Allergie Zurück zur Übersicht
engl Bezeichnung + Abkürzungen
Allergie
Allergie = Gut gemeint mit schlimmen Folgen
Ein Allergen ist ein Stoff, der eine allergische Immunantwort, im engeren Sinne eine allergische Reaktion an Haut und Schleimhaut auslösen kann. Allergene sind meist Polypeptide oder Proteine = Eiweiße .
Als Allergie wird eine überschießende und unerwünschte heftige Abwehrreaktion des Immunsystems auf bestimmte und normalerweise harmlose Umweltstoffe (Allergene) bezeichnet, auf die der Körper mit der Bildung von Antikörpern reagiert [Antigen(Allergen)-Antikörper-Reaktion].
Folge davon sind Krankheitserscheinungen der Atemwege (z. B. Dauerschnupfen, Asthma bronchiale), der Haut (z. B. Urtikaria, Kontaktekzem, Neurodermitis), des Auges (z. B. Bindehautentzündung) und des Verdauungstraktes (z. B. Übelkeit, Krämpfe, Durchfall). Allergene und damit Auslöser des allergischen Geschehens sind z. B. Blütenpollen, Schimmelpilzsporen, Tierhautschuppen oder -haare, Kot der Hausstaubmilbe, Nahrungsmittel, Insektengift, Metalle usw. Der Kontakt mit dem Allergen erfolgt entweder über die Atemluft (z. B. Pollen), Berührung mit der Haut (z. B. Metalle wie Nickel), oder über die Nahrungsaufnahme (z. B. Kuhmilch).
Allerdings hat nicht jedes Allergen sein Zielorgan und löst nur dort Entzündungsprozesse aus. Vielmehr können beispielsweise über die Atemluft aufgenommene Allergene bei einer Person zu tränenden und juckenden Augen führen, bei einer zweiten Niesreiz und starken Schnupfen auslösen, während eine dritte Person mit Asthmaanfällen reagiert. Viele Nahrungsmittel können sowohl Hautreaktionen als auch Beschwerden im Magen-Darm-Bereich auslösen. Bevor es zu einer allergischen Reaktion kommt, findet beim ersten (bzw. ausschlaggebenden) Kontakt mit dem Allergen die sogenannte Sensibilisierung statt. Das Immunsystem reagiert auf das Eindringen des Allergens mit der Produktion von spezifischen Abwehrstoffen, den Antikörpern bzw. Immunglobulinen. Diese koppeln sich an die sogenannten Mastzellen. Das sind weiße Blutkörperchen, die einen Vorrat an bestimmten Botenstoffen (Mediatoren) enthalten bzw. diese Stoffe produzieren können. Beim nächsten und allen weiteren Allergenkontakten produziert der Körper noch mehr Antikörper, was zudem auch deutlich rascher erfolgt, da das Immunsystem durch den Erstkontakt bereits die notwendigen Informationen dazu hat. Die Antigene bzw. Allergene docken an den auf den Mastzellmembranen befindlichen Antikörpern an. Durch die sogenannte Antigen-Antikörper-Reaktion kommt es zur Ausschüttung der Mediatoren aus den Mastzellen. Die Membran wird durchlässiger, und eine (Über-)Produktion der Stoffe wird angeregt. Zu den Mediatorsubstanzen gehört vor allem Histamin, das sich an bestimmte Rezeptoren bindet und in der Folge im umliegenden Gewebe allergische Reaktionen hervorruft.
Überempfindlichkeitsreaktionen - Definitionen
Symptome der Überempfindlichkeitsreaktionen beruhen auf unnötigen und überschießenden Reaktionen gegen harmlose Substanzen :
Allergie - unter Beteiligung des Immunsystems
Pseudoallergie - ohne Beteiligung des Immunsystems, unter dem Einfluß von Histamin und anderen Mediatoren , die auch bei Immunreaktionen auftreten zb Histaminose nach Rotwein oder Käsegenuß.
Intoleranz - unzureichende Verarbeitung zugeführter oder freigesetzter Substanzen zb Lactoseintoleranz
Übersicht häufigste allergische Krankheiten
Heuschnupfen
allergische Urtikaria = Nesselsucht
allergisches Asthma bronchiale
allergisches Kontaktekzem
anaphylaktischer Schock
Nahrungsmittelallergien
Neurodermitis
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Allergieform |
Betroffenes Organsystem |
Beispiele für Allergene |
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Inhalationsallergie |
Atemwege |
Blütenstaub (Pollen),Pilzsporen, Tierhaare |
|
Kontaktallergie (allergisches Ekzem) |
Haut |
Kosmetika, Modeschmuck (insbesondere aus Nickel), Pflanzen (z. B. Arnika, Chrysanthemen, Rainfarn und verschiedene Primeln) |
|
Nahrungsmittelallergie |
Magen-Darm-Trakt, Haut (weil die Allergene über den Blutweg dorthin gelangen) |
Nüsse, Erdbeeren, Hühnerei-Eiweiß, Lebensmittelfarbe |
|
Arzneimittelallergie |
abhängig von der Arzneimittelaufnahme |
Antibiotika, Jodhaltige-Kontrastmittel |
|
Insektengiftallergie |
Haut, Atemwege |
Bienen, Wespen |
|
Sonnenallergie |
Haut |
UV-Strahlen + Photoallergen |
Einteilung nach betroffenen Organen
Atemwege
Augen
Haut
Magen-Darmtrakt
selten: Herz, Pleura, Nieren, Gelenke
Einteilung nach Auslösefaktoren
Pollen
Tierhaar
Nahrungsmittel
Medikamente
Nickel
organischgebundenes Jod
Mehlstaub
Hausstaub, Milbenkot
Insektengift
Schimmelpilz
Sonnenallergie
nach dem Mechanismus ( siehe auch Allergietypologie )
Antikörpervermittelt IgE
Antikörpervermittelt IgM, IgG
Zellvermittelt
Allergietypologie (Typologie)
Wissenschaftliche Einteilung der allergischen bzw. immunologischen Reaktionen (nach den Wissenschaftlern Coombs und Gell) in die folgenden vier Gruppen:
Typ I: Allergie vom Soforttyp (IgE-vermittelt).Dazugehören über 90 % der allergischen Erkrankungen: Allergischer Schnupfen (Rhinitis), Bindehautentzündungen (Konjunktivitis), Allergisches Asthma, Urtikaria, Nahrungsmittelallergie, anaphylaktischer Schock etc.
Typ II: Zytotoxische Reaktion (überwiegend IgG- und IgM-vemittelt).Zellschädigende Allergieform, z.B. allergische Reaktionen auf Medikamente, die meist mit einigen Minuten Verzögerung auftritt.
Typ III: Immunkomplexbildung (überwiegend IgG-vermittelt).Aufgrund der Ablagerung von Immunkomplexen (Allergene + Antikörper + Körperzellen) in organischem Gewebe hervorgerufene Entzündungen, z.B. entzündete Lungenbläschen bei der sog. Farmerlunge.
Typ IV: Zelluläre Immunreaktion oder verzögerte Reaktion.Hierbei reagieren nicht Antikörper (Immunglobuline) mit dem Antigen, vielmehr kommt es direkt zu einer Abwehr seitens der (T-)Lymphozyten. Eine typische Erkrankung ist das allergische Kontaktekzem. lange Sensibilisierungsphase
Einteilung nach Gewebsverträglichkeit
Fremallergie ( artfremd, xenogen )
Individualfremd , allogen
Eigenallergie , Autoaggression
Häufige Allergene sind:
Pflanzenpollen
Tierhaare ( vor allem Katzenhaaare )
Schimmelpilzsporen
Hausstaubmilbe
Medikamente ( Antibiotika , Jodhaltige Kontrastmittel )
Lebensmitteln wie Ei, Milch, Nüssen oder Fisch.
Latex
Nickel
Chrom
Häufige luftübertragene nichtallergische Reizstoffe sind: (Pseudoallergene)
Tabakrauch
Kerzen , Räucherkerzen und Parfüm
Umweltschadstoffe wie Kohlenmonoxid und Ozon
Gase aus Klebstoffen und Sprays
Gase aus Putzmitteln
Insektenspray
Was macht keine Allergien ?
sauberes Wasser
kleinkettige Zucker
Aminosäurelösungen
Fette
Luft im Gebirge über ca 2000 m Meereshöhe
Kochsalz
Mineralsalze
saubergereinigte Vitamine
Hausstaubmilbe
ist ein mikroskopisch kleines Spinnentier. Es ernährt sich von organischen Substanzen, z.B. Hautschuppen und Haaren der Menschen und Haustiere. Seine Ausscheidungen sind Teil des Hausstaubes und können eine Hausstaubmilbenallergie hervorrufen. Besonders der Milbenkot wirkt allergen und ist häufig Ursache des allergischen Asthma, eventuell auch Auslöser eines atopischen Ekzems. Hausstaubmilben halten sich in Teppichen, Polstermöbeln und Matratzen auf. Das jeweilige Mikroklima beeinflußt das Wachstum der Milben, die sich am schnellsten bei einer Umgebungstemperatur von etwa 25 °C und einer relativen Luftfeuchte von 80 % vermehren.
Alter
Ein typisches Erkrankungsalter für Allergien ist das Kindes- und frühe Erwachsenenalter, die Untersuchungen der letzten Jahre zeigen jedoch, daß es im Endeffekt kein ausschließlich typisches Erkrankungsalter gibt und jede Altersgruppe mit dem erneuten Auftreten von Allergien konfrontiert sein kann.
Geschlecht
Familiäre Belastung
Allergierisiko von Kindern in der BRD
ca 15 % ohne allergische Eltern
ca 30 % mit 1 allergischen Elternteil
ca 50 % mit 2 allergischen Eltern
Geografische Verteilung:
Wellington, die Hauptstadt Neuseelands, hat schon länger den Ruf, die "Asthmahauptstadt der Welt" zu sein. Und nach den Daten, die das vor acht Jahren begonnene ISAAC-Projekt (International Study on Asthma and Allergy in Children) nun liefert, gehört die Stadt zumindest zu den heißesten Favoriten auf den zweifelhaften Titel. Neuseeland, England und Australien führen die weltweite Asthmastatistik an: 25 bis 40 Prozent der in diesen Ländern im Rahmen des ISAAC-Projektes befragten Kinder hatten im letzten Jahr typische Atemsymptome erlebt. Verglichen mit den sehr hohen Raten aus England oder auch Neuseeland, lag in Deutschland (Münster) die Rate der Beschwerden mit 14 Prozent nur etwa halb so hoch. Und unter 13- bis 14jährigen Indonesiern scheint Asthma mit kaum zwei Prozent eine Seltenheit zu sein, aber auch in mehreren osteuropäischen Ländern, Griechenland, China und Indien klagten weniger als fünf Prozent der Kinder über Symptome.
