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Das Spiel Sechsundsechzig ist ein sehr einfaches Kartenspiel, weil es nicht so strengen und komplizierten Regeln unterworfen ist wie etwa Skat oder Bridge. Die am meisten verbreitete Form ist Sechsundsechzig zu zweit.
Was braucht man für 66 ?
Benutzt wird ein Pack von 24 Karten. Er enthält vier Farben von je sechs Karten in der Reihenfolge As, Zehn, König, Dame, Bube, Neun.
Der Berechnung von Gewinn und Verlust liegen folgende Zählwerte zugrunde:
Austeilen der Karten :
Das Spiel beginnt damit, daß der durch das Los,d. h. durch Ziehen der höchsten Karte, bestimmte Geber die Karten austeilt. Er teilt verdeckt dem Gegner 3 Karten aus,dann sich selbst 3, dann dem Gegner und sich selbst noch einmal 3 Karten. Die 13.Karte , die die Trumpffarbe bestimmt, legt er offen auf den Tisch.Die restlichen 11 Karten bleiben verdeckt und werden quer auf die offene Trumpfkarte plaziert.
| Gegner | 3 Karten |
| selbst | 3 Karten |
| Gegner | 3 Karten |
| selbst | 3 Karten |
| aufgedeckt | 1 Karte (Trumpf) |
| Rest im Stapel | 11 Karten |
Spielverlauf:
Der Gegner spielt eine beliebige Karte seiner Hand aus, der Geber gibt eine beliebige Karte zu. Der Stich gehört dem, der die Karte höheren Ranges in der ausgespielten Farbe oder Trumpf gespielt hat. Wer den Stich genommen hat,
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Das Spiel Sechsundsechzig ist nicht besonders schwierig, aber doch und vielleicht gerade deshalb sehr nett zu spielen. Ich kenne das Spiel aus meiner Jugend, daher gibt es die Erläuterungen mit den typisch bayrischen Karten. Man kann es natürlich auch mit französischen Karten spielen.
Sechsundsechzig ist ein Spiel für zwei Spieler, gespielt wird mit 24 Karten. Der Kartenpack enthält von jeder Farbe 6 Karten in der Reihenfolge As, Zehn, König, Ober, Unter, Neun.
(Abwandlung: man kann auch ohne die Neunen spielen.)
Die Zählwerte der Karten sind:
As = 11, Zehn = 10, König = 4, Ober = 3, Unter = 2, Neun = 0.
Der Geber wird durch Los bestimmt: wer die höchste Karte zieht, gibt.
Das Spiel beginnt damit, daß der Geber die Karten austeilt, und zwar verdeckt, dem Gegner drei Karten, sich selbst drei, dann dem Gegner und sich selbst nocheinmal drei Karten. Die dreizehnte Karte legt er offen auf den Tisch und die restlichen 11 (bzw. 7) Karten verdeckt auf diese Karte.
Die offene Karte bestimmt die Trumpffarbe!
Der Gegner spielt eine beliebige Karte seiner Hand aus, der Geber gibt eine beliebige Karte zu. Der Stich gehört dem, der die Karte höheren Ranges in der ausgespielten Farbe oder Trumpf gespielt hat.
Wer den Stich genommen hat, legt ihn verdeckt fort und nimmt dann die oberste Karte des Kartenstoß' verdeckt in seine Hand; der andere nimmt die folgende Karte.
Nun wird weitgerspielt, und zwar spielt stets derjenige aus, den den vorhergehenden Stich genommen hat.Sobald der Talon aufgebraucht ist, muß bedient werden; d.h., daß die Karte, die zu der ausgespielten Karte zugelegt wird, von derselben Farbe sein muß. Wenn das Bedienen nicht möglich ist, muß mit einer Trumpf-Karte gestochen werden. Ist auch dies nicht möglich, wird eine beliebige Karte zugegeben.
Entscheidend für den Gewinn ist nicht Zahl der Stiche, sondern die gemäß den oben angegebenden Zählwerten errechnete Summe der Augen in den Stichen. Das Kartenspiel enthält 120 Augen, Ziel ist es, mindestens 66 Augen davon zu erhalten, daher der Name des Spiels.
Sechsundsechzig hat aber noch verschiedene Besonderheiten, die das Spiel reizvoll machen.
