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DRG ist eine Abkürzung aus dem Gesundheitswesen. Sie bedeutet Diagnosis Related Groups. Mit dem Begriff bezeichnet man eine Abrechnungsart für Krankenhäuser, die nach diagnosebezogenen Fallpauschalen abrechnet und nicht mehr wie bisher im Wesentlichen nach der Liegezeit. Man kann den Begriff auf Deutsch auch als Fallpauschale für definierte Krankheitsfälle umschreiben.

1 Beispiel:

2 Nachteile des DRG-Systems

3 Verbesserung der DRG-Systeme

4 Einführung in Deutschland

5 Geschichte

6 Stichworte

7 Weblinks

Beispiel:

Ein Patient mit akutem Herzinfarkt wird nicht mehr nach der Liegezeit und dem Tagessatz abgerechnet, sondern das Krankenhaus bekommt für ihn eine (nach Schwere der Krankheit und Zahl der Begleiterkrankungen variierenden) Festbetrag bezahlt.

Das Leistungsspektrum der Krankenhäuser wird in einem Katalog von ungefähr 800 Abrechnungspositionen abgebildet. Grundlage zur Bildung von DRG-Fallpauschalen sind medizinische Diagnosen-, Operations- und Behandlungsschlüssel. Durch die Einbeziehung von Haupt- und Nebendiagnosen werden auch unterschiedliche Schweregrade der Erkrankung berücksichtigt. Kriterien wie Alter und Geschlecht werden ebenfalls in die Berechnung einbezogen.

Das DRG-System gilt nur für Patienten der gesetzlichen Krankenversicherung gKV, nicht aber für Privatpatienten. Es gilt auch nicht für psychiatrische Fälle.

Durch die Einführung der DRG Abrechnung soll

Nachteile des DRG-Systems

es entsteht ein gewaltiger Codieraufwand für Diagnosen und Leistungen, die die Ärzte von ihrer Arbeit abhält.

In den USA und Australien wird von professionellen Dokumentationsassistenten kodiert.

der Druck, Patienten schnell zu entlassen, wird größer werden. Das kann auf Kosten der medizinischen Qualität gehen. Stichwort "blutige Entlassung"

mangelnde Homogenität der einzelnen DRGs (Behandlungsfallgruppe)

DRG-Systeme wurden mit dem Ziel gebildet, bezüglich des medizinischen und finanziellen Aufwandes vergleichbare Behandlungsfallgruppen festzulegen. Wenn die Behandlungsfallgruppen homogen sind, können sie gut in der Kostenträgerrechnung und bei Betriebsvergleichen verwendet werden.

Eine auf inhomogenen Behandlungsfallgruppen basierende Vergütung kann Anreize setzen, innerhalb der Gruppen nach kostengünstigen Untergruppen zu suchen um Kosten zu sparen.

Verbesserung der DRG-Systeme

Verfeinerung der DRGs durch Differenzierung der Begleiterkrankungen

Einführung von Altersgrenzen

Verwendung von zusätzlichen Kriterien wie Geburtsgewicht, Ein-Tages-Fall, Notfall.

Präzisierung der Falldefinition

Beachtung weiterer kostenrelevanter Patientenmerkmale, welche über die ärztlichen Diagnosen hinausgehen (z.B. Handicaps wie Analphabetiker oder soziale Kriterien wie Landstreicher)

Unterbindung der Möglichkeit zur Manipulation der Gruppenzuteilung infolge einer nicht sehr präzisen Definition der Hauptdiagnose.

Einführung in Deutschland

Die Abrechnung nach Fallpauschalen wird in Stufen ab dem 1. Januar 2003 - bis zum 1. Januar 2004 auf freiwilliger Basis - eingeführt. Ab dem 1. Januar 2007 wird endgültig nach bundesweit einheitlichen Fallpauschalen abgerechnet.

Das DRG-Abrechnungsgesetz trat im März 2002 in Kraft. Es heißt genau: Gesetzes zur Einführung des diagnoseorientierten Abrechnungssystems nach Fallpauschalen für die Krankenhausleistungen

Geschichte

DRGs wurden in den USA an der Yale-Universität von Prof. Fetter 1975 entwickelt. Sie wurden in den USA bereits vor 18 Jahren eingeführt. Es kam dadurch zur Verschiebung von stationären zu mehr ambulanten Leistungen. Es wird geschätzt, dass nach Einführung der DRGs in Deutschland ungefähr 400 von derzeit 2200 Krankenhäusern überzählig sein werden.

Seit ungefähr 17 Jahren werden DRGs in Amerika angewendet. Die amerikanischen DRGs der Health Care Financing Administration (HCFA) werden in voller Breite nur für die Bevölkerung über 65 Jahre, die durch das staatliche Medicare-Programm versichert ist, angewendet.

Stichworte

Weblinks

http://www.uniklinik-freiburg.de/v/geb1/a12bc/de/mit/links.xml

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Recht Brauchbare Zusammenstellung zum Thema DRG

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