Hypertroph Obstruktive Kardiomyopathie         Zurück

Titel

Krankheitsnummer ( ICD )

engl Bezeichnung + Abkürzungen

hypertrophic obstructive cardiomyopathy

HOCM = HOKM

TASH -         Transkoronare Ablation der Septum Hypertrophie

alte Bezeichnung IHSS


Definition

Bei der HOCM behindert ein in die Herzkammer vorspringender Muskelwulst, also zuviel vorhandene Herzmuskulatur, den Ausstrom des Blutes aus der Herzkammer in die Hauptschlagader.

Die hypertrophisch obstruktive Kardiomyopathie ist eine erbliche Erkrankung der Herzmuskulatur. Sie gehört in die Gruppe der hypertrophischen Kardiomyopathien. Im angelsächsichen Raum werden diese nicht weiter unterteilt und als HCM geführt. Der Name HOCM leitet sich von dem griechischen "hyper" = "über, über-hinaus" und "trophe"= "Nahrung" und dem lateinischen "obstructio" = "Verstopfung" ab. Die Krankheit ist durch eine fortschreitende Verdickung der Herzmuskelzellen (Hypertrophie) einzelner oder aller Wandschichten, insbesondere des linken Ventrikels (Ventrikel = Herzkammer) gekennzeichnet.

Im Vordergrund steht dabei eine besonders ausgeprägte, asymmetrische Verdickung des basisnahen Septums (Septum = Herzscheidewand) zwischen rechtem und linken Ventrikel. Diese Verdickung liegt im Bereich der beiden Herzklappen des linken Ventrikels und führt zusammen mit der Mitralklappe (Einlaßklappe) zu einer dynamischen Einengung der Ausflußbahn des linken Ventrikels und damit zu einer Behinderung der Pumparbeit des Herzens. Die linke Herzkammer kann nur mit erhöhtem Druck das Blut durch den von der Septummuskulatur und Mitralklappe gebildeten Ring am Ausgang der Kammer durch die Aortenklappe (Auslass-Klappe) in die Hauptschlagader befördern. Es entsteht so während der Systole (Pump-Phase des Herzens) eine Druckdifferenz zwischen der Spitze und der Ausflußbahn des Ventrikels. Zusätzlich wird die Pumpleistung des Herzens in Folge der Muskelverdickung durch eine verminderte Dehnbarkeit des linken und meist auch des rechten Ventrikels zusätzlich beeinträchtigt. Die Füllung des Herzens ist nur unter erhöhten Füllungsdrucken möglich und das Blut staut sich daher in der Lunge ( verursacht Luftnot) oder im Körper (verursacht Wasseransammlungen).


Einteilungen


Ätiologie 


Epidemiologie

Etwa 5 - 10 Menschen erkranken pro Jahr bezogen auf 100 000 Einwohner.

Etwa die Hälfte der Patienten mit HCM haben Verwandte ersten Grades, die ebenfalls an einer hypertrophischen Kardiomyopathie erkrankt sind; damit liegt bei ihnen eine familiäre hypertrophische Kardiomyopathie (FHC) vor. Die FHC wird autosomal-dominant vererbt und hat eine inkomplette Penetranz (etwa 80 Prozent). Dies bedeutet, daß einerseits etwa die Hälfte der Nachkommen eines Erkrankten ebenfalls das Krankheitsgen erben werden und daß andererseits nicht alle Patienten, die ein mutiertes Gen besitzen, auch die Erkrankung (Phänotyp) ausbilden werden.

Neben einer sporadisch auftretenden Form tritt die HOCM auch familiär gehäuft auf, es wird ein autosomale-dominanter Vererbungstyp beschrieben.

Die Erkrankung kann bereits im Kindesalter auftreten, wird jedoch gehäuft nach der Pubertät, aber auch erst in hohem Lebensalter gefunden.


Kosten


Pathologie

Die Hypertrophie ist variabel und entwickelt sich bevorzugt im interventrikulären Septum, seltener betrifft sie den linken Ventrikel symmetrisch.

Mikroskopisch ist die HCM hauptsächlich durch eine Hypertrophie der Myozyten, eine Desorganisation der Myozyten und Myofibrillen ("disarray") und eine interstitielle Fibrose gekennzeichnet. Das "disarray" ist dabei nicht auf die makroskopisch hypertrophierten Segmente begrenzt.


Pathophysiologie


Symptome und Klinik

Patienten mit HCM haben oft keine Symptome

oder nur diskrete kardiovaskuläre Beschwerden  (wie Luftnot, Angina pectoris, Müdigkeit, Schwindel oder Synkopen),

seltener leiden betroffene Personen unter einer schweren Herzinsuffizienz.

Es besteht ein erhöhtes Risiko für den plötzlichen Herztod, der insbesondere beschwerdefreie Jugendliche gefährdet. Die Ursachen für den plötzlichen Herztod sind Arrhythmien (ventrikuläre Tachykardien oder Kammerflimmern).

Der variable klinische Verlauf der Erkrankung wird im wesentlichen von dem Vorhandensein einer Obstruktion des linksventrikulären Ausflußtraktes, von einer terminal progressiven Ventrikeldilatation, von einer Myokardischämie, von ventrikulären Herzrhythmusstörungen oder von einer peripheren Vasodilatation beeinflußt.


Diagnostik

Die Diagnose einer hypertrophischen Kardiomyopathie wird bei Erwachsenen hauptsächlich mit Hilfe der Echokardiographie (ein- und zweidimensional) und des EKG erstellt. Als erkrankt werden Personen angesehen, bei denen die Dicke des interventrikulären Septums oder der Hinterwand 13 Millimeter überschreitet, eine linksventrikuläre Obstruktion festgestellt wurde oder bei denen Auffälligkeiten im EKG (linksventrikuläre Hypertrophie, negative Q-Wellen, Repolarisationsstörungen) vorliegen, ohne daß ein arterieller Hypertonus oder eine Herzklappenerkrankung (zum Beispiel eine Aortenklappenstenose) nachgewiesen wurden.

Die systolische Vorwärtsbewegung der Mitralklappe (SAM) ist typisch, aber nicht spezifisch, für die HCM und mit einer Obstruktion des linksventrikulären Ausflußtraktes verbunden. Die echokardiographischen Messungen der Septum- und Ventrikelwanddicken müssen bei Kindern über Wachstumstabellen normalisiert werden. An invasiver Diagnostik können elektrophysiologische, angiologische und hämodynamische Untersuchungen durchgeführt werden.

Zb Druckmessung Aorta, LVOT , LV Spitze

         Anamnesefragen

       Körperliche Untersuchung

         Labor

         Sonstige Verfahren

         Differential Diagnostik

Anamnesefragen

Körperliche Untersuchung

ein systolisches Herzgeräusch von niederfrequentem Klangcharakter, das am lautesten über dem 3/4.ICR li. parasternal zu hören ist und unmittelbar nach Belastung oder im Hocken deutlich lauter wird

Labor

Sonstige Verfahren

EKG

Echo

Herzkatheter mit Druckmessung im Linken Ventrikel

Differential Diagnostik


Bilder


Therapie

Bisher zielt die Behandlung von Patienten mit hypertrophischer Kardiomyopathie auf die Verminderung der Symptome und auf die Reduktion des Gradienten des linksventrikulären Ausflußtrakts. Dies geschieht über eine Verbesserung der diastolischen Relaxation und eine Reduktion der systolischen Kontraktion mit der hochdosierten Gabe von Betablockern oder Kalziumantagonisten. Neben Amiodaron wird weiterhin Disopyramid als Antiarrhythmikum eingesetzt. Bei nachgewiesenen lebensbedrohlichen ventrikulären Herzrhythmusstörungen besteht die Option des Einsatzes eines implantierbaren Kardioverter-Defibrillators (ICD). Lassen sich die Symptome der Patienten nicht durch Medikamente bessern, so kann eine Myektomie durchgeführt werden. In neuerer Zeit werden Zweikammer- Schrittmacher - Systeme unter Programmierung einer verkürzten Vorhof- Kammer-Überleitungszeit mit dem Ziel eingesetzt, den Gradienten des Ausflußtrakts zu verringern und gleichzeitig eine verbesserte Füllung des linken Ventrikels zu erreichen. Ferner ist es für Patienten mit einer HCM ratsam, keine starken körperlichen Belastungen einzugehen.

Behandlung dieser Patienten mittels Herzkatheter heißt, daß durch den Arzt über einen Herzkatheter ein Herzinfarkt hervorgerufen wird. Dieser gezielte, therapeutische Infarkt bewirkt - u. a. über eine Schrumpfung des Muskelwulstes, daß nunmehr das Blut ungehindert in den Körper gepumpt werden kann.

Der Infarkt wird ausgelöst, indem zunächst ein üblicher Herzkatheter, also ein dünner Schlauch in örtlicher Betäubung über einen etwa 2 mm großen Hautschnitt in der Leistengegend zum Herzen vorgeführt wird. Durch diesen Schlauch wird in üblicher Technik, wie sie zur Aufweitung verengter Herzkranzgefäße mittels Ballon angewendet wird, ein dünner  Schlauch in ein kleines Seitengefäß (sog. Septalast) der linken Herzschlagader vorgeschoben. Es wird das Blutgefäß ausgewählt, das den Muskelwulst mit Blut versorgt. Anschließend wird in dieses Gefäß hochprozentiger Alkohol gespritzt und damit das Gefäß verödet bzw. verschlossen mit anschließendem Infarkt, d. h. Absterben und Schrumpfen des überschüssigen Muskelwulstes.

Die Methode wurde erstmals im April 1994 von der Bielefelder Arbeitsgruppe um Prof. Kuhn an der Abteilung Kardiologie der Städtischen Kliniken vorgeschlagen nach grundlegenden, seit 1991 durchgeführten Voruntersuchungen durch diese Arbeitsgruppe. Für die Methode wurde die Bezeichung "transkoronare Ablation (also Beseitigung) der Septumhypertrophie(TASH)" (also der Verdickung der Herzscheidewand) gewählt. Sie wird inzwischen von kardiologischen Zentren in Deutschland, England und den USA angewendet.

Zeitschrift für Kardiologie

ISSN: 0300-5860 (printed version)

Abstract Volume 89 Issue 6 (2000) pp 559-564

neue diagnostische und therap. verfahren: Fünf Jahre TASH (Transkoronare Ablation der Septum Hypertrophie), eine Bilanz Transcoronary Ablation of Septal Hypertrophy (TASH) in HOCM: a five year experience

H. Kuhn

Städtische Kliniken Bielefeld Teutoburerstraße 50 D-33604 Bielefeld E-mail:

kuhn@sk-bielefeld.de

Eingegangen: 29. März 2000/Akzeptiert: 17. April 2000

Summary From 1991 to 1993, our group carried out extensive studies in the development of a new catheter-interventional concept of treatment for HOCM and suggested in 1994 the injection of absolute ethanol into the first major septal branch using the common PTCA technique. This approach was first used therapeutically by Sigwart in London and by our group in Bielefeld. Based on rhythmologic studies of other authors we suggested the designation Transcoronary Ablation of Septal Hypertrophy (TASH). Since 1995, an estimated 1000 patients (about 600 from Germany) in some 20 countries have been treated by this method. In 1997 a national multicenter TASH-registry was created by the German Cardiac Society. During the last five years extensive studies have been performed by different groups. Significant clinical and hemodynamic improvements were consistently found. This was true for both young and old patients, for patients with resting gradient and with provocable gradient. Clinical improvement (rate of improved patients about 90%) was seen under conditions of rest and stress, as well as during long-term follow-up. Specifically, there was a significant decrease of functional class, a reduced rate of syncope, and a reduced degree of mitral insufficiency. Exercise capacity, oxygen uptake and the cardiac index increased, intraventricular gradient, the enddiastolic pressure of the left ventricle and the left atrial size decreased. Also there was a decrease in the septal thickness with increase in the cross sectional area of the outflow tract and with local contraction disorder. PET examination showed an ablation induced local myocardial defect. There was also evidence for improved diastolic function. Electrophysiological and Holter monitor studies indicated no increased arrhythmogenicity. The prognosis seems to be improved. Histologically, an atypical infarct pattern was found, i.e., the common roundcell infiltration and the fibrotic process were surrounding but not penetrating the alcohol induced myocardial center of necrosis. The inhospital mortality rate amounts to about 1.8%. The rate of permanent total av- block after TASH is less than 10%. In 15% a second TASH is necessary. In summary, during the last five years TASH has become a promising new catheter interventional therapy for HOCM, which compares favorably with surgical treatment. In experienced centers it has become a routinely performed procedure. The indication should be limited to severely symptomatic patients with typical (subaortic) HOCM. Further careful clinical examinations after TASH are required. All patients should be enrolled into a registry. TASH also constitutes a new area for comprehensive clinical research.