- letzter Stich
- Wer den letzten Stich einheimst, bekommt 10 zusätzliche Augen. Mit den Augen des Spiels sind in jeden Spiel 130 Augen zu bekommen, die Hälfte davon ist 65. Haben beide Spieler am Ende 65 Augen ist das Spiel unendschieden.
- Mariage
- Von besonderer Bedeutung sind König und Ober der gleichen Farbe in der Hand eines Spielers. Ein solches Paar wird "Mariage" (frz. für Hochzeit) genannt. Gelingt diesem Spieler ans Ausspielen zu kommen, darf er melden und bekommt 20 Augen dazu. Er sagt also "ich melde 20" und muß nun gleichzeitig eine der beiden Karten (König oder Ober) ausspielen. Auf Verlangen des Gegners hat er auch die 2. Karte vorzuzeigen, damit dieser sich von der Richtigkeit des Melden überzeugen kann.
- Hat ein Spieler das Paar Trumpf-König und Trumpf- Ober in seiner Hand, verdoppelt sich die Zahl der Augen, er kann dann sagen "ich melde 40" und König oder Ober ausspielen.
- Erklärung
- Wer im Stillen beim Mitzählen der eingebrachten Augen festgestellt hat, daß er 66 Augen erreicht hat, kann das Spiel abbrechen, indem er die Erklärung abgibt, er habe das Ziel erreicht.
- Wer 66 Augen erklärt, sie aber nicht in seinen Stichen bekommen hat, verliert soviele Zähler als hätte er gedeckt
- (Abwandlung: man kann vor Beginn des Spiels ausmachen, daß dem Gegner in einem solchem Fall die Zähler zugute kommen.)
- Decken
- Wer deckt, also die ausgelegte Trumpfkarte umgedreht auf den Talon legt und damit zum Ausdruck bringt, daß er ohne die noch zur Ausgabe bereitliegenden Karten zum Ziel zu kommen gedenkt, der nimmt die Verpflichtung auf sich, 66 Augen zu erreichen.
- Wenn er sie nicht erreicht, verliert er soviele Zähler (bzw. der Gegner gewinnt soviele Zähler), wie er gewonnen hätte, wenn er nach dem Decken dem Gegner keinen Stich überlassen und selbst 66 Augen erreicht hätte, auf jeden Fall aber mindestens 2 Zähler.
- Selbstverständlich muß vom Augenblick des Deckens an Farbe bedient oder gestochen werden.
- Trumpf-Neun
- Wer die Trumpf-Neun in seiner Hand hat, ist berechtigt, sie gegen die aufgedeckte Trumpf-Karte umzutauschen. Dieses Vorrecht kann ausgeübt werden, wenn der Betreffende schon einen Stich hat und am Ausspielen ist.
- Unentschieden
- Haben beide Spieler am Ende 65 Augen ist das Spiel unendschieden.
- Haben am Ende beide Spieler 66 oder mehr Augen, so hat keiner gewonnen, das Spiel ist dann auch unentschieden.
- Gewonnen
- hat der Gegner zwischen 33 bis 65 Augen gewinnt man 1 Zähler.
- Schneider
- hat der Gegner zwischen 1 und 32 Augen gewinnt man 2 Zähler.
- Schwarz
- hat der Gegner keinen Stich gemacht, gewinnt man 3 Zähler.
- Verlorene Spiele
- Bei Erklärung und gedeckten Spielen kann man auch verlieren, siehe dort.
Spreewald-Tour der BN-Gruppe Kronach
Bereits so etwas wie eine liebgewordene Tradition ist die Herbstfahrt unserer BN- Kreisgruppe. Heuer machten sich am letzten Oktoberwochenende 22 Erwachsene und 20 Kinder auf den Weg in das Biosphärenreservat Spreewald. Nach der Anfahrt zum idyllisch gelegenen Campingplatz am Schlosspark in Lübbenau richteten sich erstmal alle in Campinghütten und Wohnmobilen gemütlich ein. Noch in der Nacht baute man gemeinsam das schon mehrfach bewährte Gruppenzelt auf, in dem es dank mitgebrachter Gasheizstrahler rasch behaglich wurde.
Auf die Räder - fertig - los hieß es dann am Sonntagmorgen. Zunächst ging es nur ins nahgelegene Städtchen Lübbenau zum Informationszentrum des Reservates. Dort wurden wir von freundlichen Mitarbeitern über die natur- und kulturgeschichtliche Entstehungsweise und die ökologischen Besonderheiten des Spreewaldes aufgeklärt.
