Naturglaube                                                    Zurück zu NKM Index


Motto: Wer an die Natur als unsere entscheidende Lebensgrundlage glaubt, muß sich zunächst bemühen, die Natur gut kennenzulernen. Da wir selbst ein Teil der Natur sind, bedeutet dies auch, daß wir uns selbst gut kennen lernen müssen.

Den einzelnen Kapiteln dieses Buches habe ich wichtige Leitsätze des jeweiligen Bereiches vorangestellt. Dabei habe ich mich an die Gliederung angelehnt, wie ich sie beim Gottesglauben begonnen habe. Die hier angeführten Grundlagen eines Naturglaubens, das habe ich bereits mehrfach betont, sind dabei weder vollständig, noch sind sie völlig richtig.

Jeder kann sich daran beteiligen, sie zu korrigieren und zu ergänzen. Dennoch hoffe ich, daß ich einige wesentliche Punkte erfaßt habe. Hier also die Grundaussagen eines Glaubens an die Natur:


Grunddogmen des Naturglaubens

1.Es existiert die unbelebte und die belebte Natur. Die Gesamtheit der belebten Natur auf dieser Erde besteht aus allen jetzt existierenden Lebewesen. Der Mensch ist als ein Lebewesen Teil der belebten Natur auf der Erde. Die belebte Natur ist kein Gott, wenn man unter Gott ein rein geistiges, höheres Wesen versteht. Der Naturglaube kann also kein Gottesglaube sein. Geist ist immer an Materie oder Energie gebunden. Geist im allgemeinsten Sinne ist gleichzusetzen mit dem Begriff der Information. Es ist so etwas wie Form und Struktur. Reinen Geist gibt es nicht , so wie es keine Information ohne Informationsträger gibt. Geist steckt in allen Lebewesen. Zunächst findet man ihn in den Bauplänen der Zellen und in den Molekülstrukturen. Geist steckt auch in den Nervensystemen, wie sie vor allem Tiere entwickelt haben. Eine besondere Eigenschaft des Geistes in manchen Lebewesen ist das bewußte Denken und das Selbstbewußtsein.

2.Unser Lebensraum wird im wesentlichen durch die Sonne, durch die geologischen Kräfte der Erde und durch die Lebewesen selbst beeinflußt und verändert.

3.Unsere heutige Welt begann möglicherweise mit dem Urknall und hat sich dann den Naturgesetzen folgend zu unserer heutigen Welt entwickelt. Ob es den Urknall wirklich gab und insbesondere was vor ihm war, bleibt unklar.

4.Die belebte Natur hat sich auf der Erde aus einfachen sich selbst kopierenden Molekülen ohne äußere Mithilfe eines wie auch immer gearteten Baumeisters gebildet. Durch Mutation, Variation, Anpassung und Auslese hat sich das Leben zu seiner heutigen Form entwickelt. Dieser Prozeß geht nach unserem Zeitmaßstab sehr langsam voran, er läuft aber immer noch weiter. Er wird Evolution genannt. Dieser Prozeß widerspricht scheinbar dem 2. Hauptsatz der Thermodynamik, nach dem alles zu mehr Unordnung, nach Strukturlosigkeit und Ausgleich strebt. Da die Erde aber ein offenes System mit einem ständigen Energiezustrom von der Sonne ist, kann die Natur auf der Erde hochkomplizierte Strukturen wie das Leben aufbauen, ohne den 2.Hauptsatz zu verletzen.

5.Einen Teufel als reines Geistwesen gibt es nicht. Teufel sind nachtaktive Beuteltiere und leben in Tasmanien. Das Böse gibt es in der Natur nicht. Im Kampf ums Dasein gibt es grausames und im menschlichen Sinne bösartiges Verhalten. Da der Mensch ein Produkt der Evolution ist, sind solche Verhaltensweisen auch beim ihm leicht erklärbar. Sie bereiten ihm dann Probleme, wenn sie ihm bewußt werden und anderen z.B. kulturellen Zielen widersprechen.

6.Sünden in der Natur gibt es nicht. Deswegen wird es bei der Natur auch kein letztes Gericht geben. Abgerechnet in der belebten Natur wird nach dem Prinzip des Überlebens. Wer am besten überleben kann, wird belohnt und bevorzugt.  dieses "Gericht" der Natur, Darwin nannte es die Auslese, findet ständig statt und nicht nur am jüngsten Tag. Es gibt dabei natürlich keinen Angeklagten, keinen Verteidiger, keinen Ankläger und keinen Richter, sondern alle Lebewesen sind all dies selber und gleichzeitig und sind demselben "Gerichtsverfahren" unterworfen.

7.Der Mensch ist sterblich. Alles, auch das, was wir Seele oder Geist nennen, stirbt mit dem Tode des Körpers. Das Gehirn, als hauptsächlicher Träger des Geistes und der Seele, ist dabei besonders empfindlich und stirbt mit am schnellsten. Eine Wiederauferstehung, das heißt ein Leben nach dem Tode, von bereits gestorbenen Menschen, Tieren oder Pflanzen gibt es nicht. Auch die belebte Natur als Ganzes ist sterblich und wird eines Tages auf unserer Erde zu Ende gehen. Auch die Erde und die Sonne gehen in ihrer heutigen Form irgendwann zu Ende, wenn der Energievorrat der Sonne erschöpft ist.

8.Da die Seele, wenn man darunter beispielsweise das Gefühlsleben eines Lebewesens versteht, sich genauso aus dem Tierreich heraus entwickelt hat wie andere Eigenschaften unserer Persönlichkeit, wäre es vermessen vom Menschen zu behaupten, daß er das einzige Lebewesen mit einer Seele sei. Wer das abstreitet, möge sich einmal  intensiv mit Hunden, Pferden, Affen oder Delphinen beschäftigen, und er wird erkennen, daß sie eine Seele haben. Unter Seele kann man die Gesamtheit aller Gefühle und Empfindungen eines Lebewesens verstehen. Zum Begriff der Seele gehört auch die Einmaligkeit als individuelles Lebewesen. Beim Menschen wird dies auch Persönlichkeit genannt. Schimpansen und Delphine haben möglicherweise sogar eine Art von Bewußtsein. Da es keinen Himmel im religiösen Sinne gibt, kann weder die Seele eines Menschen noch die eines Tieres in den Himmel kommen. Die Bäume allerdings kommen in den echten Himmel, da sie selbst in den Himmel wachsen. Die Vögel, manche Insekten, Fledermäuse und manche anderen Tiere fliegen durch den Himmel. Auch der Blütenstaub vieler Pflanzen fliegt durch den Himmel.

9.Die Zukunft der belebten Natur auf der Erde ist nicht vorbestimmt. Sie hatte und hat auch kein Ziel, auch wenn sie nach den Regeln der Evolution abläuft. Die weitere Entwicklung ist offen, von Zufällen und gleichzeitig von biologischen Gesetzmäßigkeiten bestimmt und nur teilweise vorhersehbar. Der Zufall regiert bei der Mutation und Variation des Erbgutes, vorwiegend gesetzmäßig findet dann die Selektion = Auswahl durch die Umweltbedingungen statt. Sicher ist allerdings, daß spätestens mit dem Aufblähen der Sonne zu einem roten Riesen durch Erschöpfung ihrer Energievorräte das Leben auf der Erde zu Ende gehen wird. Wie das einmal geschehen wird, also der Weg zum Ende des Lebens auf der Erde ist völlig offen. Dies hat einen positiven Aspekt: Wir brauchen nicht ständig krampfhaft Angst zu haben, alles falsch zu machen. Gleichzeitig hat es auch einen negativen: Ganz egal wie wir uns bemühen, das Ende der Erde wird eines Tages kommen.

Das sind die Grundgedanken eines Glaubens an die Natur. Sie sind eine erste Zusammenstellung und erheben weder einen Anspruch auf Vollständigkeit noch auf absolute Richtigkeit. Wie die Grunddogmen der Religion sind sie als Orientierungsrahmen gedacht, als ein Orientierungsrahmen für Menschen, die dem Gottesglauben nichts mehr abgewinnen können. In manchem widersprechen sie ganz eindeutig den Dogmen des Gottesglaubens auf Seite 10.

Vielleicht sollte man als die entscheidende Aussage eines Naturglaubens noch hinzufügen:

ES GEHT ALLES MIT RECHTEN DINGEN ZU !!

Bei ungelösten Fragen der Natur ist es bislang immer erfolgreicher gewesen, nach einer natürlichen Erklärung zu suchen und auf übernatürliche Erklärungen zu verzichten.


Allgemeines über die Natur als Grundlage unseres Lebens

Die Natur ist die entscheidende Lebensgrundlage für uns Menschen. Unter Natur verstehe ich hier im weiteren Sinne die belebte und die unbelebte Natur. Wenn die Natur so eine wichtige Bedeutung für den Menschen hat, weshalb machen wir sie dann eigentlich nicht zur Basis unserer Überzeugungen ?

Wenn wir zum Himmel schauen, dann sehen wir die Sterne, den Mond, die Sonne und die Planeten. Sie folgen auf ihrer Bahn durch den Weltraum relativ einfachen Gesetzen, die völlig ohne unser Zutun ablaufen. Diese Gesetze zeigen uns die Gleichförmigkeit und Unabänderlichkeit in manchen Bereichen der Natur.

Wenn wir die große Vielfalt der Lebewesen auf dieser Erde anschauen, so lehrt sie uns den Reichtum der Formen und Überlebensstrategien, die Kompliziertheit, die Abhängigkeit und die Anpassungsfähigkeit.