Key words TASH - hypertrophic obstructive cardiomyopathy - alcohol ablation - interventional

cardiology - percutaneous

intervention


Verlauf


Fälle

10.1.Frau mit typischer HOCM

Linksherzdruckmessung von D., Martha geb 24

vom 22.07.93

Systolische Druckwerte in Ruhe:

LV Spitze: 200 mm Hg,   LV Ausflußbahn: 150 mm Hg

==> Druckgradient 50 mm Hg

Aorta: 150 mm Hg

typische doppelgipflige Aortendruckkurve wie bei HOCM

Systolische Druckwerte nach 4 Hüben Nitro:

LV Spitze: 270 mm Hg , LV Ausflußbahn: 120 mm Hg

==> Druckgradient 150 mm HG

Aorta: 110 mm Hg

Beurteilung: Klassisches Bild der Hypertroph Obstruktiven Kardiomyopathie mit einem Druckgradienten des Systolischen Druckes zwischen LV Spitze und LV Aussflussbahn von 50 mm Hg nach Nitro von 150 mm Hg

Weitere Druckwerte:

LVEDP: ca 15 mm Hg

Fall 2. Junge , 7 Jahre alt

Unter diesen war ein 7-jähriger Junge (aus München) mit einer für sein Alter ungewöhnlichen Anamnese. Normalerweise ist die HCM keine Krankheit des Kindesalters. Hier aber waren früh Symptome einer lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörung verbunden mit hochgradiger Hypertrophie und einem Herzstillstand (mit Kardiokonversion) beobachtet worden. Da sonst niemand in der Familie erkrankt war, gab es hier nur die Möglichkeit einer direkten molekularen Analyse von bekannten HCM-Genen. Bei der Analyse der 40 Exons des ß-Myosingens wurde tatsächlich eine Mutation nachgewiesen. Es handelte sich um einen Basenaustausch in Exon 19 des Gens, durch den in Codon 719 ein CGG Triplett in ein TGG umgewandelt wurde. Die Folge war ein Austausch von Arginin durch Tryptophan in der Aminosäureposition 719 des ß-Myosins. Diese Mutation wurde - wie nach den klinischen Daten erwartet - bei keinem anderen Familienmitglied gefunden. Bei gesicherter Paternität konnte hier also auf eine Neumutation ("de novo") geschlossen werden.

Fall 3.Frau N. mit nicht obstruktiver KM und rez Vorhofflimmern

Sepum 1995 25 mm    1997 35 mm

Fall 4.Herr Na. KC 97 , junger Mann mit ausgeprägtem HOCM


Experten + Krankenhäuser

Prof. Kuhn an der Abteilung Kardiologie der Städtischen Kliniken Bielefeld

H. Kuhn, F. Gietzen, C. Leuner, C. Strunk-Müller

II. Medizinische Klinik, Städtische Kliniken Bielefeld

Dr. med. Christian Hengstenberg

Uniklinik Münster

Krankenhaus Bethanien in Frankfurt

B. Hasenmaier

Schweinfurt Prof H. Seggewiß : Spezialist für HOCM

Myektomien in der Herzchirurgie in Göttingen


Selbsthilfegruppen

Literatur

Kuhn H.

Transcoronary ablation of septal hypertrophy (TASH): a 5-year experience

Z Kardiol. 2000 Jun;89(6):559-64. Review. German.

PMID: 10929441; UI: 20385736

ND: 83199590

AU: Kuhn H; Gietzen F; Mercier J;

Loesse B; Koehler E; Schulte HD;

Bircks W; Loogen F

TI: Untersuchungen zur Klinik, zum Verlauf und zur Prognose

verschiedener Formen der

hypertrophischen Kardiomyopathie.

(Clinical aspects, course and

prognosis of various forms of

hypertrophic cardiomyopathy)

SO: Z Kardiol, 72 (2) 83-98 /1983 Feb/

IMD=8308

LA: German

CY: GERMANY, WEST

JC: XW7 SS: 0300-5860

CS: Medizinische Klinik und Poliklinik,

Universitaet Duesseldorf.

CT: CARDIOMYOPATHY, HYPERTROPHIC

/*diagnosis/therapy ADULT

BLOOD PRESSURE

DIAGNOSIS, DIFFERENTIAL

ELECTROCARDIOGRAPHY

ENGLISH ABSTRACT FEMALE

HEART ENLARGEMENT/diagnosis

HEART VENTRICLE/physiopathology

HUMAN MALE

MYOCARDIAL CONTRACTION

POSTOPERATIVE COMPLICATIONS

/mortality PROGNOSIS

PROPRANOLOL/therapeutic use

VERAPAMIL/therapeutic use

TE: Verapamil 52-53-9 ;

Propranolol 525-66-6

AB: To characterize the different types

of hypertrophic cardiomyopathy

[typical (subaortic) hypertrophic

obstructive cardiomyopathy (HOCM) (n

= 235), atypical (midventricular or

apical) HOCM (n = 33), and

hypertrophic nonobstructive

cardiomyopathy (HNCM) (n = 85)],

studies of the clinical picture,

course, and prognosis were performed

in 353 patients. Clinical picture.

There were found to be distinct

differences between the diseases in

terms of incidence, symptoms,

findings at auscultation, carotid

pulse tracings, ECG (incidence of

abnormal negative T-waves), and

echocardiography. Echochardiography

proved to be diagnostically less

specific than invasive methods,

however, and in particular often

failed to distinguish between

atypical HOCM and HNCM. Clinical

course. There was no evidence of a

change from one form of hypertrophic

cardiomyopathy to the other. The

Sokolow-Lyon index in the ECG did

not increase in any group. The rate

of complications (endocarditis,

systemic emboli) varied between 0.61

and 1.28 events per 100 patient

years. Only 7.4%-23.5% of patients

with HOCM improved as a result of

conservative treatment, compared to

83%-87.5% of surgical patients. In

addition, the rate of postoperative

syncope was reduced by 90%.

Prognosis. 90 patients were operated

on. Operative mortality in typical

HOCM was 4.5% over the last 5 years.

If this is disregarded, the

cumulative survival rates are

significantly higher in surgical

patients with typical HOCM than in

those treated conservatively. The

data confirm surgical treatment to

be the therapy of choice in patients

with HOCM refractory to conservative

treatment. The prognosis seems to be

improved by operation.

ND: 81104846

AU: Kuhn H; Thelen U; Leuner C;

Koehler E; Bluschke V

TI: Langzeitbehandlung der

hypertrophischen nicht obstruktiven

Kardiomyopathie (HNCM) mit

Verapamil.

(Long-term treatment of hypertrophic

non obstructive cardiomyopathy

(HNCM) with verapamil (author's

transl))

SO: Z Kardiol, 69 (10) 669-75

/1980 Oct/IMD=8105

LA: German

CY: GERMANY, WEST

JC: XW7 SS: 0300-5860

CS: Medizinische Klinik und Poliklinik,

der Universitaet Duesseldorf.

CT: CARDIOMYOPATHY, HYPERTROPHIC

/*drug therapy/pathology

VERAPAMIL/pharmacology

/*therapeutic use ADOLESCENCE

ADULT AGED

ECHOCARDIOGRAPHY

ELECTROCARDIOGRAPHY

ENGLISH ABSTRACT FEMALE

HUMAN MALE MIDDLE AGE

MYOCARDIAL CONTRACTION

/drug effects

STIMULATION, CHEMICAL

TE: Verapamil 52-53-9


Internetquellen


Geschichte der Krankheit

1962 wurde diese Erkrankung erstmals von Eugene Braunwald beschrieben.

Im älteren Schriftum wird sie auch als IHSS abgekürzt.


Diskussion und Fragen,Anmerkungen


Stichworte


Orginaltexte:


 

 Hypertrophisch Obstruktive Cardiomyopathie (HOCM)  Was ist das
 

Die hypertrophisch obstruktive Kardiomyopathie ist eine erbliche Erkrankung
der Herzmuskulatur. Sie gehört in die Gruppe der hypertrophischen
Kardiomyopathien. Im angelsächsichen Raum werden diese nicht weiter
unterteilt und als HCM geführt. Der Name HOCM leitet sich von dem
griechischen "hyper" = "über, über-hinaus" und "trophe"=
"Nahrung" und dem lateinischen "obstructio" = "Verstopfung" ab. Die
Krankheit ist durch eine fortschreitende Verdickung der Herzmuskelzellen
(Hypertrophie) einzelner oder aller Wandschichten, insbesondere des linken
Ventrikels (Ventrikel = Herzkammer) gekennzeichnet.

 Im Vordergrund steht dabei eine besonders ausgeprägte,
asymmetrische Verdickung des basisnahen Septums (Septum =
Herzscheidewand) zwischen rechtem und linken Ventrikel.  Diese Verdickung
liegt im Bereich der beiden Herzklappen des linken Ventrikels und führt
zusammen mit der Mitralklappe (Einlaßklappe) zu einer dynamischen
Einengung der Ausflußbahn des linken Ventrikels und damit zu einer
Behinderung der Pumparbeit des Herzens. Die linke Herzkammer kann nur
mit erhöhtem Druck das Blut durch den von der Septummuskulatur und
Mitralklappe gebildeten Ring am Ausgang der Kammer durch die
Aortenklappe (Auslass-Klappe) in die Hauptschlagader befördern. Es
entsteht so während der Systole (Pump-Phase des Herzens) eine
Druckdifferenz zwischen der Spitze und der Ausflußbahn des
Ventrikels. Zusätzlich wird die Pumpleistung des Herzens in Folge der
Muskelverdickung durch eine verminderte Dehnbarkeit des linken und meist
auch des rechten Ventrikels zusätzlich beeinträchtigt. Die Füllung des
Herzens ist nur unter erhöhten Füllungsdrucken möglich und das
Blut staut sich daher in der Lunge ( verursacht Luftnot) oder im Körper
(verursacht Wasseransammlungen).

Neben einer sporadisch auftretenden Form tritt die HOCM auch familiär
gehäuft auf, es wird ein autosomale-dominanter Vererbungstyp beschrieben.

Die Erkrankung kann bereits im Kindesalter auftreten, wird jedoch gehäuft
nach der Pubertät, aber auch erst in hohem Lebensalter gefunden.

 Erst in einem fortgeschrittenem Stadium treten Beschwerden in Form
von Luftnot bei Belastung und/oder Enge in der Brust im Sinne einer Angina
pectoris auf. Von besonderer Bedeutung ist das Auftreten von Synkopen
(Ohnmachten), die auch zum Tode führen können. Die HOCM ist
mit eine der häufigsten Ursachen für plötzliche Tode bei Sportlern im Alter
unter 30 Jahren. Diese Komplikation ist am häufigsten bei der familiär
auftretenden Form in Verbindung mit einer ausgeprägten Erkrankung und
begleitenden Herzrhythmusstörungen zu beobachten. Bei einer
ausgeprägten Form der Erkrankung ist die Lebenserwartung deutlich
eingeschränkt. Mögliche Krankheitsfolgen sind: Die weitere Verdickung der
Herzwände, das Eintreten einer Herzinsuffizienz (Herzmuskelschwäche),
sowie das Auftreten von Herzrhythmusstörungen, Syncopen (Ohnmachten)
und einem plötzlichen Herztod.

Ein typisches Zeichen für diese Erkrankung ist ein systolisches Herzgeräusch
von niederfrequentem Klangcharakter, das am lautesten über dem 3/4.ICR li.
parasternal ohne Fortleitung in die Karotiden gehört werden kann und
unmittelbar nach Belastung oder im Hocken deutlich lauter wird.

1962 wurde diese Erkrankung erstmals von Eugene Braunwald
beschrieben. Im älteren Schriftum wird sie auch als IHSS abgekürzt.

Autor: Dr. med. Chr. J. Leuner,
 

Hypertrophe Obstruktive Cardiomyopathie (HOCM)

                 wie wird das festgestellt?
 
 

 Ein erster Hinweis auf die Erkrankung ist häufig ein systolisches
Herzgeräusch von niederfrequentem Klangcharakter, das am lautesten über
dem 3/4.ICR li. parasternal ohne Fortleitung in die Halsarterien gehört
werden kann und unmittelbar nach Belastung oder im Hocken deutlich lauter
wird. Auch das normale Ruhe-EKG kann wichtige Hinweise liefern Es
zeigt in gelegentlich stark wechselnder Ausprägung tiefe, meist
gleichschenklige T-Negativierungen in den Brustwandableitungen
(überwiegend V3/V4) und auch Q-Zacken als besonders typischen Hinweis
auf die Septumhypertrophie . Mit Hilfe der Ultraschalluntersuchung
des Herzens, der Dopplerechokardiografie, kann eindeutig sowohl die
Erkrankung selbst, als auch der Grad der Einenung der Strombahn in der
linken Herzkammer zuverlässig bestimmt werden.