Für die Jüngeren waren Videofilme und Modelle oder Schaubilder von der Tier- und Pflanzenwelt bishin zum sprechenden Ochsenfrosch sehr eindrucksvoll. Die "Großen" hingegen konnten sich zum Beispiel mittels Computer als Leiter des Biosphärenreservates mit kniffligen Entscheidungen ein Bild darüber machen, wie Tourismus, Landwirtschaft und Naturschutz sinnvoll unter einen Hut zu bringen sind. Dann stiegen alle wieder auf ihre Drahtesel und erkundeten unter fachmännischer Führung die Landschaft entlang von Wasserläufen und kleinen Gehöften bis zu einer rekonstruierten alten Slavenburg.
Am Montag wurden wir wiederum von zwei netten Herren der Naturschutzbehörde per Fahrrad durch das Biosphärenreservat geführt. An jeder Ecke gab es neue, überraschende Eindrücke: Mancher Seeadler oder Bussard flog freundlicherweise direkt vor die Ferngläser der Vogelspezialisten, ein Trupp Rehe äste friedlich in Sichtweite, die KInder erforschten begeistert den Mechanismus eines Schleusentores und entdeckten einen Frosch am Wegrand. Der Heimweg wurde dank mehrerer Brücken, über die die Fahrräder getragen werden mussten, noch zum sportlichen Ausdauertraining. Müde und voller Eindrücke kehrten wir zum Campingplatz zurück.
Der Dienstag brachte für die Räder eine Verschnaufpause, denn wir wurden mit traditionellen Spreewaldkähnen durch die Wasserstraßenwelt befördert. Selbst dem einsetzenden Regen gelang es nicht, die gute Stimmung wesentlich zu trüben. Alle genossen die geruhsame Fortbewegung auf kleinen Kanälen bis in das romantische Museumsdorf Lehde. Dort legten die Kähne an einem kleinen Restaurant an, wo wir uns aufwärmen und stärken konnten. Dann ging es ebenso entspannend zurück vorbei an idyllischen Szenen wie Großmüttern beim Meerrettichschälen, heubeladenen Kähnen und immer wieder den reetgedeckten Bauernhäusern mit den typischen gekreuzten Drachenköpfen.
Den nächsten Tag konnte jeder nach eigenen Wünschen gestalten, was der größte Teil unserer Gruppe zu einem Berlinbesuch nutzte. Der Rest mietete einige Paddelboote und ging nochmals auf Entdeckungsfahrt durch das Verträumte Labyrinth der Wasserwege. Die mehrmalige Durchfahrt durch kleine Schleusen, die jeweils von Hand bedient werden mussten, beeindruckte besonders die Kinder, während sich die Erwachsenen von der stillen Schönheit der herbstlich bunten Auenwälder gefangen nehmen ließen.
Am Donnerstagmorgen holten wir wieder die Räder hervor und strampelten bei wunderschönem Herbstsonnenschein zum Storchenzentrum des NABU in Vetschau.
Dort bekamen wir viel Wissenswertes über Meister Adebar zu hören und zu sehen. Aber auch der Hin- und Rückweg bot wieder Interessantes wie zum Beispiel Graureiher an einem abgelassenen Fischteich oder Singschwäne, die majestätisch auf einem kleinen See dahin segelten.
Zum Abschluss der Ferienwoche besichtigten wir tags darauf noch eine kleine Fabrik, wo die bekannten Spreewälder Gurken verarbeitet werden. Natürlich durfte auch gekostet werden und manchem schmeckte es so gut, dass er sich mit einem Vorrat für zuhause eindeckte. Die Vogelfreunde unter uns fuhren am Nachmittag zu einem nahegelegenen Beobachtungsturm, wo in der Dämmerung hunderte von Gänsen und Kranichen zu ihren Schlafplätzen einfielen - ein prachtvolles Schauspiel. Bevor am nächsten Morgen die Sachen gepackt und das Zelt abgebaut wurden, feierten wir nochmal richtigmit Lagerfeuer und Grillwürstchenund alle waren sich einig, dass diese Woche wieder für jeden schöne Eindrücke und Erlebnisse geboten hatte, die sicher noch für viele dunkle Nebeltage im Gedächtnis bleiben werden.
