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In der Philosophie wird sehr viel leeres Stroh gedroschen. Man erfindet eigene Begriffe, Ideen und Systeme und meint dann, wie besonders schlau man ist.
Wenn die Philosophie dazu führt über Grundlegendes kritisch nachzudenken , dann kann sie sehr anregend sein.
Die Philosophie beinhaltete früher viel mehr Teilgebiete als heute . Es spalteten sich im Laufe der Zeit viele Natur- und Geisteswissenschaften von ihr ab.
Was ist Philosophie ?
Phi|lo|so|phie [gr.-lat.; "Weisheitsliebe"] die; -, ...ien:
1.forschendes Fragen u. Streben nach Erkenntnis des letzten Sinnes, der Ursprünge des Denkens u. Seins, der Stellung des Menschen im Universum, des Zusammenhanges der Dinge in der Welt.
2.(ohne Plural) Wissenschaft von den verschiedenen philosophischen Systemen, Denkgebäuden.
aus: Duden, Band 5, Das Fremdwörterbuch.
Philosophie [griech.], das systemat. Streben des Menschen nach Erkenntnis des Wesens und der Zusammenhänge der Dinge, seiner selbst und der gültigen Prinzipien ethischen Handelns. Gegenstand der Philosophie ist die Totalität des Seins und dessen Bedingungen, während sich die Einzelwissenschaften mit der Erforschung der Gesetzmässigkeiten bestimmter, umgrenzter Gegenstandsbereiche befassen. Philosophie ist ihrem Wesen nach theoretische Erkenntnis und bedient sich eines Systems definierter Begriffe.
aus: Meyers Lexikon.
Übernommen und verändert von http://www.raffiniert.ch/fintro.html
Wissenschaft entspricht einem grundmenschlichen Erkenntnisinteresse. Man möchte über etwas genauer Bescheid wissen. Man könnte sich zum Beispiel fragen, ...
welche Gesetzmässigkeiten in der Natur bestehen und wie man sie nutzbar machen kann. Physik , Chemie , Biologie , Astronomie etc
welche Regelmässigkeiten im Reich der Zahlen auftreten. Mathematik
woher das Universum kommt und wie es sich verändert. Astronomie
wie das Leben entsteht, funktioniert und vergeht. Biologie
wie der menschliche Körper funktioniert und wie man ihn länger erhalten kann. Medizin , Humanbiologie , Anatomie , Physiologie , Biochemie
wie sich die Stoffe verhalten, woraus eigentlich Materie besteht. Chemie
wie es gewesen ist und warum es so gekommen ist. Geschichte
wie sich Sprachen entwickelt und vermischt haben. Linguistik
was Recht resp. gerecht ist. Ethik - Moral - Recht - Jura
wie die menschliche Psyche und das Bewusstsein funktioniert und wie man sie untersuchen kann ? Psychologie
man könnte sich nämlich angesichts der Flut der modernen Wissenschaftsrichtungen auch fragen, ...
wie sich die Wissenschaften entwickelt haben, was wir überhaupt wissen können und wozu das gut sein soll:
Das Programm der Philosophie gilt der Auseinandersetzung mit dem Denken an sich. Die anderen Wissenschaften denken über etwas, Philosophie aber denkt über das Denken nach.
Anthropologie
Was ist der Mensch ?
Logik
Wie denkt man richtig und ohne Fehler ?
( heute Teilgebiet der Mathematik )
Ethik - Moral - Recht
Was soll man tun ?
Ästhetik
Was ist schön ?
Was ist Kunst ?
Erkenntnistheorie
Wie erkennt man die Wirklichkeit ?
heute Teilgebiet der Neurowissenschaften , Psychologie , Physiologie
Naturphilosophie
Metaphysik
Was ist die Wirklichkeit ?
Die Philosophie beinhaltete früher viel mehr Teilgebiete als heute . Es spalteten sich im Laufe der Zeit viele Natur- und Geisteswissenschaften von ihr ab.
Die 4 Grundfragen der Philosophie von Immanuel Kant
Was kann ich wissen ?
Was soll ich tun ?
Was darf ich hoffen ?
Was ist der Mensch ?
Für Anfänger
Abenteuer Philosophie - Ein Schnellkurs für Einsteiger
Michael Wittschier
Serie Piper Nr 2366
sehr empfehlenswert
Kleine Weltgeschichte der Philosophie
von J.Störig
Fischer TB
sehr lesenswert
Bd.30019 Russell, Bertrand: Denker des Abendlandes.
dtv Taschenbücher: -DTV-
Eine Geschichte der Philosophie. Mit Vorbemerk. v. Willy Hochkeppel. Kartoniert. 364gr.
ISBN: 3-423-30019-1, KNO-NR: 04 29 96 02
24.50 DM - 179.00 öS - 22.50 sFr
=> sehr gutes Buch , sehr empfehlenswert
Wege zum philosophischen Denken.
Herder Bücherei: 19 cm. -HERDER, FREIBURG-
Bd.4897 Bochenski, Joseph M.:
2000. Kartoniert. 116gr.
ISBN: 3-451-04897-3, KNO-NR: 00 27 14 53
15.80 DM - 115.00 öS - 15.80 sFr
Sofort lieferbar.
Philosophie für Einsteiger.
rororo Taschenbücher: -ROWOHLT TB.-
Nr.7778 Huisman, Denis:
Mit zahlr. Zeichn. v. Martin Berthommier.. Kartoniert. 162gr.
ISBN: 3-499-17778-1, KNO-NR: 02 14 47 64
14.90 DM - 109.00 öS - 14.10 sFr
Sofort lieferbar.
Die philosophische Hintertreppe.
Weischedel, Wilhelm:
34 große Philosophen im Alltag und Denken. 22.
Aufl. 2001. 361 S. 21 cm. Gebunden. 492gr.
ISBN: 3-485-00863-X, KNO-NR: 01 76 64 36
-NYMPHENBURGER-
19.90 DM - 145.00 öS - 19.00 sFr
Sofort lieferbar.
auch auf Casette
Einführung in die Philosophie.
Anzenbacher, Arno:
Neuaufl. 2002. 365 S. m. Fotos u. 40 Abb. 21,5 cm. Kartoniert. 511gr.
ISBN: 3-451-27851-0, KNO-NR: 01 75 23 77
-HERDER, FREIBURG-
49.80 DM - 364.00 öS - 47.00 sFr
Erscheint laut Verlag Frühjahr 2002 in neuer Auflage. Derzeit nicht lieferbar.
Für Leute die unterhalten werden wollen:
Sofies Welt.
Jostein Gaarder
Roman über die Geschichte der Philosophie.
dtv © 1999
Also sprach Bellavista. Neapel, Liebe und Freiheit.
von Luciano DeCrescenzo
Taschenbuch - 265 Seiten - Diogenes, Zch.
Erscheinungsdatum: 1988
ISBN: 325721670X
Kurzbeschreibung : Gennaro Bellavista, pensionierter Gymnasiallehrer, ist ein Weiser aus Napoli. Wie einst Sokrates auf dem Marktplatz von Athen, spricht er mit seinen Mitbürgern in Neapel: Zu Salvatore, dem Hilfsportier, zu De Crescenzo, dem Ingenieur, zu Luigino, dem Hauspoeten, zum Dottore Palutto. (Donnerstags allerdings nicht, da bleibt er in seinem Bade- und Denkzimmer und empfängt keine Besucher.) Die Gespräche im Hause Bellavista drehen sich um Politik und Essen, um Anarchie und Müßiggang, finden statt zwischen Kabale und Kaffee. Sie sind bunt und voller Anekdoten, sind hochgradig unterhaltsam, und doch enthalten sie einen roten Faden: Bellavistas Theorie von den widerstrebenden Prinzipien der Liebe, die alles zusammenhält, und der Freiheit, die zum Auseinanderstreben drängt."Er liebt nicht nur die Vernunft, sondern auch das Lachen." (Norddeutscher Rundfunk) "De Crescenzo versteht es, seine Dialoge und Geschichtchen mit ironischem Scharfsinn und komödiantischem Witz zu würzen. Was immer er aus dem neapolitanischen Alltag herausgreift, er verwandelt es in eine Fabel mit modellhaftem Charakter. In seinem Sinne könnte man Neapel, wo nach nordischen Maßstäben zu wenig getan wird, als einen Tatort des gesprochenen Wortes bezeichnen, der allen geschilderten Gaunereien und Mißständen zum Trotz ein Symbol für Mitmenschlichkeit ist."(Neue Zürcher Zeitung) "Ein neapolitanisches Kunststück: Unterhaltungsroman und philosophisches Lehrbuch in einem." (Frankfurter Allgemeine Zeitung) . Luciano De Crescenzo ist es mit diesem Buch gelungen einen mokanten Unterhaltungsroman mit einen philosophischen Lehrbuch zu verquicken, das sich mit absoluter kurzweile liesst. Mit ironischem Scharfsinn verquickt er die fuer uns suedliche mentalitaet Neapels mit den Lehren Epikurs und ... aber man sollte es selbst gelesen haben.
Für Fortgeschrittene
Die große englische Enzyklopädie der Philosophie ist zehnbändig und einbändig zu haben
Von Lutz Wingert
Dr. Johnson war der Star der literarischen Szene im London des späten 18. Jahrhunderts. Sein Ruhm gründete ganz wesentlich auf dem neuen Dictionary of the English Language, das er als kühner Einzelgänger in neun Jahren erstellte. Dr. Johnson übertrumpfte die französische Akademie. Deren 40 Mitglieder brauchten für ihr Dictionnaire geschlagene 40 Jahre. Die Zeiten haben sich geändert. Die zehnbändige Routledge Encyclopedia of Philosophy (REP) ist das Werk von 1300 Fachleuten aus 36 Ländern. Jetzt hat der Verlag eine erschwingliche, einbändige Kompaktversion auf den Markt gebracht.