Die exakte Bestimmung des Schweregrades, insbesondere auch das
Ausmaß der Dehnbarkeitsstörung der Herzmuskulatur und der Grad einer
häufig begleitenden Mitralinsuffizienz (Undichtigkeit der Einlaßklappe), ist
erst mit einer Herzkatheteruntersuchung möglich, die eine direkte
Druckmessung im Herzen und die Darstellung der aller Herzhöhlen in
ihrer Gesamtheit mit Hilfe von Kontrastmitteln erlaubt. Auch ist erst auf diese
Weise die Darstellung der arteriellen Gefäße (Koronararterien) möglich, die
das Septum mit Blut versorgen. Diese Kenntnis ist die Voraussetzung für
eine eventuelle Verödung der verdickten Muskulatur in diesem Bereich mit
Hilfe einer speziellen Kathetertechnik (TASH).

Autor: Dr. med. Chr. J. Leuner
 

 Hypertrophisch Obstruktive Cardiomyopathie (HOCM)

                 Wie wird sie behandelt?!
 
 

Bei Patienten mit geringen oder ohne Beschwerden ist keine Behandlung
erforderlich. Diese Patienten können ein normales Leben führen, jedoch bei
körperlichen Belastungen ist Vorsicht geboten. Vermieden werden sollten
Sportarten mit Wettkampfcharakter und starken körperlichen Belastungen
(z.B. Fußball, Schnellauf, Abfahrtskifahren) und Tätigkeiten mit
Heben und Stemmen von schweren Lasten. Es ist aus Messungen bekannt,
daß es besonders sofort im Anschluß an eine körperliche Belastung
kurzfristig zu einer starken Erhöhung des Druckgradienten in der linken
Herzkammer kommt, die zu gefährlichem Herzrasen, Ohnmachten und unter
besonders ungünstigen Umständen sogar zum plötzlichen Herztod führen
kann.

Bei Auftreten von deutlicher Luftnot mit Einschränkung der Belastbarkeit oder
Schmerz und Enge im Brustkorb wird eine Behandlung mit Medikamenten,
z.B. Calziumantagonisten wie Verapamil in hoher Dosierung oder Beta
Blockern begonnen. Führt diese nicht zum Erfolg, muß die operative
Therapie (Myektomie) überlegt werden. Sie ist die einzige Behandlung, die
bisher eine positive Auswirkung auf die Lebenserwartung gezeigt hat. Eine
erhebliche Verbesserung der Beschwerden wird durch die neu eingeführte
Behandlung mit einem dauerhaften Verschluß eines oder mehrere proximaler
Septaläste der linken Koronararterie (Herzkranzarterie) durch Injektion von
hochprozentigem Alkohol (Äthanol) mit Hilfe von Herzkathetern erreicht
(TASH).
Diese Methode ist jedoch noch in der Erprobung. In Einzelfällen kann auch
die Implantation eines speziellen Schrittmachers die Beschwerden bei einer
HOCM günstig beeinflussen, jedoch ist auch dieses Behandlungsverfahren
noch nicht ausreichend erprobt. Bei Auftreten von Synkopen
ist eine umgehende Untersuchung und Behandlung in einem besonders
erfahrenen Herzzentrum unbedingt erforderlich.

Bei der HOCM besteht eine erhöhte Gefahr für das Entstehen einer
bakteriellen Endocarditis (durch Bakterien verursachte Herzinnenhaut
Entzündung). Daher ist es sinnvoll, bei stärkeren fieberhaften Infekten oder
Eingriffen mit der Gefahr des Bakterienübertritts in die Blutbahn,
vorsorglich Antibiotika einzunehmen oder intra venös zu spritzen (fragen Sie
ihren behandelnden Arzt).

Bei Menschen, bei denen eine hypertrophische Kardiomyopathie  (HOCM
oder HNCM) festgestellt wird, sollten wegen der häufigen erblichen
Ausbreitung alle Blutsverwandte in erster und zweiter Linie über zwei
Generationen hin echokardiografisch untersucht werden.

Autor: Dr. med. Chr. J. Leuner

Neue Therapieform der HOCM mittels Kathetertechnik (TASH)
 

Lassen sich die Beschwerden von Patienten mit hypertrophisch obstruktiver
Kardiomyopathie nicht ausreichend durch Medikamente behandeln, steht,
insbesondere in fortgeschrittenen Krankheitsstadien, seit über 30 Jahren die
operative Behandlung zur Verfügung. Dabei handelt es sich um eine große
Herzoperation, die nach Eröffnung des Brustkorbs mit Hilfe der
Herz-Lungenmaschine vorgenommen wird. Dabei wird der bei diesen
Patienten zu dicke Herzmuskel operativ beseitigt.

Seit etwa 2 Jahren wird dieses Verfahren jedoch kaum noch
durchgeführt.Wie in vielen Bereichen der Kardiologie wurde zur Behandlung
der HOCM ein Verfahren entwickelt, durch das die Erkrankung mittels
Herzkatheter behandelt werden kann.

Dies klingt zunächst unverständlich, basiert jedoch auf sehr einfachen
Überlegungen:

Bei der hypertrophisch obstruktiven Kardiomyopathie verlegt bekanntlich ein
Muskelwulst den Ausstrom des Blutes aus dem Herzen während der
Pumpaktion. Die dadurch bedingte Einengung der Herzkammer liegt
unmittelbar unterhalb der sog. Aortenklappe, also der "Tür", durch die
das Blut Schlag für Schlag aus dem Herzen herausgepumpt wird. Es gilt also,
diesen Muskelwulst zu beseitigen.

Man erreicht dies durch die Technik, die vor 20 Jahren von Andreas Grüntzig
eingeführt worden ist zur Beseitigung verengter Herzschlagadern mittels
eines Ballons.

Bei Patienten mit HOCM wird der Ballon aber nicht dazu benutzt, um ein
verengtes Gefäß aufzudehnen, sondern um ein Gefäß zu verschließen. Man
plaziert den Ballon in einem der vielen hundert Seitengefäße der größeren
Koronararterien, auch Herzkranzgefäße genannt. Bei diesem
Seitengefäß handelt es sich um jenes, das den verdickten Herzmuskel mit
Blut versorgt, ihn also am Leben hält. Nach Aufsuchen dieses Gefäßes wird
der Ballon mit Kontrastmittel gefüllt und damit entfaltet. Auf diese Weise wird
das Gefäß verschlossen. Der Verschluß des Gefäßes wird
erreicht, indem man durch den Schaft des Ballonkatheters hochprozentigen
Alkohol (etwa 2-3 ml) einspritzt und es damit "verödet". Dadurch entsteht
ein künstlicher Infarkt, d.h. der zuviel angelegte Muskelwulst des Herzens
erhält kein Blut mehr und schrumpft. Dadurch wird der Ausstrom des Blutes
aus dem Herzens wieder ungehindert möglich.

Es wird also ein Verfahren angewendet, das man in seiner technischen
Anwendung bereits seit 20 Jahren kennt, jedoch nicht um verengte Gefäße
zu beseitigen, sondern um ein offenes Gefäß dort, wo der Muskel zu dick ist,
zu verschließen.

Das Verfahren wird in der Ärztesprache transcoronare Ablation der
Septum-hypertrophie (TASH) genannt. Es wurde in den Jahren 1991-1994
an den Städt. Kliniken Bielefeld entwickelt und verbreitet sich z.Z. weltweit.
Es erspart den Patienten eine große Herzoperation. Die Beschwerden der
Patienten werden dadurch völlig beseitigt oder erheblich reduziert. Bisher
sind noch keine Aussagen darüber möglich, ob, wie  es bei einer
Herzoperation der HOCM wahrscheinlich der Fall ist, auch bei mittels TASH-
behandelten Patienten die Prognose, also die Lebenserwartung, verbessert
wird. Nach verschiedenen grundsätzlichen Überlegungen ist dies
jedoch wahrscheinlich.

Autor: Prof. Dr. med. Horst Kuhn


Hengstenberg, Christian
Genetik der familiären hypertrophischen Kardiomyopathie

in: Deutsches Ärzteblatt 93, Heft 9 (01.03.1996), Seite 532
MEDIZIN: Aktuell

 Es konnten in den letzten Jahren große Fortschritte in der Aufklärung
der Rolle spezifischer Gene in der Pathogenese vererbbarer
kardiovaskulärer Erkrankungen gemacht werden. Dabei konnte man
besonders davon profitieren, daß das menschliche Genom mit einer ständig
steigenden Anzahl von genetischen Markern kartiert worden ist.
Die genetisch am besten untersuchte Herzerkrankung ist die hypertrophische
Kardiomyopathie (HCM). Sie wurde 1980 von der WHO als eine
"Herzmuskelerkrankung unklarer Genese" definiert (8). Diese Definition
wurde durch die Befunde der Humangenetik und der Molekularbiologie der
letzten Jahre relativiert. Zwar konnte der genaue pathogenetische
Mechanismus noch nicht aufgeklärt werden, aber es konnten viele und
unerwartete Befunde erhoben werden: die Identifizierung von Mutationen in
vier Genen, die kontraktile Proteine kodieren (die schwere Kette des Myosins
[b-MHC], das a-Tropomyosin, das Troponin T und das myosinbindende
Protein C), die große Anzahl von Punktmutationen in diesen Genen und die
ausgeprägte genetische Heterogenität der Erkrankung.
 

Klinische Zeichen der HCM

 Die Hypertrophie ist variabel und entwickelt sich bevorzugt im
interventrikulären Septum, seltener betrifft sie den linken Ventrikel
symmetrisch. Mikroskopisch ist die HCM hauptsächlich durch eine
Hypertrophie der Myozyten, eine Desorganisation der Myozyten und
Myofibrillen ("disarray") und eine interstitielle Fibrose gekennzeichnet. Das
"disarray" ist dabei nicht auf die makroskopisch hypertrophierten Segmente
begrenzt.

 Patienten mit HCM haben zumeist keine Symptome
oder nur diskrete kardiovaskuläre Beschwerden (wie Luftnot, Angina pectoris,
Müdigkeit, Schwindel oder Synkopen), seltener leiden betroffene Personen
unter einer schweren Herzinsuffizienz. Zudem besteht ein erhöhtes Risiko für
den plötzlichen Herztod, der insbesondere beschwerdefreie Jugendliche
gefährdet. Die Ursachen für den plötzlichen Herztod sind Arrhythmien
(ventrikuläre Tachykardien oder Kammerflimmern). Der variable klinische
Verlauf der Erkrankung wird im wesentlichen von dem Vorhandensein einer
Obstruktion des linksventrikulären Ausflußtraktes, von einer terminal
progressiven Ventrikeldilatation, von einer Myokardischämie, von
ventrikulären Herzrhythmusstörungen oder von einer peripheren
Vasodilatation beeinflußt.
 

Familiäre Häufung der HCM

 Etwa die Hälfte der Patienten mit HCM haben Verwandte ersten
Grades, die ebenfalls an einer hypertrophischen Kardiomyopathie erkrankt
sind; damit liegt bei ihnen eine familiäre hypertrophische Kardiomyopathie
(FHC) vor. Die FHC wird autosomal-dominant vererbt und hat eine
inkomplette Penetranz (etwa 80 Prozent). Dies bedeutet, daß einerseits etwa
die Hälfte der Nachkommen eines Erkrankten ebenfalls das Krankheitsgen
erben werden und daß andererseits nicht alle Patienten, die ein mutiertes
Gen besitzen, auch die Erkrankung (Phänotyp) ausbilden werden.
 

Diagnostik

Die Diagnose einer hypertrophischen Kardiomyopathie wird bei Erwachsenen
hauptsächlich mit Hilfe der
Echokardiographie (ein- und zweidimensional) und des EKG erstellt. Als
erkrankt werden Personen angesehen, bei denen
die Dicke des interventrikulären Septums oder der Hinterwand 13 Millimeter
überschreitet, eine linksventrikuläre Obstruktion festgestellt wurde oder bei
denen Auffälligkeiten im EKG (linksventrikuläre Hypertrophie, negative Q-
Wellen, Repolarisationsstörungen) vorliegen, ohne daß ein arterieller
Hypertonus oder eine Herzklappenerkrankung (zum Beispiel eine
Aortenklappenstenose) nachgewiesen wurden.

 Die systolische Vorwärtsbewegung der Mitralklappe (SAM) ist typisch,
aber nicht spezifisch, für die HCM und mit einer Obstruktion des
linksventrikulären Ausflußtraktes verbunden. Die echokardiographischen
Messungen der Septum- und Ventrikelwanddicken müssen bei Kindern über
Wachstumstabellen normalisiert werden. An invasiver Diagnostik können
elektrophysiologische, angiologische und hämodynamische
Untersuchungen durchgeführt werden (siehe Textkasten). !
 