Eine kleine Gestalt segelte lautlos durch die pechschwarze Vollmondnacht.Sie steuerte den Friedhof an, landete hinter einem ururalten verwitterten Grabstein und verwandelte sich schlürfend und schmatzend in einen Vampir. Der 9 Menschenjahre alte Rüdiger trug einen dunkelblauen Anzug ( der aussah als käme er aus einem Antiquitätengeschäft ) mit silbernen Fasetten, graue Schuhe und einen nachtschwarzen Umhang der ihm bis an die Knöchel reichte. Er sah sich prüfend um.Als er festgestellt hatte,dass kein Mensch oder sogar Vampirjäger ( eine ekeleregende Vorstellung ) in der Nähe war, schlich er zu einer alten Trauerweide. Diese ragte weit hinten aus der kalten Friedhofserde. Darunter ,hinter Büschen und Sträuchern gut versteckt, stand ein ziemlich schiefer,halb vermoderter und von Flechten und Moos überwucherter Grabstein. Der kleine Vampir stellte sich neben ihn,ging einen halben Schritt zurück und stand nun vor einem Stock .Er kniete sich hin und kratzte ein bischen Erde zur Seite. .
r s
Schwarz und Weiß
Schwarz und Weiß verträgt sich nicht ?
Dunkelheit und Helligkeit
sind ein Teil der Zeit
und somit auch der Ewigkeit
Das Meer
Wie eine Wiege gar so sanft,
so wiegt uns leicht und sacht das Meer.
Ist tief und voller Schwermut doch
und wartet auf die Wiederkehr.
Auf den Spuren von Elwetrittche und Richard Löwenherz
Herbstfahrt der BN -Kreisgruppe Kronach in den Pfälzer Wald
Nachdem die Herbstexkursionen der BN -Kreisgruppe in den letzten Jahren meist Nationalparke und Biosphärenreservate im Norden und Nordosten der Bundesrepublik zum Ziel hatten,so zog es die Teilnehmer diesmal in den milden Südwesten Deutschlands,nämlich in das Biosphärenreservat Pfälzer Wald.
Wie immer hatte ein fachkundiges Team sich um die Unterkunft gekümmert ---überwiegend auf einem idyllisch gelegenen und gut ausgestatteten Campingplatz bei Dahn----und ein abwechslungsreiches Tourenprogramm für die 24 erwachsenen und 20 jugendlichen Teilnehmer ausgetüftelt. Und da auch das Wetter im Land der Burgen und Weinberge seinem guten Ruf gerecht wurde,sich die Woche also überwiegend sonnig und mild zeigte,waren sämtliche Teilnehmer vollauf begeistert von der Landschaft,der Tier-und Planzenwelt und den zahlreichen Zeugnissen deutscher und europäischer Geschichte.
So ging es gleich am ersten Tag begleitet von Sonne und guter Laune per Fahrrad ins angrenzende Frankreich in das alte Städtchen Bitche.
Dort besichtigte die Gruppe die Citadelle,ein eindrucksvolles Monument deutscher und französischer Militärgeschichte.Dabei war es besonders beeindruckend,ja für viele sogar bedrückend,beim Durchwandern unter irdischer Gänge und Katakomben mittels Bild-und Toneinspielungen die Grausamkeit und teilweise Sinnlosigkeit damaliger Kriegshandlungen nachzuempfinden.
Eine weitaus friedlichere Art von Festung - nämlich das Zentrum des Biosphärenreservates in Fischbach war das Ziel eines weiteren Ausfluges.Mit seiner leicht futuristischen Architektur und den zahlreichen Sonnenkollektoren auf dem Dach hat das Gebäude wirklich etwas von einer Burg an sich,sozusagen ein "Bollwerk" für den Naturschutz.Der Leiter des Zentrums erklärte den Teilnehmern dann sehr anschaulich die Schwerpunkte seiner Arbeit und die Besonderheiten der heimischen Flora und Fauna.Vorallem für die sehr artenreiche Insektenwelt sind die unbewaldeten Talgründe und Wiesenflächen überlebenswichtig,weshalb man die Beweidung mit schottischen Hochlandrindern und Galloways zum Freihalten der Flächen einsetzt.Bei einem anschließenden Rundgang durch das Außengelände des Zentrums konnte man diese vierbeinigen "Rasenmäher" auch bei der Arbeit beobachten,was vorallem die Kinder faszinierte.Aber auch die interaktive Ausstellung im Haus selbst,wo man z.B.die Welt mit den Augen einer Spinne betrachten,verschiedene Tiere und Pflanzen durch Tasten erraten und mit einer großen "Energiemaschine"eigenhändig Strom erzeugen kann,fand bei Groß und Klein viel Anklang.Selbst ein aufgelassenes Militärgelände der US- Streitkräfte,das die Gruppe besichtigen konnte,birgt tierische Kostbarkeiten,z.B. ein seltenes Vorkommen der Gottesanbeterin.
