung ersticken zu lassen.
Auf manchen Gebieten muß die Weiterentwicklung des "Kulturschatzes" verboten oder scharf überwacht werden, beispielsweise in der Waffen- und Giftproduktion.
Eine der entscheidenden Errungenschaften der menschlichen Kultur ist die Formulierung und Anwendung der allgemeinen Menschenrechte. Mehr dazu in diesem Buch im Kapitel 5.2..
Es ist eine leichte, allgemeine Informationsmöglichkeit z.B. via Satelittenradio oder - fernsehen für alle Menschen nötig. Es ist eine allgemeine globale Sprache, beispielsweise Englisch, nötig. Für die globale Sprache und Schrift müssen sehr einfache, spielerische Lernprogramme auf Taschencomputern oder auf Fernsehern verfügbar sein.
Gutes Geld ist, auch wenn es mancher nicht glauben will, ein hohes Kulturgut. Global gesehen ist ein verläßliches Geld für alle in Form einer Weltbankwährung nötig.
Zur Kultur wäre noch viel zu sagen. Wem meine Anmerkungen zu technisch erscheinen, kann sich gerne bei mir beklagen, aber Kultur ist meines Erachtens nicht nur reines Vergnügen und Belustigung der Menschen. Ich möchte mich hier auf meine kurzen Anmerkungen beschränken und zum nächsten Thema, dem Glauben an die Menschen, übergehen.
Die 3 entscheidenden Schritte des Menschens auf dem Weg zum Kulturwesen sind meines Erachtens folgende gewesen. Dabei ist die Sprache nicht vom Menschen bewußt erfunden worden , sondern war noch Teil seiner natürlichen Entwicklung.
Die Entwicklung der Sprache
Die extensive Nutzung von Werkzeugen
Die Zähmung des Feuers
Der Übergang von der natürlichen zur kulturellen Weiterentwicklung ist nicht scharf zu trennen.
Weiter Anmerkungen zum Thema Kultur:
politische Kultur:
Würde des Einzelnen
Freiheit jedes Einzelnen
Pflichten jedes Einzelnen
Gleichheit vor dem Gesetz
demokratische Verfassung
Gewaltenteilung
Rechtsstaat mit öffentlichem und privatem Recht
strikte Trennung zwischen weltlicher Macht und den Kirchen
Kultur des Wohlfahrtsstaates
Bundesbank und Europäische Zentralbank
Wille zu sozialer Gerechtigkeit
Allgemeine Schulbildung für jedermann
Universitätsausbildungen , Lehrberufe
Basis eines umfassenden Umwelt- und Naturschutzes
Basis einer Gesundheitsversorgung
Wirtschaftliche Kultur
Garantie für einen freien Landwirt, Unternehmer oder Kaufmann
Garantie des freien Marktes
Garantie der freien Gewerkschaften
Garantie eines zuverlässigen Geldwertes
Gesetzlicher Schutz vor Ausbeutung der Arbeitnehmer durch Arbeitgeber
Schutz der Verbraucher vor Kartellen und Monopolen
Schutz der Verbraucher vor minderwertigen, krankmachenden Waren
Beruf, Handwerk und Wissenschaft
Landwirtschaft, Gartenbau, Kochkunst, Jagd, Pflanzenzucht
Bekleidungsindustrie
Bauwirtschaft , Maurer , Maler , Hoch- und Tiefbau
Zimmerei , Schreinerei
Elektrohandwerk
Wege,Straßen,Schienen und Rohrleitungsbau
Fahrrad, Motorrad und Autohandwerk
Informationswirtschaft: Verleger , Buchdruck , Buchgeschäfte
Nachrichtentechnik, Fernseh - und Filmtechnik,Internet , Computer
Schule und Lernen
Ingenieurswesen zb Energietechnik
Chemie, Physik, Geologie etc
Medizin, Pharmazie, Pflege
Naturschutz, Umweltschutz , Umwelttechnik
Sport, Vereine , Hobbys
Kunst
Musik
Theater
Literatur
Malerei
Bildhauerei
Architektur
Fotokunst
Filmkunst
Aussterbende Handwerkskunst
Hufschmied
Büttner
und leider viele mehr
Schwachsinn und Grenzwissenschaften
Fundamentalismus
Esoterik
Astrologie
Naive Religion
Satanismus
andere Sekten
Homöopathie und Alternaiv Medizin
und leider vieles mehr
Scheußlichkeiten und Überholtes
Kreuzzüge
Inquisition
Verbrennungen von Ketzern
Verbrennungen von Hexen
Folter
Massenvernichtungen
Sklaverei
Rassismus
Zensur von Staats- oder Religionsseite
Monarchie, Oligarchie, Aristrokratie, Diktatur, Plutokratie
und leider vieles mehr
Begriffe im Zusammenhang mit der Kultur
Kultivierte
Kulturabfalles
Kulturdezernat
Kulturreferent
Kulturtechniken
Unternehmenskultur
kulturell
Subkultur
Unkultur
Pflanzenkultur
Baumkultur
Kultur des Schweigens ( Verstummen der Bürger, die in Randgruppen leben oder zur Unterschicht gehören. )
"Kultur" (lat. "cultura", dt. "Ausbildung")
(1) Gesamtheit der geistigen, wissenschaftlichen und künstlerischen Hervorbringungen und Lebensäußerungen eines Volkes, einer Region oder eines Landes.