Es gibt ein deutliches West-Ost- und ein Nord-Süd-Gefälle in der Asthma- und Allergie-Prävalenz.
Insgesamt findet sich eine recht gute geographische Übereinstimmung zwischen den verschiedenen Allergieformen: Wo Asthma häufig war, berichteten die Kinder auch häufiger über typische Anzeichen von Heuschnupfen und atopischem Ekzem.
Pathophysiologische Häufigkeitsverteilung:
80 - 90 % aller Allergien sind vom Sofortyp 1 , IgE vermittelt.
Häufigkeit der positiven Reaktion bei Allergietests
|
Blütenstaub |
ca 50 % |
|
Hausstaub + Milbe |
ca 27 % |
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Tierhaare |
ca 8 % |
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Schimmel |
ca 7 % |
|
Sonstige |
ca 6 % |
|
Nahrungsmittel |
ca 3 % |
Allergien treten nur auf , wenn bzw wo das Antigen präsent ist , unter den der Immunreaktion typischen Erscheinungen und jeweils nur an Grenzflächen.
Das pathologische Korrelat der Allergie ist die Entzündung.
Notfall: Insektenstiche und Medikamente können zu den schwersten allergischen Reaktionen führen , weil deren Allergene im Blut auftauchen und somit rasch über den ganzen Körper verteilt werden .
1. Sensibilisierungsphase
Veranlagung zur überschießenden Immunreaktion ( Atopie )
Erstkontakt mit dem Allergen
T-Helferzellen werden aktiviert
T-Helferzellen bringen B-Lymphozyten dazu sich in Plasmazellen umzuwandeln und IgE zu produzieren.
IgE wird produziert und setzt sich auf Mastzellen und Basophilen Granulozyten fest .
Das Immunsystem merkt sich die typische Allergenstruktur
2.Phase der allergischen Reaktion
Zweiter Kontakt mit dem Allergen
Allergen wird IgE wiedererkannt
IgE-Moleküle werden durch Allergen gekoppelt und aktiviert. Sie setzen aus den Mastzellen Histamin und andere Mediatoren frei.
Histaminreaktion im betroffenen Gewebe , Gefäßerweiterung , Entzündung
Mediatoren der allergischen Reaktion
Histamin
Leukotrien
Interleukin-4
SRSA
Übliche Symptome von Allergien sind
Nasenlaufen,
Augenjucken,
Behinderung der Nasenatmung,
Druck auf dem Kopf,
Juckreiz und Niesattacken,
Beklemmung und trockener Husten von Seiten der Lunge
Atemnot
Ekzem an der Haut
Bauchkrämpfe, Durchfall
anaphylaktischer Schock
Die Allergiediagnostik erfolgt meist in vier Stufen, die aufeinander aufbauen und sich gegenseitig ergänzen:
1. Sorgfältige Erhebung der Krankengeschichte (Anamnese),
2. Haut-Testung
3. Laboruntersuchungen
4. der Provokationstest.
Anamnesefragen
Anamnese: Die Anamnese ist wertvoller als Testverfahren zur Erkennung einer allergischen Disposition beim Patienten. Es ist nicht angebracht, Patienten einer extensiven Hauttestung zu unterziehen, wenn klinisch keine ausreichenden Hinweise für eine Atopie zu erkennen sind. Das Alter beim Einsatz der Erkrankung kann ein wichtiger Schlüssel sein (Asthma in der Kindheit ist mit viel größerer Wahrscheinlichkeit allergischen Ursprungs als ein Asthma, das erst im Alter von 30 Jahren einsetzt). Sehr bezeichnend sind auch Symptome, die saisonabhängig (mit bestimmten, spezifischen Pollenzeiten korrelierend) oder nach Kontakt mit Tieren, Heu oder Staub auftreten oder sich unter besonderen Lebensumständen (bei der Arbeit, zu Hause) entwickeln. Oft ist es für den Patienten sehr hilfreich, wenn er auf den Effekt unspezifischer, unterstützender Faktoren, wie Tabakrauch und andere Luftverunreinigungen, kalte Luft, körperliche Anstrengung, alkoholische Getränke, bestimmte Arzneimittel und Streß-Situationen, aufmerksam gemacht wird und er lernt, den Einfluß derartiger Faktoren zu beobachten.
Fragen nach
saisonale Beschwerden
örtliche Beschwerden
Haustiere ?
Pflanzen ?
Wie ist die Wohnung beschaffen ?
Beispiel Katzenasyl + Rauchen
Hobbys
Arbeitsplatz ?
Bäckerei , Friseur , Isocyanate , Platin bei Kat produktion
Überempfindlich gegen:
Bestimmte Gerüche ?
bestimmte Nahrungsmittel
bestimmte Medikamente
Allergiefragebogen für Patienten
Beschwerden
Welche Beschwerden haben Sie?
Leiden Sie unter einem Hautausschlag: Hautrötungen, Quaddeln, Nesselausschlag ?
Juckt dieser Ausschlag ?
Haben Sie festgestellt,daß manche Körperteile ab und zu angeschwollen sind ?
Leiden Sie öfters unter Kopfschmerzen, und wie äußern sich diese ?
Spüren Sie in den Augen manchmal Juckreiz ?
Juckt es Sie in der Nase, ist sie manchmal verstopft, leiden Sie öfters unter Schnupfen ?
Plagt Sie ein auffällig hartnäckiger Husten ?
Sind Sie häufig verschleimt ?
Leiden Sie manchmal unter Atemnot ?
Neigen Sie zu Sodbrennen und Magenschmerzen ?
Leiden Sie öfters unter Übelkeit, Erbrechen oder Darmkrämpfen ?
Wann und unter welchen Umständen sind diese Symptome zum erstenmal aufgetreten ?
Wie lange haben die Symptome angedauert, wann sind sie wieder verschwunden und wieder von neuem aufgetaucht ?
Treten Ihre Beschwerden zu bestimmten Tageszeiten auf ?
Treten Ihre Beschwerden zu bestimmten Jahreszeiten auf ? In welchen Monaten ? In welcher Jahreszeit ?
Treten Ihre Beschwerden eher zu Hause, bei der Arbeit oder im Freien auf ?
Sehen Sie einen Zusammenhang zwischen Ihren Beschwerden und Irgendeiner Tätigkeit ?
Ihre Familie und Ihr Zuhause
Sind Ihnen allergische Erkrankungen in Ihrer Familie bekannt und welche ?
Wohnen Sie in der Stadt oder auf dem Lande ?
Wie heizen Sie Ihre Wohnung (Gas, Kohle, Holz, Zentralheizung, Fußbodenheizung ) ?
Ist Ihre Wohnung hell oder dunkel ? Eher trocken oderfeucht ?
Haben Sie Teppichböden, viele Vorhänge, Polstermöbel, Pflanzen im Wohnbereich ?
Haben Sie Ihre Wohnung erst kürzlich renoviert ?
Haben Sie sich neue Teppichr, Möbel, Polstermöbel angeschafft oder Holzdecken bzw. Holzverschalungen angebracht ?
Haben Sie sich ein neues Auto gekauft ?
Wie ist Ihr Schlafzimmer ausgestattet ?
Rauchen Sie oder andere Familienangehörige in der Wohnung ?
Haben Sie Haustiere und welche ?
Wie gehen Sie mit den Tieren um (Streicheln, mit ins Bett nehmen ?
Welche Hobbys haben Sie ? Besitzen Sie auch einen extra Hobbyraum ?
Ihre Arbeit
Haben Sie Bei Ihrer Arbeit Kontakt mit Chemikalien ?
Sind in Ihrem Arbeitsbereich Geräte und Maschinen aufgestellt ?
Arbeiten Sie in klimatisierten Räumen ?
Ihre Ernährung und Hygiene
Wie ernähren Sie sich in der Regel ?
Vertragen Sie Bestimmte Speisen nicht ?
Kennen Sie einen Zusammenhang zwischen bestimmten Speisen und Getränken und Ihren Symptomen ?
Benutzen Sie neue Reinigungsmittel, Waschmittel oder Kosmetika?
Ihre Medikamente und mögliche Risikofaktoren
Leiden Sie an anderen chronischen Erkrankungen ?
Welche Medikamente haben Sie eingenommen oder nehmen Sie ein ?
Sehen Sie einen Zusammenhang zwischen einem Medikament und Ihren Symptomen ?
Körperliche Untersuchung
Auge inspizieren
Nase inspizieren
Haut untersuchen
Lunge abhören
Labor
Unspezifische Tests:
Eosinophilie in Blut und Sekreten
Gesamt-IgE-Spiegel
Analyse des Nabelschnurblutes auf Immunglobulin E. Der Test beruht auf der Beobachtung, daß eine erhöhte Konzentration dieses Immunglobulins typisch für Atopie ist.
Spezifische Tests
Ein bestimmtes Allergen soll als Ursache nachgewiesen werden
Hauttests:
Beim Prick-Test wird ein Tropfen einer 1:10 oder 1:20 (Gewicht/Volumen) verdünnten Lösung eines Allergenextrakts auf die Haut gegeben. Sodann wird die Haut durch den Extrakt punktiert. Ein gebräuchliches Verfahren ist hierbei das Anheben der Haut mit der Spitze eines Stiletts oder einer 27er-Nadel, die im Winkel von 20 Grad gehalten wird, bis die Haut wieder von der Spitze schnellt.
intradermale Test Von einer 1:500 oder 1:1000 verdünnten Lösung eines sterilen Extrakts wird mit einer Turberkulinspritze und einer kurzabgeschrägten Nadel Nr. 27 gerade soviel injiziert wird, daß ein 1- oder 2 mm großes Bläschen entsteht. Bei jedem dieser Hauttests sollte als Negativkontrolle das Verdünnungsmedium allein und als Positivkontrolle Histamin appliziert werden (10 mg/ml der Base für den Prick-Test oder 0,1 mg/ml für den intradermalen Test). Ein Hauttest ist als positiv zu betrachten, wenn binnen 15 Minuten eine Quaddel und ein Erythem entstehen, wobei der Quaddeldurchmesser mindestens 5 mm größer sein sollte als der der Kontrollreaktion.