Bei einer Waldwanderung am kommenden Tag erläuterte der zuständige Förster auf originelle und orginal pfälzerische Art die Hauptinhalte seiner Arbeit.Er zeigte der Gruppe Besonderheiten wie uralte Buchenbestände oder Eßkastanienvorkommen und "würzte"seinen Bericht dabei mit Anekdoten aus seiner Zusammenarbeit mit seinen Pfälzer Landsleuten und den französischen Nachbarn.
Für die restlichen drei Tage stand nun mehr die Geschichte der Südwest Pfalz im Mittelpunkt der Wanderungen.Unter der fachkundigen Leitung eines teilnehmenden Historikers erkundete man mitten in herbstlich bunten Laubwäldern die Zeugnisse einstigen Ritter-und Burgherrenlebens. Besonders die Kinder waren vollauf damit beschäftigt,die vielen Treppen, Brücken, Türme und Gewölbe zu erforschen und einige drehten sogar einen kleinen Kinderkrimi.Währenddessen erfuhren die Erwachsenen z.B. auf Burg Trifels bei Annweiler,dass hier einst König Richard Löwenherz als Gefangener des Deutschen Kaisers ein Jahr lang geschmachtet hat. Eine Ausstellung auf dem Hambacher Schloß bei Neustadt a.d.Weinstraße brachte uns dann die Geschichte der deutschen Demokratiebewegung nahe,als im 19.Jahrhundert das Volk gegen die Willkür der zahlreichen Herrscher rebellierte.Eine grenzüberschreitende Burgenwanderung zu den Überresten so klangvoller Sandsteinburgen wie"Löwenstein","Fleckenstein" oder "Wengelsbach" brachte zum Ende der Woche noch einmal viele herrliche Eindrücke von der wunderschönen spätherbstlichen Hügellandschaft zwischen Rhein und Saar.
Natürlich kamen auch die kulinarischen Besonderheiten des Pfälzer Waldes nicht zu kurz,sei es bei einer abendlichen (selbst für den Winzer neuartigen)Weinprobe im Gemeinschaftszelt oder beim Austesten typischer Gerichte der Region wie z.B Pfälzer Saumagen,Flammkuchen oder Fleeschknepp...Kein Wunder,wenn dann mancher am nächsten Morgen glaubte,er hätte das "Elwetrittche" gesehen,was so eine Art Pfälzer Variante des bayrischen Wolpertinger sein soll.
Aber auch wenn es keinem gelang,einen eindeutigen Beweis für dessen Existenz zu finden,fuhren alle Teilnehmer der Herbstfahrt schließlich in dem Bewußtsein nach Hause,wieder eine wunderschöne Ecke Deutschlands mit noch relativ viel intakter Natur kennen - und liebengelernt zu haben.
Einer der besten Boogies: Der Sock Hopp Boogie :
Gute Boogieseiten:
Als Paul aus der Schule kam, duftete es wunderbar nach Currywurst.Wie mondsüchtig folgte er der Duftwolke in die Küche und war sehr erstaunt dort Vater am Herd zu sehen."Wo ist denn Mama?"forschte Paul."Sie musste noch einmal in die Stadt."antwortete Vater und fischte mit der großen Wurstzange die Currywürste aus der Pfanne."Hast du die ganz aleine gemacht?"borte Paul weiter."Na sicher."pralte Vater stolz."Ich kann ja nicht zaubern." "Aber man könnte es meinen!"lobte ihn Paul.Vater legte die Würstchen auf zwei Teller und trug sie zum Küchentisch.Paul folgte ihm wie ein Tiger seiner Beute und setzte sich dann erwartungsvoll auf seinen Stuhl.Auch Vater setzte sich hin und nun begannen sie zu essen.Doch nicht besonders lange denn eine Wespe kam angebrummt und setzte sich auf Pauls Wurst ."Geh weg!"Paul fuchtelte wie wild mit der Serviette herum."Halt!"befahl Vater."Das macht man so:"Er nahm Paulchens Teller und ging damit zum Fenster.Paul folgte ihm.Vater lies die Wespe wegfliegen.Doch die war anderer Meinung.Sie dachte:Wenn ich die Wurst nicht kriege ,dann will ich aber den Knödel haben.Sie steuerte Vaters Glatze an und setzte sich.Vater fuchtelte mit den Armen und so erschreckte er die Wespe,die ihn deshalb stach.Vater schrie und schimpfte laut.