Erstes Gen für die familiäre HCM
Das erste Krankheitsgen wurde 1989 durch Koppelungsuntersuchungen auf
dem langen Arm des Chromosoms 14 kartiert (6) und nachfolgend als Gen
eines kontraktilen Proteins, der schweren Kette des b-Myosins (bmyosin
heavy chain, b-MHC), charakterisiert (3). Mittlerweile sind im b-MHC-Gen
etwa 30 verschiedene Mutationen bekannt (11), die sich alle in
der sogenannten Kopfregion des Moleküls befinden. Das ist die Region des
Moleküls, die während des Kontraktionszyklus mit dem Aktin in Berührung
kommt und die Verkürzung des Sarkomers zur Folge hat. Diese
Punktmutationen im Myosin-Gen haben häufig eine Ladungsänderung des
Proteins zur Folge.
Neben der formalen Beschreibung der Mutationen wurden in den letzten
Jahren die folgenden Hinweise für eine kausale Verbindung zwischen den
Genmutationen und der Pathogenese der HCM gefunden:
1. bei Normalpersonen sind keine Mutationen im Myosin-Gen beobachtet
worden (14),
2. die Mutationen im Myosin-Gen führen zur Synthese eines pathologischen
Proteins (15),
3. mutierte Boten-RNA und mutiertes Myosinprotein sind im Muskel
nachweisbar (7),
4. de-novo-Mutationen führen zur Entwicklung einer HCM und können
weitervererbt werden (14).
Genetische Heterogenität

 Kurze Zeit nach der Entdeckung des b-MHC-Gens als Krankheitsgen
für die FHC wurden Familien identifiziert, die nicht mit
dem b-MHC-Gen gekoppelt waren. Es mußte daher davon ausgegangen
werden, daß noch mindestens ein anderes Gen an der Pathogenese der
Erkrankung beteiligt ist und daß damit die FHC eine genetisch heterogene
Erkrankung ist. Die Suche nach diesem(n) weiteren Gen(en) wurde auf zwei
Arten durchgeführt: die Untersuchung von Kandidatengenen (zum
Beispiel Gene der extrazellulären Matrix oder anderer kontraktiler Proteine)
und die systematische Durchmusterung des gesamten Genoms auf
Kosegregation mit polymorphen genetischen Markern (4). Mit Hilfe der
systematischen Durchmusterung konnten bisher vier chromosomale
Lokalisationen gefunden werden. Diese befinden sich, neben dem
bereits bekannten MyosinGen auf Chromosom 14, auf den Chromosomen 1,
11 und 15 (Tabelle). Erst kürzlich wurde auch das vierte Gen identifiziert: das
a-Tropomyosin-Gen auf Chromosom 15, das Troponin T-Gen auf
Chromosom 1 (10) und das Gen für das myosinbindende Protein C auf
Chromosom 11 (1, 12). Der genaue Pathomechanismus, das heißt, auf
welche Art es von den Punktmutationen zur Ausprägung der HCM kommt, ist
derzeit noch nicht bekannt. Es wird spekuliert, daß es sich bei der HCM um
eine sarkomerische Erkrankung handelt, bei der die Kontraktionskraft der
Myozyten durch die Mutationen herabgesetzt ist, und daß die weiteren
morphologischen Veränderungen sekundär entstehen.
Neben diesen bisher bekannten Genen muß es noch mindestens eine
weitere Lokalisation für die hypertrophische
Kardiomyopathie geben, da Familien identifiziert wurden, die nicht mit den
bisher bekannten Genorten gekoppelt sind (5).
 

Risikoabschätzung und Prognose

Aus dem variablen klinischen Verlauf der Erkrankung kann durch die
verschiedenen diagnostischen Maßnahmen (auch einschließlich Langzeit-
EKG und Spätpotential-Messung) die Prognose des einzelnen Individuums
nur unzureichend bestimmt werden, weshalb zusätzliche genetische
Untersuchungen für eine verbesserte Risikoeinschätzung in Betracht
kommen (Informationen über entsprechende Diagnostiklabors beim Autor).
Bei einigen Familien konnte gezeigt werden, daß
die Änderung der Ladung des Myosin - Moleküls mit einer schlechteren
Prognose einhergeht als eine Aminosäurensubstitution ohne
Ladungsänderung.
Zur Abschätzung des individuellen Risikos für Verwandte von Patienten ist es
daher zuerst notwendig festzustellen, welcher Gendefekt in einer Familie
vorliegt. Ist aus der Literatur bekannt, daß bei der vorliegenden
Punktmutation eine gehäufte Anzahl plötzlicher Herztode vorkommt, so ist es
möglich, daraus therapeutische Konsequenzen im Sinne einer
medikamentösen Therapie und Lebensregeln abzuleiten. Gegenwärtig
gelingt der Nachweis der für FHC verantwortlichen Mutation allerdings erst
bei 15 Prozent der Patienten.
Jeder präsymptomatischen Untersuchung muß eine genetische Beratung
vorausgehen, in der die Risikopersonen auf den Nutzen der Untersuchung
und die denkbaren Konsequenzen eingehend hingewiesen werden. Die
Information und Beratung sollte vom Kardiologen und genetischen Berater in
Absprache durchgeführt werden.
 

Behandlungsmöglichkeiten

Bisher zielt die Behandlung von Patienten mit hypertrophischer
Kardiomyopathie auf die Verminderung der Symptome und auf die Reduktion
des Gradienten des linksventrikulären Ausflußtrakts. Dies geschieht über
eine Verbesserung der diastolischen Relaxation und eine Reduktion der
systolischen Kontraktion mit der hochdosierten Gabe von Betablokkern
oder Kalziumantagonisten. Neben Amiodaron wird weiterhin Disopyramid als
Antiarrhythmikum eingesetzt. Bei nachgewiesenen lebensbedrohlichen
ventrikulären Herzrhythmusstörungen besteht die Option des Einsatzes eines
implantierbaren Kardioverter-Defibrillators (ICD). Lassen sich die Symptome
der Patienten nicht durch Medikamente bessern, so kann eine Myektomie
durchgeführt werden. In neuerer Zeit werden Zweikammer-Schrittmacher -
Systeme unter Programmierung einer verkürzten Vorhof-Kammer-
Überleitungszeit mit dem Ziel eingesetzt, den Gradienten des
Ausflußtrakts zu verringern und gleichzeitig eine verbesserte Füllung des
linken Ventrikels zu erreichen. Ferner ist es für Patienten mit einer HCM
ratsam, keine starken körperlichen Belastungen einzugehen.

Ausblick

 Ein wichtiges Ziel der behandelnden Ärzte (Allgemeinärzte, Internisten
oder Kardiologen) von Patienten mit hypertrophischer Kardiomyopathie muß
es sein, die Patienten mit der familiären Form der HCM zu identifizieren und
deren Familien zu untersuchen. In Abhängigkeit von der jeweiligen
Genmutation können eine Risikoabschätzung und eventuell
eine präsymptomatische Therapie ermöglicht werden. Wenn das Verständnis
der Erkrankung besser ist, ist es vorstellbar, Therapieformen einzusetzen, die
die Entwicklung der Hypertrophie verhindern.
Vom wissenschaftlichen Ansatz her ist der nächste Schritt, die
pathogenetischen Mechanismen zu untersuchen, die zur Ausprägung der
Erkrankung (Phänotyp) führen. Ob "modulierende Faktoren" (zum Beispiel
der Einfluß anderer Gene oder der Umwelt) eine Rolle spielen, kann zur Zeit
nicht abschließend beurteilt werden.
 

Zitierweise dieses Beitrags:
Dt Ärztebl 1996; 93: A-532–536
[Heft 9]
Die Zahlen in Klammern beziehen sich auf das Literaturverzeichnis im
Sonderdruck, anzufordern über den Verfasser.
 

Anschrift des Verfassers:
Dr. med. Christian Hengstenberg
Zentrum für Innere Medizin – Kardiologie
Klinikum der Philipps-Universität Marburg
Baldingerstraße
35033 Marburg

© 1996 Deutscher Ärzte-Verlag; entwickelt von MediaCom GmbH
 

Eine de novo Mutation im b-Myosingen verursacht hypertrophische
Kardiomyopathie

B. Hasenmaier
Max-Planck- Institut, Abt. f. Exp. Kardiologie, Bad Nauheim

Zu den Herz- und Kreislaufkrankheiten, deren Ursachen in den letzten
Jahren bekannt geworden sind, gehört die dominant erbliche hypertrophische
Kardiomyopathie (HCM). Diese Krankheit ist auf Veränderungen im Myokard
zurückzuführen. Mutationen in sechs Genen, die ausnahmslos für
Kontraktionsproteine kodieren, waren Anlaß, die HCM als eine Erkrankung
der Sarkomere des Herzmuskels zu definieren. Das am häufigsten betroffene
Herzmuskelprotein ist das ß-Myosin, der molekulare Motor der Kontraktion
insbesondere im Ventrikelmyokard.

Typische, wenn auch variabel auftretende Zeichen der Krankheit, die in der
Regel beim jugendlichen Erwachsenen beginnt, sind Schmerzen in der Brust,
Atemnot, Störungen der Erregung (Extrasystolen) oder Synkopen und in 10 -
15% der Fälle eine fortschreitende Herzinsuffizienz. Zusätzliche
Komplikationen sind nicht selten mechanische Behinderungen der
Blutausflußbahn im linken Ventrikel. Das größte Risiko der
HCM ist der plötzliche Herztod, meistens vermutlich als Folge von
Kammerflimmern. Die auffälligste Strukturveränderung am Herzen ist die
Hypertrophie vor allem des linken Ventrikels, mit einer bevorzugten
Lokalisierung im Septum zwischen den Kammern.

Da heute bereits mehr als 50 verschiedene Mutationen in den 6 HCM-Genen
bekannt sind, ist es möglich, in belasteten Familien entweder direkt oder
indirekt nach den Ursachen zu fahnden. Eine direkte Suche beruht
auf der Analyse von "Kandidatengenen", ein indirektes Verfahren benutzt
genetische Kopplungsstudien mit anschließender Kandidatengenanalyse. Am
Max-Planck-Institut in Bad Nauheim wurden nicht nur Patienten
mit einer ausgewiesenen Familienvorgeschichte, sondern auch solche ohne
familiäre Belastung, sog. sporadische Fälle, genetisch untersucht.

Unter diesen war ein 7-jähriger Junge (aus München) mit einer für sein Alter
ungewöhnlichen Anamnese. Normalerweise ist die HCM keine Krankheit des
Kindesalters. Hier aber waren früh Symptome einer lebensbedrohlichen
Herzrhythmusstörung verbunden mit hochgradiger Hypertrophie und einem
Herzstillstand (mit Kardiokonversion) beobachtet worden. Da sonst niemand
in der Familie erkrankt war, gab es hier nur die Möglichkeit einer direkten
molekularen Analyse von bekannten HCM-Genen. Bei der Analyse
der 40 Exons des ß-Myosingens wurde tatsächlich eine Mutation
nachgewiesen. Es handelte sich um einen Basenaustausch in Exon 19 des
Gens, durch den in Codon 719 ein CGG Triplett in ein TGG umgewandelt
wurde. Die Folge war ein Austausch von Arginin durch Tryptophan in der
Aminosäureposition 719 des ß-Myosins. Diese Mutation wurde - wie nach
den klinischen Daten erwartet - bei keinem anderen Familienmitglied
gefunden. Bei gesicherter Paternität konnte hier also auf eine Neumutation
("de novo") geschlossen werden.

In der Literatur war diese Mutation bekannt und zwar als eine, die
offensichtlich zu schweren Verläufen mit schlechter Prognose führt. Im
vorliegenden Fall waren die Symptome aber so außergewöhnlich schwer,
daß der Gedanke an einen zusätzlichen, den Phänotyp verstärkenden Defekt
nahe lag. Eine weitere genetische Veränderung wurde in der Tat gefunden.
Bei der Suche danach half ein wenig der Zufall. Bei dem Patienten
wurde im selben Gen, aber an anderer Stelle (in Position 349 des ß-Myosins)
ein zweiter Aminosäureaustausch entdeckt: Methionin wurde durch Threonin
ersetzt. Diese Mutation war nicht "de novo", sie wurde auch bei der Mutter
sowie beim Bruder der Mutter nachgewiesen. Beide haben keine
Symptome am Herzen. Diese Mutation allein ist damit offensichtlich ohne
"Krankheitswert", d. h. sie ist eine harmlose genetische Variante. In der
Analyse wurde weiterhin gezeigt, daß die Neumutation in Position 719
im väterlichen ß-Myosingen aufgetreten war. Der Patient hatte also zwei
mutierte ß-Myosin-Allele: ein väterliches "de novo" mutiertes und ein
mütterliches mit einer Veränderung, die allein für die Krankheit nicht
verantwortlich sein konnte.