Mit Nahrungsmitteln durchgeführte intradermale Tests führen leicht zu positiven Reaktionen ohne klinische Signifikanz.
Der Pflastertest dient zum Nachweis von Kontaktallergien und kann somit erst nach mehr als 48 Stunden abgelesen werden.
Ein Radio-Allergo-Sorbens-Test (RAST) kann durchgeführt werden, wenn wegen einer generalisierten Dermatitis, extremen Dermographismus, mangelnder Kooperation des Patienten oder einer Kontraindikation gegen das Absetzen von Antihistaminika ein direkter Test nicht möglich ist. Im RAST wird das Vorhandensein von allergenspezifischem Serum-IgE nachgewiesen. Ein bekanntes Allergen wird in Form eines unlöslichen Polymer-Allergen-Konjugats mit dem zu testenden Serum gemischt. Alles IgE im Serum, das für das Allergen spezifisch ist, wird sich an das Konjugat binden. Beim Zugeben von 125J-markiertem Anti- IgE-Ak wird durch die Menge der an das Konjugat bindenden Radioaktivität die Menge des beim Patienten zirkulierenden allergenspezifischen IgE bestimmt.
Die Histaminfreisetzung aus den Leukozyten, ein anderer In-vitro-Test, weist allergenspezifisches IgE auf sensibilisierten Basophilen durch Messung der allergeninduzierten Histaminfreisetzung aus Patientenleukozyten nach.
Ein Provokationstest kann durchgeführt werden, wenn ein positiver Hauttest Zweifel an der Beteiligung eines besonderen Allergens bei der Auslösung von Symptomen aufgeworfen hat. Das Allergen wird an die Augen, die Nase und in die Lunge gebracht. Der Augentest bietet gegenüber den Hauttests keinerlei Vorteile und wird selten angewandt. Nasale Provokation und bronchiale Provokation werden nur gelegentlich ausgeführt und dienen primär Forschungszwecken. Einige Allergologen führen die bronchiale Provokation durch, wenn die klinische Signifikanz eines positiven Hauttests unklar ist oder wenn Reagenzien für Hauttests nicht verfügbar sind. Hierdurch läßt sich zeigen, daß Symptome in einer Beziehung zu Stoffen stehen, denen gegenüber der Patient exponiert ist, wie bei berufsbedingtem Asthma. Orale Provokationstests können durchgeführt werden, wenn Nahrungsmittel als Auslöser regelmäßig auftretender Symptome in Verdacht stehen und Hauttests von zweifelhafter klinischer Signifikanz sind. Der Provokationstest ist dann der einzige Weg, wenn Nahrungsmittelzusätze geprüft werden sollen, für die es keine verläßlichen Hauttests oder immunologischen Tests gibt. Eliminationsdiäten
Sonstige Verfahren
kleine Lungenfunktion
Peak-Flowmessung
Rhinomanometrie
Bodyplethysmographie
Nasenfunktion, Abschwelltest,
Nasale Provokation, Lungenfunktion,
Verlaufsbeobachtung, Bronchiale Provokation,
Große Lungenfunktion
Differential Diagnostik
Pseudoallergien
Unspezifische Medikamenten Unverträglichkeiten
Intoleranzen
Infektexazerbiertes Asthma
Chronische Bronchitis
Phase 1 und 2 der Allergie
Mastzelle
Formel von Histamin
Brennnessel
rote Augen
Quaddel
Urtikaria
Pricktest
Intrakutantest
Hautkontakttest
typische Lungenfunktionskurve beim Asthmaanfall
Peakflowmeter
Gräserpollen
Pollenfalle
Klebestreifen einer Pollenfalle
Pollenkalender
Insekten ( Wespen , Bienen , Hummeln, Hornissen)
Bild des IgE
Bild des Adrenalins
Notfall:
IV Zugang , Notarzt anrufen 19222 , beatmen , Herzdruckmassage , evt Koniotomie , Zu einem Notfallset gehören Antihistaminika, Cortikosteroide und Adrenalin.
0.Allergenkarenz = Vermeidung der Allergieauslösenden Stoffe
1. Desensibilisierung: Der Körper wird in kleinen Schritten an die Stoffe gewöhnt, die Allergien auslösen Empfohlen bei - Pollenallergie - Hausstauballergie - Schwerer Reaktion auf Bienen- und Wespenstiche Umstritten bei - Schimmelpilz-Allergie Abzuraten bei - Tierhaar-Allergie wegen gefährlicher Nebeneffekte
2. Antihistaminika Sie werden verordnet, wenn allergische Symptome nur an wenigen Tagen auftreten. Keine Dauertherapie
zb Cetirizin oder Loratadin.
3. Cromoglicinsäure Dauertherapie, wenn die Symptome wochenlang anhalten. Schafft Schutzfilm für Augen, Nase und Bronchien
4. Beta-2-Sympatomimetika (zur Inhalation)
5.Singulair = Leukotrieninhibitor
6. Cortison zur Inhalation , als Tabletten oder als Injektion
Tips bei Atopie und genetischer Allergiebelastung
Lange Stillen
allergenarme Ernährung, insbesondere im Neugeborenenalter
Trotz der Warnungen durch Fachleute erhalten Säuglinge in immer jüngerem Alter Kuhmilchprodukte, Eier und andere allergene Lebensmittel.
Meidung von Innenraumbelastungen ( Tierhaare , Hausstaub, Zimmerpflanzen, Zigarettenrauch, Teppiche und Polstermöbel)
auf Haustiere verzichten
Schlafzimmer nicht heizen und öfter gut lüften
Sofortmaßnahmen bei Bienen und Wespengiftallergie
Lebensbedrohlich kann eine Bienen oder WespenstichAllergie sein, entweder weil der Stich in der Mund oder Rachenregion erfolgte und die Luftröhre zuschwillt, oder weil das Immunsystem des Betroffenen so heftig auf das Insektengift reagiert, daß es zu einem anaphylaktischen oder allergischen Schock kommt.
Bei Patienten, die auf Insektenstiche allergisch reagieren, sollte eine Hyposensibilisierung durchgeführt werden. Dadurch wird das Immunsystem mit dem Insektengift konfrontiert und die Empfindlichkeit reduziert. Weil man während der Flugzeiten der Insekten gefährdet ist, sollte jeder Insektengiftallergiker bestimmte Regeln beachten, um einen Stich zu vermeiden. Außerdem ist es zu empfehlen, eine Notfallausrüstung aus Pinzette (zum Entfernen des Stachels) und Abschnürbinde dabeizuhaben, mit der das Eindringen des Giftes in den Blutkreislauf vermindert werden kann. Medikamentös kann durch ein rasch wirksames Antiallergikum (Antihistaminikum) die Freisetzung von Histamin und dadurch die überschießende Immunreaktion verhindert werden. Mit Adrenalin, Kortison und eventuell einer Infusion wird der allergische Schock behandelt.
Vor Stichen schützen
Kein Essen oder Trinken im Freien (Süßigkeiten, Obst, Bier, Limonade, Coladosen)
Nicht ohne Schuhe im Freien laufen
Wespen oder Bienen halten sich in Obstbäumen oder sträuchern auf; Vorsicht bei der Ernte
Meiden von Müllhalden oder Abfallbehältern
Kleider tragen, die die Haut bedecken, lange Ärmel/lange Hosen
Vermeiden Sie Parfum, Haarspray oder andere auffallenden Gerüche
Fenster und Türen der Wohnung möglichst geschlossen halten
Keine hektischen Bewegungen zur Abwehr der Insekten, Tiere abstreifen oder abschütteln Schutz
Vorsicht beim Kochen von Süßspeisen (Marmelade/ Obst einwecken)
Tragen Sie bei der Gartenarbeit langärmelige Kleidungsstücke sowie lange Hosen, um soviel wie möglich von Ihrem Körper zu bedecken, da dies einen Schutz vor den Insektenstichen bietet.
Lassen Sie beim Essen im Freien (Picknick) keine Süßigkeiten oder Fleisch herumliegen und verwenden Sie einen lokal anzuwendenden Insektenschutz.
Gehen Sie im Freien nie barfuß, denn Bienen bevorzugen Klee, und viele Wespen leben bzw. nisten im Boden.
Meiden Sie Mülltonnen und Abfallkörbe im Freien; meiden Sie zudem Tierfütterungsstellen, da die verstreuten Futterreste Bienen und Wespen anziehen.
Rütteln Sie nicht an alten Ästen und Baumstücken, da Wespen dort oft ihr Nest haben.
In den Sommermonaten immer Notfallapotheke mitnehmen.
Sind Sie trotz aller Vorsichtsmaßnahmen gestochen worden, so entfernen Sie den Stachel möglichst schnell. Ziehen Sie ihn nicht mit den Fingern heraus, sondern kratzen Sie ihn mit dem Fingernagel weg, damit kein weiteres Gift eindringt. Wenden Sie sofort Ihre vom Arzt verordnete Notfallapotheke an.
Vermeiden Sie hastige, hektische Bewegungen, wenn Bienen oder Wespen in Ihrer Nähe sind. Seien Sie vorsichtig beim Obstpflücken, da Wespen sich häufig in der Nähe von Fallobst aufhalten.
Erstmaßnahmen nach Stichen
Sofort Hilfe holen oder herbeirufen
Den Stachel rasch entfernen (mit dem Finger wegschnippen)
Oberhalb des Stiches an Armen oder Beinen Stauschlauch anlegen
Notfallset bereithalten
schnell wirkendes Antihistaminikum
rasch wirkend Nebennierenrindenhormone (Kortikoid in flüssiger Form)
Adrenalin, möglichst zur subkutanen Injektion
Beta2Mimetikum zum Einsprühen der hinteren Rachenwand, gleichzeitig tief einatmen
Tips bei Tierhaarallergie
Der Hautarzt rät die Katze regelmässig zu waschen. Die Allergie, das heisst die Überempfindlichkeit gegenüber bestimmten Substanzen, wäre dann wie weggeblasen.