(2) Höhere Lebensart, verfeinerte Sitten und Bildung
(3) Zucht von Bakterien auf Nährlösungen
(4) Feldbestellung und -pflege
(5) junge Bestände an Forstpflanzen
Nach der ersten Definition wäre Kultur in etwa das, was Karl Marx in seinem "kommunistischen Manifest" als Überbau der Gesellschaft bezeichnete. Doch ist diese Erklärung an einen bestimmten Ort gebunden - ein Land.
Und beim Versuch, diese Definition auf Cyberculture anzuwenden, stößt man schnell auf Probleme. Kann man das Internet - physisch überall und nirgendwo - als Land sehen? Mit einheitlichen Gesetzen und Voraussetzungen in Hard- und Software? Sicher nicht, dennoch folgen die meisten Netzbenutzer einem einheitlichen Benehmensstandard - der Netiquette - womit wir zur zweiten Definition kommen: Kultur umfasse Sitten, Bildung und Lebensart. So sehr sich die Lebensarten IRL auch voneinander unterscheiden dürften - im Netz sind diese den technischen Regeln und Zugriffsgenehmigungen unterworfen. Internetnutzer haben oft einen hohen Bildunggrad - verglichen mit dem der Offline-Bürger. Es besteht also unabstreitbar ein gewisser Grad der Konformität unter den Netizens, aber ist das gleich eine eigene Kultur?
Definition 2 findet sich auch in der vorhergehenden Erklärung unter Lebensäußerungen wieder. Ich denke, die richtige Definition liegt also - wieder einmal - in einer Mischung der beiden:
Cyberculture ist die Gesamtheit der geistigen, wissenschaftlichen und künstlerischen Errungenschaften, Lebensäußerungen und Sitten der Internetnutzer.
Nun gehört zur Cyberculture also jede Homepage und jedes im Chat gesprochene Wort. Jedes Stück Software, dass eine Errungenschaft der Internetuser darstellt - ob WinAMP, WebWasher oder ICQ. Braucht Cyberculture da noch Menschen?
Kultur
(lat. Bearbeitung, Pflege) Lebensformen eines Volkes, wie sie sich in seinen geistigen und künstlerischen Äußerungen manifestieren sowie in seinem Verhältnis zur Natur und der Gestaltung seines Lebensraumes. Die Entwicklung menschlicher Kultur baut auf der <http://www.111er.de/lexikon/_images/pf_next.gif> Sprache auf, deren Pflege oder Vernachlässigung über das geistige Niveau einer Gesellschaft entscheidend mitbestimmt.
Als Kriterien einer hochentwickelten Kultur können angeführt werden: die Einhaltung sozialer Ordnungen und kultivierter , gesitteter Interaktionsformen, die Pflege von Tradition und Geschichte, die Förderung von Erziehung und Bildung, Kunst, Wissenschaft und Religion, eine bewusste Haltung gegenüber moralischen und ethischen Forderungen, Übernahme sozialer Verantwortung sowie Verpflichtung zu politischer Korrektheit. ( <http://www.111er.de/lexikon/_images/pf_next.gif> Verantwortung, <http://www.111er.de/lexikon/_images/pf_next.gif> Zivilisation)
Englischer Wikitext:
Culture
From Wikipedia, the free
encyclopedia.
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217.0.152.18
1. The word culture comes from the Latin
root colere, to inhabit, cultivate, or honor. In general it refers to
human activity; different definitions of culture reflect different
theories for understanding, or criteria for valuing, human activity.