Die zehnbändige REP ist eine vorzügliche Momentaufnahme der zeitgenössischen Philosophie. Es finden sich ebenso Einträge zum Deutschen Idealismus wie zur einflussreichen polnischen Logiktradition oder zu dem französischen Wissenschaftsphilosophen Bachelard. Technischere Gegenstände wie die Situationssemantik oder Theorien der Induktion in der indischen Philosophie stehen gleichberechtigt neben Themen wie Totalitarismus oder "Sprache und Geschlecht". Auch werden die wichtigsten philosophischen Denker vorgestellt, und zwar nicht nur aus der westlichen Welt. Gadamer und Habermas zählen zu den deutschsprachigen Gegenwartsphilosophen, denen ein Artikel gewidmet ist - Tugendhat fehlt leider.
Die übersichtlich aufgemachten neun Bände und der vorzügliche Indexband sind ein wertvolles Hilfsmittel für philosophische Spezialisten und Laien. Das liegt wesentlich an dem argumentativen Stil der Einträge. Überlängen werden vermieden. Die oft kurz kommentierten Literaturhinweise helfen dem weiter, der mehr wissen will. Tugenden verleihen nicht nur Format, sie brauchen manchmal auch ein gewisses Format. Die Exzellenz der zehnbändigen REP geht bei dem einbändigen Format, bei der Concise Routledge Encylopedia of Philosophy verloren. Hier sind die Einträge oft zu kurz. Die Auswahl aus den zehn Bänden wirkt zuweilen willkürlich. Die zehnbändige Ausgabe ist ein Muss für die Bibliotheken. Die einbändige Ausgabe ist keineswegs konkurrenzlos.
Enzyklopädien sind dem europäischen Publikum seit den Tagen Diderots nichts Fremdes. Auch die REP hat eine Vorgängerin: die Encyclopedia of Philosophy von 1967. Die neue Enzyklopädie ist allerdings mehr als eine Ergänzungslieferung in zehn Bänden. Dazu hat sich in den letzten 30 Jahren zu viel geändert: Erstens spielt die Sprache eine andere Rolle. Zweitens arbeiten viele Philosophen mittlerweile in einer wissenschaftsnäheren, naturalistischen Einstellung. Und drittens ist das Bewusstsein des historischen Wandels von grundlegenden Überzeugungen und Theorien ausgeprägter. Schließlich werden viertens alte metaphysische Fragen sehr viel ungehemmter behandelt als noch Anfang der sechziger Jahre.
Diese Tendenzen sind alles andere als einheitlich. Es ist kaum möglich, von einem Trend zu sprechen, selbst wenn man sich auf die englischsprachige Welt der letzten Jahrzehnte beschränkt. Eine Tendenz lässt sich allerdings nicht übersehen: Die Ethik hat in den vergangenen 25 Jahren einen mächtigen Aufschwung erlebt.
Verglichen mit Ästhetik oder Erkenntnistheorie und gegenüber der älteren Enzyklopädie halten Einträge zur Ethik und politischen Philosophie wie "Verantwortlichkeit", "Vertragstheorie", "Medizinethik", "Moral und Emotion" den Löwenanteil. Dabei wird deutlich, wie die Ethik über die formale Betrachtung der moralischen Sprache hinausgegangen ist. Der Blick erweiterte sich auf Grundsatzfragen, die auch in der Diskussion öffentlicher Angelegenheiten aufkommen: Wie sehr darf man sich in der Politik, zum Beispiel bei zwischenstaatlichen Interventionen, die Hände schmutzig machen? Oder: Ist das Gefälle in dem Lebensstandard zwischen den Bewohnern Manhattans und Kalkuttas wirklich bloß ein Unglück oder nicht doch eine Ungerechtigkeit? Die Sprachbetrachtung büßte ihre proklamierte Rolle als zentrales Werkzeug für den philosophischen Erkenntnisgewinn ein.
Soll man sich die Sprache als eine Art Detektor vorstellen?
Das gilt nicht bloß für die praktische Philosophie, sondern etwa auch für die Philosophie des Geistes. Man hat lange Zeit versucht, das Wesen geistiger Fähigkeiten über ihre sprachlichen und grammatisch orchestrierten Ausdrucksformen zu erfassen. Eine elementare geistige Fähigkeit ist das Vermögen, sich Dinge vorzustellen - Gedanken zu fassen und auf ihre Wahrheit hin zu beurteilen. "Propositionale Einstellungen" wie das Für-wahr-Halten von Gedanken bilden ein zentrales Thema in der Philosophie des Geistes, das aber nicht mehr so stark wie früher in einem sprachanalysierenden Stil behandelt wird. Die REP verzeichnet denn auch zwei verschiedene Einträge: "Propositionale Einstellungssätze" und "Propositionale Einstellungen". Die Funktion dieser geistigen Einstellungen für die Weltbewältigung gewinnt gegenüber der sprachlichen Ausdrucksform des Geistes an Bedeutung.
Damit werden die Akzente in der philosophischen Aufmerksamkeit etwas verschoben - weg von den Sätzen hin zum symbolgeleiteten, informationsverarbeitenden Verhalten intelligenter Lebewesen in einer Umwelt, mit der diese zurechtkommen müssen. Diese Akzentverlagerung ist eng verbunden mit einer weiteren Tendenz, dem Trend zu einem philosophischen Naturalismus. Das Stichwort "Naturalismus" war der Enzyklopädie von 1967 insgesamt sieben Seiten wert. Nun füllt es 19 Seiten.
Für diesen Naturalismus ist der Mensch mitsamt seinen geistigen Fähigkeiten ein gewöhnlicher Bestandteil der Natur. Der Mensch und die philosophischen Rätsel, die er aufgibt, können darum mit denselben Mitteln der wissenschaftlichen Naturbetrachtung untersucht werden wie andere Teile der Natur. Vereinzelte Stimmen sprechen in Anspielung auf die linguistische Wende Ende der fünfziger Jahre bereits von einer naturalistischen Wende. Aber das bleibt eine kühne Behauptung, der die REP auch nicht folgt. Denn die Sprache ist zwar als das universelle Erkenntniswerkzeug zurückgetreten. Aber als Untersuchungsgegenstand zieht sie eher verstärkt die Aufmerksamkeit auf sich.
Unstrittig ist dabei, dass die Sprache nicht als ein Organ des menschlichen Geistes aufgefasst werden kann, das einfach registriert, was uns die Sinne über die Welt sagen. Doch nach wie vor streiten die Philosophen erhitzt über die Frage, wie eine Alternativauffassung aussieht. Soll man sich die menschliche Sprache als eine Art Detektor vorstellen, der uns helfen kann, die Realitäten aufzuspüren? Oder funktioniert die Sprache als ein Projektor, der aus der ungeordneten Überfülle der Wahrnehmungen und Erfahrungen ein zusammenhängendes, aussagekräftiges Bild oder Modell entwirft - eben ein sprachlich geformtes Weltbild?
Die REP dokumentiert in ökumenischem Gestus zahllose Positionen in diesem Streit. Die Ontologien hartgesottener Realisten werden genauso berücksichtigt wie die historistischen Strömungen, die über den Umweg der Wissenschaftsgeschichte die Wissenschaftsphilosophie erreicht haben. Für diesen Historismus funktionieren selbst die Sprachen der Wissenschaft wie eine Art Projektor, der den zeitabhängigen Interessen an bestimmten Klassifikationen und Aussagearten folgt. Die Sprache als Projektor entwirft ein variables Weltbild, das kein bloßes Abbild der Welt an sich ist. Ja, für manche Historisten ist die Welt nur eine semantische Textur.
Diese Auffassung hat der Oxforder Zoologe Richard Dawkins trocken kommentiert: "In 10.000 Meter Höhe sind wir alle Realisten!" Auch ohne Angst vorm Fliegen wissen wir dann, dass viele unserer Sätze - die Formeln und Konstruktionsanweisungen der Ingenieure - sehr schnell graue Theorie werden können. Die Welt ist kein Text. Viele Historisten geben durchaus zu, dass nicht "alles geht". Aber die Fakten erzwingen noch keine Theorie über die Welt. Die diversen Fossilfunde erzwingen nicht Darwins Evolutionstheorie. Für die Annahme der Evolutionstheorie spielt aus historistischer Sicht auch die elementare, metaphysische Überzeugung eine Rolle, dass die Kausalkette in der Natur lückenlos ist und nicht einfach durch einen wundersamen Schöpfungsakt unterbrochen wird. Der Historist hält achselzuckend eine solche Überzeugung für einen letzten, weltanschaulichen Eckpfeiler in einem Gedankengebäude.
Die Naturalisierungs- und Historisierungstendenzen in der Gegenwartsphilosophie sind durchaus gegenläufig. Mit beiden Tendenzen aber rücken die Philosophen von dem Kontingenzbewusstsein ab, das die theologienahe Philosophie der Vergangenheit charakterisierte. Für den Naturalisten ist der menschliche Geist ein zufallsabhängiges Produkt der Evolution. Für den Historisten ist er die Summe kultureller Praktiken des Fühlens, Denkens und Handelns, deren Abfolge letztlich zufällig ist und keinem Fortschrittsmuster folgt. Für beide sind die Philosophen aber keine geistigen Bettler vor dem Herrn mehr, die nur zufällig etwas von der Logik der Weltordnung und der Struktur des Geistes erfassen. Das war nicht immer so. Die Routledge Encylopedia of Philosophy erinnert daran.
Routledge Encyclopedia of Philosophy
10 Volumes, hrsg. v. Edward Craig; London; geb. 8136 S. und 1 CD-ROM 2295,- £; ohne CD-ROM1995,- £
Concise Routledge Encyclopedia of Philosophy
London 2000; geb. 1104 S., 25,- £
(c) DIE ZEIT 06/2001
Die Kritik der reinen Vernunft
Immanuel Kant
Reclam Verlag
Geschichte der Philosophie : Literaturauswahl:
übernommen von http://www.uni-koeln.de/phil-fak/phil/index2.htm
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Anselm von Canterbury: Selbstgespräch. Wien 1836
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Augustinus, Aurelius: Werke. Zürich / München 1950-73
Averroes (Ibn Rusd): Die Metaphysik des Averroes. Halle 1912
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Schulte, Günter: Hegel oder das Bedürfnis nach Philosophie. Hildesheim
1982
Schulte, Günter: Ich impfe euch mit dem Wahnsinn. Nietzsches Philosophie
der verdrängten Weiblichkeit des Mannes. Frankfurt / M. 1882 und Köln
1989
Schulte, Günter: Immanuel Kant. Frankfurt / M. 1991
Schulte, Günter: Kennen Sie Marx? Kritik der proletarischen Vernunft.
