Mem Befehl     zurück

Der Mem Befehl zeigt den freien und verbrauchten Speicher Ihres Computers an. Mit dem Befehl MEM können Sie Informationen über fest zugeordnete Speicherbereiche, freie Speicherbereiche, und Programme, die momentan im Arbeitsspeicher geladen sind, anzeigen.

Häufig verwendet    mem /c/p

Syntax

MEM [/CLASSIFY|/DEBUG|/FREE|/MODULE Programmname] [/PAGE]

Um anzuzeigen, wieviel Speicherplatz in Ihrem System belegt und wieviel noch frei ist, verwenden Sie folgende Syntax:

MEM

Optionen

/CLASSIFY

Listet die Programme auf, die zur Zeit in den Speicher geladen sind, und zeigt, wieviel konventionellen und hohen Speicher jedes Programm verwendet. MEM /CLASSIFY liefert außerdem eine Übersicht der Gesamtspeicherbelegung und listet die größten verfügbaren Speicherblöcke auf. Sie können die Option /CLASSIFY zusammen mit der Option /PAGE verwenden, nicht jedoch zusammen mit den anderen MEM-Optionen. /CLASSIFY läßt sich auf /C abkürzen.

/DEBUG

Listet die zur Zeit in den Speicher geladenen Programme und internen Treiber auf. MEM /DEBUG zeigt von jedem Modul Größe, Segmentadresse und Typ an, gibt eine Übersicht der Gesamtspeicherbelegung und liefert weitere, besonders für Programmierer nützliche Informationen. Sie können die Option /DEBUG zusammen mit der Option /PAGE verwenden, nicht jedoch zusammen mit den anderen MEM-Optionen. /DEBUG läßt sich mit /D abkürzen.

/FREE

Listet die freien Bereiche im konventionellen und hohen Speicher auf. MEM /FREE zeigt Segmentadresse und Größe jedes freien Bereichs im konventionellen Speicher sowie den größten freien hohen Speicherblock (Upper Memory Block) in jedem Bereich des hohen Speichers an. MEM /FREE liefert außerdem eine Übersicht der Gesamtspeicherbelegung. Sie können die Option /FREE zusammen mit der Option /PAGE verwenden, nicht jedoch zusammen mit den anderen MEM-Optionen. /FREE läßt sich mit /F abkürzen.

/MODULE Programmname

Zeigt auf, wie ein Programmodul zur Zeit den Speicher verwendet. Sie müssen den Programmnamen hinter der Option /MODULE angeben. MEM /MODULE listet die Speicherbereiche auf, die dem betreffenden Programmodul
zugeordnet sind, und zeigt Adresse und Größe jedes Bereichs an. Sie können die Option /MODULE zusammen mit der Option /PAGE verwenden, nicht jedoch zusammen mit den anderen MEM-Optionen. /MODULE läßt sich mit /M abkürzen.

/PAGE

Pausiert, wenn ein Bildschirm voll ausgegeben wurde. Diese Option läßt sich zusammen mit allen anderen MEM-Optionen verwenden. /PAGE kann auf /P abgekürzt werden.

Zugehöriger Befehl

Informationen über die Ermittlung des freien Speicherplatzes auf einem Datenträger finden Sie bei der Beschreibung des Befehls <CHKDSK>.

MEM-Beispiele

So erhalten Sie allgemeine Programm- und Speicherinformationen

Angenommen, Ihr System hat sowohl Expansions- als auch Erweiterungsspeicher. Um eine Übersicht des Gesamtspeichers Ihres Systems anzuzeigen - konventionellen Speicher, Expansionsspeicher, Erweiterungsspeicher und oberen Speicher und um eine Liste aller momentan in den Arbeitsspeicher geladenen Programme anzuzeigen, geben Sie folgenden Befehl ein:

mem /classify

Die Ausgabe sieht dann etwa folgendermaßen aus:

Module, die den Speicher unterhalb 1 MB verwenden:

Name Insgesamt = Konventioneller + Hoher Speicher

SYSTEM 16.477 (16K) 16.461 (16K) 16 (0K)
SETVER 784 (1K) 784 (1K) 0 (0K)
HIMEM 1.168 (1K) 1.168 (1K) 0 (0K)
EMM386 3.120 (3K) 3.120 (3K) 0 (0K)
USPI14 9.120 (9K) 9.120 (9K) 0 (0K)
COMMAND 3.680 (4K) 3.680 (4K) 0 (0K)
SMARTDRV 37.680 (37K) 21.280 (21K) 16.400 (16K)
MOUSE 17.088 (17K) 17.088 (17K) 0 (0K)
NETBEUI 42.432 (41K) 41.760 (41K) 672 (1K)
REDIR 86.064 (84K) 76.128 (74K) 9.936 (10K)
ANARKEY 14.384 (14K) 0 (0K) 14.384 (14K)
ZPOWER 4.368 (4K) 0 (0K) 4.368 (4K)
ANSI 4.208 (4K) 0 (0K) 4.208 (4K)
DRVSPACE 36.848 (36K) 0 (0K) 36.848 (36K)
PROTMAN 128 (0K) 0 (0K) 128 (0K)
EXP16 9.056 (9K) 0 (0K) 9.056 (9K)
WORKGRP 4.368 (4K) 0 (0K) 4.368 (4K)
RAMDRIVE 1.312 (1K) 0 (0K) 1.312 (1K)
Frei 472.464 (461K) 464.448 (454K) 8.016 (8K)

Speicher-Zusammenfassung:

Speichertyp Insgesamt = Verwendet + Frei

Konventioneller 655.360 190.912 464.448
Hoher 109.712 101.696 8.016
Reserviert 393.216 393.216 0
Erweiterung (XMS) 15.618.928 12.424.048 3.194.880

Insg. Speicher 16.777.216 13.109.872 3.667.344

Insg. unter 1 MB 765.072 292.608 472.464

Maximale Größe für ausführbares Programm 464.352 (453K)
Größter freier Block im hohen Speicherblock 7.888 (8K)
MS-DOS ist resident im oberen Speicherbereich (High Memory Area).