Ratschläge für Pollenallergiker
Während der Heuschnupfenzeit keine lange Auto- oder Eisenbahnfahrten bei offenem Fenster, keine Picknicks im Freien, meiden von blühenden Wiesen und Kornfeldern.
Fenster im Schlafzimmer schliessen, damit keine Pollen eindringen können. Vor dem Schlafengehen kurz lüften.
Dunkle Sonnenbrille tragen, sie bringt eine gewisse Linderung für die Augen.
Abends Haare waschen, damit die Pollen weg sind und sich nicht auf dem Kopfkissen ablagern.
Durch Auftragen von etwas Vaseline morgens in den Nasenschleimhäuten wird die Aufnahme der Pollen etwas vermindert.
Meiden von Räumen mit rauchiger Luft und von Hallenbädern mit chloriertem Wasser.
Kinder sollten vom Turnen und Spielen draussen auf blühenden Wiesen befreit werden ebenfalls vom Unterricht im Hallenbad.
Ratschläge für Hausstauballergiker
Keine Haustiere mit Pelz und Federn. Die allergieauslösenden Substanzen der Hausstaubmilbe befinden sich in den Hautschuppen und im Kot der Tiere. Sie werden mit dem Hausstaub eingeatmet und verursachen bei allergischen Patienten zum Teil heftige asthmatische Reaktionen.
Hausstaubsanierung, das heisst Kissen, Decken, Matratzen nur noch aus synthetischen Materialien mit milbendichten Überzügen. Staubfänger wie schwere Vorhänge und Teppiche weg, Staub mit feuchtem Lappen aufnehmen. Absolutes Rauchverbot.
Keine Aquarien (Fischfutter), keine Hydrokulturen (Schimmel), keine grüne Pflanzen im Schlafzimmer.
Meiden von ungeeigneten Berufen wie Bäcker, Floristin, Coiffeur, Schreiner.
Schlafzimmer kacheln.
Junger Bub mit "Fernseherallergie"
Ein Junge bekam immer beim Fernsehschauen im Wohnzimmer einen Asthmaanfall , so daß die Mutter den Hausarzt fragte, ob es auch eine Allergie gegen Fernseher gäbe. Des Rätsels Lösung war ein Katzenfell , das auf der Wohnzimmercouch lag und gegen das der Junge allergisch war.
Fall mit Nahrungsmittelallergie ( Milchallergie)
Erst ein halbes Jahr ist Lucas L. alt und hat die schlimmsten Monate seines Lebens vielleicht schon hinter sich. Jedesmal, wenn der Junge Milch bekam, ob als Brei oder von der Mutterbrust, mußte er spucken, daß er fast erstickte. 'Erst als ich anfing, Lucas mit Soja zu füttern, wurde es besser', sagt seine Mutter Jennifer.
Der Kleine verträgt, so stellte der Arzt fest, kein tierisches Eiweiß. Damit er nicht verhungert, bekommt er jetzt einen Spezialbrei, mit wenig Obst und eben viel Soja. Gesund ist er aber noch lange nicht; zumal er auch noch Neurodermitis hat. 'Immer wenn er nackt ist, versucht er, sich zu kratzen so lange, bis es blutet', sagt die Mutter. 'Zeitweise sah er am ganzen Körper furchtbar aus. Jetzt ziehen wir ihm Handschuhe an, und die wird er wohl tragen müssen, bis wir ihm seine Krankheiten erklären können.' Ob es bei der Milchallergie bleibt, weiß keiner. Die Eltern fürchten, daß noch Dutzende anderer Stoffe ihrem Sohn das Leben schwer machen werden.
Lucas ist ein Extremfall. Aber immer mehr Kinder und Jugendliche leiden unter einer Überreaktion des Immunsystems, die bis ins Greisenalter andauern kann. Und ständig kommen neue 'Erreger' hinzu. 'Fünf Prozent aller Neugeborenen gelten als Risikokinder', sagt Claudia Thiel, Allergologin der Deutschen Klinik für Diagnostik in Wiesbaden.
Kreuzallergie ( Nickel,Hunde-Katzenhaare , Gräserpollen, Zitrusfrüchte,Milch)
Und mancher kriegt es von allen Seiten wie Alexandra K.. Die 25jährige hat nicht nur Probleme mit Hunde- und Katzenhaaren; sie muß sich vor Gräsern, Zitrusfrüchten, Nikkel, Seife und Milch hüten. 'Mit 14 Jahren hatte ich zum ersten Mal ein Kontaktekzem an den Händen eine allergische Reaktion auf Seife. Meine damalige Nachbarin im Klassenzimmer ekelte sich dermaßen vor mir, daß sie sich wegsetzte', sagt die Germanistikstudentin. Wenig später kam durch das Metallarmband ihrer neuen Uhr eine Nickelallergie hinzu. Bald konnte Alexandra nicht mal mehr ihre silbernen Ohrringe tragen, obwohl die nur Spuren von Nickel enthalten. Seit kurzem plagt sie sogar Goldschmuck. Vorsicht ist auch beim Duschen angesagt. Sie muß die meisten angeblich 'sensitiven' oder 'allergenarmen' Gels meiden. 'Nach langem Probieren hatte ich endlich meine Marke gefunden und vertrug sie gut. Dann änderte die Firma die Zusammensetzung, und schon reagierte meine Haut wie auf Brennesseln. Erst nach wochenlangem Probieren hatte ich eine neue Sorte gefunden.' Am Frühling hat Alexandra natürlich auch keine Freude. Sie kann sich nur mit Tabletten gegen Heuschnupfen helfen, aber 'die machen hundemüde. Kaum habe ich sie abends geschluckt, bin ich auch schon weg'. Besonders heimtükkisch sind für sie Zitrusfrüchte, die in zahlreichen Lebensmitteln enthalten, oft nicht deklariert sind. Ein Biß in ein Stück Orangentorte etwa, und sie bekommt Flecken am Hals und könnte sich wund kratzen.
Fall mit Latexallergie
Für Sabine B. aus Hamburg wird jeder Arztbesuch zum Problem. Denn sie ist allergisch gegen Latex. 'Wenn ich vorher anrufe und den Doktor darauf hinweise, heißt es nur okay. Wenn ich dann aber in die Praxis komme, ist die Luft voller Latexstaub.' Dann überziehen plötzlich Quaddeln die Haut, die Atemwege werden eng, es droht sogar ein lebensgefährlicher anaphylaktischer Schock.
Am meisten Angst hat Sabine B. davor, einmal als medizinischer Notfall in die Klinik eingeliefert zu werden. 'Wenn ich bewußtlos in einen OP kommen sollte und nichts mehr erklären kann, wird's schlimm. Dann bekomme ich Latex durch die OP-Handschuhe direkt ins Blut', sagt die 28jährige.
Wie Sabine B. leiden zwei Millionen (?) Deutsche unter dem Naturprodukt, das in vielen Erzeugnissen steckt: in Wimperntusche oder Autoreifen, im Babyschnuller oder in Haushaltshandschuhen, im Maus-Pad des Computers oder im Luftballon. Und auch in Kondomen. Latexfreie Verhüterli verkaufen derzeit nur internationale Apotheken drei Stück für 35 Mark.
guter Hausarzt
guter Pulmonologe
guter HNOarzt
guter Hautarzt
guter Augenarzt
guter Allergologe
Prof. Dr. D. Berdel, Wesel
Priv.-Doz. Dr. Dr. W. Bischof, Erfurt
MD H.-J- Boschek, Düsseldorf
Dr. J. Bossert, Mannheim
Priv.-Doz. Dr. T. Fuchs, Göttingen
Prof. Dr. L. Jäger, Jena
Dr. H. Lauter, Schmallenberg
Dr. J. Lecheler, Berchtesgaden
Prof. Dr. H. Magnussen, Großhansdorf
Prof. Dr. M. Schlaak, Borstel
Dr. F. Simm, Oberhausen
Univ.Professor Dr. Günther Forck, Kirchherrngasse 14, 48143 Münster
Professor Dr. med. Brunello Wüthrich ist Leitender Arzt der Allergiestation der Dermatologischen Klinik am Universitätsspital Zürich.
Prof. Dr. Friedrich Horak, Wien,Univ. Klinik für HNO-Krankheiten, Währinger Gürtel 18-20
Dr. Norbert Vetter, Pulmologisches Zentrum, Wien
Prof. Dr. Wolfgang Raab, Allergie-Zentrum "Wien-Innere Stadt"
Dr. Erika von Mutius von der Universitaets-Kinderklinik in Muenchen
Dr. med. Rainer Kehrt, Medizinische Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin, Virchow-Klinikum, Abteilung Pädiatrie, Augustenburger Platz 1, 13353 Berlin.
Prof. Dr. Paul van Cauwenberge aus Ghent, Belgien
Prof Dr Ulrich Wahn , Berlin
Frau Dr.Monika Raulf Heimsoth , Bochum
Deutscher Allergie- und Asthmabund 41061 Mönchengladbach, Hindenburgstraße 110, Telefon 02161-814940
Vorstand: Marliese Köster, Dr. Hartwig Lauter, Schmallenberg , Beate Still, Recklinghausen, Elke Alsdorf, Wyk/Föhr , Hella Zimmermann, Leipzig
Arbeitsgemeinschaft Allergiekrankes Kind, 35745 Herborn, Hauptstraße29, Telefon 0 27 72/9 28 70
Deutsche Haut- und Allergiehilfe, 53173 Bonn, Fontanestraße 14, Telefon 02 28/35 10 91
Deutscher Neurodermitiker Bund, 20097 Hamburg, Spaldingstraße 210, Telefon 0 40/23 08 10,
HautLine: 01 90/25 10 51 Hanseatisches Gesundheits Zentrum 22085 Hamburg, Schöne Aussicht 14, Telefon 0 40/2 27 19 20
Fehmarn-Klinik Ganzheitliche Therapie von Haut- und Atemwegserkrankungen, 23769 Petersdorf/ Westfehmarn, Schlagsdorfer Straße 10, Telefon 0 43 72/9 92 98
Neurodermitis-Therapie Schwelmer Modell, 58332 Schwelm, Hauptstraße 163-165, Telefon 0 23 36/60 25; 50825 Köln, Heliosstraße 15; Telefon 02 21/9 54 55 65
Österreichische Lungen-Union (ÖLU): 1020 Wien, Obere Augartenstraße 26-28, Tel.: 0222-330 42 86;
ÖLU-Servicetelefon zum Ortstarif: 0660-5477; Präsident: Chris Warrender, Vizepräsident: OA Dr. Irmgard Homeier.
Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst Burgstr. 12 33175 Bad Lippspringe Tel.: 0 52 52 / 93 12 03 Internet: http://www.allergie-info.de
Meine Empfehlung:
Maushagen- Schnaas, Ellen; Waldmann, Werner:
Allergien. Ursachen, Vorbeugung, Behandlung. Medikamente u. Hyposensibilisierung, Auslöser vermeiden. (Hallo, wie geht's?).
Gesundheit kompakt. 1996. 128 S. - TRIAS- Verlag
19.80 DM
Gutes Buch , leicht zu lesen , gut auch für Laien geeignet
Weitere Bücher
Achenbach, R: Der Haut-Ratgeber: Alles über Haut, Haare, Nägel
-TRIAS- 1997 29.80 DM
Allergie -DUSTRI- 1992 44.00 DM
Allergie -THIEME, STUTTGART- 1999 29.90 DM
CD-ROM (12 cm)
Allergie interactive, 1 CD-ROM m. Begleitheft
-ANTWERPES, K.- 1996
19.90 DM
Allergien
-ENNSTHALER- 1998
19.80 DM
Allergien, 1 Videocassette -BMG VIDEO/UFA; ZDF VIDEO- 1996 39.95 DM
Allergien im Kindesalter -LUCHTERHAND (HERMANN)- 1999 24.80 DM
Asthma bronchiale im Kindesalter und Jugendalter -MMV MEDIEN & MEDIZIN VERLAG; QUINTESSENZ, 58.00 DM
Asthma und Allergie -HOGREFE-VERLAG- 1997 68.00 DM
Baumgartner, A: So heilt man Asthma, Heuschnupfen und andere Allergien -BIRCHER-BENNER, FR.- 1991 24.00 DM
DTV Bd.36517 Bergen, N: Allergie bei Kindern 1995 19.90 DM
rororo Taschenbücher -ROWOHLT TB.- Nr.60285 Bergen, N: 'Das juckt so!' 1998 16.90 DM
Bruchmann, J: So heilen Sie Allergien bei Kindern -MIDENA- 1998 19.90 DM
Brüser, E: Allergien -STIFTUNG WARENTEST- 1998 29.80 DM
Bruker, M: Allergien müssen nicht sein -E.M.U., L.- 1995 26.80 DM
Casterman, C: Allergien sind kein Schicksal -URANIA, BERLIN- 1998 19.90 DM
Dörfler, S: Hilfe, Allergie! -SIMONDO- 1998 29.80 DM
Drewes, U: Berufsausbildung und Allergie -BERTELSMANN, BIELEFELD- 1994 39.00 DM
Nr.60206 Fischer, P: Allergien bei Kindern und Jugendlichen 1997 16.90 DM
Die Folgen der Allergie, Rhinitis, Asthma, Polyposis nasi -BIERMANN- 1996 78.00 DM
Food Allergies and Intolerances -WILEY-VCH- 1996 132.00 DM
Geesing, H: Allergie-Stop -HERBIG- 1999 24.90 DM
Hausen, B: Allergiepflanzen, Pflanzenallergene -ECOMED- 1997 168.00 DM
Heese, A: Allergien gegen Latexhandschuhe -ECOMED- 1997 58.00 DM
Herbst, M: Haut, Allergie und Umwelt -SPRINGER, B.- 1998 29.80 DM
Jäger, L: Arzneimittel-Allergie -FISCHER (GUSTAV), JENA- 1996 68.00 DM
Kalle, Das Kinder Allergie Lexikon -INFANTIBUS- 1999 34.90 DM
Kenngott, O: Gesunde Atemwege -HÄDECKE- 1991 19.80 DM
Kleine- Tebbe, J: Pollen, Milben und Co., was tun bei Allergien? -MEDPHARM SCIENTIFIC PUBLISHERS- 1997 12.80 DM
Knaak, S: Neurodermitis -ENNSTHALER- 1997 36.80 DM
Kushi, M: Allergien und Immunsystem -OST-WEST-VERLAG- 1991 48.00 DM
Lebensqualität und Asthma -MMV MEDIEN & MEDIZIN VERLAG; QUINTESSENZ, 68.00 DM
Falken TaschenBuch -FALKEN- Bd.60057 Leibold, G: Allergien 1996 12.90 DM
Econ Taschenbücher -ECON & LIST TB.- Nr.20544 Leibold, G: Leben mit Allergien 1996 14.00 DM
Lungenfunktionsprüfung und Allergiediagnostik -DUSTRI- 1998 128.00 DM
Maushagen- Schnaas, E: Abwechslungsreiche Diät bei Milch-Allergie und Hühnereiweißallergie
-TRIAS- 1999 39.90 DM
Maushagen- Schnaas, E: Allergien -TRIAS- 1996 19.80 DM
Müller- Steinmann, J: Allergie im Klartext -DER RATGEBERVERLAG- 1996 19.80 DM
Nahrungsmittel und Allergie -DUSTRI- 1996 138.00 DM
Odinga, S: Kuhmilch-Allergie, was nun? -MEDIZINISCH LITERARISCHE VERLAGSGES.- 1994 21.00 DM
Ott, A: Haut und Pflanzen -WISSENSCHAFTLICHE VERLAGSGESELLSCHAFT; FIS 54.00 DM
Pighin, G: Rat und Hilfe bei Allergien -SÜDWEST-VERLAG- 1996
19.80 DM
(Fischer, Gustav): Gustav Fischer Taschenbücher -FISCHER (GUSTAV), STUTTGART- Raab, W: Allergiefibel 1991 29.80 DM
Ring, J: Neurodermitis -ECOMED- 1998 68.00 DM
Rowlands, B: Allergien und Asthma -MOSAIK- 1999 29.90 DM
Schadewaldt, H: Geschichte der Allergie, in 4 Bdn. -DUSTRI-
Bd.1 Terminologie 1979 39.50 DM
Bd.2 Heufieber. Asthma bronchiale 1980 39.50 DM
Bd.3 Rhinopathia vasomotoria 1981 39.50 DM
Bd.4 Epilog. Arzneimittelallergie 1983 39.50 DM
Sterry, W: Tagebuch Allergie -BLACKWELL WISSENSCHAFTS-VERLAG- 1997 19.80 DM
Thiel, C: Gut leben trotz Nahrungsmittel-Allergie -TRIAS- 1997 29.80 DM
Wahl, R: Allergie ganz einfach -DUSTRI- 1998 19.50 DM
Wahl, R: Allergy Made Simple -HOGREFE-VERLAG; HUBER, BERN- 1996 29.80 DM
Weber, M: Lebensmittel-Allergien -HÄDECKE- 1989 24.80 DM
http://www.lifeline.de/infoline/allergie/navigation/index.html
Gute Übersicht
http://www.daab.de/
Der Deutsche Allergie- und Asthmabund e.V. (DAAB) ist die älteste Patientenorganisation Deutschlands. 1897 auf Helgoland von "Heuschnupflern" gegründet.
http://www.allergie-info.de
http://www.allergie.com/
www.allergie-netzwerk.com
http://www.derma.med.uni-erlangen.de/neurodermis/Alldiagn.htm
Gute Neurodermitis Informationen der Uni Erlangen
http://www.ukrv.de/friends/allergie/home.htm
AAK - Arbeitsgemeinschaft Allergiekrankes Kind - mit Informationen zu Ursache und Behandlung vonAllergie, Asthma, Neurodermitis bei Kindern
http://www.hal-allergie.de
Hal Allergie - Lösungen für Allergologen, Diagnostik, Therapie, Prävention
http://www.met.fu-berlin.de/~stefan/pollen.html
Polleninfos - Einiges über Pollen und div.Link's zu diesem Thema
http://www.tk-online.net/mg/allergien/index.html
Das "Allergiehaus", es hilft, Allergene im heimischen Umfeld aufzuspueren.
http://allergy.hno.akh-wien.ac.at/horak/welcome.html
http://www.allergiecheck.de/frames/1_frames.htm
Ein Onlinetest hilft, das Risiko einer Allergie abzuschaetzen.
http://193.158.240.164/hinter/allergikon.html
Allergielexikon
http://www.stoffwechsel.de/gesundh/allergie/index.htm
http://www.allerdays.com/
http://allergy.hno.akh-wien.ac.at/allergy/
http://allergy.hno.akh-wien.ac.at/horak/
http://www.immune.com/allergy/
http://www.cmh.edu/allergy/
http://home.t-online.de/home/Dr.Frank.Forquignon/allergie.htm
http://www.foodallergy.org/ Nahrungsmittelallergie
http://www.nedis.de Nedis = Neurodermitis Informationssystem
http://www.immune.com/allergy/allabc.html/
http://ourworld.compuserve.com/homepages/ImmunoTec/MENU01D.HTM
Einen Ueberblick ueber die verschiedenen Typen von der Innenraum- bis zur Insektenstichallergie liefern die "Allergie - Infos" der HAL-Allergie GmbH. Der Besucher erfaehrt zudem viel ueber die richtige Behandlung und findet ein "Surfbrett" zu zahlreichen themenverwandten Sites. Einige der haeufigsten Allergieausloeser zeigt die Fotoserie "Milben in deutschen Haushalten".