In 1952 Alfred Kroeber and Clyde Kluckhohn compiled a list of over
200 different definitions of culture in their book, Culture: A
Critical Review of Concepts and Definitions.
The popular use
of the word culture in many Western societies reflect the fact that
these societies are stratified. Many use the word "culture"
to refer to elite consumption goods and activities such as fine
cuisine, art, and music. Some label this as "high" culture
to distinguish it from "low" culture, meaning non-elite
consumption goods and activities.
18th and early 19th century
scholars, and many people today, often identified culture with
"civilization" and opposed both to "nature."
Thus, people lacking elements of "high culture" were often
considered to be more "natural," and elements of high
culture were often critized, or defended, for repressing human
nature.
By the late nineteenth century, anthropologists
argued for a broader definition of culture that they could apply to a
wide variety of societies, they began to argue that culture is human
nature, and is rooted in the universal human capacity to classify
experiences, and encode and communicate them symbolically.
Consequently, people living apart from one another develop unique
cultures, but elements of different cultures can easily spread from
one group of people to another. Anthropologists have thus had to
develop methodologically and theoretically useful definitions of the
word. Technically, anthropologists distinguish between material
culture and symbolic culture, not only because each reflects
different kinds of human activity but because they consitute
different kinds of data that require diffeent methodologies. As a
rule, archeologists focus on material culture, and cultural
anthropologists focus on symbolic culture, although ultimately both
groups are interested in the relationship between these two
dimensions. Moreover, anthropologists understand "culture"
to refer not only to consumption goods, but to the general processes
by which such goods are produced and given meaning, and the social
relationships and practices in which such objects and processes are
embedded.
In the early twentieth century anthropologists
understood culture to refer not to a set of discrete products or
activities (whether material or symbolic) but rather to underlying
patterns of products and activities. Moreover, they assumed that such
patterns were clearly bounded (thus, some people confuse "culture"
for the society that has a particular culture). In smaller societies
in which people were divided by age, gender, household, and descent
group, anthropologists believed that people more or less shared the
same set of values and conventions. In larger societies in which
people were further divided by region, race or ethnicity, and class,
they believed that members of the same society often had highly
contrasting values and conventions. They thus used the term
subculture to identify the cultures of parts of larger societies.
Since subcultures reflect the position of a segment of society vis a
vis other segments and the society as a whole, they often reveal
processes of domination and resistance.
Cultural studies
developed in the late 20th century, in part through the
reintroduction of Marxist thought in sociology, and in part through
the articulation of sociology and other academic disciplines such as
literary criticism, in order to focus on the analysis of subcultures
in capitalist societies. Following the non-anthropological tradition,
cultural studies generally focus on the study of consumption goods
(such as fashion, art, and literature). Because the 18th and 19th
century distinction between "high" and "low"
culture is not appropriate to the mass-produced and mass-marketed
consumption goods with which cultural studies is concerned, these
scholars refer instead to popular culture.
Today some
anthropologists have joined the project of cultural studies. Most,
however, reject the identification of culture with consumption goods.
Furthermore, many now reject the notion of culture as bounded, and
consequently reject the notion of subculture. Instead, they see
culture as a complex web of shifting patterns that link people in
different locales, and link social formations of different scales.
2. Culture, as a supercategory distinguished from
the sciences (pure and applied) and foundational disciplines, is
extremely difficult to characterize in such a way that includes all
the categories that are often placed under this heading. What, for
example, do the visual arts, religion, and recreation have to do with
each other?
One view of it is that is is the collection of
customs?, beliefs, shared history, language and mutual feeling of
belonging among a group of humans. Cultures are often a magnitude
larger than countries, and may spread across continents.
A
culture often contains numerous subcultures?. Subcultures incorporate
large parts of their mother cultures, but in specific instances they
may differ radically. Some subcultures achieve such a status that
they acquire a name of their own. A recent example of a subculture in
the western world is punk.
Culture has nebulous bindings to
the word civilization, and may in some contexts be roughly the same.
See also: cultural anthropology, ethnicity, Sociology,
Sociobiology, Memetics, Anthropology
3.
The word culture may also refer to an expression of a culture.
Examples of cultural expression in the western society is opera and
rock.
3. Culture can also refer to bacteria or
something like that, grown in a petri dish in a laboratory.