Frankfurt / M. 1992
Schulte, Günter: Leibperspektiven. Radierungen und Texte zur
Phänomenologie der Wahrnehmung. Köln 1979
Schulte, Günter: Neuromythen. Das Gehirn als Mind Machine und Versteck
des Geistes. Frankfurt / M. 2000
Schulte, Günter: Philosophie der letzten Dinge. Liebe und Tod als Grund
und Abgrund des Denkens. München 1997
Schulte, Günter: Rasende Reden. Schestows radikale Vernunftkritik.. Köln
1999
Schulte, Günter: Vielleicht ist die Wahrheit ein Weib. Anmerkungen zur
Philosophie des Patriarchats. Köln 1984.
Schütt, Rolf F.: Martin Heidegger. Versuch einer Psychoanalyse seines
?Seyns?. Essen 1993
Sextus Empiricus: Opera. Leipzig 1914-1962
Sloterdijk, Peter: ?Europäische Philosophie und Platons Erbe?. In: Platon.
Ausgewählt und vorgestellt von Rafael Ferber. München 1995
Sloterdijk, Peter: Kritik der zynischen Vernunft. Frankfurt / M. 1983
Sloterdijk, Peter: Spären II, Globen. Frankfurt / M. 1999
Soentgen, Jens: Die verdeckte Wirklichkeit. Einführung in die Neue
Phänomenologie von Hermann Schmitz. Bonn 1998
Sommer, Manfred: Evidenz im Augenblick. Frankfurt / M. 1987
Spalding, Johannes J.: Betrachtungen über die Bestimmung des Menschen.
Greifswald 1748
Spinoza, Baruch de: Sämtliche Werke. Hamburg 1976 ff
Stirner, Max: Der Einzige und sein Eigentum. Stuttgart 1981
Störig, Hans Joachim: Kleine Weltgeschichte der Philosophie. Frankfurt/M.
1992
Tarnas, Richard: Idee und Leidenschaft. Die Wege des westlichen
Denkens. Frankfurt / M. 1997
Tertullian: Ausgewählte Schriften. Kempten / München 1912-15
Theophrast von Eresos: Theophrasti Eresii Opera. Leipzig 1854 / 1862 und
Paris 1866
Thom, Martina: Immanuel Kant. Leipzig o.J.
Thomas von Aquin: Opera omnia (Editio Leonina). Rom 1882 ff
Vico, Giambattista: Opere. Neapel 1982 ff
Voltaire (= F.M. Arouet): Oeuvres complètes. Paris 1877-1885
Wasson, R. Gordon / Albert Hofmann / Carl A. P. Ruck: Der Weg nach
Eleusis. Das Geheimnis der Mysterien. Frankfurt / M. 1984
Weber, Max: Gesamtausgabe. Tübingen 1984 ff
Weininger, Otto: Geschlecht und Charakter. Wien 1903
Weischedel, Wilhelm: Die philosophische Hintertreppe. Die großen
Philosophen in Alltag und Denken. München 1966 (dtv 1998)
Whitehead, Alfred North: Prozeß und Realität. Frankfurt / M. 1979
Wind, Edgar: Heidnische Mysterien in der Renaissance. Frankfurt / M. 1981
Winterstein, Alfred Frh. v. Winterstein: Psychoanalytische Anmerkungen
zur Geschichte der Philosophie. In: Imago II, 2 (1912)
Wittgenstein, Ludwig: Schriften. Frankfurt / M. 1960-1982
Xenophon: Memorabilien. Erinnerungen an Sokrates. Halle 1693
Zanker, Paul: Die Maske des Sokrates: das Bild des Intellektuellen in der
antiken Kunst. München 1995
Linkseiten :
http://www.uni-koeln.de/phil-fak/phil/service/quellen.htm
http://www.geocities.com/hoefig_de/MaterialPl/Uebersicht.htm ***
http://www.zeit.de/Schwerpunkte/Hochschule/Philosophie/Beschreibung.html
Hippias Limited Area Search of Philosophy on the Internet
The World Wide Web Virtual Library: German Subject Catalogue: Philosophy
Philosophie-Seiten (beide erstellt von Dieter Koehler)
Philosophie im Internet (erstellt von Karsten Wilkens)
Philosophie-Quellen im World Wide Web (erstellt von PhilNet)
The World Wide Web Virtual Library: Philosophy (erstellt von Dan Brickley)
Guide to Philosophy on the Internet (erstellt von Peter Suber)
Philosophy around the Web (erstellt von Peter J. King)
Philosophy in Cyberspace (erstellt von Dey Alexander)
Episteme Links (erstellt von Thomas Ryan Stone)
Björn's Guide to Philosophy (erstellt von Björn Christensson)
Philosopher's
Index CD-ROM-Recherche innerhalb des Netzes der Universität
zu Köln
(erfordert Browser-Plug-in ICA-Client
von Citrix)
Routledge
Encyclopedia of Philosophy CD-ROM-Recherche innerhalb des Netzes
der Universität zu Köln
(erfordert Browser-Plug-in
ICA-Client
von Citrix)
PHILIS - Datenbank philosophischer Zeitschriften-Aufsätze
NOEMA The Collaborative Bibliography of Women in Philosophy
Einige Online-Fachzeitschriften sind auch über das Projekt "Elektronische Zeitschriftenbibliothek" der Universitäts- und Stadtbibliothek zugänglich.
Sic et non Online Forum for Philosophy and Culture
global
Department of Philosophy, Stanford University
Philosophy Project, University of Chicago
Philosophy program Research Schools of Social Sciences, Australian National University
Philosophy at Monash University, Melbourne
The University of Liverpool - Philosophy
Pathways to Philosophy ("Distance learning project" in Verbindung mit The Philosophical Society of England)
deutschsprachig
Institut für Philosophie, Freie Universität Berlin
Institut für Philosophie, Humboldt Universität zu Berlin
Institut für Philosophie, Wissenschaftstheorie, Wissenschafts- und Technikgeschichte, TU Berlin
Institut für Philosophie, Ruhr-Universität Bochum
Philosophie, Universität Bonn
Seminar für Philosophie, TU Braunschweig
Studiengang Philosophie, Universität Bremen
Philosophisches Institut, Universität Düsseldorf
Institut für Philosophie, Unversität Erlangen
Philosophisches Seminar, Universität Hamburg
Philosophie, Universität Heidelberg
Institut für Philosophie, Universität Jena
Philosophisches Seminar, Christian-Albrecht-Universität Kiel
Institut für Philosophie, Universität Magdeburg
Institut für Philosophie, Ludwig-Maximilian-Universität München
Institut für Philosophie, Universität Wien
Philosophisches Seminar, Universität Zürich
Allgemeinen Gesellschaft für Philosophie in Deutschland e.V. AGPD
sehr schöne CD mit Orginaltexten :
Philosophie von Platon bis Nietzsche
Verlag Digitale Bibliothek
sehr empfehelnswert
In der Philosophie verwendete Begriffe
http://www.muenster.org/august/philosophie/woerterb/glossar.htm
Das Sein
apriori - aposteriori
Der Geist
das Wesen
Übernommen von http://www.uni-koeln.de/phil-fak/phil/index2.htm
Absolutismus: Anspruch auf Alleinherrschaft
Allquantor: für alle x gilt
Analytische Philosophie: vorwiegend angelsächsiche Sprachphilosophie, ersetzt Vernunftkritik durch Sprachkritik.
Animismus: Glaube an Naturbeseeltheit und Geister (lat. animus = Geist, Seele)
Anthropologie: Lehre vom Menschen (gr. anthropos)
Antinomie: Unvereinbarkeit zweier gültiger Sätze
Apathie: Leidenschaftslosigkeit
Asket: gr. asketos = Büßer, tötet Begierden und überwindet Laster.
Axiomatisch: auf Axiomen (ohne Beweis einleuchtenden Lehrsätzen) beruhend
Corpus: Gesamtwerk, eigentl. Körper
Determinismus: Bestimmtheit des Willens von äußeren Ursachen
Dialektik: Widerspruchslogik, mit der man zur Wahrheit kommt durch Widerspruch und Synthese von Widersprechendem und Widersprochenem.
Dianoetisch: den Verstand betreffend
Diffentialrechnung: untersucht die Eigenschaften von Funktionen auf der Grundlage des Grenzwertbegriffs, Berechnet die Steigung von Funktionen
Diskurs: Gespräch
Emanation: (bei Plotin) Ausfluß aus dem Einen ohne Substanzverlust desselben.