--> http://www.hal-allergie.de/allergieinfos/allergieinfos.htm
Jeder dritte Bundesbuerger leidet unter allergischen Beschwerden. Betroffenen bietet der Deutsche Allergie- und Asthmabund (DAAB) Rat und Hilfe auf seiner neuen Website an. Hier verspricht der Verein "fast alles zu den Themen Allergien, Asthma und Neurodermitis". Egal ob Pollen- oder Nahrungsmittelallergie, Reaktionen auf Hausstaub oder Tierhaare: Zu jedem Bereich gibt die Site einen knappen Ueberblick ueber Symptome, Gefahrenherde und Behandlungsmoeglichkeiten. Und sollte tatsaechlich eine Frage ungeklaert bleiben: Das Expertenteam des DAAB verspricht schnelle Antwort auf Anfragen per E-Mail. Enttaeuschend ist allerdings die Online-Version des Magazins "Allergie konkret".
Allergiker haben beim Einkauf ein Problem: Viele Produkte sind fuer sie riskant, ungefaehrliche Alternativen dagegen im Supermarkt um die Ecke kaum zu bekommen. Ein bundesweites Einkaufszentrum fuer Allergiegeplagte ist das vor kurzem gestartete Portal Allergate. Von glutenfreien Pralinen bis zum Mikrofilter-Staubsauger reicht die Palette der Produkte, die das Leben des Betroffenen leichter machen. Allergate bietet auch einen speziell auf Allergiker zugeschnittenen Infodienst an. In Zusammenarbeit mit der Universitaetsklinik fuer Dermatologie und Allergologie der Charité Berlin entstand das Allergielexikon der Site. Nuetzliche Adressen und Tipps fuer den Alltag runden den Auftritt ab.
*Deutscher Allergie- und Asthmabund e.V.*
Bundesgeschäftsstelle
Deutscher Allergie- und Asthmabund e.V.
Fliethstraße 114
41061 Mönchengladbach
Fon (0 21 61) 81 49 40
Fax (0 21 61) 81 49 430
Internet: www.daab.de <http://www.daab.de/>
E-Mail:info@daab.de
+++ Allergie-Infos +++
Allergiker nehmen den Wechsel der Jahreszeit mit tränenden Augen zur Kenntnis: Laue Frühlingslüftchen transportieren Pollen aller Art in die Atemwege, die im schlimmsten Fall Asthmaanfälle auslösen. Wer aufgrund der fortgesetzten Luftangriffe lieber keinen Fuß vor die Tür setzt, kann sich immerhin am Bildschirm umfassend informieren: Der MedizInfo-Schwerpunkt "Allergie" bereitet die Fakten rund um Allergien und speziell zu allergischem Asthma auf. Besucher lernen die Funktionsweise des Immunsystems kennen, erhalten eine Übersicht über die häufigsten allergieauslösenden Stoffe und finden die verschiedenen Allergietypen und ihre charakteristischen Krankheitsbilder beschrieben.
Http://www.medizinfo.de/allergie/
Der Begriff "Allergie" wurde 1906 von dem Wiener Kinderarzt Clemens von Pirquet zum erstenmal benutzt und ist heute weltweit gebräuchlich.
Vor 70 Jahren erschien die zweite Auflage der Monographie Allergische Krankheiten von W. Storm van Leeuwen, in der er die allergenfreie Kammer in einem Privathaus beschrieb. Er hatte selbst 1925 in der Klinik für allergische Krankheiten in Leiden einen 35 m hohen eisernen Turm konstruiert, der miasmenfreie Luft ansog, die in allergenfreie Räume der Klinik geleitet wurde.
Die Franzosen Charles Richet und Paul Portier fanden zu Beginn unseres Jahrhunderts in Tierversuchen die Entdeckung der allergischen Sensiblisierung: Auf Einladung des Fürsten Albert I. von Monaco nahmen die Forscher bei einer Expedition mit seiner Yacht teil. Interessiert waren die Männer eigentlich an einem Impfstoff gegen giftige Quallen, die im Mittelmeer dann und wann Badenden schwer zusetzten. Richet und Portier gingen mit den Hunden, Kaninchen und Enten, die sie als Versuchstiere mit an Bord genommen hatten, nicht eben zimperlich um. Trotzdem überlebten manche die tödlichen Dosen Quallengift, die ihnen die Forscher verabreichten. Aus Kostengründen nicht vor weiteren Experimenten gefeit, wurden die bereits einmal vergifteten Kreaturen in Paris für neue Versuche recycelt. Das kostete Hund "Neptune“ am 10.02.1902 schließlich doch das Leben. Das Quallengift, das er zuvor noch gut vertragen hatte, richtete ihn übel zu: Binnen Sekunden nach der erneuten Gift-Injektion atmete er keuchend; und nicht einmal eine halbe Stunde später starb er an inneren Blutungen. Diese plötzliche "Schutzlosigkeit“ dem Gift gegenüber nannten Richet und Portier fortan "Anaphylaxie“. Das war philologisch unkorrekt; aber die richtige Form "Aphylaxie“ erschien ihnen für das, was sie beobachtet hatten, nicht dramatisch genug.
Von dem Phänomen weiterhin fasziniert, bemerkte Richet 1910, daß der künstlich ausgelöste "anaphylaktische Schock“ nichts anderes war als eine natürliche allergische Reaktion, wie sie sich durch Heuschnupfen oder Asthma bronchiale äußert: In allen Fällen geht die körpereigene Abwehr gegen harmlose Landstreicher-Moleküle vor, als seien sie bis an die Zähne bewaffnete Terroristen. Für seine Erkenntnisse erhielt Charles Richet schon 1913 den Nobelpreis.
Schadewaldt, H: Geschichte der Allergie, in 4 Bdn. -DUSTRI-
Bd.1 Terminologie 1979 39.50 DM
Bd.2 Heufieber. Asthma bronchiale 1980 39.50 DM
Bd.3 Rhinopathia vasomotoria 1981 39.50 DM
Bd.4 Epilog. Arzneimittelallergie 1983 39.50 DM
Diskussion und Fragen,Anmerkungen
echte Fragen :
Warum gibt es auf Bremsen und Stechmückenstiche keine Allergie ?
Was ist Histamin?
Bei Histamin handelt es sich um einen körpereigenen Botenstoff, der u.a. alle Symptome einer Entzündung vermittelt. So kann durch Histamin eine Rötung, eine Schwellung, eine Überwärmung und vor allem Schmerz und Juckreiz hervorgerufen werden sowie massive Gefäßreaktionen.
Quizfragen
Was ist Histamin ?
Wer setzt es frei ?
Welche Wirkungen hat es ?
Was ist eine Atopie ?
Was ist ein Allergen ?
Was ist Immunglobulin E und wer bildet ist ?
Was sind die häufigsten Nahrungsmittel Allergene ?
Es gibt ein Anstrengungs- und ein Kälteasthma ? Was unterscheidet diese vom allergischen Asthma ?
Was versteht man unter einer Kreuzallergie ?
Welche Stoffe machen keine Allergien ?
Eine Allergie ist dosisunabhängig . Stimmt das ? Was ist damit gemeint ?
Was versteht man unter der Sensibilisierungsphase einer Allergie ?
Was sind die Hauptauslöser eines anaphylaktischen Schockes ?
Was ist ein Hapten ?
Was sind allergische Mediatoren ?
Was versteht man unter exogenem und endogenem Asthma ?
Was versteht man unter einer Weglaß- oder Eliminationsdiät ?
Wie kann man Allergien mit Hauttests untersuchen ?
Was versteht man unter Allergenkarenz ?
Was versteht man unter der Hyposensibilisierung ?
Was für Allergien kennen Sie ?
Wie kommt es beim Asthma zur Verengung der Bronchien ?
Welche ungefähre prozentualle Verteilung haben Allergien ?
49 % Blütenstaub
26 % Hausstaub und Hausstaubmilbe
8 % Tierepithel
6 % Schimmelpilze
3 % Nahrungsmittel
( Sellerie ,Erdnuß , Erdbeer , Äpfel, Nüße , Fischeiweiß , Linsen
Metalle Nickel und Platin
Latex
Mehlstaub
Welche körpereigenen Substanzen , Zellen und Stoffen sind an einer Allergie beteiligt ?
IgE
Mastzellen
Histamin
Basophile Granulozyten
IgE produzierende Plasmazellen
Was ist ein anaphylaktischer Schock ?
zb
Wie behandelt man einen anaphylaktischer Schock ?
Intensivstation oder Notarzt
Reanimieren
Adrenalin = Suprarenin
Cortison
Volumengabe = zb HAES
Was ist ein status asthmatikus ?
Kann man daran sterben ? Muß man ihn beatmen, Was kann man geben ?
Welche Pollenarten sind am häufigsten an Heuschnupfen oder Asthma beteiligt ?
leicht,klein und rund , windbestäubt
Haselnuß
Birkenpollen
Erle
Gräser und Roggenpollen
Beifuß
Spitzwegerich
Wie kann man Heuschnupfen behandeln ??
Antihistaminika die nicht müde machen
Desensibilisieren !
Cortisontherapie in der schlimmsten Phase
Wie kann man das endogene Ekzem behandeln ?
Wie kann man allergischer Erkrankungen behandeln ?
Atopikerkinder lang Stillen
in Innenräumen nicht Rauchen
Allergenkarenz
Hyposensibilisierung
Cromogycinsäure
Cortison
Antihistaminika
Betamimetika
Was löst eine Allergie aus?
Allergielexikon im Internet
http://193.158.240.164/hinter/allergikon.html
Säuglingsnahrung Hypoallergen Pollen Blüten Frühling Pollenallergie Blütenstauballergie Hausstauballergie Milben Allergene Allergietest Niesen Schnupfen Gräser allergischer Schock allergische Erkrankungen allergisches Kontaktekzem Nesselausschlag Arzneimittelexanthem Nahrungsmittelallergie Umweltgifte Schadstoffe Luftschadstoffe Schwefeldioxid Stickstoffdioxid Atemwege Kontaktallergie Immunsystem Tierhaare Niesanfälle Fließschnupfen Augenjucken Atembeschwerden Hautreaktionen Immunglobulin Antikörper Abwehrzellen Immunsystem Allergieauslöser Antihistaminika Hyposensibilisierung Schimmelpilzallergie Insektenallergie
Kreuzallergie:
'Lebensmittelallergien sind zwar noch in der Minderzahl, dafür aber tückisch', sagt Horst Müsken, Oberarzt der Allergie- und Asthmaklinik in Bad Lippspringe. 'Oft wird schon eine Unverträglichkeit gegenüber Nahrungsmitteln als Allergie mißdeutet. Wenn allerdings die Patienten zusätzlich auf Pollen, Tierhaare oder Milben reagieren, ist die Nahrungsallergie meist echt.'