"Reserviert" ist der Speicher, der sich auf Zusatzkarten, wie zum Beispiel Grafikkarten, befindet. "Maximale Größe für ausführbares Programm" ist der größte zusammenhängende Block, der einem Programm zur Verfügung steht. "Größter freier Block im hohen Speicherblock (Upper Memory)" ist der größte freie Bereich im hohen Speicher, der einem Programm zur Verfügung steht. "MS-DOS ist resident im oberen Speicherbereich (High Memory Area)" bedeutet, daß MS-DOS in den ersten 64 KB des Erweiterungsspeichers statt im konventionellen Speicher abläuft.

So erhalten Sie Informationen über ein bestimmtes Programm

Um herauszufinden, welcher Speicher einem bestimmten Programmodul zugeordnet wurde, verwenden Sie den Befehl MEM /MODULE. Um z.B. zu ermitteln, welcher Speicher dem Modul WIN386 zugeordnet wurde, geben Sie folgenden Befehl ein:

mem /module win386

Wenn Sie gerade WIN386 ausführen, sieht das Ergebnis etwa folgendermaßen aus:

WIN386 verwendet den folgenden Speicher:

Segment Region Insgesamt Typ

0081D 80 (0K) Daten
02EF8 384 (0K) Umgebung
02F10 89.856 (88K) Programm
0D4D0 1 96 (0K) Daten
0D611 1 7.888 (8K) Daten
0EFFE 2 32 (0K) Daten

Insgesamte Größe 98.336 (96K)

Einige Programmodule, wie z.B. WIN386, belegen mehr als einen Speicherbereich. Der Befehl MEM /MODULE zeigt alle von dem angegebenen Programm belegten Speicherbereiche an. Er zeigt außerdem Segmentadresse und Größe jeder Belegung an. Für hohe Speicherblöcke zeigt MEM /MODULE außerdem die Bereichsnummer an. Die Spalte "Art" zeigt, wie das Programm diesen speziellen Speicherbereich nutzt. Die "Gesamtgröße", in diesem Fall 98.336 Bytes (96 KB), gibt den gesamten Speicher an, den MS-DOS diesem Programm zugeordnet hat.

MEM-Anmerkungen

So geben Sie die Option /PAGE automatisch an

Mit Hilfe des Programms DOSKEY können Sie dem Befehl MEM die Option /PAGE automatisch hinzufügen. Wenn Sie dann MEM verwenden, pausiert das Programm nach jedem Bildschirm voller Informationen, auch wenn Sie die Option /P in der Befehlszeile von MEM nicht angeben. Nehmen Sie dazu folgende Befehle in Ihre Datei AUTOEXEC.BAT auf:

c:\dos\doskey
doskey mem=mem.exe $* /p

Anzeigen des Speicherstatus

MS-DOS zeigt den Status des Erweiterungsspeichers (Extended Memory) nur an, wenn Sie in Ihrem System Arbeitsspeicher oberhalb der 1-Megabyte (MB)-Grenze installiert haben. MS-DOS zeigt den Status des Expansionsspeichers (Expanded Memory, EMS) nur dann an, wenn dieser der Version 4.0 der Lotus-Intel- Microsoft-Spezifikationen für Expansionsspeicher (LIM EMS) entspricht.MS-DOS zeigt den Status des hohen Speicherbereichs nur dann an, wenn ein UMB-Manager, wie z.B. EMM386, installiert ist und in der Datei CONFIG.SYS der Befehl DOS=UMB steht. MS-DOS zeigt den Status des hohen Speicherbereichs nicht an, wenn Sie den Befehl MEM erteilen, während Windows, Version 3.0, abläuft.

Zuordnen von Erweiterungsspeicher

Um gleichzeitig Interrupt 15h- und XMS-Speicher zuzuordnen, verwenden Sie die Option /INT15, wenn Sie den Gerätetreiber HIMEM.SYS laden. Weitere Informationen finden Sie bei der Beschreibung des Befehls <HIMEM.SYS>.

MEMMAKER-Beispiele

Um MemMaker im Stapelverarbeitungsmodus auszuführen und anzuweisen, keinen hohen Speicher für Windows zu reservieren, geben Sie folgenden Befehl ein:

memmaker /batch /w:0,0

Um MemMaker Ihre alte Systemkonfiguration wiederherstellen zu lassen, geben Sie folgenden Befehl ein:

memmaker /undo

Angenommen, Sie verwenden ein Programm zur Festplattenkomprimierung. Ihr Startlaufwerk ist C:. Nachdem der Komprimierungstreiber gestartet ist, wird Laufwerk C: zu Ihrem komprimierten Hauptlaufwerk. Ihre Startdateien befinden sich nun auf Laufwerk D:. Wegen dieser Laufwerkbuchstabenvertauschung müssen Sie MemMaker mit folgenden Befehl starten:

memmaker /swap:d

Dieser Befehl gibt an, daß das aktuelle Laufwerk D: ursprünglich das Startlaufwerk war und daß es die Dateien CONFIG.SYS und AUTOEXEC.BAT enthält.

Anmerkung: Sie brauchen die Option /SWAP nicht zu verwenden, wenn Sie Microsoft DoubleSpace Gerätetreiberkomprimierung oder das -Gerätetreiberkomprimierungsprogramm für Stacker, Version 2.0, verwenden.