Entelechie: Fähigkeit, sich nach der ursprünglich angelegten Form zielstrebig (gr. telos = Ziel, Zweck) zu entwickeln(
Ethik: Theorie der Moral
Eucharistie: Altarsakrament, Abendmahl (Verzehr von Fleisch und Blut Christi)
Eudämonismus: Ethos der Glückseligkeit
Existentialismus: betont den Vorrang oder die Vorgängigkeit der
Existenz (des Seins, der Selbstbegegnung des Menschen) vor der
Essenz (dem Wesen, der Selbstdefinition des Menschen)
Existenzquantor: es gibt mindestens ein x
Flagellanten: Mittelalterliche Bruderschaft sich Peitschender
Formalismus: hält die Mathematik für ein Spiel mit Symbolen
Frankfurter Schule: in den 20er Jahren aus dem Frankfurter Institut für Sozialforschung hervorgegangene Denkrichtung, vertreten durch Horkheimer, Adorno, H. Marcuse und Habermas
Genealogie: Herkunftskunde
Geozentrisch: mit der Erde im Mittelpunkt
Gnosis: das einer Elite vorbehaltene Wissen von göttlichen Geheimnissen
Hedonistisch: mit der Lust (hedoné) als Prinzip
Heliozentrisch: mit der Sonne als Mittelpubkt
Hellenismus: Epoche Alexanders und seiner Nachfolger
Hermeneutik: Auslegungskunst
Hierarchie: Aufbau in verschiedenen Rangstufen. (In Plotins Ideenhierarchie Seinsstufen oder Hypostasen)
Idealismus: sieht die Ideen oder das Denken für das allein Wirkliche an
Illumination: Erkenntnis durch Erleuchtung
In petto: in Bereithaltung (it. petto = Brust)
Interaktion: Wechselseitige Beeinflussung von Individuen
Intuitionismus: verzichtet auf die Allgemeingültigkeit des Satzes vom ausgeschlossenen Dritten und den unkritischen Umgang mit dem Unendlichen in der Mathematik
Ionisch: den altgriech. Stamm der Ionier betreffend
Kalif: türk. Sultan, Nachfolger Mohammeds (arab. halifa = Nachfolger)
Kalifat: Reich des Kalifen
Kanoniker: nach einem Kanon (= Regel) lebender Geistlicher, Chorherr
Kategorischer Imperativ: unbedingter Befehl der praktischen Vernunft zum Handeln nach verallgemeinerbaren, als Naturgesetz denkbaren und wollbaren Maximen
Kirchenvater: Kirchenschriftsteller mit dem päpstlich verliehenen Titel Pater Ecclesiae
Latifundium: (von Sklaven bewirtschaftetes) großes Landgut
Leviathan: im biblischen Buch Hiob erwähntes Seeungeheuer, bei Hobbes Allegorie des Staatswesens
Linkshegelianer: nehmen die Ausführungen Hegels über die bürgerliche Gesellschaft und deren Aufhebung als Beschreibung der bestehenden Verhältnisse und unmittelbare Anweisung für eine zu leistende politische Praxis.
Logos: Rede
Magie: Beschwörung von geheimnisvollen Kräften
Materialismus: nimmt materielle Vorgänge als Grundlage allen Seins und Bewußtseins an.
Metaphysik: Lehre von den letzten, über die Erfahrung hinaus liegenden Gründen
Mimikry: (schützende) Nachahmung
Monade: das Einfache, Unteilbare, auch Atom
Moral: die für die gesellschaftliche Praxis zugrunde liegenden, als verbindlich akzeptierten und eingehaltenen ethisch-sittlichen Normen oder Normensysteme des Handelns
Musaget: Musenführer
Muslim: = Moslem, Muselman, Angehöriger des Islam
Mykene: Stadt auf Kreta, neben Knossos (mit dem König Minos) Hauptplatz der frühen kretischen (mykenischen oder minoischen) Kultur
Mysterium: gr. mystérion, was verschwiegen wird. Gemeint ist der in Kultfeiern erlebte unaussprechliche Heilsgehalt.
Mystik: Erfahrung einer anderen als heilig qualifizierten Wirklichkeit, unendlich größer als das empirische Ich, durch Einheit oder Vereinigung mit ihr. (myein = die Augen schließen)
Mythos: letztgültiges Wort oder Erzählung, die die Existenz und Geschichte der Welt und der Menschen auf das Handeln göttlicher Wesen, deren Wirken im Himmel, auf der Erde und in der Unterwelt zurückführt.
Neuplatonismus: von Plotin begründete Weiterführung der Platonschen Ideenlehre
Nirwana: völlige Ruhe
Ontologie: Seinslehre
Ontologisch: das Seiendsein (Existieren) betreffend. Der ontologische Gottesbeweis nimmt nach Ansicht Kants das Sein (wirkliches Vorkommen im Unterschied zum bloßen Gedachtsein) als Merkmal eines Begriffs oder als reales Attribut (Prädikat), was es aber nicht ist.
Osmane: Türke im osmanischen Reich (nach dem Sultan Osman I.)
Pantheismus: Allgottlehre
Paradoxie: unauflösbar widersprüchliche Aussagen, z.B. die des Kreters Epimenides "ich lüge jetzt"
Parapsychologie: Psychologie der okkulten Phänomene
Pathologisch: krankhaft
Peripatetiker: Schüler des Aristoteles (nach der Promenade peripatos)
Phänomenologie: Erscheinungslehre, Beschreibung des unmittelbar Gegebenen.
Positivismus: gründet Wissen allein auf Tatsachen, sinnliche Wahrnehmung und Erfahrung.
Postmoderne: nach Lyotard die gegenwärtige Epoche des Zerbrechens der großen Rahmenerzählungen zur Wissensrechtfertigung und -zusammenfassung bzw. des Freiwerdens der partikularen und heterogenen Sprachspiele.
Potentialität: Möglichkeit, die zur Wirklichkeit werden kann
Prädestination: Vorherbestimmung
Pragmatisch: der Praxis des Lebens entsprechend und dem praktischen Nutzen dienend
Pragmatismus: Lehre, nach der sich das Wesen des Menschen im Handeln ausdrückt und nach der Denken und Handeln dem praktischen Leben dienen sollen.
Privation: Beraubung, Entziehung
Ratio: Vernunft
Realität: Dinglichkeit
Religion: von lat. religio = gewissenhaftes, genaues, wiederholtes Lesen und Befolgen
Rhetorik: Lehre von der Redekunst
Scholastik: mittelalterliche Philosophie im Dienste der Theologie
Semiotik: Zeichenlehre, betrifft nach Peirce die syntaktische Beziehung der Zeichen untereinander, die semantische zwischen Zeichen und Bezeichnetem und die pragmatisch-hermeneutische zwischen Zeichen und Interpret.
Sensualismus: Rückführung aller Erkenntnis auf Sinnesdaten
Skeptizismus: prinzipieller Zweifel an der Möglichkeit wahrer Erkenntnis und gerechtfertigter Werturteile
Sophisten: altgriechische berufsmäßige Weisheistlehrer, die praktische Philosophie und Rhetorik unterrichteten.
Sprachspiel: Wittgensteins Bezeichnung für die lebensweltliche Kontextabhängigkeit der Sprache im Unterschied zur Sprache als Zeichensystem. Beispiele: Fluchen, Beten, Danken, Befehlen.
Stoa: nach einer Wandelhalle benannte Philosophenschule, von Zenon aus Kiton um 300 v.Chr. begründet
Stoisch: frei von Leidenschaften und Affekten
Strukturalismus: humanwissenschaftliche Methoden, bewußtseinsunabhängige und ungeschichtliche Ordnungen in menschlichen Verhaltensweisen und Äußerungen zu untersuchen
Sublimierung: Steigerung ins Erhabene
Substanz: das Beharrende, Bestehenbleibende
Syllogismus: Vernunftschluß
Teleologie: Lehre von der allgemeinen, auf Zweck (telos) bezogenen Prozessualität in Natur und Geschichte
Theodizee: Rechtfertigung des lieben Gottes angesichts des Übels in der Welt.
Theosophie: Gottesweisheit, mystisch-spekulative Lehren, die philosophische Begriffe in religiöse Anschauungen umsetzen.
Thesis / Antithesis: Setzung / Entgegensetzung
Topik: Lehre von der Zusammenstellung von Gesichtspunkten (gr. topos = Ort)
Transzendent: über aller Erfahrung hinaus
Transzendental: die Bedingungen der Möglichkeit der Erfahrung betreffend
Transzendentales Subjekt (oder Ich): allgemeines, in allen Einzelsubjekten manifestiertes Ich.
Transzendentalphilosophie: Wissenschaft von den Bedingungen der Möglichkeit objektiver Erfahrung und Willensbestimmung
Universalienstreit: Kommt den allgemeinen Begriffen(Universalien) Realität zu oder nicht?
Upanischaden: altind. phil.-relig. Schriften, Geheimlehren
Utilitarismus: Nützlichkeitsphilosophie
Vorsokratiker: griechische Philosophen, die vor Sokrates Todesjahr 399 lehrten.
Wissenschaftstheorie: hat die Wissenschaften und ihre Methoden zum Gegenstand
Zeichentheorie: siehe Semiotik.
http://www.philolex.de/philolex.htm
Thales von Milet
Sokrates
Aristoteles http://www.raffiniert.ch/saristoteles.html
Epikur
Kant
Russell
Hume
Descartes
Nietzsche
und viele mehr
Meine Favoriten
Epikur
Aristoteles http://www.niester.de/g_antike/griechen/personen/aristoteles/
Locke,Hobbes,Hume
Rousseau
Kant
Wittgenstein
Russell
Philosophenverzeichnis
übernommen von http://www.uni-koeln.de/phil-fak/phil/index2.htm
(auf der Grundlage des Großen Werklexikons der Philosophie von Franco Volpi, Hg.)
Abélard, Pierre (1079-1142), franz. Scholastiker, Hauptwerk: Ethik oder Das Buch ?Erkenne dich selbst?.
Adorno, Theodor W. (1903-1969), Mitbegründer der ?Frankfurter
Schule?, schrieb während des Krieges im amerikanische Exil
zusammen mit Max Horkheimer Dialektik der Aufklärung. Das Buch
handelt vom Umschlagen der Aufklärung in den Mythos dessen, was
der Fall ist, d.h. in den Positivismus.
Albertus Magnus (1206/7-1280), deutscher Naturforscher und
Theologe der Scholastik in Köln und Paris, schrieb u.a. die Summe
über die Geschöpfe.
Althusser, Louis (1918-1990), franz. Marxist, schrieb Für Marx.
Anaxagoras (500-427), Vorsokratiker aus Ionien, versuchte den
Dualismus des Parmenides zwischen Sein und Werden bzw. Wahrheit
und Meinung zu überwinden.
Anaximander (610-546), ionischer Naturphilosoph, erklärte das
Grenzenlosen (apeiron) zum Anfang von allem. Gilt als Erfinder der
Sonnenuhr.
Anaximenes (2.Hälfte 6.Jh.), ionischer Naturphilosoph, hielt die Luft
für das Merkmal alles Lebendigen: Gott ist Luft.
Anders, Günther (1902-1992), schrieb Die Antiquiertheit des
Menschen. Bd.1: Über die Seele im Zeitalter der zweiten
industriellen Revolution. Bd.2: Über die Zerstörung des Lebens im
Zeitalter der dritten industriellen Revolution.
Anselm von Canterbury (1033-1109), Mönch aus Aosta, später
Erzbischof von Canterburry, berühmt wegen seines von Kant
entkräfteten ontologischen Gottesbeweises.