Menschen, denen Birkenpollen zu schaffen machen, müssen meist auch Äpfel, Haselnüsse, Steinobst und Sellerie meiden. Wer das Gewürz Beifuß nicht verträgt, kriegt auch bei Paprika Probleme. Und wen Gras-Blütenstaub zum Niesen bringt, dessen Immunsystem gerät oft auch nach einem Bierchen in Harnisch.
Kreuzreaktionen zwischen Wespe und Biene sind nicht bekannt,
Allergoide
Allergoide sind durch Aldehyde modifizierte native Allergene. Die chemische Behandlung vermindert die Zahl IgE-bindender Epitope der Allergene. Dadurch verringert sich ihre Allergenität und so die Rate und der Schweregrad unerwünschter Begleiterscheinungen einer Immuntherapie. T-Zell-Epitope der Allergene, die zur erwünschten Immunantwort führen, bleiben durch das Aldehyd jedoch unbeeinflußt.
Pollenfalle
In Frühjahr und Sommer ist die Arbeit der Medizinmeteorologen für zehntausende Menschen von besonderer Bedeutung. Zu ihren Aufgaben gehört dann die Information über den Pollenflug. Dieser Service hilft Allergikern Belastungen zu vermeiden und ihre antiallergische Medikation der zu erwartenden Belastungswelle anzupassen.
Wichtiges Arbeitsmittel der Medizinmeteorologen ist dabei die "Pollenfalle". Dabei handelt es sich um große Trommeln mit Ansaugschlitz, der durch eine Windfahne immer in die Windrichtung gedreht wird. In diesem Instrument wird ein Klebestreifen gedreht. Auf diesem kann auch der Zeitpunkt abgelesen werden, an dem die Pollen gefallen sind. Zusätzliche Informationen kommen von Naturbeobachtern.
Mastzelle
Im Blut zirkulierende und/oder auf den Schleimhäuten befindliche Immunzelle (weißes Blutkörperchen), die im Knochenmark gebildet wird. Die Mastzellen gelten als Schaltstellen für allergische Reaktionen, da sie bei den Allergien vom Soforttyp (z. B. Pollenallergie, Hausstauballergie) eine entscheidende Rolle spielen: Auf der Zelloberfläche können sich IgE-Antikörper (Immunglobuline der Klasse E) ankoppeln und jeweils zu zweit ein in den Körper eindringendes Allergen an sich binden. Auf einer Mastzelle finden zwischen 10000 und 50000 IgE-Rezeptoren Platz. Die Antigen-Antikörper-Reaktion ist Auslöser für zwei entscheidende Effekte: Zum einen steigt die Durchlässigkeit der Zellmembran. Zum anderen kommt es zur Ausschüttung der entzündungsfördernden Mittlersubstanzen (Mediatoren) wie Histamin und Leukotriene sowie zu einer verstärkten Produktion dieser Stoffe. Diese Mediatoren lagern in der Zelle in kleinen, prallgefüllten Bläschen (Vesikel). Die Zellen sind damit sozusagen "gemästet".
Anaphylaxie = ( eigentlich Schutzlosigkeit )
IgE vermittelte Allergiereaktion, insbesondere Anaphylaktischer Schock
Pressemitteilung des Robert Koch-Instituts
1/94 vom 11.7.1994
Robert Koch-Institut: Allergische Erkrankungen im Westen Deutschlands fast doppelt so häufig wie im Osten
In der Bevölkerung der alten Bundesländer sind Erkrankungen des allergischen Formenkreises (z. B. Heuschnupfen, Asthma) sehr viel weiter verbreitet als in den neuen Bundesländern. Dieses überraschende Ergebnis hat die Auswertung von Daten aus den Gesundheitssurveys erbracht, die in den Jahren 1990/91 an Erwachsenen in Ost und West vom Fachbereich "Nicht übertragbare Krankheiten und Gesundheitsberichterstattung" des Robert Koch-Institutes erhoben worden sind. Diese Surveys bieten die einmalige Gelegenheit, an zwei Populationen mit gleicher genetischer Ausstattung, aber einer über 40 Jahre dauernden Entwicklung unter sehr unterschiedlichen Umwelt- und Lebensbedingungen etwaige gesundheitliche Auswirkungen dieser Bedingungen zu untersuchen.
Ausgehend von der in Messungen festgestellten höheren Luftverschmutzung (SO2, Staubniederschlag) im Osten war eigentlich zu vermuten, daß Allergien in den neuen Bundesländern häufiger wären als in den alten. Doch schon in der Befragung hatten mehr Westdeutsche angegeben, an einer allergischen Erkrankung zu leiden.
Um diese Ergebnis zu objektivieren und zu ermitteln, inwieweit es durch Unterschiede im Antwortverhalten oder in der Selbstbeobachtung bestimmt wird, wurde das Serum der befragten Personen auf Antikörper gegen Inhalationsallergene wie z. B. verschiedene Pollen getestet. Die Tests ergaben ähnliche Ost-West- Unterschiede wie die Befragung, so daß davon auszugehen ist, daß allergische Atemwegserkrankungen im Westen tatsächlich deutlich häufiger sind.
Diese Differenz besteht allerdings keineswegs in allen Altersklassen: Eine differenzierte Auswertung der Daten unter Berücksichtigung sonstiger Lebensumstände (Geschlecht, Alter, Größe des momentanen Wohnortes, Bildungsgrad, Rauchverhalten) zeigt, daß bei älteren Probanden praktisch keine Unterschiede in den Allergiehäufigkeit bestehen. Erst bei denen, die 40 Jahre und jünger sind, zeigen sich diese Unterschiede, und sie werden um so ausgeprägter, je jünger die Probanden sind.Damit ist für die Suche nach Risikofaktoren für Inhalationsallergien eine Weiche in Richtung jener Faktoren gestellt, die in der frühen Kindheit sensibilisierend wirken und sich darüber hinaus in den beiden Teilen Deutschlands zunehmend auseinander entwickelt haben. Dazu zählen zum Beispiel:
- Infekte in der Kindheit
Aufgrund des großen und seit der Teilung Deutschlands stetig gestiegenen Anteils berufstätiger Frauen im Osten besuchten bis zu 90 % aller Kinder in der frühen Kindheit eine Kinderkrippe oder einen Kindergarten. Die Kinder waren deshalb weitaus häufiger als ihre westdeutschen Altersgenossen mit Infekten konfrontiert. Es gibt begründete Theorien, daß die häufige Auseinandersetzung des Immunsystems mit Infektionserregern einen Schutzfaktor gegen allergische Erkrankungen darstellt.
- Rauchverhalten der Eltern
In Westdeutschland nahm die Zahl der Raucher weit schneller zu als im Osten. Auch wenn sich heute in Ost und West unter den Männern etwa gleich viele Raucher finden, ist der Anteil der Raucherinnen im Osten nach wie vor niedriger. Die entsprechenden Zahlen lassen die Vermutung zu, daß zumindest bis vor 20 Jahren der Prozentsatz der Haushalte mit Säuglingen und Kleinkindern, in den geraucht wurde, im Osten ebenso geringer war wie der Anteil der Frauen, die während der Schwangerschaft rauchten. Ein Zusammenhang zwischen Passivrauchen in der frühen Kindheit und einer Sensibilisierung gegen Inhalationsallergene wurde nachgewiesen.
- Exposition gegen Autoabgase
Da der Bestand an Kraftfahrzeugen in Ostdeutschland weit langsamer wuchs als in Westdeutschland, ist auch die Exposition gegen Autoabgase (vor allem NOx) in der Kindheit der heute 20- bis 25jährigen unterschiedlich ausgprägt gewesen. Aus Meßwerten des Umweltbundesamtes geht hervor, daß die mittlere NOx-Belastung in den neuen Bundesländern nach wie vor geringer ist als in den alten. Folgt man der Hypothese, daß Autoabgase die Sensibilisierung gegen Inhalationsallergene fördern, ist dies ein weiterer Erklärungsansatz für die Ost-West-Unterschiede.
Welche dieser Einflüsse letztlich für die geringere Allergiehäufigkeit der jungen Ostdeutschen ausschlaggebens waren (und noch sind), muß in Studien geklärt werden, die den Einfluß der einzelnen Faktoren prüfen. Untersuchungen dazu laufen.
Ost-West:
'Wir waren völlig sicher, daß diese Erkrankungen im Osten wesentlich häufiger sein würden als im Westen', sagt Helgo Magnussen, Direktor des Zentrums für Pneumologie in Großhansdorf bei Hamburg. Bei all dem Gift in Luft, Wasser und Boden der früheren DDR hätte das Immunsystem der Menschen zwischen Zingst und Zittau eigentlich Amok laufen müssen. Das Gegenteil war der Fall: Zur Verblüffung der Hamburger Wissenschaftler sind Heuschnupfen , Asthma und Neurodermitis im Osten seltener als im Westen. Die Forscher entdeckten etwa bei der Untersuchung 20- bis 44jähriger in Hamburg und Erfurt, daß 8,9 Prozent der Hanseaten an Asthma leiden, aber nur 3,4 Prozent der ostdeutschen Vergleichsgruppe.
ZWEI PROTEINE SIND VERANTWORTLICH FUER DIE AUSLOESUNG VON ALLERGIEN
Wissenschaftler der Universitaet Wuerzburg haben zwei Proteine identifiziert, die offenbar nur bei der Ausloesung von Allergien eine Rolle spielen. Dabei handelt es sich um die sogenannte Rezeptorkomponente IL-4R und das Signalmolekuel Stat6. Koennte man diese beiden Proteine ausschalten, so die Hoffnung der Forscher, wuerden im menschlichen Koerper keine Allergien ausloesenden Antikoerper mehr produziert.