Die Natur macht sich das Zufallsprinzip zunutze, um eine große Vielfalt von Formen zu entwickeln und daraus dann geeignete auszuwählen, d.h. die Natur war und ist auch heute noch schöpferisch tätig.

Die Natur hat schon einen wichtigen Beitrag zur Frage nach der Sinnbewertung unseres Tuns gegeben, denn die Selektion von besser an die Umwelt angepassten Lebensformen ist ja auch eine Art Sinnbewertung. Vieles menschliche Tun muß sich dem Überlebensprinzip unterwerfen und erhält dadurch einen für jeden verstehbaren Sinn.

Die Natur zeigt uns viele Tricks und Möglichkeiten zum Überleben auch in einer lebensfeindlichen Umgebung auf. Sie ist also unsere große Lehrmeisterin, von der es noch sehr viel zu lernen gilt. Hat man wieder einen ihrer Tricks erkannt und eventuell für den Menschen nutzbar gemacht, so belohnt sie uns mit einem Hochgefühl, an ihrem Wissenschatz teilzuhaben.

Die Natur hat schon vor dem Menschen die Sprache erfunden, wie sie beispielsweise im genetischen Code verwirklicht ist. Sie hat die Gesetze der Informationstheorie berücksichtigt, denn sie hat beispielsweise durch Redundanz und Fehlerkorrektur die Speicherung und Übertragung von Informationen sicher und steuerbar gemacht.

Bei all dem müssen wir uns der Natur weder überlegen noch unterlegen vorkommen. Wir brauchen uns nicht ständig von ihr wie von einem großen Bruder beobachtet fühlen, denn sie hat ja keine eigene Persönlichkeit und kein eigenes Bewußtsein.

Dennoch kann man zu ihr ein durchaus gefühlsbetontes Verhältnis entwicklen, ohne in die Naivität abzugleiten und sie als Gottersatz anzubeten. Diese Gefühle zur Natur können sehr heiter und fröhlich sein. Leider werden sie aber heute häufig durch eine Traurigkeit belastet, die aus der Einsicht der unnötigen Zerstörung von Teilen der Natur durch uns Menschen herrührt.


Vergleich Gott <=> Natur.

In theologischen und philosophischen Abhandlungen sind systematische und tabellarische Aufstellungen recht beliebt, auch wenn man über ihren Sinn streiten kann, denn sie täuschen oft eine Pseudologik oder Pseudoordnung vor, die gar nicht vorhanden ist.

Bei der Gegenüberstellung Natur und Gott werden einige grundlegende Unterschiede erkennbar. Unter Natur im engeren Sinne ist hier meist die belebte Natur auf der Erde gemeint.

Wenn in der Überschrift dieses Kapitels vom Naturglauben und vom Gottesglauben gesprochen wird, dann ist beim Naturglauben nicht an einen religiösen Glauben im herkömmlichen Sinne gedacht. Auch wenn der Glaube an die Natur von einigen als Grundlage einer ökologischen Religion ohne Gott herangezogen wird ( lit 9 Mynarek, H. "Ökologische Religion" ), was meines Erachtens insbesondere die Gefahr einer falschen Naturidealisierung und Naturromantik mit sich bringt, so ist man selbst doch häufig geneigt, ein gewisses emotionales, irrationales Verhältnis zur Natur zu entwickeln, wie dies in Begriffen wie "Mutter Erde" und "Mutter Natur" mitschwingt. Solange man sich dessen bewußt bleibt und seine eigene Kritikfähigkeit behält, sehe ich darin auch keine allzu großen Probleme. Insbesondere Kindern gegenüber werden Erklärungen des Glaubens an die Natur durch eine Personalisierung einfacher und verständlicher. Es fällt Kindern dann auch leichter, die Vorstellung von "Gott-Vater" im Himmel über Bord zu werfen, wenn man ihnen dafür "Mutter-Natur" als Alternative anbietet.

"Ich glaube an Gott" und "Ich glaube an die Natur". Wo liegt da der Unterschied ?

GOTT

NATUR

rein geistig,

nicht faßbar

kein geistiges Wesen

sondern die Summe alles Lebens  auf der Erde

körperlich erfahrbar

Gott kann Naturgesetze außer Kraft setzen

( z.B. Wunder Jesu )

die Natur muß selbst ihren Gesetzen folgen

die Natur läuft teilweise chaotisch und zufallsbestimmt ab.

gütig und gerecht

nicht nur gut, auch grausam und ungerecht

Gerechtigkeit existiert nicht als Ziel der Natur

allgegenwärtig

begrenzt auf unsere Erde als belebte Natur

allmächtig

nicht allmächtig

immer gleich ?

sich ständig verändernd

schon immer da

hat als belebte Natur irgendwann begonnen

unsterblich

sterblich,endlich

durch den Menschen nicht störbar

durch den Menschen störbar

schreibt uns Gebote vor

unterwirft uns den Naturgesetzen

nicht in unser Leben eingreifend

doch in unser Leben eingreifend ,

wenn wir nur ausreichend beten.

in unser Leben eingreifend

Gott ist in den Menschen

( nur in einigen ??)

Der Mensch ist in der Natur

jeder Mensch ist Teil der Natur

Dreieinigkeit des christl. Glaubens

  • Gottvater,

  • Jesus

  • der heilige Geist

"heilige" Dreieinigkeit des Naturglaubens

Die Sonne,die Erde und die belebte Natur

oder: Die Energie,die Materie und die Information

männlich

weiblich

eine Person ?

keine Person, sondern Gesamtheit des Lebens auf der Erde

nur eine Vorstellung ?

real existierend

Unterschiede zwischen Gott und Natur werden insbesondere bei den Allmächtigkeitsattributen Gottes deutlich: Die belebte Natur ist nicht unsterblich. Sie ist nicht allwissend. Sie verändert sich und ihre Umwelt ständig. Sie hat irgendwann begonnen. Sie ist kein reines Geistwesen, sondern die Gesamtheit allen Lebens auf der Erde und steht damit auf einer breiten materiellen Grundlage, auch wenn in ihr Informationen verändert, gesammelt, neu gebildet und weitergegeben werden, also vielfältige Formen von Geist in ihr stecken. Die belebte Natur ist auch nicht allgegenwärtig, sondern nur auf besonderen Plätzen wie der Erde im Weltraum vorhanden. Die Natur ist keine Person mit der man Zwiesprache halten kann.

Hinter einigen Charakterisierungen Gottes muß ein Fragezeichen stehen, da hierüber bei gottesgläubigen Menschen verschiedene Auffassungen bestehen. Wahrscheinlich hat eben jeder gläubige Mensch eine andere Vorstellung von Gott, so daß es über manchen Punkt Uneinigkeit gibt. Auch von der Natur gibt es verschiedene Vorstellungen, aber mit dem entscheidenden Unterschied, daß man hingehen und sie untersuchen kann und so der Wahrheit zumindest näher kommt.

Nicht ernst gemeint ist der Vergleich zwischen der christlichen heiligen Dreieinigkeit und der Dreieinigkeit der Natur. Im Gegensatz zur konstruiert wirkenden christlichen heiligen Dreieinigkeit hat allerdings die Dreieinigkeit der Natur ( Sonne,Erde und belebte Natur auf der Erde) für das menschliche Leben eine entscheidende Bedeutung.

Als heilige Dreieinigkeit der modernen Naturwissenschaften könnte man auch deren Vorstellungen von Materie, Energie und Information bezeichnen.

Die geschlechtliche Einordnung der Natur als weiblich und des Gottes als männlich ist ebenfalls nicht ganz ernst zu nehmen. Im Französichen hat ja die Sonne beispielsweise männliches Geschlecht. Dennoch sollte man solche Geschlechtszuordnungen in ihrer Bedeutung nicht unterschätzen. Als Frau würde mir der christliche Glaube und hier  insbesondere der katholische als typischer - man verzeihe den Ausdruck - Machoverein suspekt vorkommen. Die katholische Kirche macht es einem da sehr leicht. Die Mitgliedschaft in einem so frauenfeindlichen und undemokratischen Verein kann nicht vernünftig sein. Deswegen bin ich als katholisch Getaufter schon mit 15 Jahren aus dem katholischen Religionsunterricht und 1981 ganz aus der Kirche ausgetreten.

Wie schnell wären das Zölibat, der Vorbehalt des Priesterberufes nur für Männer und die Verdammung des vorehelichen Geschlechtsverkehrs beseitigt, wenn sich alle katholischen Frauen entschließen würden, solange nicht mehr in die Kirche zu gehen, bis dies geändert ist. Ein Zähneknirschen würde durch das männliche Gebiß der Kurie gehen, aber sie würde eine Marienandacht nach der anderen lesen und - irgendwann - nachgeben.


Regeln und Gesetze der belebten Natur

Viele Menschen, die den Gottesglauben über Bord werfen , meinen dann, ihr eigenes Handeln viel freier und unbeschwerter bestimmen zu können.

Dies ist in mancher Hinsicht richtig, da beim Gottesglauben viele unnötige und widersinnige Regeln mitgeschleppt und den Menschen auferlegt werden.

Nimmt man den Naturglauben als Grundlage des eigenen Handelns, findet man allerdings sehr schnell heraus, daß es Gesetze der Natur gibt, denen wir Menschen uns unterordnen müssen, ob wir wollen oder nicht.