Antisthenes (450-370), Schüler des Sokrates und Vertreter einer
sokratischen Ethik.
Apel, Karl Otto (1922-), Sprachphilosoph, bekannt durch seine
Diskursethik: Moralische Normen werden im freien Diskurs aller
Teilnehmenden und Betroffenen bejaht, Konflikte lassen sich durch
Diskussion ausräumen.
Arendt, Hannah (1906-1975), dt.-amerik. Theoretikerin des
Politischen, schrieb Vita activa oder vom tätigen Leben.
Aristoteles (384-322), Universalgelehrter, bestimmte mit seinen
Klassifikationen und Begriffsprägungen die gesamte nachfolgende
Philosophie, dominierte insbesondere die Scholastik. Schrieb für
seinen Sohn Nikomachos die Nikomachische Ethik.
Augustinus, Aurelius (354-430), Kirchenlehrer, berühmt für seine
Zeitanalyse und sein Konzept einer linearen Heilsgeschichte.
Hauptwerk: Bekenntnisse (Confessiones)
Austin, John Langshaw (1911-1960) ist mit seiner Theorie der
Sprechakte (How to Do Things With Words) der Hauptvertreter der
analytischen Sprachphilosophie.
Averroes (1126-1198), islamischer Arzt, Jurist und Theologe aus
Córdoba. Kommentierte Aristoteles. Die Averroisten (u.a. Siger von
Brabant) hatten ihre theologischen Gegner in den Thomisten und
wurden von diesen besiegt.
Avicenna (980-1037), islamischer, mystisch-theosophischer
Gelehrter, bestimmte über Jahrhunderte die Geistesgeschichte Irans
und die europäische Medizin.
Bachelard, Gaston (1884-1962), Wissenschaftshistoiker, schrieb
eine Psychoanalyse des Feuers und das Hauptwerk, Die Bildung des
wissenschaftlichen Geistes.
Bacon, Francis (1561-1626), auch Staatsmann, sorgte mit seinem
Werk Instauratio magna (Große Erneuerung der Wissenschaften)
tatsächlich für eine neue Auffassung der Wissenschaft als Kunst der
Entdeckung aus der Erfahrung.
Bacon, Roger (1214-1292), britischer Franziskaner, Doctor mirabilis,
Naturphilosoph in Konflikt mit seinem Orden bzw. kirchlicher
Lehrmeinung.
Barthes, Roland (1915-1980), Strukturalist, Zeichentheoretiker,
macht den Textkonsumenten auch zum Textproduzenten im Sinne
des Titels seines Buches Das semiologische Abenteuer.
Bataille, Georges (1897-1962), französischer Bibliothekar, erotischer
Erzähler, schrieb über Hegel, Nietzsche, Mystik, Kunst, Ökonomie
und Erotik (z.B.: Die Tränen des Eros).
Bateson, Gregory (1904-1980), amerikanischer Anthropologe,
Kommunikations- bzw. Systemtheoretiker. Hauptwerk: Ökologie des
Geistes.
Bergson, Henri (1859-1941), dominierte mit seiner spiritualistischen
Lebensphilosophie (élan vital) und Neubegründung der Metaphysik zu
Anfang des 20. Jh. die französische Philosophie.
Berkeley, George (1685-1753), irischer Bischof,
Wahrnehmungspsychologe. Konzipierte mit seinem Grundsatz esse
est percipi (Sein ist Vorgestelltwerden) einen radikalen Idealismus,
der die Materie oder das Sein der Dinge außer uns leugnet.
Bloch, Ernst (1885-1877), linker Utopiker. Hauptwerk: Das Prinzip
Hoffnung.
Bodin, Jean (1529-1596), Rechtsgelehrter und Staatsmann, mit
seinen Sechs Büchern über den Staat neben Hobbes
Haupttheoretiker des Absolutismus.
Boethius, A. M.T. Severinus (480-524), römischer Staatsmann, mit
seinem Werk Der Trost der Philosophie war er der letzte Klassiker
und erste Scholastiker.
Böhme, Jakob (1575-1624), Schuster, erleuchteter Mystiker und
Theosoph. Schrieb Aurora oder Morgenröte im Aufgang.
Bruno, Giordano (1548-1600), Dominikaner, führte als ketzerischer
Naturphilosoph ein Emigrantenleben fast überall in Europa bis zu
seinem Tod auf dem Scheiterhaufen.
Camus, Albert (1913-1960), franz. Schriftsteller, durch sein Buch
Der Mythos von Sisyphos dem Existentialismus zuzurechnen.
Carnap, Rudolf (1891-1970), lehrte als logischer Positivist in seinem
Buch Scheinprobleme in der Philosophie die Überwindung der
Metaphysik durch logische Sprachanalyse.
Chomsky, Noam (1928-), Linguist. Mit der Annahme eines
genetischen Fundamentes der Sprache wiederbelebte er die Theorie
angeborener Universalien und entwickelte die generative
Grammatik.
Cioran, Émile M. (1911-1995), rumänisch-franz. Schriftsteller,
Aphoristiker auf den Spuren Pascals und Nietzsches. Vom Nachteil
geboren zu sein. Gevierteilt. Auf den Gipfeln der Verzweiflung, so
lauten die Titel einiger seiner Bücher.
Clemens von Alexandrien (150-215), zum seligen Presbyter
bekehrter Heide, bekannt wurde er besonders durch seine
Stromateis (Teppiche aus gnostischen Anmerkungen nach der
wahren Philosophie.
Comte, Auguste (1798-1857), Begründer der empirischen Soziologie
und nach seiner Erleuchtung Stifter einer Religion der Menschheit.
Wird als Heiliger verehrt.
Demokrit (460-371), neben Leukipp Begründer des Atomismus.
Erklärte das Gewissen als innere Willensmotivation zum Prinzip der
Ethik.
Descartes, René (1596-1650), begründete die Subjekt- oder
Vernunftphilosophie der Neuzeit mit dem Buch Meditationen über die
Erste Philosophie und beförderte die Wissenschaftstheorie mit seiner
Abhandlung über die Methode des richtigen Vernunftgebrauchs und
der wissenschaftlichen Wahrheitsforschung.
Dewey, John (1859-1952), amerikan. Pragmatist, Pädagoge und
Sozialreformer
Dingler, Hugo (1881-1954), Wissenschaftstheoretiker, begründet die
Wissenschaften (Mathematik, Physik) durch eindeutig bestimmbare
elementare Ideen. Hauptwerk: Die Ergreifung des Wirklichen
Dostojewskij, Fjodor M. (1821-81), Romancier. Seine
Aufzeichnungen aus dem Kellerloch enthalten die erste radikale
Vernunftkritik.
Driesch, Hans (1867-1941), Biologe und Parapsychologe, schrieb die
Philosophie des Organischen und Alltagsrätsel des Seelenlebens.
Duns Scotus (1265-1308), Franziskaner aus Schottland, zuletzt in
Köln, war von weitreichendem Einfluß. Seine Ethik des
vernunftbestimmten Willens hat bei Kant ihre Spuren hinterlassen.
Eckhart, Meister (1260-1328), Dominikaner, deutscher Mystiker mit
dem Prinzip der Seelenverschmelzung mit Gott, lehrte in Paris,
Straßburg und Köln. Der Irrlehre angeklagt und verhaftet wurde er
noch posthum verurteilt.
Empedokles (495-435), gemäß Aristoteles der Erfinder der Rhetorik,
starb angeblich durch einen Sprung in den Äthna.
Epiktet (55-135), Stoiker, lehrte in Rom und, nach der Vertreibung
durch Ddomitian, in der Provinz Epirus. Die Aufzeichnungen seiner
Lehren in den Diatribai (Gesprächen) und dem Encheiridion
(Handbüchlein, eigentlich: Dolch, den man zur Hand hat) waren
beliebt und viel gelesen bis in die Neuzeit.
Epikur (342-270), seine Schule in Athen war nach seinem berühmten
Garten (kepos) benannt. Er erklärte die Lust (hedoné) als Freisein
von Schmerzen zur Grundlage der Glückseligkeit (eudaimonia).
Feuerbach, Ludwig (1804-1872), Linkshegelianer,
Religionswissenschaftler, erkannte in der Religion das Bewußtsein
des Menschen von seinem eigenen unendlichen Wesen. Hauptwerk:
Das Wesen des Christentums.
Feyerabend, Paul Karl (1924-1994), österreichischer
Wissenschaftstheoretiker im Umfeld des logischen Empirismus.
Plädierte für Methodenpluralismus: "Anything goes" war sein
Leitmotiv.
Fichte, Johann Gottlieb (1762-1814), vereinigte die theoretische
und praktische Philosophie in seiner (in über 20 Fassungen
vorgetragenen) Wissenschaftslehre.
Ficino, Marsilio (1433-1499), übersetzte und kommentierte Platon im
Auftrag Cosimos de? Medici. Hauptwerk: Theologia Platonica.
Foucault, Michel (1926-1984), franz. Sozialhistoriker, schrieb über
Wahnsinn, Straffälligkeit und Sexualität, hielt den Menschen (das
Konzept ?Mensch?) für eine junge, bald verschwindende Erfindung.
Fourrier, Charles (1772-1837), utopischer Sozialist, will in seinem
Sozialsystem die Leidenschaften befreien, um das Glück aller
Menschen zu vergrößern.
Frege, Gottlob (1848-1925), Logiker, entwickelte eine
Begriffsschrift, eine der arithmetischen nachgebildete
Formelsprache des reinen Denkens. Seine Schrift Über Sinn und
Bedeutung gilt als Urtext der modernen Semantik.
Gadamer, Hans-Georg (1900-), Hermeneutiker mit dem Hauptwerk
Wahrheit und Methode, worin er der methodischen Richtigkeit der
Naturwissenschaften die geisteswissenschaftliche Wahrheit
entgegenstellte: Sinn- und Lebenswahrheit, die vor allem der Kunst
zukommt.
Gehlen, Arnold (1904-1976), Anthropologe und Soziologe. Seine
Hauptsache war die Theorie der eine Gesellschaft stabilisierenden
Institutionen. Hauptwerke: Der Mensch und Urmensch und
Spätkultur.