Da es vorläufig keine Daten über die Folgen dieser beiden Mutationen für die
biochemische Funktion des ß-Myosins gibt (und diese auch nicht leicht zu
erhalten sind), kann der Fall nicht abschließend erklärt werden. Zwei
Interpretationen können aber versuchsweise angeboten werden. Die erste
lautet: der Austausch von Methionin durch Threonin in Position 349 ist
bedeutungslos, entscheidend für die Krankheit ist die Mutation in Position
719. Daß es sich hier um einen besonders schweren Fall handelt, hat andere
(unbekannte) Ursachen. Die zweite lautet: Die Mutation 719 ist dafür
verantwortlich, daß es überhaupt zur Krankheit kommt. Die zweite Mutation in
Position 349 hat dabei einen modulierenden und zwar aggravierenden Effekt
auf den klinischen Verlauf der HCM. Schließlich hat der Patient, anders als
es bei der HCM sonst der Fall ist, überhaupt kein intaktes, normales ß-
Myosin.

Welche Interpretation richtig ist, kann vorläufig nicht entschieden werden.
Aber prinzipiell demonstriert die hier berichtete Beobachtung, daß das
Konzept einer Krankheit als Folge einer einzigen genetischen
Veränderung (hier einer Punktmutation in Codon 719) vermutlich zu einfach
ist. Auch bei den monogenetischen, sog. "Mendel'schen" Erkrankungen gibt
es Anlaß, nach zusätzlichen, modifizierenden genetischen Einflüssen auf
Prognose und Schweregrad zu fragen.

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Technik der Katheterbehandlung von Patienten mit hypertrophisch
obstruktiver Kardiomyopathie

H. Kuhn, F. Gietzen, C. Leuner, C. Strunk-Müller
II. Medizinische Klinik, Städtische Kliniken Bielefeld

 Die hypertrophischen Kardiomyopathien sind die häufigste Ursache
des plötzlichen unerwarteten Herztodes bei Menschen bis zum 40.
Lebensjahr, die Sport treiben und - nach dem Herzinfarkt bzw. verengten
Herzkranzgefäßen - die zweithäufigste Ursache des plötzlichen unerwarteten
Herztods unabhängig von sportlichen Aktivitäten.

 Die hypertrophischen Kardiomyopathien werden vererbt. Ihnen liegt
vor allem ein Defekt auf dem Chromosom 14 zugrunde. Etwa 5 - 10
Menschen erkranken pro Jahr bezogen auf 100 000 Einwohner. Sie haben
entweder keinerlei Beschwerden und sind dann besonders gefährdet, oder
klagen über Leistungsmangel, Druck in der Herzgegend, Luftnot und
plötzliche Schwindelerscheinungen oder plötzliche Bewußtlosigkeit.
Häufigste Todesursache ist nicht wie sonst bei Herzkranken eine
zunehmende Herzschwäche, sondern ein plötzlicher Herzstillstand.

 Die Katheterbehandlung bezieht sich auf die sog. obstruktive Form der
Kardiomyopathien. Dabei behindert ein in die Herzkammer vorspringender
Muskelwulst, also zuviel vorhandene Herzmuskulatur, den Ausstrom
des Blutes aus der Herzkammer in die Hauptschlagader. Diesen Patienten
konnte bis vor kurzem in fortgeschrittenen Krankheitsstadien nur durch eine
aufwendige Herzoperation mittels Herzlungenmaschine geholfen werden.

 Behandlung dieser Patienten mittels Herzkatheter heißt, daß durch
den Arzt über einen Herzkatheter ein Herzinfarkt hervorgerufen wird. Dieser
gezielte, therapeutische Infarkt bewirkt - u. a. über eine Schrumpfung des
Muskelwulstes, daß nunmehr das Blut ungehindert in den Körper gepumpt
werden kann.

 Der Infarkt wird ausgelöst, indem zunächst ein üblicher Herzkatheter,
also ein dünner Schlauch in örtlicher Betäubung über einen etwa 2 mm
großen Hautschnitt in der Leistengegend zum Herzen vorgeführt wird.
Durch diesen Schlauch wird in üblicher Technik, wie sie zur Aufweitung
verengter Herzkranzgefäße mittels Ballon angewendet wird, ein dünner
Schlauch in ein kleines Seitengefäß (sog. Septalast) der linken
Herzschlagader vorgeschoben. Es wird das Blutgefäß ausgewählt, das den
Muskelwulst mit Blut versorgt. Anschließend wird in dieses Gefäß
hochprozentiger Alkohol gespritzt und damit das Gefäß verödet bzw.
verschlossen mit anschließendem Infarkt, d. h. Absterben und Schrumpfen
des überschüssigen Muskelwulstes.

 Die Methode wurde erstmals im April 1994 von der Bielefelder
Arbeitsgruppe um Prof. Kuhn an der Abteilung Kardiologie der Städtischen
Kliniken vorgeschlagen nach grundlegenden, seit 1991 durchgeführten
Voruntersuchungen durch diese Arbeitsgruppe. Für die Methode wurde die
Bezeichung "transkoronare Ablation (also Beseitigung) der
Septumhypertrophie (TASH)" (also der Verdickung der Herzscheidewand)
gewählt. Sie wird inzwischen von kardiologischen Zentren in Deutschland,
England und den USA angewendet.

Erfahrungen:

 Die Erfahrungen erstrecken sich auf bisher 53 mal durchgeführte
Verschlüsse eines Septalastes der linken Herzkranzarterie bei 46 Patienten
(davon bei 36 Patienten mit dauerhaftem Verschluß durch Einspritzung
hochprozentigen Alkohols und bei 10 Patienten mit passagerem
Ballonverschluß eines Septalastes im Rahmen der erwähnten
Voruntersuchungen zur Entwicklung der Methode). Bei 7 Patienten erfolgte
nach 8 - 12 Tagen eine erneute Alkoholinjektion, da nach der ersten
therapeutischen Anwendung das Ergebnis noch nicht zufriedenstellend war.
Die Verlaufsbeobachtungen erstrecken sich bisher auf maximal 18 Monate.

 Es zeigt sich, daß es noch während des Krankenhausaufenthaltes der
Patienten und nach dem Ergebnis von Nachuntersuchungen signifikant zu
einer anhaltenden Besserung der Beschwerden kommt, einem Rückgang der
überschüssigen Herzmuskulatur bzw. des krankhaften Muskelwulstes, einer
Beseitigung der Behinderung des Blutstroms während der Pumpaktion des
Herzens und einem Rückgang des Blutstaus unter Belastung mit
Verbesserung der körperlichen Belastbarkeit der Patienten. Das Ausmaß des
therapeutischen Infarktes konnte am besten durch Isotopenmarkierung des
Herzstoffwechsels erfaßt werden, eine Studie, die in Zusammenarbeit mit der
Arbeitsgruppe um Prof. Schober, Nuklearmedizinisches Institut der
Universität Münster, durchgeführt wurde.

 Da sich der Infarkt auch auf das Reizleitungssystem des Herzens (also
die für die Geschwindigkeit der Pumparbeit des Herzens verantwortlichen
Stromleitungen) ausdehnen kann, kommt es bei einem Teil der
Patienten - bisher bei 30 % - zu einem zu langsamen Pulsschlag (sog. av -
Block III. Grades), der die Einpflanzung eines üblichen Herzschrittmachers
nötig macht. Ein Teil der Patienten bleibt dauerhaft schrittmacherabhängig
(17 %).

 Die Methode markiert die wohl neueste Fortsetzung der sog.
interventionellen Kardiologie, also der Behandlung von Herzerkrankungen
mittels Herzkatheter statt mittels Herzoperation. Im Jahr 1997 häufen
sich dabei Dekaden wichtiger Ereignisse als Vorläufer der
Katheterbehandlung der hypertrophischen Kardiomyopathie:

 Vor etwa 30 Jahren (1966) erstmals Katheterbehandlung angeborener
Herzfehler (Verschluß des offenen Ductus Botalli (Porstmann) und
Aufweitung einer Öffnung der Vorhofscheidewand bei sog. Transposition
der großen Gefäße), vor 20 Jahren Aufweitung verengter Herzkranzgefäße
(A. Grüntzig), vor 10 Jahren Katheterbehandlung bösartiger
Herzrhythmusstörungen durch elektrischen Strom (Hochfrequenzablation)
(u. a. durch die Arbeitsgruppe um Prof. Breithardt) und ebenfalls vor 10
Jahren erstmals Beseitigung bedrohlicher Herzrhythmusstörungen im
Hundeexperiment durch Einspritzung von Alkohol in Seitenäste des
linken Herzkranzgefäßes (Inoue) mit erster klinischer Anwendung der
Methode am Patienten 1989 durch Brugada u. Mitarb., auf die die
Katheterbehandlung von Patienten mit hypertrophischer Kardiomyopathie
wiederum aufbaut.
 


  CIBACEN 5/10/20
Einsatz von ACE-Hemmern bei hypertropher obstruktiver
Kardiomyopathie

       Stellungnahme

Bei einer hypertrophen obstruktiven Kardiopathie kommt es zu einer
Druckerhöhung proximal der Stenose und damit zu einer Druckbelastung der
linken Herzkammer. Distal der Aortenklappen kommt es durch das
verminderte Volumen pro Zeiteinheit zu einem Druckabfall und insgesamt zu
einem pathologisch erhöhten Druckgradienten im Bereich der aortalen
Ausflußbahn.
Durch den Druckabfall in der Peripherie kommt es über eine renale
Minderdurchblutung und verminderte glomeruläre Filtration zu einer
Aktivierung des Renin-Angiotensin-Systems. Eine gesteigerte
Reninfreisetzung mit erhöhter Angiotensin II-Bildung ist die Folge. Dadurch
kommt es - im Sinne einer Kompensation - zu einer Erhöhung des peripheren
Gefäßwiderstandes und damit zu einer Verbesserung der renalen Perfusion.
Durch die Gabe eines ACE-Hemmers würde dieser wichtige
Kompensationsmechanismus, der zur Aufrechterhaltung einer ausreichenden
Organperfusion in dieser Situation erforderlich ist, unterdrückt werden.
Mögliche Folgen wären eine deutliche Verschlechterung der renalen
Perfusion mit der Möglichkeit des akuten Nierenversagens oder eine
Minderperfusion der Koronararterien mit der Möglichkeit eines akuten
Herzinfarktes.
Aufgrund der genannten Überlegungen besteht für alle ACE-Hemmer eine
absolute Kontraindikation bei Vorliegen einer hypertropher obstruktiven
Kardiomyopathie.

Dr. G. Probst
Fachreferat Hypertonie
Stand 07.97
           © CIBA-GEIGY GmbH, Wehr
  Ansprechpartner zu Cibacen
             Dr. Georg Probst, PH 6.211 Fachgruppe Hypertonie
  CIBA-GEIGY GmbH, 79662 Wehr
                Telefon: 07762-822478, Fax: 07762-8657
             Sekretariat: Fr. Erika Dietrich, Telefon: 07762-822764
    e-mail: Dr. Georg Probst
 


NEJM September 26, 1996 -- Volume 335, Number 13
The Effect of the Ingestion of Ethanol on Obstruction of the Left
Ventricular Outflow Tract in Hypertrophic Cardiomyopathy
Rami Paz, Ruth Jortner, Paul A. Tunick, Samuel Sclarovsky, Betty Eilat, John
L. Perez, Itzhak Kronzon
 

Abstract

Background. Ethanol causes vasodilatation, which might have an adverse
effect, due to increased obstruction of the left ventricular outflow tract, in
patients with hypertrophic obstructive cardiomyopathy. We assessed the
hemodynamic effects of the ingestion of ethanol, in an amount commonly
consumed socially, in patients with hypertrophic cardiomyopathy.

Methods. We performed echocardiography in 36 patients before and several
times after the ingestion of either 50 ml of 40 percent ethanol or an isocaloric
placebo with the aroma of rum. Each patient received both ethanol and
placebo, on different days. The patients, but not the physicians, were blinded
to the content of the drink. We measured the sizes of the left atrium and left
ventricle, the left-ventricular-wall thickness, blood pressure, heart rate, the
degree of systolic anterior motion of the mitral valve, and the pressure
gradient across the left ventricular outflow tract.

Results. The ingestion of ethanol resulted in a significant drop in the mean
(+/-SD) systolic blood pressure (from 130.5+/-18.6 to 122.5+/-20.3 mm Hg,
P<0.001), a significant increase in systolic anterior motion of the mitral valve
(from a grade of 2.1 to a grade of 2.5, P<0.001), and a 63 percent increase in
the mean gradient across the left ventricular outflow tract (from 38.1+/-26.5 to
62.2+/-42.4 mm Hg, P<0.001). These changes, which were not associated
with symptoms, did not occur after the ingestion of placebo.

Conclusions. The ingestion of a small amount of ethanol caused an increase
in the gradient across the left ventricular outflow tract in patients with
hypertrophic obstructive cardiomyopathy, which could have an adverse
clinical effect. (N Engl J Med 1996;335:938-41.)