Eine Aufstellung dieser Regeln habe ich im folgenden versucht. Diese Aufstellung ist wahrscheinlich nicht vollständig. Die Regeln sind einigermaßen logisch geordnet. Ob eine Regel wichtiger ist als die andere, ist schwer zu entscheiden. Es sind vor allem Regeln der belebten Natur auf der Erde. Die Naturgesetze der Physik, der Chemie und der anderen Naturwissenschaften sind natürlich ebenfalls wichtig und gültig, werden aber hier nur unvollständig aufgeführt.

Regeln und Gesetze der belebten Natur:

1.Lebenskraft

Jedes Lebewesen will leben, hat eine Lebenskraft in sich. Diese Lebenskraft gründet sich auf seine Erbinformation, die sich in vielen Millionen Jahren als erfolgreich, als zum Überleben geeignet, herauskristallisiert hat. Hätte es diese Lebenskraft nicht, wäre das Lebewesen längst ausgestorben.

Diese Lebenskraft kann man ganz profan mit der Bewährtheit eines von vielen Anwendern schon lang benutzen Computerprogrammes vergleichen. Auch aus einem solchen Programm sind viele Anfangsfehler längst ausgebaut. Fehlendes wurde ergänzt und Überflüssiges verworfen.

2.Kampf ums Dasein

Jedes Lebewesen muß um sein Dasein kämpfen und versuchen, seine Intaktheit als lebender Organismus zu wahren. Dieser Kampf ist oft still und undramatisch, aber es ist doch ein Kampf, z.B. die Konkurrenz von Bäumen im Wald um das Licht der Sonne. Jedes Lebewesen hat im Prinzip das Recht zu leben. Nur wird dieses Recht von niemandem verliehen oder garantiert.

3.Sterblichkeit

Jedes Lebewesen, jede Art und das ganze Leben auf der Erde sind sterblich. Spätestens stirbt das Leben, wenn die Sonne sich zu einem roten Riesen aufbläht. Jedes Lebewesen kann vorzeitig meist durch äußere Einflüsse sterben oder es stirbt, wenn es biologisch seinen Fortpflanzungssinn erfüllt hat, wenn es altert und seine biologischen Systeme zunehmend versagen.

4.Endlichkeit des Lebensraumes

Jedes Lebewesen muß die Endlichkeit seines Lebensraumes und seiner Lebensgrundlagen akzeptieren. Die Erde, der geeignete Lebensraum, die Nahrung, das Wasser, die Energie sind begrenzt. Daraus folgt der Zwang zur Sparsamkeit mit Rohstoffen, mit Bodenschätzen und Lebensmitteln. Auch die Abfallproduktion ist begrenzt und es besteht ein Zwang zur Wiederverwertung. Was passiert, wenn Lebewesen Stoffe freisetzen oder die Umwelt so verändern, daß andere Lebewesen dadurch aussterben können ? Dafür gibt es schon einige Beispiele : Sauerstoffproduzenten haben die sauerstoffempfindlichen Bakterien in Nischen verdrängt. Auch Korallenriffe und Sedimente aus Kalk sind im Prinzip Abfallberge. Die Natur hat erst die Erde für uns lebensfähig gemacht. Die Erde ist ideal für den Menschen eingerichtet. Eine Fluchtmöglichkeit des Menschen von der Erde weg in den Weltraum existiert nach heutigem Ermessen nicht. Also muß auch der Mensch die Endlichkeit seines Lebensraumes akzeptieren.

5. Abhängigkeit von anderen Lebewesen

Jedes Lebewesen ist von anderen Lebewesen abhängig. Dabei gibt es verschiedene Grade der Abhängigkeit: Einige Bakterienarten können ohne andere Lebewesen existieren. Manche Pflanzen sind nicht oder nur in geringem Maße abhängig von anderen Lebewesen. Tiere sind oft stark abhängig von anderen Lebewesen, insbesondere von den Pflanzen.

Auch der Mensch braucht in starkem Maße die Natur zum Beispiel für den Sauerstoff, die Nahrung oder die Kleidung. Die Abhängigkeiten in der Natur sind manchmal nicht linear. Häufig liegen vernetzte und gegenseitige Abhängigkeiten vor.

Jedes Lebewesen ist zunächst einmal ein Einzelwesen. Es ist abgegrenzt gegen seine Umwelt. Trotzdem ist diese Abgrenzung nicht vollständig sondern nur teilweise, denn es findet ein ständiger Stoff-, Energie- und Informationsaustausch mit der Umgebung statt. Einzelwesen können sich aus einem gemeinsamen Vorteil heraus zu größeren Gemeinschaften biologischer oder sozialer Art zusammenschließen. Dabei muß das Einzelwesen manchmal auch einen großen Teil seiner individuellen Interessen zurückstellen oder wird derer beraubt.

6.Zwang zum Gleichgewicht

Jedes Lebewesen muß sich seiner Umgebung anpassen. Es muß sich der Neigung zum Gleichgewicht und der Stabilität der Natur unterwerfen. Versucht es, aus diesem Zwang zu entkommen, muß es ein neues Gleichgewicht mit der Natur anstreben. Tut es das nicht, so läuft es große Gefahr auszusterben. Je weiter sich ein Lebewesen von einem bisherigen Gleichgewicht entfernt hat, desto schwerer wird es, ein neues Gleichgewicht zu finden oder ein Ungleichgewicht aufrechtzuerhalten. Trotzdem sind auch in der Evolution neue Gleichgewichte entstanden. Das Gleichgewicht ist nicht statisch zu verstehen, sondern mehr oder weniger in ständiger Bewegung. Es wackelt durch die Zeit wie ein Radfahrer durch die Landschaft.

7.Ständige, aber relativ langsame Entwicklung

Die Entwicklung der Natur ist oft unumkehrbar und unvorhersehbar. Neue Formen werden an einem Ort erprobt. Wenn sie sich bewähren, breiten sich die neuen Formen schnell aus, falls nicht unüberwindliche Grenzen sie hindern. Relikte oder neue Formen bleiben aber manchmal auch örtlich begrenzt bestehen.

8.Unzweckmäßiges Verhalten findet in der Natur bald sein Ende.

Zweckmäßig in diesem Sinne ist alles, was der Fortpflanzung des eigenen Erbgutes dienlich ist.

9.Gut und Böse

Im Verhalten von Tieren sind Egoismus, Altruismus, Gut und Böse, Mord und Totschlag zu finden. Alle Beispiele sind verwirklicht, häufig sogar in ein und demselben Lebewesen. Die Natur ist im menschlich moralischen Sinne nicht allzu anspruchsvoll. Gut und Böse im menschlichen Sinne als fürsorgend-nächstenliebend bzw als aggressiv- egoistisch sind als emotionale Verhaltenseigenschaften in Tieren immer gleichzeitig mehr oder minder stark verwirklicht. Sonst gibt es kein Gut oder Böse in der Natur, sondern nur besser oder weniger gut angepaßt. Die Auffassung, daß nur der Mensch zu Mord und Totschlag an eigenen Artgenossen fähig ist, ist falsch. ( lit 57 Sommer, V. "Die Affen. Unsere wilde Verwandtschaft")

10.Ende des Lebens

Das Leben auf der Erde können die Menschen nicht völlig auslöschen, auch wenn sie ihm großen Schaden zufügen können. Irgendwann geht das Leben auf der Erde sowieso zu Ende. Das Leben, das sicher anderswo im Weltraum existiert, kann durch die Menschen nicht beeinflußt werden. Etwas Gelassenheit, aber nicht Trägheit der zukünftigen Menschheitsentwicklung gegenüber ist also angebracht.


Grenzen der Natur

Vielen Menschen ist nicht bewußt, daß uns die Natur absolute Grenzen setzt. Viel zitiert wird dabei Albert Einstein mit der Aussage: "Alles ist relativ." Ob er dies wirklich gesagt oder geschrieben hat, weiß ich nicht. Jedenfalls ist dieser Satz falsch. Denn Einstein selbst hat gezeigt, daß beispielsweise die Lichtgeschwindigkeit eine absolute Grenze ist. Sie ist ein konstanter absoluter Grenzwert nach oben und dieser Wert ist nicht relativ zu irgendeiner anderen Größe oder zu einem Bezugspunkt.

Im folgenden habe ich einige Grenzen, die uns die Natur setzt,  aufgeführt. Es ist wichtig, sich diese Grenzen der Natur und unserer Kenntnisse bewußt zu machen. Daran angeschlossen habe ich eine Übersicht von Umweltfaktoren, die auf Lebewesen einwirken.

Bislang bekannte Grenzen der Natur:

Materie

Grenze nach unten

Grenze nach oben

Moleküle

Materie im Urknall

Atome

Galaxien

Elementarteilchen

alle Sterne

Quarks

schwarze Löcher

Atome, Elemente

Beginn

Ende

Wasserstoff

Uran


Transurane

Energie

Grenze nach unten

Grenze nach oben

kleiner Lichtquant

Energie einer Atombombe


Energiegehalt der Sonne


Energiegehalt des Urknalls

Temperatur

Grenze nach unten

Grenze nach oben

Gefrierpunkt des Wassers

Siedepunkt des Wassers

absoluter Nullpunkt - 273 Grad Celsius

Temperatur in den Sternen


Temperatur im Urknall > 1 Mio Grad

Geschwindigkeit

Grenze nach unten

Grenze nach oben

keine Geschwindigkeit

Lichtgeschwindigkeit

nur relativ feststellbar

ungefähr 300000 km/sek

Wellenlänge der elektromagnetischen Strahlung

nach unten

nach oben

Gammastrahlen                      

Radiowellen       

Raum

Grenze nach unten

Grenze nach oben

Atomare Größenordnung

Ende des sichtbaren Weltraumes

Zeit

Grenze nach rückwärts

Grenze nach vorn

Urknall

eigener Tod

Entstehung von Sonne u. Erde

der Tod aller Menschen

Beginn des Lebens

Ende des Lebens auf der Erde

Erste Menschen

Ende der Erde beim Ausbrennen der Sonne

eigene Geburt

Ende der Welt

Information

kleinste Informationseinheit

größte Informationmenge

0 Bit

in unserem Gehirn

1 Bit

in allen Bibliotheken etc


im Erbgut der Natur


in den Naturgesetzen


in der Struktur d. gesamten Weltalls


3.2.4.Umweltfaktoren, die auf Lebewesen einwirken.