Girard, René (1923-), in seinem Hauptwerk Das Heilige und die
Gewalt zeigt er die Gewalt auf dem Boden jeder Gesellschaft auf. Er
hält den Ur- oder Gründungsmord (Lynchmord als Opferakt oder
Sakrifizium) für gesellschaftskonstitutiv. In seinemBuch Das Ende
der Gewalt verwirft er eine sakrifizielle Deutung des Neuen
Testamentes: Christus bedeute das Ende von Gewalt und
Sündenbockopferung.
Gorgias von Leontinoi (485-375), Sophist, Begründer der Rhetorik,
Agnostiker, schrieb über das Nichtseiende.
Grotius, Hugo (1583-1645), niederl. Wunderkind, genialer Humanist
und Rechtsgelehrter, erhielt im Zusammenhang mit
Religionsstreitigkeiten ?lebenslänglich?, floh nach Paris und schrieb
sein Hauptwerk Drei Bücher vom Recht des Krieges und des
Friedens.
Habermas, Jürgen (1929-) entwickelte als Vertreter der sog.
kritischen Theorie einen kommunikativen Vernunftbegriff. Er machte
in seinem Buch Erkenntnis und Interesse eine Selbsttherapie der
Gesellschaft durch dialogische Verständigung ihrer Mitglieder nach
dem Modell Freudscher Psychoanalyse geltend. Hauptwerk: Theorie
des kommunikativen Handelns.
Hegel, Georg W. Fr. (1770-1831) erfaßte in seinem System durch
dialektische Begriffsverkettung alle Realität und vollführte so einen
Beweis Gottes als des allerrealsten Wesens. Er lehrte: Was wirklich
ist, ist vernünftig - und umgekehrt. Gilt als Vollender des Deutschen
Idealismus.
Heidegger, Martin (1889-1976) beschreibt in seinem Hauptwerk Sein
und Zeit die menschliche Existenz als Geworfenheit oder
Herausstehen ins Nichts und die Angst als Grundbefindlichkeit des
Menschen. Im Spätwerk geht es um die Seinsvergessenheit des von
der Technik bestimmten menschlichen Lebens. Er empfiehlt Andacht
des Seins.
Hobbes, Thomas (1588-1679), hielt Gott für unerkennbar und den
Begriff der Seele für nutzlos.Sein Hauptwerk ist der Leviathan oder
Materie, Form und Macht eines kirchlichen und bürgerlichen
Gemeinwesens. Zur Vermeidung des Kampfes aller gegen alle
erzeugen die Gesellschaftsmitglieder durch einen
Gesellschaftsvertrag den sterblichen Gott Leviathan, den Staat.
Horkheimer, Max (1895-1873), Begründer der kritischen Theorie der
Gesellschaft, die die Menschen als Produzenten ihrer gesamten
historischen Lebensform zum Gegenstand hat.
Hume, David (1711-1776), schottischer Aufklärer und Skeptiker,
wendet in seinem Hauptwerk Ein Traktat über die menschliche
Vernunft die erfahrungsorientierte Methode der Begründung auf die
Gegenstände der Geisteswissenschaft an. Er macht für die
Moralphilosophie die Unableitbarkeit des Sollens aus dem Sein
geltend.
Husserl, Edmund (1859-1938), Begründer der Phänomenologie, will
Philosophie als strenge Wissenschaft durch Wesensschau. Sie soll
zeitlose Werte begründen und die Welt- und Lebensrätsel enthüllen.
Das Hauptwerk, Logische Untersuchungen, widerlegt den
Psychologismus, wonach die Geltung logischer Sätze auf
psychischen Denkgesetzen beruht.
Hypathia von Alexandria (370-415), griechische Mathematikerin,
Astronomin, Neuplatonikerin. Von Christen ermordet.
Irigaray, Luce (1939-) befaßt sich in Anschluß an Freud und Lacan
mit der Geschlechterdifferenz, weiblicher Identität und Sprache und
mit der Entwicklung einer Ethik der sexuellen Differenz.
Jakobson, Roman (1896-1982), Linguist aus Moskau,
strukturalistischer Poetikwissenschaftler in Prag und USA mit der
Leitfrage: Was macht eine verbale Botschaft zu einem Kunstwerk
Jaspers, Karl (1883-1969), zunächst Psychiater, wurde mit seiner
Psychologie der Weltanschauungen 1919 zum ersten deutschen
Existenzphilosophen. Philosophie ist Existenzerhellung im Ausgang
von den Erfahrungen der Grenzsituationen wie Tod, Schuld, Leiden,
Kampf, Zufall.
Johannes Scotus Eriugena (810-877), irischer Logiker und
Neuplatonist. Hauptwerk: Von der Einteilung der Natur
Jonas, Hans (1903-1993), macht in seinem Hauptwerk Das Prinzip
Verantwortung den Versuch einer Ethik für die technische
Zivilisation, indem er den Erhalt der Menschheit im Ganzen zum
höchsten Wert erklärt.
Kant, Immanuel (1724-1804) zeigt in seinem Hauptwerk, Kritik der
reinen Vernunft, die Möglichkeiten und Grenzen der reinen Vernunft
(der objektiven Vernunfterkenntnis bloß aus Begriffen) auf. Erfassbar
sind die rein vernünftigen Prinzipien der objektven Erfahrung (die
Grundsätze des reinen Verstandes von der notwendigen Quantität,
Empfindbarkeit und dem kausalen Zusammenhang aller objektiven
Phänomene in Raum und Zeit). Nicht erkennbar sind aber die
Gegenstände der Ideen von Gott, Freiheit und Unsterblichkeit.
Hierbei sind wir an die reine praktische Vernunft mit ihrer Erfahrung
des Übersinnlichen im Sittengesetz (kategorischer Imperativ)
verwiesen. Weil wir unbedingt sittlich handeln sollen, können wir uns
der Existenz Gottes und der Unsterblichkeit sicher sein.
Kierkegaard, Sören A. (1813-1855), evangel. Theologe, Begründer
der Existenzphilosophie mit ihrem Ausgang von Angst, Schuld und
Verzweiflung als Grundbefindlichkeiten des Menschen.
Kues, Nikolaus von (1401-1464), Mathematiker und Kardinal, lehrte
das Zusammenfallen aller Gegensätze in Gott (coincidentia
oppositorum) und bzgl. der Gotteserkenntnis die gelehrte
Unwissenheit (docta ignorantia). Die Welt versteht er als die
Ausfaltung der Unendlichkeit Gottes.
La Mettrie, Julien Offray de (1709-1751), franz. Arzt und Materialist.
Verwirft in seinem Hauptwerk Der Mensch als Maschine (L?Homme
machine) die Vorstellung einer Seelensubstanz (res cogitans des
Descartes) und plädiert für Lust und Vergnügen als Ziel
menschlichen Lebens.
Lacan, Jacques (19o1-1981), Pariser strukturalistischer
Psychoanalytiker mit der These: Das Unbewußte ist sprachlich
strukturiert.
Leibniz, Gottfried Wilh. (1646-1716), Universalgelehrter, Diplomat.
Suchte in Anschluß an Raimundus Lullus nach einer universell
anwendbaren Kombinatorik, einer mathesis universalis, erfand eine
Rechenmaschine, reduzierte in seinem philosophischen Hauptwerk,
Monadologie, Descartes? drei Substanzen (Gott, ausgedehnte und
denkende Substanz) auf eine einzige, die denkende, vorkommend als
Monade: unvergänglich, unsterblich, fensterlos wie unsere Seele.
Jede Monade ist Spiegel der ganzen Welt, die selbst aus Monaden
besteht, die von der göttlichen Monade in prästabilierter Harmonie
gehalten werden. Leibniz hielt die Welt für die beste aller möglichen.
Lem, Stanislaw (1921), Science-Fiction-Autor und kritischer
Rationalist, der mit seinen Gedankenexperimenten, z.B. dem des
Identitätstransfers von einer Person in ihre atom-identische Kopie,
traditionelle philosophische Fragen klärt und im Zusammenhang z.B.
mit Cyberspace neue aufwirft.
Lévi-Strauss, Claude (1908-), franz. Strukturalist. Hauptwerk ist die
Strukturale Anthropologie.
Levy-Bruhl, Lucien (1857-1939), unterschied in seinem Hauptwerk,
Die geistige Welt der Primitiven, das prälogische Denken der
Naturvölker vom logischen Denken im Abendland.
Locke, John (1632-1704), britischer Empirist, Begründer der
wissenschaftlichen Philosophie, war für Gleichheit, Freiheit und
Unverletzlichkeit der Person, für religiöse Toleranz, eine liberale
Wirtschaftsordnung und begründete das in seinen Büchern
Luhmann, Niklas (1927-1998), Soziologe, versteht Soziologie als
reflexiv gewordene Aufklärung, die die philosophischen Probleme wie
Rationalität und Erkenntnis mitbetreut. In seinem Hauptwerk Soziale
Systeme überträgt er Maturanas Systemtheorie der Organismen auf
Sinnsysteme, d.h. auf psychiche Systeme und auf
Kommunikationssysteme oder Institutionen.
Lukrez (97-55), vertrat die epikureische Philosophie in Rom und hat
uns in seinem großen Lehrgedicht Von der Natur der Dinge Epikurs
Lehre erhalten.
Lullus, Raimundus (1232-1316), "doctor illuminatus" aus Mallorca,
nach einem Bekehrungserlebnis widmete er sein Leben der
Missionierung der Muslime. In seiner Neuen Logik konzipierte er eine
Universalwissenschaft: Entfaltung aller wissenschaftlichen
Grundbegriffe in Form einer Kombinatorik.
Lyotard, Jean-Fran,cois (1934-1998) prägte mit seiner Schrift Das
postmoderne Wissen den Begriff der Postmoderne durch das
Zerbrechen der bisher das Wissen zusammen haltenden Meta- oder
Rahmenerzählungen (z.B. Hermeneutik des Sinns, Emanzipation der
Menschheit) und durch die Befreiung der partikularen und
heterogenen Sprachspiele.