Unternehmenskultur
Der Kern der Kultur lässt sich definieren als gemeinsames Grundverständnis mit Wahrnehmungen, Gedanken und Gefühlen, das eine Gruppe im Laufe der Zeit angenommen hat, während sie ihre Probleme löste und dabei die Erfahrung gemacht hat, dass sie konsistent und stabil genug sind, um sie beizubehalten und an neue Mitglieder direkt oder indirekt weiterzugeben. Die Kultur manifestiert sich als beobachtbare Artefakte und angenommene Ideen, Ziele, Philosophien, Normen und Verhaltensregeln. Eine wichtige Unterscheidung trennt "Natur" (als den Menschen vorgegebene Bedingungen) von der "menschengemachten" Kultur.
Unternehmenskultur ist die Kultur von Unternehmen als spezielle Gruppen. Vordergründig äußert sich die Unternehmenskultur in Artefakten, also in Phänomenen, die man sehen, hören und fühlen kann, wenn man einen Betrieb betritt: architektonische Gestaltung und Ausstattung, Sprache, Technik und Produkte, künstlerische Gestaltungen, Bekleidung, Umgangsformen, Mythen und Geschichten, Rituale und Zeremonien, veröffentlichte Ziele und Regeln u.a.m. Unternehmungskultur wird wesentlich von Führungskräften gestaltet und beeinflusst.
Kultivierte Menschenaffen
Schottische und amerikanische Zoologen haben neue Beweise dafuer gefunden, dass Schimpansen in regionalen Kulturen zusammenleben.
Viele Verhaltensweisen unserer naechsten Verwandten werden von einer Generation zur naechsten weitergegeben und unterscheiden sich dadurch von Gruppe zu Gruppe. Nach ihrer Rueckkehr aus Ostafrika berichteten Andrew Whiten von der St.-Andrews-Universitaet in Schottland und William McGrew von der Miami-Universitaet in Florida ueber die Ergebnisse ihrer Studien, die im kommenden Jahr publiziert werden sollen.
Bereits 1999 hatte das "Chimpanzee Cultures Project" um Andrew Whiten und Jane Goodall in der Zeitschrift "Nature" den Nachweis erbracht, dass bei sieben freilebenden Schimpansengruppen regionale Unterschiede im Verhalten bestehen. Bei insgesamt 39 Verhaltensmustern wie Werbung, Nahrungssuche und Koerperpflege konnten damals Lokalvarianten beobachtet werden. Sogar fuer Regentaenze hatten die verschiedenen Gruppen eigene Schritte und Bewegungen erfunden. Diese Abweichungen im Verhalten aehneln kulturellen Traditionen beim Menschen, die ueber viele Generationen hinweg ueberliefert werden.
In der zweiten Etappe ihres Projekts konnten die Kulturprimatologen das Entstehen neuer Verhaltensmuster bei der Nahrungssuche, in den Sozialbeziehungen und in der Gesellschaftsordnung aufzeichnen. Überrascht waren die Forscher darueber, dass sich vierzig verschiedene Arten des Werkzeuggebrauchs beobachten liessen: "Diese Unterschiede resultieren nicht aus einer genetischen Veranlagung oder aus Umwelteinfluessen, sondern werden gelernt" erklaerte Professor McGrew gegenueber BBC News Online.
Zwei Beobachtungen lassen daran zweifeln, dass der Gebrauch von Werkzeugen und nachforschendes Denken auf den Menschen beschraenkt sein sollen. Denn auch bei Schimpansen finden sich kulturelle Unterschiede auf diesen Gebieten. So gebrauchen Schimpansen in Westafrika Holzstoecke und Steine, um Nussschalen zu oeffnen, waehrend ihre ostafrikanischen Verwandten dazu die Haende gebrauchen. In Ostafrika lesen die Menschenaffen Parasiten aus dem Fell ihrer Kameraden und legen sie auf ein Blatt, um sie sorgfaeltig zu untersuchen, waehrend die Quaelgeister in der westafrikanischen Kontrollgruppe noch auf der Haut zerquetscht werden. Bisher waren kulturelle Unterschiede bei Primaten nicht beachtet worden, weil man von der ueberlegenheit des Menschen ueberzeugt war.