Unbelebte Faktoren




Lichtfaktoren




sichtbares Licht



Ultraviolettes Licht



Wärmestrahlung


Chemische Faktoren




Wasser



chemische Faktoren im Wasser



chemische Zusammensetzung des Bodens



Sauerstoff



chemische Zusammensetzung der Luft


Physikalische Faktoren




Schwerkraft



Bodenstruktur



Luftdruck



Wasserdruck



Wind- und Wasserströmungen



Feuer



Radioaktivität


Raumfaktoren




Größe des Lebensraumes



Topografie des Lebensraumes



Art der Grenzen des Lebensraumes


Zeitfaktoren




Länge des Tages



Länge der Jahreszeiten



Gezeiten



Länge günstiger Lebensumstände

(zb Eiszeiten)

Belebte Faktoren




Beziehungen

innerhalb der Art




Partnerbildung, Sexualität



Eltern - Kindbeziehung



Soziale Verbindungen

zb zur Feindabwehr



Konkurrenz unter Artgenossen


Beziehungen

zwischen den Arten




Konkurrenz zwischen den Arten



- um Lebensraum



- um Nahrungsmittel



Symbiose



Parasitismus



Räuber-Beute Beziehung

Grenzen der Natur

Unendlichkeit

http://home.t-online.de/home/rudolf/Unendlich/index.htm


Grundlagen einer Naturethik

Die Natur ist aus menschlicher Sicht ziemlich unmoralisch, da sie sich um unsere Vorstellungen über Gut und Böse wenig kümmert. Soll es also so etwas wie eine Naturethik geben, so hat diese der Mensch geschaffen. Die hier vorgestellte Naturethik ist sehr einfach zu verstehen und hoffentlich den meisten einsichtig zu machen. Die Natur taugt weder zu einer neuen Religion noch zur Begründung einer neuen Moral. Auch wenn Abschnitte des hier vorliegenden Buches auf den ersten Blick dies anzudeuten scheinen.

Grundlagen einer Naturethik

Wer nicht will, der muß sich nicht an diese Leitlinien halten. Nur wird er früher oder später merken, daß es sich besser mit der Natur als gegen sie leben läßt. Naturgesetze lassen sich nur schwer verbiegen. Wenn man beispielsweise riesige Mengen an fossiler Energie verfeuert, wie wir das heute tun, braucht man sich nicht zu wundern, wenn der Kohlendioxidspiegel in der Atmosphäre ansteigt und es langsam wärmer wird. Eine Änderung der Ziele hin zur Einsparung von fossiler Energie und zum Einsatz erneuerbarer Energiequellen ist also unvermeidlich.

Zu den drei obigen Punkten sollte man hinzufügen, daß zwischen den Interessen einer intakten Natur und den Interessen der Menschen abgewogen werden muß, damit nicht wegen des Ideales der unberührten Natur gegen die Gesetze der Menschlichkeit verstoßen wird. Im großen und ganzen sind diese beiden Ziele identisch, kurzfristig können sie sich aber völlig konträr auswirken. Wer wollte es zum Beispiel den Menschen in der belagerten Stadt Sarajewo verwehren, ihre Bäume abzuhacken, um mit dem Holz zu heizen und zu kochen. Wer da im Sinne einer allgemein gültigen Naturmoral warnend den Zeigefinger hebt, wird wohl auf Unverständnis stoßen.

Die Naturethik ist also keineswegs absolut gültig oder als höchstes moralisches Gesetz anzusehen. Sie liefert uns kein "Naturrecht" oder eine "Natürliche Moral". Dies alles kommt vom Menschen selbst. Irgendwann werden die Menschen und die ganze belebte Natur auf der Erde sowieso aussterben. Es geht also nur darum, diesen Zeitpunkt möglichst lange hinauszuzögern, genau wie jeder einzelne mit seinem eigenen Körper in guter Freundschaft leben sollte, um möglichst lang zu leben und von unnötigen Krankheiten verschont zu werden. Dem Tod kann er aber auch nicht entrinnen, wie brav und tugendsam er auch ist.

Diese Naturethik hat auch nichts mit einer übersteigerten Liebe zur Natur zu tun. Eine "Allgemeine Ehrfurcht vor dem Leben" oder "eine Liebe zu allen Geschöpfen" wie sie zum Beispiel Albert Schweitzer forderte, ist übertrieben. Wo hören denn die geliebten Geschöpfe auf und wo fangen die ungeliebten an ? Albert Schweitzer hat sicherlich mit großer Hingabe Malariaerreger ausgerottet, aber auch die sind Lebewesen. Vernünftigerweise hatte er vor ihnen keinen Respekt, sondern hat sie bekämpft, auch wenn dies seinen eigenen hehren Grundsätzen widersprach.

Wie straft die Natur ?

Jedem Atheisten ist die Vorstellung eines strafenden Gottes unangenehm und ein wesentlicher Grund, nicht an Gott zu glauben. Deswegen wäre natürlich die Vorstellung einer bewußt strafenden Natur genauso unsinnig. Für alle Masochisten habe ich trotzdem einmal die Strafen der Natur aufgezählt.

              Gegen Überbevölkerung:

               Gegen Energieverschwendung:

Man kann diese Liste der Daumenschrauben der Natur noch länger fortsetzen.


Zehn Gebote der Natur

     Vielleicht gefällt es manchem nicht, daß ich 10 Gebote aufgestellt habe und damit die vermeintlich bequeme atheistische Freiheit einschränke, sich nicht an die christlichen 10 Gebote halten zu müssen. Ich will damit aber nur zeigen, daß es genauso sinnvoll ist, 10 Gebote der Natur aufzustellen und daß diese heute vielleicht eine größere Bedeutung haben als die 10 Gebote des Alten Testamentes. Die einschränkenden Bemerkungen zur Naturethik, die ich am Anfang des Kapitels 3.3 gemacht habe, sind auch hier zu bedenken.

Es gibt keine 10 Gebote aus der Natur selbst. Sie sind von Menschen gemacht und können jederzeit verändert werden, wenn sich dies als sinnvoll erweist.

Wie könnte man die Zehn Gebote der Natur formulieren?

Eigentlich will ich mit dieser Zusammenstellung nur dazu anregen, über die 10 Gebote des Alten Testamentes nachzudenken und sie nicht kritiklos als Gottes höchstes Gesetz zu akzeptieren ( Siehe auch Seite 38).

Abschließen möchte ich das Thema Naturethik mit zwei Zitaten. Eines stammt von Georg Picht, dem 1982 verstorbenen Religionsphilosophen:

"Erkennt man die ökologische Funktion der ethischen und moralischen Werte, so kann man nicht mehr dem Wahn verfallen, der Mensch habe die Freiheit, seine Werte zu "setzen". Sie sind ihm in einem sehr breiten Umfang durch die Struktur eines Ökosystems vorgezeichnet, dessen Grenzwerte er nicht ungestraft überschreiten kann."

Das zweite Zitat stammt von Friedrich Engels. Man erkennt daran, daß selbst kommunistische Ideologen richtige Schlüsse ziehen konnten, auch wenn ihre sonstige Heilsbotschaft vom diesseitigen Glück für alle sich als komplette Illusion herausgestellt hat.

"Schmeicheln wir uns indes nicht zu sehr mit unseren menschlichen Siegen über die Natur. Für jeden solchen Sieg rächt sie sich an uns. Jeder hat in erster Linie zwar die Folgen, auf die wir gerechnet, aber in zweiter und dritter Linie hat er ganz andere, unvorhergesehene Wirkungen, die nur zu oft jene ersten Folgen wieder aufheben. Die Leute, die in Mesopotamien, Griechenland, Kleinasien und anderswo die Wälder ausrotteten, um urbares Land zu gewinnen, träumten nicht, daß sie damit den Grund zur jetzigen Verödung jener Länder legten..."

"Und so werden wir mit jedem Schritt daran erinnert, daß wir keineswegs die Natur beherrschen, wie ein Eroberer ein fremdes Volk beherrscht, wie jemand der außer der Natur steht - sondern daß wir mit Fleisch und Blut und Hirn ihr angehören und mitten in ihr stehen und daß unsere ganze Herrschaft über sie darin besteht, im Vorzug vor allen anderen Geschöpfen ihre Gesetze erkennen und richtig anwenden zu können."


Globale Hauptprobleme

Jede Ideologie wird letzlich daran gemessen, wie erfolgreich sie unsere Umwelt erklärt und wie erfolgreich sie uns hilft unser Leben zu gestalten. Unter diesem Aspekt hat sich die heute in vielen Köpfen vorherrschende Natur- und Technikideologie als nahezu unwiderstehlich erwiesen. Die Natur- und Technikideologie hat offensichtlich einen Teil der Heilsbotschaft des Christentums übernommen und vermengt sich mit dieser zu einem Gebräu aus blinder Zuversicht, Fortschrittsoptimismus und Konsumwahn.