Der Wissenschaft war bereits bekannt, dass fuer Allergien eine Reihe von Proteinen verantwortlich ist. Da viele dieser Proteine aber auch Bestandteil anderer Signaluebertragungen im Koerper sind, koennen sie nicht komplett ausgeschaltet werden. Bei den beiden jetzt identifizierten Proteinen kann man dies offenbar problemlos tun. Wie die Wuerzburger Wissenschaftler feststellten, bekommen Maeuse keine Allergien, wenn ihnen das Protein IL-R4 fehlt oder wenn es durch einen speziellen Hemmstoff blockiert wird. Bis zur Entwicklung eines Medikaments ist es allerdings noch ein weiter Weg. Die Wuerzburger Forscher arbeiten jetzt daran, weitere Wechselwirkungen im Immunsystem zu entschluesseln. Sie hoffen, weitere Signalproteine zu identifizieren, und dadurch vielleicht einmal hochwirksame Arzneistoffe entwickeln zu koennen.
Quelle: Universitaet Wuerzburg, 10.3.98
"FICUS" LOEST ALLERGIEN AUS
Die Birkenfeige "Ficus benjamina" loest bei immer mehr Menschen Allergien aus. Die weit verbreitete Zimmerpflanze kann Entzuendungen der Nasenschleimhaut, der Bindehaut sowie Asthma verursachen, berichten Mediziner der Universitaet Bochum in der Fachzeitschrift "Hausarzt". Die Wirkung werde von Aerzten immer noch unterschaetzt, kritisieren die Forscher. Dabei liege die Birkenfeige hinter Hausstaubmilben und Haustieren auf Platz drei der Allergieausloeser in den eigenen vier Waenden.
Betroffen sind besonders Menschen mit Latex-Ueberempfindlichkeit, bei denen der Ficus benjamina eine Kreuzallergie ausloesen kann.
Verantwortlich sind dafuer Eiweisse im Saft der Pflanze, die ueber die Blattoberflaeche abgegeben werden und sich an Staub binden koennen.
Quelle: Hausarzt, 7.5.98
Endoskopische Allergietestung
in: Deutsches Ärzteblatt 93, Heft 5 (02.02.1996), Seite A-251 MEDIZIN: Für Sie referiert
Echte Nahrungsmittelallergien sind relativ selten in einer Größenordnung von ein bis drei Prozent. Hauttests und Messungen von Serum-IgE korrelieren in der Regel schlecht mit klinischen Symptomen. Von Reimann ist die endoskopische Injektion von Nahrungsallergenen erstmals vorgeschlagen und praktiziert worden. Die Autoren injizierten bei 29 Patienten mit Zeichen einer Nahrungsallergie (Bauchschmerzen, Durchfall, Eosinophilie, Besserung auf Natriumchromoglycat oder Eliminationsdiäten) im Rahmen einer Koloskopie insgesamt 84 Allergene in die Schleimhaut. 20 Minuten später wurden die Reaktion semiquantitativ erfaßt und Gewebsproben aus der entsprechenden Stelle genommen. 72 Prozent der untersuchten Patienten wiesen mindestens eine positive Reaktion auf. Am häufigsten fanden sich positive Reaktionen auf Apfel, Haselnuß, Milcheiweiß, Weizen, Paprika, Schweinefleisch und Eier. Zehn der 21 Patienten mit positiver intestinaler Allergieprovokation konnten erfolgreich durch Eliminationsdiät oder Kolimune behandelt werden. W
Bischoff SC, Meyer J, Hermann A, Meyer PN, Zeck-Kapp G, Manns MP:
Intestinal allergy provocation test by endoscopy: New diagnostic tool for food allergy? Gastroenterology 95;
Abteilung für Gastroenterologie und Hepatologie der Medizinischen Hochschule Hannover
Asthma nicht durch Hausstaub
Fuer das immer haeufigere Auftreten von Asthma bei Kindern werden meist Hausstaeube, Milben oder Katzenhaare verantwortlich gemacht. Auch ist die Ansicht verbreitet, dass die Luft von Innenraeumen mit ihrem hohen Staubgehalt ebenfalls die Asthmaentstehung foerdert. Doch die Ergebnisse einer umfangreichen Studie wider-sprechen diesen Ansichten jetzt. Bei den Untersuchungen konnte kein Zusammenhang zwischen der Entstehung von Asthma bei Kindern und der Menge von Allergenen festgestellt werden.
Die Mediziner verfolgten den Werdegang von ueber 1.300 im Jahr 1990 geborenen Kindern aus fuenf deutschen Staedten. In regel-maessigen Abstaenden wurde ihr Blut auf Antikoerper gegen Nahrungs und Luftantigene untersucht. Gleichzeitig wurden die Eltern zur Gesundheit ihrer Kinder befragt sowie die Allergenbelastung der Wohnungsluft ermittelt. Im Alter von sieben Jahren unterzogen sich die Kinder zudem einer Lungenfunnktionspruefung.
Insgesamt wurde bei rund 6 Prozent der Kinder Asthma diagnostiziert. Die Mediziner konnten jedoch keinen Zusammenhang zu Allergenen und ihren Antikoerpern finden. Zu aehnlichen Schlussfolgerungen waren bereits Studien in Frankreich und Nordamerika gelangt. Nur wenn ein Kind bereits an Asthma erkrankt sei, waere eine allergenarme Luft durchaus hilfreich, sagen die Forscher.
Quelle: Medizinische Fakultaet Charité der Humboldt-Universitaet
zu Berlin, 7.11.00
Forschung: Susanne Lau, Klinik fuer Paediatrie mit dem Schwerpunkt
Allergologie und Immunologie, Charité, und Sabina Illi, Kinder-
klinik der Ludwig-Maximilians-Universitaet Muenchen, Multicentre
Allergy Study Group, in The Lancet Vol. 356 No. 9239, pp 1392-1397
Jeder Fuenfte verliert seine Erdnussallergie
Wer als junger Mensch eine Erdnussallergie bekommt, muss nicht unbedingt sein Leben lang darunter leiden. Bei jedem Fuenften koennte die Allergie im spaeteren Leben wieder verschwinden. Darauf hat jetzt ein amerikanische Forscher hingewiesen, der selbst Allergiker ist. Er untersucht seit laengerem an Kindern und Erwachsenen, wie sich Allergien zurueckbilden.
Besonders Kinder leiden oftmals an verschiedenen Lebensmittel-Allergien, die sie spaeter aber verlieren. Damit steigen die Chancen, dass auch die Erdnuss-Allergie verschwindet, sagt der Forscher. Dies hat er in Allergietests mit 223 Patienten ermittelt. Bei 48 Teilnehmern war die Erdnussallergie verschwunden, ohne dass die Patienten dies bemerkt hatten.
Bisher ging man davon aus, dass Erdnussallergien ein Leben lang anhalten. Der Forscher empfiehlt jetzt betroffenen Allergikern, sich wiederholt testen zu lassen. Bei Kindern seien Tests alle ein bis zwei Jahre angemessen. Dies duerfe allerdings nicht im Selbstversuch, sondern nur unter aerztlicher Aufsicht geschehen.
Quelle: Johns Hopkins Medical Institutions, 9.2.01
Forschung: Robert Wood, in Journal of Allergy and Clinical Immunology, Febr. 2001
Bakterien gegen Allergien
Das Allergierisiko von Neugeborenen kann deutlich gesenkt werden, indem man sie fruehzeitig in Kontakt mit gutartigen Darmbakterien bringt. Dies berichten finnische Mediziner nach einer Ernaehrungsstudie mit 132 schwangeren Frauen. Die Haelfte der Frauen hatte waehrend der letzten zwei Wochen vor der Entbindung Kapseln mit harmlosen Lactobacillus-Bakterien eingenommen. Waehrend der ersten sechs Lebensmonate erhielten auch ihre Sproesslinge die Bakterien verabreicht.
Im Vergleich zur Kontrollgruppe, die lediglich Placebo-Praeparate eingenommen hatte, wiesen diese Kinder zwar kaum veraenderte Antikoerper-Spiegel gegen Hausstaub-Milben oder Katzen auf. Im Verlauf des Untersuchungszeitraums entwickelten sie jedoch deutlich seltener Ekzeme. Nach Ansicht der Forscher zeigen die Ergebnisse, dass die Darmflora regulierend auf das Immunsystem einwirkt. Wie genau diese Beeinflussung stattfinde, sei bislang kaum erforscht. Im Kampf gegen die zunehmenden Allergien koennte die Darmflora sich jedoch als wichtiger Verbuendeter erweisen.
Quelle: The Lancet, Vol 357, No. 9262, 7.4.01
Forschung: Marko Kalliomaki, University of Turku, Finnland
+++ Stich mit Folgen +++
Bienen und Wespen mögen in der Natur noch so nützlich sein: Für Insektengift-Allergiker sind sie lebensbedrohlich. Deshalb sollte nach einem Stich unbedingt ein Notarzt gerufen werden, wenn das Opfer Symptome einer Insektengift-Allergie zeigt.
Betroffene reagieren binnen Sekunden, spätestens nach wenigen Minuten mit Hautausschlag, Schweißausbrüchen, Schwindel, Übelkeit und Erbrechen. Schlimmstenfalls kommt es einem allergischen Schock mit Bewusstlosigkeit sowie Atem- bzw. Kreislaufstillstand. Allergiker sollten zur Sicherheit immer ein Notfallset bei sich haben: Adrenalin- Spray gegen Atemnot und Schock sowie ein Antihistaminikum und ein Cortisonpräparat gegen die Allergie. Das Antihistaminikum wirkt sofort gegen die Allergie, das Cortison langsamer, aber stärker.
Für normal empfindliche Menschen sind nur Insektenstiche im Rachenraum bedrohlich, da hier Schwellungen zum Ersticken führen können. Im Freien sollte man deshalb auf unerwünschte Mitesser auf Eis und Kuchen oder in Getränken achten. Bienen und Wespen stechen in der Regel nur, wenn sie sich bedroht fühlen - deshalb angesichts der geflügelten Bedrohung nicht panisch um sich schlagen, sondern Ruhe bewahren und sich langsam bewegen.
Schnelle Hilfe:
http://www.hal-allergie.de/allergieinfos/insekten.htm
http://www.daab.de/insekt.html
http://www.m-ww.de/krankheiten/hautkrankheiten/allergie_allgemeines.html