     Source Information

From Beilinson Hospital, Petah Tiqvah, Israel (R.P., R.J., S.S., B.E.); and
New York University Medical Center, New York (P.A.T., J.L.P., I.K.). Address
reprint requests to Dr. Kronzon at New York University Medical Center,
560 First Ave., New York, NY 10016.
 


 

      Am  28. Juni 1997 hat das 1. Bielefelder Werkstattgespräch zum Thema

           TASH - Behandlung der HOCM

        Transkoronare Ablation der Septum Hypertrophie

                        erfolgreich stattgefunden.

Einladung zum Werkstattgespräch
Themen der Vorträge des Werkstattgesprächs

                    Wissenschaftliche Leitung:

                       Prof. Dr. med. Horst K u h n,

       Veranstaltung der II. Medizinischen Klinik der Städtischen Kliniken
Bielefeld

    In Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe Interventionelle Kardiologie der
Deutschen Gesellschaft für Kardiologie -Herz- und Kreislaufforschung und
der Arbeitsgemeinschaft Leitende Kardiologische Krankenhausärzte (ALKK)

    Organisation und Tagungssekretär: OA Dr. med. Ch. Leuner, OA Dr. med.
F. Gietzen,  Städtische Kliniken Bielefeld, II. Medizinische Klinik

  Sekretariat: Frau R. Storck, Frau P. Niermann, Städtische Kliniken Bielefeld,
II. Medizinische  Klinik, Teutoburgerstraße 50, 33604 Bielefeld, Tel.: 0521 -
581 - 3401 / - 3400, Fax: 0521 - 581 - 3499
 

                        Zusammenfassung

  TASH - Die katheterinterventionelle Therapie  der HOCM gewinnt
zunehmend an Bedeutung

Die transkoronare Ablation der Septumhypertrophie (TASH) ist bei deutlich
symptomatischen Patienten (NYHA > II) mit hypertrophisch obstruktiver
Kardiomyopathie (HOCM) ein vielversprechendes neues Katheterverfahren in
der Kardiologie.

Am 28 Juni 1997 fand nun auf einer Veranstaltung der Städtischen Kliniken
Bielefeld unter wissenschaftlicher Leitung von Prof. Horst Kuhn erstmals ein
bundesweiter Erfahrungsaustausch statt, für den die Deutsche Gesellschaft
für Kardiologie und die Arbeitsgemeinschaft Leitende Kadiologische
Krankenhausärzte (ALKK) die Schirmherrschaft übernommen hatte.

Über 100 überwiegend interventionell tätige Kardiologen trafen sich zum 1.
Bielefelder Werkstattgespräch TASH - Behandlung der HOCM" um die
klinischen Ergebnisse und die technischen Details des neuen Verfahrens zu
diskutieren, das durch selektive Septalastinjektion von 96%igem
Alkohol zu einer transkoronaren Ablation der subaortalen
Septumhypertrophie mit Beseitigung der Ausflußtraktobstruktion führt.

Sechs Arbeitsgruppen aus Bad Oeynhausen, Berlin, Bielefeld, Dortmund,
Düsseldorf und München berichteten über bereits gesammelte eigene
Erfahrungen. Übereinstimmend stellten sie nach TASH eine
erhebliche Reduktion der intraventrikulären Obstruktion und eine damit
einhergehende deutliche klinische Besserung fest.

Bestätigt wurde die weltweite Vorreiterrolle deutscher Kliniken durch eine
Umfrage von Prof. Ulrich Gleichmann (Bad Oeynhausen) derzufolge in
Deutschland bis vor wenigen Monaten schon 173 Patienten mit HOCM
katheterinterventionell therapiert wurden.

Bezüglich der erzielbaren klinischen und hämodynamischen
Behandlungserfolge zog Dr. Frank Gietzen (Bielefeld) einen Vergleich mit
den Verdiensten der seit 35 Jahren erprobten operativen Myektomie, dem
Prof. Hans-Dieter Schulte (Düsseldorf) von kardiochirugischer Seite
zustimmte.

Für die in Bielefeld bisher behandelten 50 Patienten (62 TASH-
Behandlungen) beschrieb Gietzen mit den operativen Ergebnissen
vergleichbare Reduktionen der intraventrikulären Gradienten, der
Mitralinsuffizienz, der subaortalen Septumdicke, der NYHA-Stadien und der
pulmonalarteriellen Mitteldrucke unter Belastung. Eine Zunahme der
Belastbarkeit - sowie erstmals belegt - der max. Sauerstoffaufnahme und des
max. Cardiac-Index waren weitere eindrucksvolle Befunde.

Eine Nachuntersuchung ergab keinen Todesfall nach dem Abschluß der
stationären Betreuung. Im Mittel 10,1 Monate (max. 1,7 Jahre) nach TASH
fühlten sich 74% der Patienten viel besser" und 15% besser".

Auch die Komplikationen der TASH-Behandlung wurden umfassend
diskutiert. Prof. Horst Kuhn und Priv. Doz. Hubert Seggewiß (Bad
Oeynhausen) beschrieben für die beiden Zentren mit der größten
Ablationserfahrung insgesamt vier Todesfälle, die innerhalb der ersten vier
Tage nach dem Eingriff im Zusammenhang mit Thrombembolien und
bradykarden oder tachykarden Herzrhythmusstörungen bei
schwerstkranken und multimorbiden Patienten aufgetreten waren.

Eine wegen höhergradiger AV-Blockierungen in ca 20% der Fälle
notwendig werdende DDD-Schrittmacherimplantation wertete Kuhn nicht als
Komplikation. Angesichts des anatomischen Verlaufes des
Erregungsleitungssytems handele es sich vielmehr um eine zu erwartende
Konsequenz einer Ablationstherapie des subaortalen Septums. Darüber
hinaus beuge der Schrittmacher einer im natürlichen Verlauf der Erkrankung
bekannten Neigung zu kritischen Bradykardien vor.

Weitere überwiegend von der Bielefelder Arbeitsgruppe vorgetragene
positive Aspekte der TASH waren eine nach der Behandlung unveränderte
erfreulich niedrige Rate klinischer oder elektro-physiologisch
induzierbarer Kammertachykardien (2%) und eine nur geringe Zahl
cerebraler mikroembolischer Signale (MES). Pathologisch-anatomische und
nuklearmedizinische (F18-FDG-PET, Tc-99m-MIBI-SPECT)
Untersuchungen (Dr. Schäfers, Prof. Schober, Universität Münster)
dokumentierten eine relativ scharfe Begrenzung des Ablationsareals, dessen
Ausdehnung signifikant mit dem interventionsbedingten CK-Anstieg im Serum
korrelierte. Auch bei atypischen Formen der HOCM konnten in einigen Fällen
bereits gute Behandlungsergebnisse erzielt werden.

Prof. Kuhn gab in seinem Schlußwort einen Ausblick:

Die Zeit sei jetzt reif für ein nationales Register aller mittels TASH
behandelten Patienten und unterstützte damit ausdrücklich eine bereits von
Prof. Gleichmann und der Arbeitsgemeinschaft Leitende Kardiologische
Krankenhausärzte erhobene Forderung. Die Durchführung des Registers sei
bereits beschlossen. Sie werde erfreulicherweise unter der Ägide der
Deutschen Gesellschaft für Kardiologie - Herz- und Kreislaufforschung -
stehen. Die Zeit sei auch reif für eine kontrollierte prospektive Studie zur
Indentifikation der besten Behandlungsmethode.

Dies gilt vor allem für die medikamentöse Therapie, die TASH und die
Schrittmachertherapie. Auch dies ist bereits Realität. In Kürze wird der
Beginn der HOCAP-Studie (Hypertrophic Obstructive Cardiomyopathie
Pacing-Ablation-Studie) sein (Studienzentrum Bielefeld), die durch die
Untersützung der Industrie möglich wurde. Eine solche Studie wurde vor
kurzem auch von E. Braunwald gefordert, der die TASH ausdrücklich als
neue Behandlungsmethode anerkennt.

Autor: Dr. med. F. Gietzen
 



 

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The New England Journal of Medicine -- April 30, 1998 -- Volume 338,
Number 18
 

Hypertrophic Cardiomyopathy -- Beyond the  Sarcomere
 

Remodeling of the left ventricle by the process of hypertrophy is usually
a  response to increased afterload. This adaptive reaction maintains
cardiac output.
        The most common pattern of hypertrophy is concentric remodeling due
to
        systemic hypertension, in which there is replication of sarcomeres in
parallel.
Hypertrophy also results from genetic mutations involving the contractile
apparatus, as in hypertrophic cardiomyopathy, which is unrelated to
changes in afterload.

Echocardiography has made it possible to quantify hypertrophy and to
describe the  effects of hypertrophic cardiomyopathy on left ventricular architecture
and function. These patterns have proved invaluable in identifying
phenotypic
        expression in family pedigrees. (1) Recognition of hypertrophy is
clinically
        important because it correlates directly with adverse cardiovascular
events,
        including myocardial infarction, heart failure, stroke, ventricular
arrhythmias, and
        sudden death. (2) Furthermore, regression of hypertrophy is associated
with an
        improved prognosis. Differentiation between hypertrophic
cardiomyopathy, which
        occurs in as many as 1 in 500 persons, and other causes of hypertrophy
may have
        an important bearing on prognosis.

        In this issue of the Journal, Niimura and colleagues (3) describe 12
novel
        mutations in the gene encoding cardiac myosin-binding protein C that
cause
        hypertrophic cardiomyopathy. In contrast to other mutations causing
hypertrophic
        cardiomyopathy, however, clinical expression is delayed until later in life
(after
        about 50 years of age), and the prognosis is more favorable. This later
expression
        may obscure recognition of the heritable nature of cardiac hypertrophy
due to
        mutations in the gene for myosin-binding protein C, since hypertrophy
also
        frequently occurs in elderly patients in association with postinfarction
remodeling
        and hypertension.

        The genetic mechanisms of familial hypertrophic cardiomyopathy have
been
        extensively studied, and several distinct single-gene mutations have
been
        identified. All these mutations have occurred in genes encoding
sarcomeric
        proteins that together compose the contractile apparatus of the myocyte.
(4,5)
        Mutations have been discovered in cardiac (beta)-myosin heavy chain,
cardiac
        troponin T, cardiac troponin I, (alpha)-tropomyosin, ventricular myosin
essential
        light chain, ventricular myosin regulatory light chain, and cardiac
myosin-binding
        protein C. The penetrance and severity of the disease in patients
harboring a
        specific mutation vary among individual families, as do the degree of
hypertrophy
        and the risk of sudden death. Some mutations have more severe cardiac
        consequences than others. (6) These studies indicate that prognostic
information
        could result from routine screening for disease-causing mutations in
newly
        identified families with hypertrophic cardiomyopathy.

        Niimura and colleagues (3) emphasize the late onset of hypertrophic
        cardiomyopathy resulting from mutations in the gene for cardiac myosin-
binding
        protein C. The late onset of the disease in family members with these
mutations
        has important clinical implications. First, patients even in middle age
who harbor
        known disease-causing mutations cannot always be identified from
physical and
        echocardiographic evidence. Thus, asymptomatic patients with a strong
family
        history of hypertrophic cardiomyopathy can no longer be completely
reassured
        that they are free of the disease on the basis of a normal
echocardiogram, without
        further genetic testing. The use of genetic-linkage analysis to identify
novel
        disease loci is confounded by the possible lack of expression of the
disease
        phenotype.

        Second, within the same family some carriers of a particular mutation
become
        symptomatic at a relatively young age, whereas others may not have
signs or
        symptoms until middle or old age, suggesting that other genetic or
environmental
        factors influence the expression of the disease. In transgenic mice with a
mutant
        myosin heavy chain in the heart, the development of hypertrophy is
much more
        prevalent in females than in males. (7) The impact of sarcomeric
mutations on
        hypertrophy, heart failure, and ventricular arrhythmias in humans may
be modified
        by hypertension, coronary disease, and other unidentified traits. In
contrast,
        sporadic cases of normotensive hypertrophy in the elderly may be
influenced by
        subtle mutations or polymorphisms in genes encoding sarcomeric
proteins. These
        inherited traits may be at the mild end of the spectrum of disorders that
first came
        to our attention in their most severe form as the causes of inherited
        cardiomyopathies affecting young people.

        Delayed expression of subtle mutations and variable penetrance may
conceal their
        inherited nature, especially since cardiac hypertrophy is common in the
elderly.
        Nevertheless, routine genetic screening for sarcomere-gene mutations
cannot
        currently be recommended for elderly patients with hypertrophy, whether
or not
        they have a family history of hypertrophic cardiomyopathy. The
techniques
        required to screen for mutations in each of the implicated sarcomere
genes are so
        labor-intensive and expensive as to be impractical. In addition, extensive
        epidemiologic data correlating mutations with clinical outcomes are not
        available.