Mach, Ernst (1838-1916), Physiker, Empiriokritizist. In seiner Analyse
der Empfindungen kritisierte er den Substanzbegriff: Gegenstände
sind nichts als stabile Zusammenhänge von Empfindungselementen.
Grundlegend für seine Lehre ist die sog. Mach-Erfahrung: das
Erlebnis der Welt samt Ich als eine zusammenhängende
Empfindungsmasse.
Machiavelli, Nicolo (1469-1527), Komödienschreiber und Theoretiker
des Politischen. In seinem Buch Der Fürst (Il Pricipe) diskutierte er
die moralischen Eigenschaften des Fürsten und verschiedene
Herrschaftstechniken unter dem Gesichtspunkt der Effizienz und
Praktikabilität.
Maimonides, Moses (1135-1204), jüdischer Aristoteliker und
Rationalist aus Córdoba. Schrieb (auf Arabisch) das Kultbuch der
jüdischen Aufklärung Führer der Unschlüssigen.
Marcel, Gabriel (1898-1973), christlicher Existentialist, Dramatiker.
Ausgehend von der Erfahrung einer "zerbrochenen Welt" fordert er
einen neuen Zugang zum Sein, das sich im Zusammensein ereignet
und dessen Bedingung Gott ist.
Mark Aurel (121-180), römischer Kaiser, Vertreter der Stoa, schrieb
im Feldlager die Selbstbetrachtungen.
Marx, Karl (1818-1883), Journalist, Kritiker der politischen Ökonomie:
Hauptwerk: Das Kapital, Bd.I. Verstand die kapitalistische Produktion
als Produktion von Mehrwert, was Bereicherung des Kapitalisten und
Verelendung des Arbeiters bedeutet.
Maturana, Humberto R. (1928-), chilenischer Biologe, konzipierte die
Vorstellung des geschlossenen (autopoietischen) Systems für die
Organismen als Kognitionssysteme. Prägte die konstruktivistische
Erkenntnistheorie und Systemtheorie.
Mead, George Herbert (1863-1931), amerik. Psychologe. In seinen
Vorlesungen, aufgezeichnet in dem Buch Geist, Identität und
Gesellschaft. Aus der Sicht des Behaviorismus, bestimmt er den
Grundzug spezifisch menschlicher Sozialität als Steuerung über
gemeinsam verbindliche Muster wechselseitiger
Verhaltenserwartungen.
Merleau-Ponty, Maurice (1908-1961), franz. Phänomenologe, in
seiner Phänomenologie der Wahrnehmung bestimmt er den Leib als
Subjekt der Wahrnehmung und Wahrnehmung selbst als Kommunion,
d.i. Aufnahme fremder Intention in uns.
Mill, John Stuart (1806-1873), engl. Empirist, Nationalökonem und
Sozialreformer. Sein Hauptwerk, Der Utilitarismus, gilt der
utilitaristischen Ethik, die die Prinzipien der Verteilungsgerechtigkeit
aus dem größten Glück der größten Zahl der Gesellschaftsmitglieder
ableitet.
Morus, Thomas (1478-1535), Humanist, Staatsmann mit
mönchischer Lebensweise. Heinr. VIII ließ ihn als Hochverräter
exekutieren. Schrieb den Staatsroman Utopia (= Nirgendsort), in
dem er Platons Idealstaat in zeitgemäßer Gestalt fortführte (Sklaven
sind darin noch nicht abgeschafft!).
Nietzsche, Friedrich (1844-1900), klass. Philologe, posthum der
einflußreichste Philosoph des mit seinem Todesjahr beginnenden
Jahrhunderts, berüchtigt durch seine Unterscheidung der von ihm
propagierten (asozialen und ?bösen?) Herrenmoral von der (sozialen,
mitleidsbestimmten oder christlichen und ?guten?) Sklavenmoral.
Ockham, Wilhelm von (1285-1349), Franziskaner, zuletzt in
München, bereitete mit seinem sog. Rasiermesser (das nur wirklich
nötige Erklärungsgründe für eine Sache zuläßt) eine neue,
nicht-aristotelische (nicht teleologische) Naturbetrachtung vor.
Parmenides (um 540-480) aus Elea. In seinem berühmten
Lehrgedicht lässt er eine Göttin dem wissenden Mann verkünden,
woran er sich halten soll: Nur Sein ist, Nichtsein und Werden bzw.
Vergehen sind nicht, - denn "dasselbe ist Denken und Sein"!
Pascal, Blaise (1623-1662), Mathematiker und Physiker, erfand eine
Rechenmaschine und konzipierte ein öffentliches Verkehrssystem für
Paris. Nach seinem religiösen Erweckungserlebnis machte er sich
Gedanken über die Religion (Pensées) und zweifelte an der Vernunft:
"Wie gern sehe ich diese stolze Vernunft gedemütigt und flehend."
Peirce, Charles Sanders (1839-1914), amerk. Begründer des
Pragmatismus. In seiner Schrift Wie unsere Ideen zu erklären sind
formuliert er sein Prinzip: Unser Begriff von den gedanklich
konzipierten Wirkungen des Gegenstandes eines Begriffs ist unser
Begriff des Gegenstandes.
Petrus Damiani (1007-1072), Asket und Kirchenlehrer, glaubte, dass
Gott Geschehenes ungeschehen machen könne.
Pico della Mirandola, Giovanni (1463-1494), ital. Humanist und
Neuplatonist. In seinem Hauptwerk Über die Würde des Menschen
preist er den Menschen als ein Wunderwesen (Chamäleon) zwischen
Tier und Gott, das durch das tätige Leben zu Gott gelangen kann,
besser aber noch durch das beschauliche, d.h. die Vision der
göttlichen Dinge.
Platon (428-334), alle Philosophie nach ihm scheint aus Fußnoten zu
der seinigen zu bestehen (sagt Whitehead). Schrieb Dialoge,
tatsächliche und fiktive Gespräche mit Sokrates, seinem Lehrer.
Lehrte die Scheinhaftigkeit und Abkünftigkeit der Sinnenwelt von
archetypischen Urbildern oder Ideen.
Plethon, Georgios Gemistos (1360-1452) aus Konstantinopel. Mit
seinen Vorträgen in Ferrara und Florenz Erneuerer der platonischen
Philosophie.
Plotin (204-270), Begründer des Neuplatonismus, lehrte eine
Seinshierarchie vom höchsten guten reine Sein bis hinunter zur
finsteren bösen Materie und einen entsprechenden Auftrag der
menschlichen Seele, sich von der Materie ab und dem reinen Geist
zuzuwenden, zu ihm aufzusteigen und d.h. zu ihm zurückzukehren.
Popper, Karl Raimund (1902-1994), Wissenschaftstheoretiker. In
seiner Logik der Forschung. Zur Erkenntnistheorie der modernen
Naturwissenschaft behauptet er die Falsifizierbarkeit
(Widerlegbarkeit an der Erfahrungen durch Beobachtungssätze) als
logisches Kriterium für erfahrungswissenschaftliche Theorien
(Hypothesen mit dem Charakter von All-Aussagen).
Protagoras(485-410), sophistischer Wanderlehrer, den Platon mit
seinem homo-mensura-Satz (der Mensch ist das Maß aller Dinge
hinsichtlich dessen, dass sie sind oder nicht sind) überlieferte.
Pythagoras (6.Jh.v.Chr.), Religionsstifter und Mathematiker,
Zahlenmystiker: Alle Dinge haben eine Zahl oder sind Harmonien
ganzer Zahlen. Die Pythagoreer sperrten sich gegen die
Anerkennung unmeßbarer, irrationaler Zahlen (wie Quadratwurzel
aus zwei). Deren Entdecker Hippasos wurde von ihnen (der Legende
nach) zum Tode verurteilt.
Quine, Willard Van Orman (1908-) stellt in seinem Hauptwerk Wort
und Gegenstand die Sprache als eine soziale Kunstfertigkeit dar. Die
Beobachtung des Sprachverhaltens, das er als Reaktion auf
Reizungen unseres Wahrnehmungsapparates versteht, kann seiner
Meinung nach nie zu einer eindeutigen Bestimmung der
Begriffsbedeutungen führen.
Rawls, John (1921-), bekannt durch seine Theorie der
Gerechtigkeit, d.h. der Gleichverteilung gesellschaftlicher Grundgüter
(Freiheiten, Rechte, Macht, Chancen, Einkommen). Die Prizipien der
Verteilung sollen unter dem ?Schleier der Unwissenheit?, in
Abstraktion von den Interessen und Fähigkeiten der Einzelnen, von
diesen selbst gewählt werden. Dann entspricht die gerechte
Verteilung dem allgemeinen Selbstinteresse.
Richard von St. Victor (1110-1173), schottischer
Augustiner-Chorherr in Paris, lehrte den mystischen Aufstieg der
Seele durch Liebe.
Rosset, Clément (1939-) sieht in seiner Schrift Das Prinzip
Grausamkeit die Philosophie weitgehend mit dem Exorzismus des
Realen beschäftigt, d.h. mit dem Nachweis, dass das Reale nicht
real ist und dass eine Wahrheit, weil sie grausam ist, eben falsch ist.
Rousseau, Jean-Jacques (1712-1778), französ. Aufklärer und
Anti-Aufklärer. Plädoyer für die Kindheit im Emil oder über die
Erziehung, ideenmäßige Vorbereitung der franz. Revolution im
Gesellschaftsvertrag (contrat social) und im Diskurs über den
Ursprung und die Grundlagen der Ungleichheit unter den Menschen.
Russell, Bertrand (1872-1970), britischer Empirist, Mathematiker und
Pazifist. Schrieb zusammen mit Whitehead in Erweiterung der
Fregeschen Logik die Principia Mathematica und entdeckte die
logischen Paradoxien der Mengenlehre.
Sartre, Jean-Paul (1905-1980), Schriftsteller, Existentialist, Marxist,
Atheist. Zeigt in seinem Hauptwerk Das Sein und das Nichts den
Menschen als eine vergebliche Leidenschaft, das Sein zu
konstituieren, das als sein eigener Grund der Zufälligkeit entgeht und
das die Religionen Gott nennen.