Sie gingen zurück und aßen weiter doch die Wespe kam schon wieder an und setzte sich nun auf Vaters Wurst und schleckte daran.Dieser holte mit der Serviette aus und wollte zuschlagen da hielt Paul schützend die Hände über die Wespe ."Ich dachte du bist ein Tierfreund."sagte Paul mahnend.Er nahm die Wurst mit der Wespe und warf sie in den Garten .Vater sah traurig seinem Mittagessen hinterher.Paul machte ihm einen Vorschlag:"Wir können uns doch meine Wurst teilen."Damit war Vater einverstanden und sie aßen den Rest der Currywurst auf und erfreuten sich an dem Gedanken ,dass wenigstens die Wespe gut zu Mittag essen würde.
Es war ein sonniger Morgen. Warm und weich wie Rebhuhnfedern.Der kleine Klopfer war früh aufgestanden um sich mit seinen Freunden zu treffen. Er hoppelte unter Mama-Reh hindurch, sprang über einen Bach und hüpfte über die alte Minka-Maus hinweg, die gerade auf Futtersuche war.Sie bekam fast einen Herzinfarkt vor Schreck und Klopfer wäre beinahe in Blume ´reingerannt. Diese lies vor Überraschung ihren schönen Blumenkranz fallen.
"Endlich!" rief sie."Ich dachte schon du kommst gar nicht mehr."
"Hast du´s?"fragte Klopfer."Natürlich hab ich mein Geschenk." antwortete das Stinktier."Und du?"" Klar doch !"Klopfer kratzte sich mit dem Hinterlauf am Löffel."Hier." Er zeigte Blume einen Erdbeerkuchen."Wow!"
Sie pfiff durch die Zähne."Da."Sie gab Klopfer einen wunderschönen Blumenkranz ."Hab´ich selber gemacht.""Der is´ ja toll!" sagte Klopfer begeistert."Aber jetzt komm endlich."Er zog sie am Arm."Wir wollen uns doch nicht verspäten oder?"Die zwei liefen so schnell sie konnten zum Treffpunkt.Dort warteten schon die anderen auf sie. "Na."rief Eddi Eichhorn schon von weitem."Dann ist die "Brombeerbande" ja vollständig!"Die Brombeerbande bestand aus Klopfer,Blume,Eddi,Molli die Schildkröte,Lebbi die Meise,Kiki die Maus,Willi der Igel und Ulf der Maulwurf.Jeder hatte ein Geschenk dabei.Klopfer hatte seinen lecker duftenden Erdbeerkuchen. Blume hatte den schönen Blumenkranz dabei. Eddi hatte ein Gedicht geschrieben. Molli hatte ein Bild gemalt.Lebbi wollte ein Lied singen.Kiki hatte einen Käse in Form einer 80 mitgebracht.Willi hatte ein Männchen aus Tannenzapfen gebaut und Ulf hatte ein kleines Häkelkissen gemacht. Alle gingen nun zu dem kleinenHaus in dem die liebe Oma Bertel wohnte. Klopfer klopfte an die Tür und sie ging auf. Ein liebes und freundliches Gesicht sah auf sie hinunter und lächelte.Sie sangen ein Geburtstagslied vor."Das war aber lieb von euch.Kommt doch herein."sagte Oma Bertel freundlich. Sie traten in ein helles Zimmer und schlossen die Tür."Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag!" rief Klopfer." Danke, danke ,vielen Dank." Oma Bertel war ganz verlegen."Omi,wir haben jeder ein Geschenk für dich."pipste Kiki. Alle stellten sich hintereinander vor Oma Bertels´ Sessel auf.Als alle ihre Geschenke Oma Bertel gegeben hatten sagte sie:" Jetzt wollen wir mal Klopfers Kuchen probieren."Es war Abend geworden und alle traten vor die Tür auf die Veranda hinaus. Da schossen nämlich viele Feuerwerke, Oma Bertel zu Ehren,in den schwärzlichen Himmel.
Und Klopfer dachte bei sich:" Sie ist doch die liebste Oma auf der Welt!"
ENDE
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