Hier muß ein Neuerung hin zu einer kritischen Naturideologie, hin zu einem "ungläubigen" Naturglauben erfolgen. Die drohenden Folgen des gedankenlosen Technik- und Konsumrausches sind unübersehbar.

Hauptprobleme der Menschheit

Meines Erachtens hat die Menschheit heute vor allem und dringlich drei Probleme zu lösen :

Wenn wir versuchen wollen, diese Hauptprobleme der Menschen zu lösen, dann sollten dabei folgende Richtlinien gelten:

Die Probleme sollten ökonomisch gelöst werden. Was ich darunter verstehe, werde ich im folgenden erklären. Die Probleme sollten möglichst in einem breiten Konsens aller Beteiligten gelöst werden. Die Probleme sollten nicht irrational, sondern möglichst pragmatisch und vernünftig angegangen werden. Wobei zur Motivation der Menschen und zur Durchsetzung der als vernünftig erkannten Wege durchaus irrationale Begründungen sinnvoll sein können.

Die Probleme müssen mit Mitteln gelöst werden, die je nach Lauf der Dinge eine Korrektur und Anpassung der getroffenen Maßnahmen erlauben. Es ist also beispielsweise nicht so sinnvoll, einen heute noch utopischen Unfruchtbarkeitsvirus zu entwickeln, der sehr ansteckend ist und Männer gegen ihre Hodenzellen allergisch macht. Die damit erzeugte Unfruchtbarkeit könnte völlig aus der Kontrolle laufen und jeden Kindernachwuchs verhindern.

Die Probleme müssen mit heute bereits verfügbaren Methoden gelöst werden. Wer auf den wissenschaftlichen Fortschritt als den großen Problemlöser hofft, gibt sich einer weitverbreiteten Illusion hin. Man unterschätzt bei allem medienwirksamen Getöse und Publizierzwang die Langsamkeit und Unberechenbarkeit des wissenschaftlichen Erkenntniszuwachses.


Überbevölkerung

Das Bevölkerungswachstum auf der Erde ist, wenn man eine Zeitspanne von 100 oder 200 Jahren betrachtet, einfach erschreckend. Die Menschen vermehren sich explosionsartig. Nur in wenigen Ländern, dazu zählt auch die BRD, ist auf hohem Niveau ein stabiler Zustand erreicht.

Abbildung: Bevölkerungswachstum

Erstaunlich ist, daß die Bevölkerungsexplosion in den westlichen Ländern allgemein beklagt wird, aber keinerlei Maßnahmen getroffen werden, um den Wachstumstrend umzukehren.

Weder die Politiker, noch bekannte private Organisationen haben die Kontrolle des Bevölkerungswachstums als ein dringliches Ziel erkannt und in Maßnahmen umgesetzt. Eine eingängige Beschwichtigungsargumentation lautet folgendermaßen:

Wenn die Entwicklungsländer erst einmal einen gewissen Stand des technischen und gesellschaftlichen Fortschrittes erreicht haben, wird das Bevölkerungswachstum von allein aufhören.

Dieses Argument ist aber wahrscheinlich unzutreffend: Die Erde kann es überhaupt nicht verkraften, wenn sich alle jetzt lebenden 5 - 6 Milliarden Menschen so verhielten wie der durchschnittliche US Amerikaner oder der durchschnittliche EU Bewohner. Der Energie- und Rohstoffverbrauch, die Umweltzerstörung und die Abfallproduktion wären so groß, daß sehr bald die Entwicklung durch den Mangel an Öl oder Rohstoffen, oder die Anhäufung von Abfallstoffen gebremst und gestoppt würde. Dieser Weg zur Begrenzung des Bevölkerungswachstums taugt also nicht.

Das Bevölkerungswachstum wird, das ist vorauszusehen, von uns Menschen schwer beeinflußbar, weiterlaufen. Dennoch wird die Entwicklung aber gebremst werden, bis sich die Weltbevölkerung stabilisiert hat oder sogar deutlich  zurückgegangen ist. Zwei Trends sind vorraussehbar :

Trend 1: schnelles Wachstum bis zu einem Gipfel, danach krisenhafter Rückgang.

Trend 2: Wachstum wird langsamer, Bevölkerungszahl wird stabil. Eventuell nimmt sie dann langsam weiter ab.

Gegenläufige Mechanismen sind schon jetzt wirksam:

So führen Krankheiten zu einer Begrenzung des Bevölkerungswachstums:

AIDS, eine Viruskrankheit, die vor einigen Jahrzehnten nur ein örtliches Problem in Afrika war, hat sich als Folge der ungebremsten menschlichen Sexualität bereits weltweit als Geschlechtskrankheit ausgebreitet. Wobei nichts gegen die Sexualität gesagt werden soll, aber der ungeschützte Geschlechtsverkehr ist eben ein idealer Übertragungsweg für Krankheiten. Ein ähnlich idealer Übertragungsweg für Krankheiten sind die internationalen Flug- und Schiffahrtsrouten, die früher nur örtlich verbreiteten Krankheiten den Weg um die ganze Erde bahnen.

AIDS und andere Krankheiten können sich bei der großen Zahl von Menschen ("Monokultur Mensch") und ihrem besonderen Verhalten explosionsartig ausbreiten. Dazu kommen Hungersnöte und soziale Konflikte wie Krieg und Bürgerkrieg oder Drogensucht, die ja vor allem den jungen, heranwachsenden Menschen betreffen.

Dieses Schreckensszenario ist also ziemlich unabwendbar. Jede Hilfe, die nicht vorrangig die Vermehrungsrate der armen Länder stoppt, ist dabei als ziemlich ineffektiv einzustufen, auch wenn Nahrungsmittelhilfe angesichts verhungernder Kinder als besonders humanitär erscheinen mag.

In vielen Ländern der Dritten Welt ist die Versorgung mit und der Kenntnisstand über Verhütungsmittel sehr schlecht. Es gibt viele Hungerbekämpfungsorganisationen, aber keine allgemein bekannte größere Organisation, die sich um die Bereitstellung und Verteilung von Verhütungsmitteln kümmert. Am effektivsten ist wahrscheinlich die Verbreitung der 3-Monatsspritze für die Frau. Man könnte jeder Frau, die sich diese Spritze geben läßt, einen kleinen Geldbetrag z.B. 1 Dollar oder 1 DM auszahlen. Das würde mit Sicherheit die Verbreitung in den Entwicklungsländern enorm fördern.

Oder wie wäre es mit einem Prämiensystem für Sterilisationen. Man zahlt jedem, der sich sterilisieren läßt, einen Betrag zwischen 100 und 1000 DM. Dieser Betrag kann als Gesamtbetrag oder als Rente ausgezahlt werden. In der Dritten Welt ist ein Betrag von 1000 DM viel mehr wert als bei uns.

Außerdem kommt das Geld wirklich bei den einzelnen Menschen an. Jedenfalls ist es besser angelegt, als die Entwicklungshilfe, die heute oft in Rüstungsgütern endet. Wenn man zynisch ist, wird man sagen, daß auch mit Rüstungsgütern die Überbevölkerung bekämpft werden kann. Dies geschieht aber mit unmenschlichen und auch unkontrollierbaren Mitteln.

Es ist eine mächtige Organisation nötig, die man beispielsweise STOP = STop Over Population nennen könnte, die zunächst mit privaten Mitteln hier einen Anfang macht. Wenn das Ganze erfolgreich ist, sollten dann auch größere Teile der Entwicklungshilfe in diese oder ähnliche Organisationen einfließen.

Dabei kann man die Maßnahmen der Bevölkerungskontrolle mit dem Aufbau einfacher Gesundheitsinstitutionen kombinieren, um dem Vorwurf der manipulativen Bevölkerungspolitik vorzubeugen.

Nur wenige Länder haben bislang effektive Bevölkerungsprogramme vorzuweisen. In Indonesien, China und Thailand laufen solche mehr oder minder erfolgreiche Programme.

Ein wesentliches Element einer STOP-Organisation muß die Einigkeit über die eingesetzten Mittel sein. Das heißt: Hauptzweck muß die Bremsung des Bevölkerungswachstums sein. Ob dies durch die Verbreitung von Verhütungsmitteln erreicht wird oder ob eine Alphabetisierung und Berufsausbildung der Frauen erfolgreicher ist, muß von Land zu Land ausprobiert werden.

Jeder Zwang und jegliche Gewaltanwendung müssen unterbleiben. Es wäre schon ein großer Erfolg, wenn etwa jeder Westeuropäer die Höhe der Kirchensteuer für so einen Zweck spendet. Da ich selber keine Kirchensteuer zahle, entrichte ich einen gleich hohen Betrag an Umweltschutzorganisationen. Diese haben aber das Problem der Überbevölkerung noch nicht angegangen.

Die Finanzierung von Sterilisationen mag bei einigen auf Ablehnung stoßen, meines Erachtens ist sie trotzdem sinnvoll. Die Finanzierung von Abtreibungen sollte man sicherlich unterlassen, um nicht als Sozialdarwinist bezeichnet zu werden.

Aber auch die Frage der Abtreibung ist in der Dritten Welt anders zu stellen und zu beantworten als bei uns. Denn was ist unmenschlicher: Ein Kind in den ersten 3 Monaten der Schwangerschaft abzutreiben, wo es noch keine bewußte Schmerzempfindung besitzt oder es 3 Monate nach der Geburt an Hunger sterben zu lassen ?