Die regionalen Unterschiede im Verhalten der Menschenaffen genuegen der verhaltenstheoretischen Definition von Kultur als geteiltem und gelerntem Verhalten. Danach leben Schimpansen zwar in Kulturen, aber sie haben noch keine Kultur. Die Zoologen vermuten, dass auch Gorillas, Orang-Utans, Wale und Delphine Kulturen herausgebildet haben. Bisher liegen dazu noch keine Untersuchungen vor.
Kulturhistorische Schule
Die Kulturhistorische Schule wurde von Wygotski Mitte der 20er Jahre in der Sowjetunion begründet. Ziel war die Entwicklung einer allgemeinen Psychologie auf marxistischer Grundlage.
Mittelpunkt der kulturhistorischen Theorie ist das Interiorisierungskonzept : Im Unterschied zum Tier passt sich der Mensch nicht lediglich seiner Umwelt an, sondern eignet sich die spezifisch menschlichen, gesellschaftlich-historischen Erfahrungen durch aktive Tätigkeit mithilfe spezifischer Werkzeuge an. Diese Werkzeuge oder Zeichen wurden durch die Menschen im Laufe ihrer Entwicklung künstlich geschaffen. Eines der Schlüsselwerkzeuge ist die <http://www.111er.de/lexikon/_images/pf_next.gif> Sprache . Ursprünglich nach außen, zum anderen Menschen gerichtet, werden diese Werkzeuge im Laufe der Entwicklung des Menschen zum Mittel, um die eigenen psychischen Prozesse zu steuern. Im Weiteren werden sie verinnerlicht (interiorisiert) und damit wird die psychische Funktion von innen her vermittelt. Diesen Prozess der Entstehung von inneren psychischen Funktionen aus primär äußeren, sozialen Funktionen, nannte Wygotski den vollständigen Kreis der kulturhistorischen Entwicklung einer <http://www.111er.de/lexikon/_images/pf_next.gif> psychischen Funktion.
Die Vertreter der kulturhistorischen Schule begründeten die historische Methode in der Psychologie und wandten sie exemplarisch in ihren Untersuchungen an. Neben der <http://www.111er.de/lexikon/_images/pf_next.gif> Tätigkeitstheorie ist für die Pädagogik u.a. das Konzept der Zone der nächsten Entwicklung von Interesse. Als Zone der nächsten Entwicklung wird jener Bereich bezeichnet, in dem, über die Zone der aktuellen Entwicklung hinaus, Lernen zwar nicht alleine, jedoch in sozialen Bezügen möglich ist. Bezogen auf die Pädagogik bedeutet das, dass gutes Lehren dem aktuellen Entwicklungsstand immer einen Schritt voraus sein sollte. ( <http://www.111er.de/lexikon/_images/pf_next.gif> Aufbau funktioneller Hirnsysteme)
Literatur
Jantzen, W.: Abbild und Tätigkeit: Studien zur Entwicklung des Psychischen. Solms-Oberbiel 1986.
Wygotski, L.: Ausgewählte Schriften. Band 1 und 2. Berlin 1985; 1987.
Grit Wachtel
Kulturtechniken
Fähigkeiten, Fertigkeiten und Kenntnisse, die zur gesellschaftlichen und kulturellen Teilhabe und zur Erhaltung einer Kultur notwendig sind. Sie werden durch Erziehung, Unterricht und Sozialisation weitergegeben. Zu den Kulturtechniken zählen Lesen, Schreiben, Rechnen, aber auch der Umgang mit neuen Medien (z.B. Computer, Internet, Telefonieren und Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel. In der Erwachsenenbildung bei geistiger Behinderung stellt die Vermittlung von Kulturtechniken einen wichtigen Bildungsinhalt dar, zumal sie meist eng mit Prestigezuwachs gekoppelt sind.
Kulturwerkstatt für geistig behinderte Erwachsene
Neben Kunstwerkstätten und Theaterwerkstätten gibt es eine Reihe von Kulturwerkstätten, die behinderten Erwachsenen die Möglichkeit eröffnen, sich künstlerisch vielfältig auszudrücken (z.B. durch Musik, Tanz, Theater, Malerei) und sich kulturell zu betätigen (z.B. durch Veranstaltung von Ausstellungen, Lesungen, öffentlichen Auftritten, Festivals) sowie durch Einbindung in unterschiedliche Formen gesellschaftlichen Lebens. So versteht sich das Hora-Theater in Zürich auch als Kulturwerkstatt, das gleiche trifft für die entsprechende Einrichtung in Rotenburg/Wümme zu.
Weiter zum Kapitel Glaube an andere Menschen
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