        Mutations of sarcomere genes result in hypertrophy, myocyte disarray,
        arrhythmias, and chronic heart failure. (5) Sarcomere-gene mutations
have been
        reproduced in mouse models, thus facilitating the study of disease
mechanisms.
        (8,9) However, the mechanisms by which these mutations result in
hypertrophy
        remain unknown. In many cases, mutant proteins are incorporated into
the
        sarcomere complex and appear to poison the contractile apparatus,
reducing the
        contractility of the myocyte. (10,11) These abnormal proteins have a
dominant
        negative effect. (12) Other mutant proteins may not become
incorporated into the
        sarcomere, and there may be other mechanisms for decreased cellular
function.

        Exciting hints into possible intracellular pathways by which impaired
myofibrillar
        contraction leads to hypertrophy are emerging from animal studies.
Abnormal
        sarcomere function can result in the need for higher intracellular calcium
        concentrations to maintain contractile performance. Like many other
        compensatory changes, the rise in intracellular calcium may have both
beneficial
        and deleterious effects. Although contractility and cardiac output are
improved,
        aberrant gene programs may be activated inappropriately. Expression of
certain
        "fetal" genes, which are normally repressed after embryonic
development, is a
        common feature in cardiac hypertrophy.

        How is the message of impaired sarcomere function transmitted to the
nucleus?
        One possibility is that the signal is mediated by elevated calcium
concentrations
        and sensed by calcium-binding proteins such as calmodulin and the
        calcium-dependent phosphatase calcineurin. A transcription factor first
identified
        in lymphocytes, nuclear factor of activated T cells (NF-AT), is capable of
        translocating to the nucleus in a manner that depends on calcium,
calmodulin, and
        calcineurin; this translocation is prevented by cyclosporine. Once in the
nucleus,
        NF-AT can mediate the transcriptional activation of target genes
downstream.
        (13) Recent work indicates that transgenic overexpression of activated
calcineurin
        in mouse heart leads to severe hypertrophy that can be prevented by
cyclosporine.
        (14) NF-AT, having translocated to the nucleus, may be able to form a
complex
        with a developmentally expressed transcription factor, GATA-4, to
activate
        so-called fetal genes. Such a model requires extensive examination and
        verification before similar pathways in human disease can be examined,
and other
        pathways, including those mediated by small G proteins such as ras,
(15) have
        also been implicated. Currently the tools are available to elucidate the
molecular
        pathways that lead from sarcomere-gene mutations to cardiac
hypertrophy and
        heart failure.

        It is possible that the beneficial results of compensatory adaptations can
be
        therapeutically uncoupled from the deleterious effects, and common
pathways
        resulting in hypertrophy in young and old and in sporadic and familial
cases are
        likely to continue to emerge. The challenge for the future is to develop
specific
        therapies to prevent the expression of disease once a genetic mutation
is
        identified. Such therapies will derive from an understanding of the
cellular
        mechanisms of hypertrophic cardiomyopathy -- beyond the sarcomere.
Finally,
        whether screening in middle age is warranted in families with
hypertrophic
        cardiomyopathy or in persons with unexplained hypertrophy remains to
be
        determined.

        Martin St. John Sutton, F.R.C.P.
        Jonathan A. Epstein, M.D.
        University of Pennsylvania Medical Center
        Philadelphia, PA 19104
 

References

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        3. Niimura H, Bachinski LL, Sangwatanaroj S, et al. Mutations in the
gene for
        cardiac myosin-binding protein C and late-onset familial hypertrophic
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hypertrophic
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        selective diastolic dysfunction in transgenic mice. J Biol Chem
        1995;270:23173-8.
Copyright © 1998 by the Massachusetts Medical Society
 

The New England Journal of Medicine -- April 30, 1998 -- Volume 338,
Number 18
 
Mutations in the Gene for Cardiac Myosin-Binding Protein C and Late-Onset
Familial Hypertrophic Cardiomyopathy

Hideshi Niimura, Linda L. Bachinski, Somkiat Sangwatanaroj, Hugh Watkins,
Albert E.  Chudley, William McKenna, Arni Kristinsson, Robert Roberts, Michael Sole,
Barry J.  Maron, J.G. Seidman, Christine E. Seidman, Ludwig Thierfelder, John A.
Jarcho, Aris  Anastasakis, Pavlos Toutouzas, Eleanor Elstein, Choong-Chin Liew, Jack
Liew, John  Mably, Harry Rakowski, E. Douglas Wigle, Minshun Zhao, Rosemarie
Salerni, Halldora  Bjornsdottir
 

Abstract

        Background. Mutations in the gene for cardiac myosin-binding protein C
account
        for approximately 15 percent of cases of familial hypertrophic
cardiomyopathy.
        The spectrum of disease-causing mutations and the associated clinical
features of
        these gene defects are unknown.

        Methods. DNA sequences encoding cardiac myosin-binding protein C
were
        determined in unrelated patients with familial hypertrophic
cardiomyopathy.
        Mutations were found in 16 probands, who had 574 family members at
risk of
        inheriting these defects. The genotypes of these family members were
determined,
        and the clinical status of 212 family members with mutations in the gene
for
        cardiac myosin-binding protein C was assessed.

        Results. Twelve novel mutations were identified in probands from 16
families.
        Four were missense mutations; eight defects (insertions, deletions, and
splice
        mutations) were predicted to truncate cardiac myosin-binding protein C.
The
        clinical expression of either missense or truncation mutations was
similar to that
        observed for other genetic causes of hypertrophic cardiomyopathy, but
the age at
        onset of the disease differed markedly. Only 58 percent of adults under
the age of
        50 years who had a mutation in the cardiac myosin-binding protein C
gene (68 of
        117 patients) had cardiac hypertrophy; disease penetrance remained
incomplete
        through the age of 60 years. Survival was generally better than that
observed
        among patients with hypertrophic cardiomyopathy caused by other
mutations in
        the genes for sarcomere proteins. Most deaths due to cardiac causes in
these
        families occurred suddenly.

        Conclusions. The clinical expression of mutations in the gene for cardiac
        myosin-binding protein C is often delayed until middle age or old age.
Delayed
        expression of cardiac hypertrophy and a favorable clinical course may
hinder
        recognition of the heritable nature of mutations in the cardiac myosin-
binding
        protein C gene. Clinical screening in adult life may be warranted for
members of
        families characterized by hypertrophic cardiomyopathy. (N Engl J Med
        1998;338:1248-57.)

    Source Information

        From the Howard Hughes Medical Institute and the Department of
Genetics,
        Harvard Medical School, Boston (H.N., S.S., J.G.S.); the First
Department of
        Internal Medicine, Kagoshima University, Kagoshima, Japan (H.N.); the
        Molecular Cardiology Unit, Department of Medicine, Baylor College of
        Medicine, Houston (L.L.B., R.R.); the University of Oxford, Oxford,
United
        Kingdom (H.W.); the Departments of Pediatrics and Human Genetics,
University
        of Manitoba, and the Section of Genetics and Metabolism, Children's
Hospital --
        both in Winnipeg, Canada (A.E.C.); the Department of Cardiological
Sciences, St.
        George's Hospital Medical School, London (W.M.); the Department of
Medicine,
        University Hospital, Reykjavik, Iceland (A.K.); the Center for
Cardiovascular
        Research, Toronto Hospital, University of Toronto, Toronto (M.S.); the
        Cardiovascular Research Division, Minneapolis Heart Institute
Foundation,
        Minneapolis (B.J.M.); and Howard Hughes Medical Institute and the
        Cardiovascular Division, Brigham and Women's Hospital, Boston
(C.E.S.).
        Address reprint requests to Dr. Christine Seidman at the Department of
Genetics,
        Alpert Rm. 533, Harvard Medical School, 200 Longwood Ave., Boston,
MA
        02115.
 

Copyright © 1998 by the Massachusetts Medical Society
 


                  09.06.98
                    Wissenschaft
 
 

                    Infarkt gegen großes
                    Herz

                    Neue Methode kann schwere
                    Operation ersetzen, ist aber
                    riskant

                    Großherzigkeit ist nicht unbedingt
                    eine gesunde Eigenschaft. Wenn der
                    Herzmuskel an den falschen Stellen
                    wächst, arbeitet er unter Umständen
                    so schlecht, daß Ärzte sogar einen
                    Herzinfarkt für das kleinere Übel
                    halten. Zwei Gruppen, die eine um
                    Horst Kuhn von den Städtischen
                    Krankenanstalten in Bielefeld und
                    die andere um Hubert Seggewiß und
                    Ulrich Gleichmann vom Herz- und
                    Diabeteszentrum in Bad
                    Oeynhausen, schilderten auf der
                    Jahrestagung der deutschen
                    Kardiologen in Mannheim ein
                    experimentelles Verfahren, bei dem
                    über einen Katheter ein
                    Ætherapeutischer Infarkt“ ausgelöst
                    wird.

                    Schonendere Alternative

                    Kuhn hofft, daß die Methode für
                    einige Dutzend Patienten pro Jahr,
                    die an einer bestimmten Art von
                    Herzmuskelvergrößerung leiden
                    (obstruktive hypertrophische
                    Kardiomyopathie) eine schonendere
                    Alternative zu der seit über 35
                    Jahren praktizierten Operation am
                    offenen Herzen sein könnte.

                    Ursache der
                    Herzmuskelvergrößerung sind
                    erbliche Defekte an verschiedenen
                    krafterzeugenden Muskelproteinen.
                    Forscher vermuten, daß das Herz
                    durch mehr Masse versucht, eine
                    leicht verminderte
                    Leistungsfähigkeit der Proteine zu
                    kompensieren. Ludwig Thierfelder
                    vom Berliner
                    Max-Delbrück-Zentrum schätzt, daß
                    etwa einer von 500 Deutschen solch
                    eine Genvariante trägt, aber nur einer
                    von 5000 unter schwerwiegenden
                    Folgen leidet.

                    In der Operation haben
                    Herzchirurgen bislang störende
                    Muskelteile mit dem Skalpell aus
                    dem Herzen geschnitten. Bei der
                    neuen Methode fädeln die
                    Kardiologen einen dünnen Katheter
                    von einem Gefäß in der Leiste bis in
                    die Herzkranzgefäße. Dort suchen
                    sie dann die Ader, die einen den
                    Blutausstoß störenden
                    Herzmuskelwulst mit Blut versorgt;
                    dieses Gefäß veröden sie dann,
                    indem sie über den Katheter einige
                    Milliliter Alkohol einspritzen.
                    Abgeschnitten von der
                    Blutversorgung, stirbt das
                    Muskelgebiet und wird innerhalb
                    einiger Wochen abgebaut.

                    Kuhns Klinik hatte 1995 als erste in
                    Deutschland die Infarkttherapie an
                    einem schwer herzkranken Patienten
                    gewagt. ÆBis heute dürfte die
                    Methode an etwa 500 Patienten
                    weltweit erprobt worden sein“,
                    schätzt er. Deren Herzen arbeiteten
                    vor dem Eingriff so schlecht, daß
                    viele Patienten es vor Schwäche und
                    Atemnot Ækaum alleine vom Bett bis
                    zur Toilette schafften“, so Kuhn.
                    Einige Wochen nach dem Eingriff
                    war zwar keiner der Patienten
                    gesund, aber die meisten konnten
                    immerhin wieder Treppen steigen.

                    Auch in Bad Oeynhausen verbesserte
                    sich bei 109 von 115 behandelten
                    Patienten die Leistungsfähigkeit
                    deutlich (Medizinische Klinik, Bd.
                    93, S. 2601, 1998). Das Verfahren
                    ist nicht ohne Risiko: Von etwa 100
                    in Bielefeld operierten Patienten
                    sind drei gestorben. Zudem werden
                    bei bis zu 60 Prozent der Patienten
                    wichtige Leitungsbahnen
                    vorübergehend beeinträchtigt, über
                    die sich der Herzschlagimpuls
                    ausbreitet; fünf bis acht Prozent
                    brauchen nach dem Eingriff für den
                    Rest ihres Lebens einen
                    Schrittmacher, weil das Herz nicht
                    mehr von selbst im richtigen
                    Rhythmus schlägt. Kuhn: ÆDerzeit
                    sind wir noch in einer Lernphase, so
                    daß wir davon ausgehen, daß wir mit
                    zunehmender Erfahrung die
                    Komplikationsrate reduzieren
                    können“.