Organisationen, welche die Überbevölkerung bremsen wollen

Aktion Familien Planung International ( AFI )

Deutsche Stiftung Weltbevölkerung

GTZ = Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit

Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen

Kommission für internationale Bevölkerungsfragen

Pro Familia Deutsche Gesellschaft für Sexualberatung und Familienplanung

Weltbevölkerungsfond der Vereinten Nationen UNFPA

DED = Deutscher Entwicklungs Dienst

http://www.thehungersite.com

Orginaltexte zum Thema Überbevölkerung:

The Hungersite Ein Klick gegen den Hunger

Eine Internetseite hat dem Hunger den Kampf angesagt. Ein Klick auf den Spende-Knopf von ÆThe Hunger Site“ und jeder Sponsor dieses Tages spendet den finanziellen Gegenwert einer viertel Tasse Grundnahrungsmittel. Empfänger der Spenden ist das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen. Dies ist momentan die einfachste Art, täglich eine gute Tat zu vollbringen.

Sponsoren: Hewlett Packard und AOL Deutschland

Gleiches Prinzip zur Rettung des Regenwaldes

Am 1. Mai 2000 hat die Hunger Site eine Schwester bekommen: The Rainforest Site wird ebenfalls von GreaterGood.com betrieben. Sie funktioniert nach dem gleichen Prinzip, nur dass nun eine amerikanische Umweltschutzorganisation das Geld der Sponsoren erhält. Jeder Klick hier hilft, ein paar fußbreit tropischen Regenwalds vor der Vernichtung zu schützen.

80 Millionen ungewollte Schwangerschaften

Weltbevölkerungsbericht 2000 in Berlin vorgestellt - Gleichberechtigung kann Hunderttausende Leben retten

Von Claudia Ehrenstein

Berlin - Diskriminierung und Gewalt kosten jährlich Hunderttausenden von Frauen weltweit das Leben. Jede dritte Frau wird in ihrem Leben mindestens einmal sexuell mißhandelt oder vergewaltigt. Fast 80 000 Frauen weltweit sterben an unsachgemäß durchgeführten Schwangerschaftsabbrüchen. Das geht aus dem "Weltbevölkerungsbericht 2000" hervor, der am Mittwoch zeitgleich in Berlin und London vorgestellt wurde. "Frauen und Männer - getrennte Welten?" lautet der Titel des Berichts, der gestern in Berlin und London vorgestellt wurde.

Vorstellungen über "echte Männer" und "den Platz der Frau" würden früh vermittelt und von einer Generation an die nächste weitergegeben. Dabei, so heißt es in dem Bericht, könnten gleichberechtigtere Beziehungen zwischen den Geschlechtern dazu beitragen, das Leben Hunderttausender von Frauen zu retten. Viele der 80 Millionen ungewollten Schwangerschaften im Jahr könnten vermieden, 20 Millionen unsachgemäß durchgeführten Abtreibungen und mehr als 330 Millionen Infektionen von sexuell übertragbaren Krankheiten verhindert werden.

Es gebe jedoch noch einen erheblichen Handlungsbedarf für eine tatsächliche Gleichstellung von Mann und Frau, erklärte Bundesfamilienministerin Christine Bergmann (SPD) bei der Vorstellung des Berichts in Berlin. Sie nannte es alarmierend, dass weltweit rund zwei Millionen Mädchen im Alter zwischen fünf und 15 Jahren in die Prostitution gezwungen würden. Die Benachteiligung von Frauen und Mädchen, ihre Ausgrenzung aus wirtschaftlichen und politischen Entscheidungsprozessen verhindere eine menschliche Entwicklung, meinte Rainer Rosenbaum, der für den Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen (Unfpa) in Mexiko und Kuba tätig ist.

Die UNFPA-Exekutivdirektorin Nafis Sadik sagte in London, solche Formen von Ungerechtigkeit und Gewalt träfen letztlich nicht nur die Frauen selbst, sondern auch Männer und hindere Gemeinschaften und ganze Nationen an ihrer Entwicklung. Viele arme Staaten würden dadurch in ihrer wirtschaftlichen Entwicklung stark beeinträchtigt. "Das ist eine massive weltweite Verletzung der Menschenrechte", sagte Sadik. Eine Folge dieser Ausgrenzung von Frauen sei auch der weiterhin rasche Anstieg der Zahl der Aidsopfer.

Mpule Kwelagobe aus Botswana, Miss Universe 1999 und Unfpa-Botschafterin, verwies auf die dramatischen Folgen des Fehlens von Kondomen und gesundheitlicher Aufklärung für ihr Heimatland. Botswana, das über 30 Jahre lang im Aufbruch gewesen sei, habe seit zehn Jahren mit der Ausbreitung von Aids zu kämpfen. Die durchschnittliche Lebenserwartung sei seitdem von 61 Jahren auf 40 gesunken und werde bis 2010 noch auf 30 Jahre zurückgehen.

Das afrikanische Land, das als einer der Staaten mit der weltweit höchsten Rate an Aids-Opfern gilt, verliere fast eine ganze Generation. Dadurch werden die traditionellen Familien- und Sozialstrukturen zerstört. Zudem fehlt es an Arbeitskräften. Unternehmen, die in den Ländern des Nordens Gewinne aus dem Verkauf von Verhütungsmitteln machten, sollten daher zehn Prozent zur Finanzierung von Kondomen in den Ländern des Südens bereit stellen, forderte Hans Fleisch, Geschäftsführer der Deutschen Stiftung Weltbevölkerung (DSW) am Mittwoch in Berlin.

Mitte dieses Jahres lebten weltweit rund 6,06 Milliarden Menschen. Nach jüngsten UN-Schätzungen wächst die Weltbevölkerung derzeit jährlich um 75 Millionen Menschen. Die künftige Wachstumsrate hänge davon ab, ob der Zugang zu Verhütungsmitteln verbessert werde, heißt es im Unfpa-Bericht. Könnten Frauen die Zahl ihrer Kinder planen, würde die Fruchtbarkeitsrate in vielen Ländern um ein Drittel sinken.



UN-Experten warnen vor Armutsfalle durch hohes Bevölkerungswachstum

Berlin, 3. Dezember (AFP) - Ohne eine Senkung der Geburtenrate werden viele Entwicklungsländer nach Befürchtung von UN-Experten keinen Ausweg aus der Armutsfalle finden. In den vergangenen 30 Jahren waren Entwicklungsländer, in denen die durchschnittliche Zahl der Kinder pro Frau zurückging, beim Aufbau ihrer Wirtschaft und der Bekämpfung der Armut erfolgreicher als Länder mit ungebremstem Bevölkerungswachstum, heißt es in dem am Dienstag in Berlin vorgestellten Weltbevölkerungsbericht 2002 des UN-Bevölkerungsfonds UNFPA.

Kritisch werteten die Experten die mangelnde Zahlungsbereitschaft der Industriestaaten. Im Jahr 2000 hätten die reichen Staaten für Familienplanung nur die Hälfte des Betrags ausgegeben, den sie auf dem Bevölkerungsgipfel 1994 in Kairo zugesagt hatten.

Insgesamt wurden 2000 nur 10,9 Milliarden Dollar in diesen Bereich investiert, das waren 6,1 Milliarden Dollar weniger als zugesagt. Die Entwicklungsländer trugen 8,3 Milliarden Dollar bei und erfüllten damit ihre Zusage von Kairo zu etwa 73 Prozent. Das Ziel des Gipfels, bis 2015 den Anteil der Armen weltweit zu halbieren, könne nur bei gesicherter Finanzierung erreicht werden, warnte die UNFPA.

Die UN-Experten errechneten, dass eine Senkung der Geburtenrate um 0,4 Prozent ein Jahrzehnt später einen Rückgang des Armenanteils an der Bevölkerung um 2,4 Prozentpunkte nach sich ziehe. Wenn Armut wirksam bekämpft werden solle, müsse in vielen Ländern vor allem die Lage der Frauen verbessert werden: Durch bessere Bildungsmöglichkeiten, Zugang zur Familienplanung und einer niedrigeren Kindersterblichkeit werde es Frauen ermöglicht, weniger Kinder zu bekommen. In den am wenigsten entwickelten Ländern der Erde hat sich die Zahl der Einwohner seit 1955 verdreifacht, und in den kommenden 50 Jahren wird sie sich dort ohne wirksame Maßnahmen zur Familienplanung abermals verdreifachen, wie die UN-Experten warnten.

Die Wissenschaftler wiesen auf die Chancen hin, die sich aus sinkenden Geburtenraten ergeben. Wenn Menschen im arbeitsfähigen Alter weniger Kinder versorgen müssen, seien sie wirtschaftlich produktiver. Mehrere Länder in Ostasien sowie Brasilien und Mexiko hätten diese Phase "zu ihrem Vorteil genutzt", heißt es in dem Bericht. So habe allein der Rückgang der Geburtenrate in Brasilien zu einem zusätzlichen Wirtschaftswachstum pro Kopf von 0,7 Prozent geführt.

Die Schere zwischen Armen und Reichen auf der Erde ist dem Bericht zufolge immer noch weit geöffnet. Im Jahr 1960 war das Einkommen des reichsten Fünftels der Weltbevölkerung 30 mal höher als das des ärmsten Fünftels. Bis 1994 hatte sich der Unterschied bis auf eins zu 78 vergrößert, 1999 lag er immer noch bei eins zu 74. Die Armut werde besonders verstärkt durch Krankheiten wie Aids, durch Analphabetismus, unzureichende Bildung und mangelndes Mitspracherecht der Frauen. In den am schlimmsten von der Aids-Epidemie betroffenen Ländern Afrikas werde das Wirtschaftsvolumen in den kommenden zwei Jahren um 20 bis 40 Prozent unter dem Wert liegen, der ohne Aids erreicht worden wäre.