Saussure, Ferdinand de (1857-1913), Begründer der strukturalen
Sprachwissenschaft mit dem Hauptwerk Grundfragen der
allgemeinen Sprachwissenschaft,
Scheler, Max (1874-1928), Sozialwissenschaftler und
Phänomenologe, begründete mit seiner Schrift Die Stellung des
Menschen im Kosmos die moderne philosophische Anthropologie.
Schelling, Friedr. Wilh. Joseph (1775-1854), Vertreter des
Deutschen Idealismus, theol. Mitstudent von Hegel und Hölderlin,
schloß sich der Philosophie Fichtes an, erweiterte sie
naturphilosophisch und gelangte schließlich zu einer Philosophie der
Offenbarung.
Schestow, Leo (1866-1938), russisch-franz. Religionsphilosoph,
radikaler Vernunftkritiker. In seinem Hauptwerk Athen und Jerusalem
setzte er der Rationalität (als Sichfügen in die Notwendigkeit) den
Glauben ("nichts ist unmöglich!") entgegen.
Schmitz, Hermann (1928-), Begründer der Neuen Phänomenologie,
arbeite ein in 10 Büchern vorliegendes System der Philosophie aus,
dessen Basis die Erfahrung der Leiblichkeit und des Augenblicks
unmittelbarer Betroffenheit ist.
Schopenhauer, Arthur (1788-1860) verbindet Kant mit Platon und
der indischen Philosophie der Upanischaden. In seinem Hauptwerk
Die Welt als Wille und Vorstellung erklärt er die Welt einerseits zum
Bewußtseins- oder Gehirnphänomen, anderseits zur Objektivation
des Willens, d.h. dessen, was wir an sich sind: Begehren, Lebens-
oder Zeugungstrieb. Er begründet eine Ethik des Mitleids und eine
Ästhetik der kontemplativen Ideenschau und der Stillegung des
Lebenswillens.
Sextus Empiricus (um 200 n.Chr.), Arzt, schrieb Grundriß der
pyrrhonischen Skepsis
Sloterdijk, Peter (1947-) arbeitet nach seiner Kritik der zynischen
Vernunft an der "wahren Geschichte der Globalisierung" in seiner
Trilogie Sphären I-III. Die beiden vorliegenden Bände mit ihren
morphologischen Leitbildern der Blase und des Globus handeln von
der Einbezogenheit des anderen in den Einzelnen und von der
politischen Welt.
Smith, Adam (17231790), Moralphilosoph und Nationalökonom.
Hauptwerke Theorie der ethischen Gefühle und Eine Untersuchung
über Natur und Ursachen des Wohlstands der Nationen
Spinoza, Baruch de (1632-1677), jüdischer Linsenschleifer und
Rationalist, beendete für die Philosophie das seit Philon von
Alexandrien gültige Paradigma der Unterordnung der Vernunft unter
den Glauben oder der Harmonisierung von Vernunft und Glauben. Er
wurde des Materialismus und der Gottlosigkeit bezichtigt, seine
Rezeption über 100 Jahre tabuisiert. Denn Spinoza lehrte einen
Pantheismus: Gott ist alles, ist die Natur (natura naturans); alle
Dinge sind in Gott; Ausdehnung und Denken (die zwei Substanzen
Descartes?) sind seine Attribute; alles geschieht nach
(Natur-)Notwendigkeit.
Stirner, Max (1806-1856), setzte in seinem nihilistischen Hauptwerk
Der Einzige und sein Eigentum an die Stelle des Allgemeinen, des
Gottes, des Menschen und überhaupt des Wesentlichen das
Vergängliche, das Unwesentliche, das Nichts oder eben sich selbst.
Nicht weil das Ich, wie bei Fichte, alles ist, sondern weil es alles
zerstört, sich selbst auflöst und nicht seiend ist. Der Inhalt des
"einzigen" ist kein Gedankeninhalt, ist "Einer, der nicht zum zweiten
Male da sein, folglich nicht ausgedrückt werden kann". "Der Einzige
ist die aufrichtige, unleugbare, offenbare - Phrase; er ist der
Schlußstein unserer Phrasenwelt, dieser Welt, in deren ?Anfang das
Wort war.?"
Tertullian (155-220), frühchristlicher Theologe aus Karthago, hält
ein philosophisches Christentum für unmöglich, setzt den Glauben
über die Vernunft.
Thales von Milet (ca. 625-ca. 547) gilt als erster Philosoph. Er
fragte nach dem allem zugrunde liegenden Prinzip und nannte es
Wasser.
Thomas von Aquin (1225-1274), Scholastiker, verband Aristoteles
mit der christlichen Offenbarung und wurde zu dem Philosophen der
katholischen Kirche.
Vanini, Giulio C. (1585-1619), auf dem Scheiterhaufen verbrannter
naturalistischer Aristoteliker
Vico, Giambattista (1668-1744), Geschichts- und Rechtsphilosoph,
konzipierte eine ewige Idealgeschichte, wobei er psychische und
historische Entwicklung parallelisierte: So wie der Mensch von der
reinen Empfindung über die Einbildungskraft zur Vernunft
emporsteigt, so haben auch die Völker drei Zeitalter: das der Götter,
der Helden und der Rechtsordnung.
Voltaire (1694-1778), franz. Aufklärer und Schriftsteller, kämpfte für
weltanschauliche Toleranz.
Weber, Max (1864-1920), Nationalökonom, bekannt vor allem durch
sein Forderung der Wertfreiheit, d.h. Sachlichkeit jenseits von
Konventionen und sozialen Selbstverständlichkeiten, für die
empirischen Wissenschaften und durch seine Schrift Die
protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus, in der er eine
Affinität des Protestantismus zun Kapitalismus (im Sinne eine
innerweltlichen Bewährung des je eigenen Gnadenstandes durch
Gelderwerb) konstatiert.
Whitehead, Alfred North (1862-1947), Mathematiker und
Metaphysiker, entwickelt in seinem Hauptwerk Prozess und Realität
eine anti-mechanistische, an biologischen Paradigmen ausgerichtete
(schwer verständliche) Kosmologie.
William James (1842-1910) machte mit der Publikation seiner
Vorlesungen Der Pragmatismus den von Peirce und Dewey
begründeten amerikanischen Pragmatismus, in dessen Mittelpunkt
die Interessenlagen und Handlungsmotive der Menschen stehen, in
Europa bekannt und wirksam.
Wittgenstein, Ludwig (1889-1951) widmete sich zunächst einer
Idealsprache zur Abbildung der Tatsachenwelt (?Wittgenstein I?)
und dann, mit seiner Idee der Sprachspiele, der Umgangssprache
(?Wittgenstein II?). Zwischendurch hielt er einen Vortrag über
Ethik, in dem er erklärte: Ein Buch über Ethik würde (wie Stirners
unmögliches Ich-Buch) mit einem Knall alle anderen (sich auf
Tatsachen beziehenden) Bücher vernichten. Eigentlich interessierte
ihn nur das.
Xenophanes (ca. 565-ca. 470), ersetzte die mythologischen Götter
durch einen weniger menschenähnlichen einzigen Gott.
Zenon non Kition (335-263), Begründer der stoischen Philosophie mit
dem Ideal der Seelenruhe (ataraxia).
Zenon von Elea (490-430), verteidigte durch seine Paradoxien (z.B.
vom fliegenden Pfeil, der zu jedem Zeitpunkt ist, d.h. ruht) die
Unmöglichkeit oder Scheinhaftigkeit der Bewegung im Sinne des
Parmenides.
In der Philosophie wird sehr viel leeres Stroh gedroschen. Man erfindet eigene Begriffe, Ideen und Systeme und meint dann, wie besonders schlau man ist.
Wenn die Philosophie dazu führt über Grundlegendes kritisch nachzudenken , dann kann sie sehr anregend sein.
Ich liebe Definitionen :
Was ist eigentlich :
Geist
Allgemeines zum Thema Definieren
Platon würde sich ärgern
Langsam verschwammen seine Gedanken zu einem klaren philosophischen System. Michael Richter
Könige danken ab, Philosophen denken ab. Michael Richter
Der ganzen modernen Weltanschauung liegt die Täuschung zugrunde, daß die sogenannten Naturgesetze die Erklärungen der Naturerscheinungen seien. L. J. Wittgenstein
Alle sind Irre; aber wer seinen Wahn zu analysieren versteht, wird Philosoph genannt. Ambrose Bierce 1842-1914
Die Philosophie zerschmettert den Geist, die Theologie lähmt ihn. Michael Richter
Die Philosophie ist eine Art Rache an der Wirklichkeit. Friedrich Nietzsche 1844-1900
Das Staunen ist die typische Reaktion der Philosophen. Dies und nichts anderes ist der Anfang der Philosophie. Sokrates 496-399
Der Philosophie spotten, das heißt wahrhaft philosophieren. Blaise Pascal 1623-1662
Die Grenzen der menschlichen Vernunft begreifen - das ist wahrhafte Philosophie. Friedrich Nietzsche 1844-1900
Philosophie macht verrückt!!! Henry Winter
Was bin ich? Was soll ich tun? Was kann ich glauben und hoffen? Hierauf reduziert sich alles in der Philosophie. Georg Christoph Lichtenberg 1742-1799
Die Philosophen haben die Welt nur verschieden interpretiert; es kommt darauf an, sie zu verändern. Karl Marx 1818-1883
Die Sehkraft nun ist nach meiner Ansicht die Urheberin des größten Nutzens für uns geworden, weil von unsern gegenwärtigen Erörterungen über das All wohl keine einzige wäre gegeben worden, wenn wir weder Sterne noch Sonne noch Weltgebäude sähen. Nun aber nehmen wir durch ihre Vermittlung Tag und Nacht und auch die Monate und die Jahresumläufe wahr und haben so durch dies alles die Zahl sowie den Begriff der Zeit empfangen und sind zur Untersuchung über die Natur des Alls angeregt worden, und dadurch erst sind wir zur Philosophie vorgedrungen, welche das größte Gut ist, was dem sterblichen Geschlecht als eine Gabe der Götter zuteil ward und jemals zuteil werden wird.
[Platon: Timaios, S. 66. Digitale Bibliothek Band 2: Philosophie, S. 2617 (vgl. Platon-SW Bd. 3, S. 129)]