Links ins World Wide Web zum Thema Überbevölkerung


Umweltprobleme in den "entwickelten" Ländern

Wer meint, die Zukunft der Erde wird vor allem in der Dritten Welt durch das Bevölkerungswachstum gefährdet, der will nur die eigenen ungelösten Probleme nicht wahrhaben. So notwendig eine Begrenzung des Bevölkerungswachstums in der Dritten Welt ist, so notwendig ist bei uns der ökologische Umbau der Wirtschaft.

Wir haben alle den Zusammenbruch der Planwirtschaft in Osteuropa erlebt und meinen vielleicht, wir könnten uns in Zufriedenheit sonnen, weil wir eben doch das erfolgreichere Wirtschaftssystem besitzen.

Doch allzu hoch sollten wir die Nase nicht tragen. Unbestritten sind die Leistungen des liberalen Wirtschaftssystems. Insbesondere beeindruckt seine Fähigkeit auf Mangelzustände mit flexiblen Preisänderungen zu reagieren.

Ein großes Problem des liberalen Systems besteht allerdings darin, daß es die externen Kosten einer Ware häufig unter den Tisch fallen läßt. Unter externen Kosten sind Belastungen der Umwelt gemeint, die bei der Produktion auftreten, die aber im Preis der Ware nicht oder zu gering auftauchen, da sie der Allgemeinheit aufgebürdet werden. So kann es kommen, daß das Bruttosozialprodukt eines Landes ständig steigt, gleichzeitig kann aber sein Naturkapital sinken, weil das Land seine Ressourcen verschleudert oder seine Umwelt zunehmend belastet.

Dabei ist heute wahrscheinlich mehr als 50 % der wirtschaftlichen Produktion der westlichen Länder weit weg von der Befriedigung elementar notwendiger Bedürfnisse. Mit zunehmender Sättigung der Basisbedürfnisse weicht die Wirtschaft auf die Bereitstellung und den Verkauf von Unnötigem aus. Der Verbraucher macht offensichtlich freudig mit. Er hat nichts besseres zu tun, als sein sauer verdientes Geld möglichst schnell für den größtmöglichen Unsinn los zu werden.

Mehr und mehr wird für Dinge gearbeitet, die gar nicht nötig sind, die aber bei ihrer Produktion und Bereitstellung viel Energie und Rohstoffe kosten und zum Schluß den Müllberg vergrößern. Das Ganze wird einem dann als unabwendbare und begrüßenswerte Folge des freien Marktes erklärt und mit dem alles absegnenden Hinweis auf die Erhaltung von Arbeitsplätzen nähergebracht.

Die liberale Wirtschaft muß die strengen Regeln der Natur akzeptieren. Neben einer Sozialbindung des Eigentums und des Wirtschaftens, muß es zu einer Umweltbindung kommen. Die freie Wirtschaftsform hat dabei den Vorteil, daß sie auf  Verknappungen flexibel reagieren kann.

Man kann die freie Wirtschaftsform zur besseren Wertschätzung der Naturgüter benutzen, indem man Instrumente wie Umweltabgaben oder für alle bindende Umweltstandards einführt. Wie man das gut machen kann, habe ich im folgenden an Hand einer neu zu schaffenden Institution, der Umweltbundesbank, beschrieben.

Die Umweltbundesbank


Kriegs-und Bürgerkriegsgefahr

Zum sehr wichtigen Problem der Friedenssicherung möchte ich mich hier nur kurz äußern. Dazu gibt es eine Menge anderer Literatur. Meines Erachtens brauchen wir in Form von ständig einsatzbereiten UN-Truppen eine gut ausgebildete, gut bezahlte, zahlenmäßig starke Weltpolizei, die nur immer zeitlich und örtlich begrenzt eingreift. Wehrpflichtige kommen dazu nicht oder nur auf freiwilliger Basis in Frage. Dabei darf die UN nicht so sehr von den westlichen Ländern beherrscht werden , wie sie das jetzt ist.

Schon aus finanziellen Gründen wird man diese Truppen aber nicht bei jedem Konflikt, sondern nur bei wirklich menschheitsbedrohenden Kriegen mit extremen Menschrechtsverletzungen einsetzen. Die Durchführung des Einsatzes sollte man dabei den Truppen im wesentlichen selbst überlassen, wie auch die Polizei in unserem Staat eigenverantwortlich ihre Aufgaben erfüllen kann, solange sie sich an die Gesetze hält. Diese ständige UN-Truppe sollte nach Stabilisierung der Lage durch ziviles UN-Beratungs- und Verwaltungspersonal ersetzt werden.

Die Waffenproduktion sollte scharfen Kontrollen unterworfen werden. Bei jeder produzierten Waffe sollte ein Geldbetrag in eine Versicherung abgeführt werden, die bei Konflikten für den angerichteten Schaden aufkommt. Bei der Verschrottung von Waffen sind diese Versicherungsbeiträge heranzuziehen, um die dabei anfallenden Kosten zu decken.

So kann man vielleicht einen Teil der bewaffneten Konflikte entschärfen. Abschaffen wird man Kriege und Bürgerkriege nicht können. Wer das für möglich hält, ist naiv. Auch die Sklaverei als Institution wurde abgeschafft und geächtet, aber sklavereiähnliche Ausnutzung von Menschen durch Menschen gibt es immer noch.

Links zum Thema Krieg, Bürgerkrieg, Terror , Gewalt und Frieden

Bücher zum Thema Krieg und Frieden


Verschwendung

Ein Hauptproblem der westlichen Länder ist der gedankenlose Umgang mit Energie und Rohstoffen. Diese Verschwendung schadet uns selbst, unserer Umwelt und nimmt anderen Menschen und unseren Nachfahren Dinge weg, die sie dringend benötigen: Was verschwenden wir alles:

Die Benutzung von erneuerbaren Energiequellen und der Sonnenenergie, so wie das Energiesparen, werden durch einen viel zu niedrigen Preis für fossile Energieträger wie Kohle, Erdöl und Erdgas erschwert. Der Preis der fossilen Energieträger ist deswegen zu niedrig, weil in ihm die ökologischen Folgekosten, wie z.B. die Abgasproblematik, nicht auftauchen. Durch den niedrigen Energiepreis herrscht eine ungeheuere Energieverschwendung.

Man denkt zu wenig an den Weiterweg von Dingen, die man nicht mehr braucht, die kaputt oder veraltet sind. Man versucht nicht, sie wiederzuverwerten.

Pflanzliche Nahrungsmittel müssen erst in tierische umgewandelt werden. Es herrscht eine wahrscheinlich angeborene Tendenz zur allgemeinen Freßsucht. Sehr viele Nahrungsmittel verderben. Es werden viele Nahrungsmittel gegessen, die zwar gut schmecken, aber nicht sättigen.

Wir verschwenden viel Zeit in Wirtshäusern, im Auto, vor dem Fernseher, in Diskos, beim Lesen von Trivialliteratur und bei unnötiger Arbeit. Dann wundern wir uns, daß wir zu nichts mehr Zeit haben.

Unser sauer verdientes Geld geben wir für viele unnötige Dinge aus, für Produkte mit mangelnder Qualität. Wir wollen alles sofort haben. Ein bewußtes Überlegen, ob der Kauf nötig ist oder nicht, welches Produkt sinnvoll ist und ob man nicht noch mit dem Kauf warten könnte, gibt es selten.

Wenn man schon am Mobilitätswahn leidet, sollte man diesen zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit der Eisenbahn ausleben. Das Auto und das Flugzeug sind dazu ungeeignet.


Lösungsmöglichkeiten Verkehr

Ein wichtiges Umweltproblem bei uns und auch schon in der 3.Welt ist der Verkehr, insbesondere der Autoverkehr. Hier herrscht in unserem Lande noch eine fröhliche und ungehemmte Wachstumsideologie. Da wird geplant und gebaut, Geld ausgegeben, Schulden gemacht und Energie verprasst, als ob es das Waldsterben, die vielen Tausend Verkehrstoten und den CO2 Anstieg überhaupt nicht gäbe.

Die Politiker schauen auf die Zunahme des Verkehrs, wie das Kaninchen auf die Schlange. Anstatt zu fragen, ob eine weitere Verkehrszunahme überhaupt sinnvoll ist, wollen sie immer mehr Straßen bauen. Die Verkehrslawine ist genauso unnötig wie die Müllawine. So wie beim Müllaufkommen muß der weitere Wachstumstrend zumindestens in der BRD gestoppt werden.

Anscheinend haben die Politiker ein wichtiges ökonomisches Gesetz noch nicht begriffen: Wenn man in einen Wirtschaftsbereich immer mehr Geld hineinsteckt, dann heißt das noch lange nicht, daß man auch eine anhaltende Leistungssteigerung dieses Bereiches erwarten kann. Der Grenznutzen wird immer geringer. Für immer mehr Aufwand bekomme ich einen immer kleineren Effekt. Das gilt sowohl fürs Gesundheitssystem, wo man auch mit viel Geld die durchschnittliche Lebenserwartung nicht mehr wesentlich wird steigern können, als auch für den Autoverkehr. Noch mehr und bessere Straßen bedeuten noch lange keinen besseren Verkehrsfluß.

Für den Autoverkehr in der Bundesrepublik muß ganz klar gefordert werden: KEINE ZUSÄTZLICHEN STRASSEN MEHR, DENN SIE BRINGEN NUR NOCH MEHR VERKEHR.

Eine Begrenzung des Verkehrsaufkommens muß vor allem über den Preis des Energieträgers, d.h. über die Mineralölsteuer oder über eine CO2- Abgabe, erfolgen. Die laufenden Kosten der Autobenutzung müssen erhöht werden. Die Fixkosten - wie die KFZ Steuer - sollte man ganz abschaffen oder auf die Mineralölsteuer umlegen.

Straßenbenutzungsgebühren oder Vignetten sind der falsche Weg, da sie durch Erhöhung der Fixkosten des Autos eher verbrauchsfördernd wirken.

Ein knappes Gut, wie die Vorräte an fossilen Energieträgern oder die begrenzte Aufnahmekapazität der Atmosphäre für Abgase, muß teurer werden, so daß der heutige gedankenlose Mißbrauch verhindert wird. Dann können die Verkehrsteilnehmer, die beruflich ihr Auto wirklich zu Transportzwecken unabdingbar brauchen, es auch wieder leichter nutzen.

Ordnungspolitische Maßnahmen können diesen marktwirtschaftlichen Weg sinnvoll ergänzen. Zur Zeit wird der Auto- und Straßenverkehr durch einen völlig aus der Kontrolle geratenen übermäßigen Gebrauch verstopft und behindert.

Wer nun meint, ich sei ein Gegner des Autoverkehrs, der liegt falsch. Auch ich benutze das Auto ganz gern. Vor allem dann, wenn ich keine Alternative habe. Aber den Weg zur Arbeit lege ich zu Fuß zurück ( ca 4 km = 30 Minuten ), längere Strecken ohne Familie fahre ich mit der Bahn und meinen Mobilitätswahn lebe ich mit dem Fahrrad oder als Wanderer aus. Die jährliche Verkehrsleistung unseres Familienautos liegt unter 5000 km pro Jahr und ich freue mich über einen Zugewinn an Zeit und Lebensfreude. Die morgendliche Hektik fällt durch die Nichtbenutzung des Autos völlig weg. Mein Motto in Sachen Autoverkehr lautet: Noch nicht ganz ohne, aber immer weniger.

Einige Vorschläge für Autoalternativen möchte ich noch anfügen: Der Fußgänger- und Radlerverkehr muß durch gute Wege gefördert werden. Transportfahrzeuge für Fußgänger wie Kinderwagen und Einkaufswagen müssen gefördert werden. Das Einsteigen in die Eisenbahn ist mit einem Kinderwagen, einem Rollstuhl oder einem Fahrrad sehr beschwerlich. Hier darf es keine Stufen und Treppen geben. Der Einstieg in den Zug, die Straßenbahn oder die U-Bahn muß kinderleicht und ohne Hilfe des Schaffners in jedem Zug möglich sein. Das wäre Aufgabe eines guten Verkehrsverbundes.

Auch die Mitnahmemöglichkeit von Fahrrädern außen am Auto muß viel besser werden. Bisher fällt einem beim Auf- und Abladen öfter das schwere Fahrrad auf den Kopf, eine Mitnahmemöglichkeit am Heck der Autos ist da wünschenswert.

Das Fahrrad selbst ist noch lange nicht ausgereift. Ein flexibler Regenschutz, den man bei Sonnenschein schnell einklappen kann und der dennoch sicher vor Regen und Spritzwasser schützt, ist bislang nicht in Sicht. Will man auf dem Fahrrad Gegenstände transportieren, so geht das mit dem zur Zeit verfügbaren Gepäckträger mehr schlecht als recht. Jedes Fahrrad sollte einen zweiten Gepäckträger auf dem Vorderrad mit einem fest installierten Korb besitzen. Da gibt es für einen aktiven Verkehrsminister noch viel zu tun.

Doch das Fahrrad und den Fußgänger als die umweltfreundlichsten Verkehrsteilnehmer haben die Autobahnbaufanatiker in Bonn noch nicht entdeckt.

Wahrscheinlich werden Sie fragen, was dies alles mit dem Naturglauben zu tun hat. Meines Erachtens hängt beides sehr eng zusamen. Die Verschwendungssucht vieler Zeitgenossen muß mit guten Argumenten, wie sie der Naturglaube bietet, und daraus abgeleiteten wirtschaftlichen Maßnahmen begrenzt werden.

Viele andere Probleme des Umwelt- und Naturschutzes können im eigenen Bereich und im kleinen Maßstab gut angegangen und gelöst werden. Die selbstverständlich gewaltfreie Konfrontation mit den Verwaltungen, den Politikern, den trägen Zeitgenossen und der eigenen Bequemlichkeit sollte man, wenn nötig, nicht scheuen.

So kann man auch der bei manchen Menschen anzutreffenden Sinnentleerung und Frustration entgegenarbeiten. Ein vom Müll gereinigtes Flußbett, ein bewahrter Lebensraum, eine verhinderte Autotrasse oder die Entwicklung von umweltfreundlichen Produkten ergeben sehr viel Sinn und Zufriedenheit.

Wenn man keine Lust hat sich aktiv zu engagieren, sollte man wenigstens soviel Geld, wie man Kirchensteuer zu zahlen hat, an Umwelt-, Überbevölkerungs-, Friedens- oder Menschenrechtsinitiativen überweisen. Dort ist Spendengeld meines Erachtens besser angelegt als bei den Kirchen ( lit 12.Herrmann, H. "Die Kirche und unser Geld" ).

Meist bietet naturschonendes Verhalten in der Freizeit mindestens genauso viel, oder sogar mehr Erlebniswert als aufwendiges und naturfernes Freizeitverhalten. Eine dreitägige Fahrradtour am Main oder einen anderen Fluß entlang kann viel schöner sein als eine dreiwöchige Autotour quer durch ganz Europa.

Die Einhaltung der Naturregeln ist also keine Verzichtpolitik, sondern nur eine Änderung unserer Wertmaßstäbe und Gewohnheiten.


Was versteht man unter dem Begriff Natur ?

Als Natur kann man all das bezeichnen , was nicht vom Menschen geschaffen wurde.

Es gibt die

* die unbelebte Natur, das sind alle nicht lebendigen , natürlichen Dinge

* Weltraum

* Unbelebtes auf der Erde

* die belebte Natur , das sind alle Lebewesen auf der Erde

* Pflanzen

* Tiere

* Pilze

* Einzeller

* Bakterien

Die Natur steht so in einem gewißen Gegensatz zur Kultur

Mit der Natur beschäftigen sich die Naturwissenschaften

Die Naturphilosophie? beschäftigt sich mit dem Wesen der Dinge und wie der Mensch Erkenntnis darüber gewinnt.

Nature is often used as an all-inclusive term for the non-man-made things of the world. This includes objects (rocks, flora and fauna) as well as events (hurricanes, tornadoes, earthquakes). Nature is studied by the natural sciences.



Organisationen, die sich für die Natur einsetzen

Welches sind die Verbände des Natur- und Umweltschutzes in unserer Gesellschaft, die man finanziell unterstützen kann, wenn man keine Kirchensteuer zahlen will oder bei denen man sich aktiv engagieren kann ?

BUND Bund für Umwelt- und Naturschutz

BN Bayern

Greenpeace

Schutzgemeinschaft Deutscher Wald

WWF World Wildlife Fund Umweltstiftung Deutschland

Ökoinstitut in Freiburg

Weitere Umweltverbände

ADFC Deutschland
www.adfc.de
Aktion Nordlicht
www.psychologie.uni-kiel.de/htmls/nordlich/nordlihp.htm
Biologische Station Krefeld
www.geocities.com/Vienna/3325/
bsk@freepage.de

Bundeskoordination Studentischer Ökologiearbeit (BSÖ) e.V.
www.uni-karlsruhe.de/~uk0u/bsoe/

Bürgerinitiative " Gegen den Weiterbau der A1 e.V."
www.eifel-online.de/a1-baustopp
webmaster@bekoba-web.de

Der Ökosteuer Server des DNR
www.oeko-steuer.de/

Die Seiten der GRÜNEN LIGA
www.grueneliga.de
bgst@grueneliga.de

EUROPARC Deutschland
www.europarc.org/deutschland
europarc.deutschland@t-online.de

Friends of the Earth Europe
www.foeeurope.org
info@foeeurope.org

Gentechnik: Freisetzungsversuche/Zulassungen etc.
www.netlink.de/gen/

Gesellschaft für Naturschutz und Ornithologie in Rheinland-Pfalz
www.gnor.de
mainz@gnor.de

GREENbits - der Webdienst von Greenpeace Berlin
www.greenpeace.berlinet.de
gp-berlin@gaia.de

Greenpeace
www.greenpeace.de

Institut für Umweltwirtschaftsanalysen Heidelberg e.V.
ourworld.compuserve.com/Homepages/IUWA
IUWA@compuserve.com

NABU
www.nabu.de

Umweltstation Iffens
home.t-online.de/home/umweltstation.iffens
umweltstation.iffens@t-online.de

UPI-Umwelt- und Prognose-Institut e.V.
www.upi-institut.de

WWF
www.wwf.de

Zukunftfähiges Deutschland (englische Kurzfassung der Studie des Wuppertaler Instituts für Klima, Umwelt und Energie)
www.xs4all.nl/~foeint/content.html

Andere internationale Einrichtungen

Friends of the Earth International

Global 2000


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