                    Konkurrenz durch Schrittmacher

                    Allerdings hat die Infarktbehandlung
                    bereits Konkurrenz durch eine
                    weniger drastische Alternative.
                    Lukas Kappenberger vom
                    Universitätsspital Lausanne hofft,
                    daß geschickt implantierte
                    Herzschrittmacher den Patienten
                    einen Eingriff am Herzen ersparen
                    oder zumindest um einige Jahre
                    aufschieben können. In einer Studie
                    veränderten Ärzte mit Hilfe der
                    Impulsgeber den Ablauf der
                    Herzkontraktion so, daß der Muskel
                    deutlich mehr Blut in den Körper
                    presste. ÆVon ursprünglich 83
                    Patienten sind nach drei Jahren noch
                    65 mit dem Schrittmacher
                    zufrieden“, sagte Kappenberger.
                    Derzeit wird die
                    Schrittmacherbehandlung in einer
                    Studie mit der Infarkttherapie
                    verglichen. Zudem haben über 15
                    deutschen Kliniken, die die
                    Infarkttherapie durchführen, im
                    Oktober letzten Jahres ein Register
                    gegründet, um ihre
                    Behandlungsergebnisse zu
                    vergleichen. Kuhn: ÆDamit beginnt
                    frühzeitig eine Überprüfung, wie sie
                    bei anderen Verfahren oft erst mit
                    erheblicher Verzögerung erfolgte.“
                    KLAUS KOCH

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Abstracts zur 63. Jahrestagung der DKG April 1997
 Kathetertherapie bei hypertropher obstruktiver
 Kardiomyopathie: Akutergebnisse bei 37 Patienten

 H. Seggewiß, U.Gleichmann, L. Faber, D. Faßbender, H.K. Schmidt, R.
Dietl,S. Strick
 Kardiologische Klinik, Herzzentrum NRW, Universitätsklinik der Ruhr-
Universität Bochum, Bad Oeynhausen

Neben der operativen Myektomie, der Behandlung mit negativ inotropen
Substanzen und der
DDD-Schrittmacher (PM)-Implantation stellt die Kathetertherapie mit
alkoholinduzierter
Septalastokklusion eine neue Möglichkeit zur Reduktion des Gradienten der
linksventrikulären Ausflußbahn (LVOT) bei HOCM dar. Wir berichten über
klinische und
hämodynamische Akutergebnisse dieses Verfahrens.
Behandelt wurden 37 symptomatische Pat. (18 Frauen; 54,6±13,0 J.; 3 Pat.
mit Z.n.
Myektomie, 3 Pat. mit DDD-PM; 19 Pat. mit Z.n. Synkope; NYHA-Klasse
2,7±0,7) - bei 4
Pat. war nach unzureichendem Ersteingriff eine 2. Therapie erforderlich. Die
LVOT
Gradienten wurden nach transseptaler Punktion simultan in Ruhe, beim
Valsalva- Manöver und
post extrasystolisch (ES) gemessen. Zur Ablation des hypertrophierten
Interventrikularseptums wurden 1,2±0,5 (1-3) Septaläste durch Gabe von
3,8±2,7 (1,5- 11) ml
absoluten Alkohols über einen inflatierten "over the wire"-Ballonkatheter
verschlossen.
Eine Reduktion der LVOT-Gradienten konnte bei 33 (89%) Pat. erzielt
werden: in Ruhe von
67,2±33,8 auf 21,9±24,1 mmHg (p<0,0001), nach Valsalva von 109,0±34,6
auf 46,3±35,9
mmHg (p<0.0001) und post ES von 143,5±44,6 auf 75,0±47,5 mmHg
(p<0,0001). Durch
passagere Ballonokklusion war eine Reduktion auf 34,5±28,5 mmHg in Ruhe
(p<0,0001 vs.
vor und nach Therapie) beobachtet worden ohne sichere Korrelation zum
definitiven Ergebnis
(r=0,77). Der max. CK-Anstieg betrug 690±403 U/I nach 11,0±5,8 Stunden.
Eine 86jährige
Pat. verstarb 8 Tage nach der Intervention am Kammerflimmern, 21 (58%)
Pat. entwickelten
einen kompletten AV-Block über Minuten bis zu 7 Tagen mit notwendiger
passagerer (n=15)
oder permanenter PM- Stimulation (n=6 {16%}).
Zusammenfassung: Die Kathetertherapie der HOCM ist geeignet zur Ablation
des
hypertrophierten Interventrikularseptums mit konsekutiver Reduktion des
LVOT- Gradienten.
Mögliche Komplikationen infolge des therapeutischen Infarktes (AV-Block III,
ventrikuläre
Rhythmusstörungen) erfordern ein sorgfältiges postinterventionelles
Monitoring.

 Ein Service von Hoechst Marion Roussel
                                                Stand: 01.07.97

Abstracts zur 63. Jahrestagung der DKG April 1997
 Kathetertherapie bei hypertropher obstruktiver
 Kardiomyopathie: EKG- und echokardiographischer
 Verlauf nach 3 Monaten

 L. Faber, H. Seggewiß, D. Faßbender, S. Strick, N. Bogunovic, D. Baller,
H.K. Schmidt,
 U. Gleichmann
 Kardiologische Klinik, Herzzentrum NRW, Universitätsklinik der Ruhr-
Universität Bochum,
 Bad Oeynhausen
 

Bei 37 Interventionen in 33 Pat. mit HOCM erzielte die Kathetertherapie (KT)
im Akutverlauf
eine Reduktion der LVOT-Gradienten (LVOTG) in Ruhe (r) und provoziert (s)
von im Mittel
50%, einhergehend mit Leitungsverzögerungen im EKG und einer
Verringerung der
frühdiastolischen LV-Füllung [Relation früh- zu spätdiastolischer Mitralfluß
(e/a),
Dezelerationszeit von e (dte)].Wir berichten über den weiteren Verlauf bei 20
Pat. 3 Monate
nach KT. Die Tabelle zeigt den Verlauf ausgewählter EKG - u. UKG -
Parameter.

               vor Therapie
                       3 Monate
                              p
 LA ( mm )
               47,1±8,1
                       45,4±8,5
                              < 0,05
 LVEDD ( mm )
               46,1±5,5
                       48,9±6,2
                              < 0,05
 IVS ( mm )
               16,5±3,3
                       12,1±3,4
                              < 0,01
 LVOTG r ( mmHg )
               54,2±38,4
                       18,3±13,8
                              < 0,01
 LVOTG s ( mmHg )
               148,9±61,1
                       53,8±48,7
                              < 0,01
 e / a
               1,1±0,3
                       1,0±0,2
                              < 0,05
 dte ( ms )
               252±100
                       450±187
                              < 0,01
 QRS ( msek. )
               111±17
                       126±22
                              < 0,01
 QTc ( msek. )
               477±48
                       458±34
                              n.s.
 Sokolow-Index ( mV )
               3,2±1,3
                       2,6±0,8
                              < 0,05
 

Schlußfolgerung: Die LVOTG nehmen im 3-Monats-Verlauf nach KT der
HOCM weiter ab,
ebenso EKG - und Echo - Parameter der LV-Hypertrophie. Die anhaltende
Verringerung der
frühdiastolischen LV-Füllung muß in ihrer Bedeutung mit hämodynamischen
Befunden
korreliert werden. Intraventrikuläre Leitungsverzögerungen bleiben bestehen,
die QTc zeigt
eine tendentielle Verkürzung, was gegen eine rhythmogene Gefährdung der
Pat. durch die KT
sprechen könnte.

 Ein Service von Hoechst Marion Roussel
                                                Stand: 01.07.97


Abstracts zur 63. Jahrestagung der DKG April 1997
 Kathetertherapie der hypertrophen obstruktiven
 Kardiomyopathie (HOCM): Erfahrungen mit der
 Mykard-Kontrast-Echokardiographie (MKE) zur
 Identifikation des Perfusionsgebietes septaler Äste

 L.Faber, H.Seggewiß, N.Bogunovic, D.Faßbender, S.Strick, U.Gleichmann
 Kardiologische Klinik, Herzzentrum NRW, Universitätsklinik der Ruhr-
Universität Bochum,
 Bad Oeynhausen
 

Einleitung: Die Kathetertherapie (KT) durch Injektion von Alkohol in
Septaläste des LAD ist
eine neue Behandlungsform der HOCM. Während in ersten Berichten die
Reduktion der
LVOT-Gradienten (LVOTG) durch probatorische Ballonokklusion abgeschätzt
wurde, haben
weitere Erfahrungen gezeigt, daß das definitive Behandlungsergebnis auf
diese Weise nicht
zuverlässig vorherzusagen ist. Weitere Informationen über Ort und Ausmaß
der
katheterinduzierten septalen Nekrose sind somit erforderlich.
Methoden und Ergebnisse: Postinterventionell wurde die Lokalisation des
LVOTG und das
korrespondierende septale Myokardareal (KSM) nach 12 von 37 KT
echokardiographisch
bestimmt. Die mittels KT alkohol-induzierte septale Nekrose stellte sich dabei
in den ersten
24 Stunden deutlich demarkiert dar. In 9 Fällen konnte eine Übereinstimmung
des KSM mit
der Lokalisation der Nekrose (MKE +) dokumentiert werden, in 2 Fällen war
keine
Kontrastierung des basalen Septums feststellbar (MKE -), in einem Fall lag
diese apikal der
Obstruktion. Die Tab. zeigt Ruhe-LVOTG vor KT u. bei Entlassung 11,4 ± 4,8
Tage nach KT.

         n
          LVOTG vor KT ( mm Hg )
                           LVOTG nach KT ( mm Hg )
                                             p
 MKE +
         9
          50,1±34,1
                           21,1±26,7
                                             < 0,0001
 MKE -
         2
          98,0±59,4
                           79,5±14,9
 MKE apikal
         1
          55
                           55
 

Schlußfolgerung: Die exakte Klärung von Mechanismus und Lokalisation des
LVOTG sowie
die Identifikation des KSM vor und während der Intervention sind zur
Plazierung der
katheterinduzierten Nekrose in Rahmen der KT der HOCM von Bedeutung.

 Ein Service von Hoechst Marion Roussel
                                                Stand: 01.07.97

Zeitschrift für Kardiologie

    ISSN: 0300-5860 (printed version)
    ISSN: 1435-1285 (electronic version)

    Table of Contents

    Abstract Volume 88 Issue 7 (1999) pp 521-525

    hypertrophe kardiomyopathie:
    Implantation eines
    Zwei-Kammer-Schrittmacher-Defibrillators
    (DDD-ICD) bei einer Patientin mit
    hypertropher obstruktiver
    Kardiomyopathie
    Implantation of a dual chamber pacemaker
    defibrillator in a patient with hypertrophic
    obstructive cardiomyopathy

    H.-R. Neuberger, C. Mewis, V. Dörnberger, R.F. Bosch, V. Kühlkamp

    Abteilung Innere Medizin III, Medizinische Klinik und Poliklinik,
    Universitätsklinikum Tübingen, Otfried-Müller-Str. 10, D-72076
    Tübingen

    Eingegangen: 30. September 1998, Akzeptiert: 10. März 1999

    Summary A 70-year-old woman with severely symptomatic
    hypertrophic obstructive cardiomyopathy was unresponsive to drug
    treatment. She had recurrent ventricular tachyarrhythmias and
    syncope and was at high risk for sudden death; a dual chamber
    pacemaker defibrillator (DDD-ICS) was implanted. Her initial left
    ventricular outflow tract gradient was 80 mmHg and fell to 40 mmHg
    during dual-chamber pacing at an atrial ventricular delay of 140 ms. In
    the follow-up over six months she was asymptomatic with respect to
    angina pectoris; ventricular tachycardias could be successfully
    terminated by antitachycardia pacing or by shocks. A dual chamber
    pacemaker defibrillator is an important therapeutic option for patients
    with symptomatic hypertrophic obstructive cardiomyopathy and
    ventricular tachyarrhythmias.

    Zusammenfassung Bei einer 70jährigen Patientin mit
    symptomatischer hypertropher obstruktiver Kariomyopathie (HOCM,
    Gradient 80 mmHg) und häufigen synkopalen ventrikulären
    Tachykardien, die therapierefraktär waren, wurde ein
    Zwei-Kammer-Schrittmacher-Defibrillator (DDD-ICD) implantiert.
    Durch die Möglichkeit der AV-sequentiellen Stimulation konnte der
    Gradient im linksventrikulären Ausflußtrakt von 80 mmHg auf 40 mmHg
    gesenkt werden. Während der Nachbeobachtung hatte die Patientin
    keine Angina-pectoris-Symptomatik mehr; die Kammertachykardien
    konnten mittels antitachykarder Stimulation oder Kardioversion
    beendet werden. Die in einem Defibrillator inkorporierte
    Zweikammerstimulation stellt für Patienten mit HOCM und ventrikulären
    Tachyarrhythmien eine wichtige Therapieoption dar.

    Key words Hypertrophic obstructive cardiomyopathy - dual-chamber
    pacing - ventricular tachyarrhythmias - implantable cardioverter
    defibrillator

    Schlüsselwörter Hypertrophe obstruktive Kardiomyopathie -
    Zweikammerstimulation &ndash, ventrikuläre Tachyarrhythmien -
    implantierbarer Kardkioverter-Defibrillator
 


 
 
 
 
 

    Zeitschrift für Kardiologie

    ISSN: 0300-5860 (printed version)
    ISSN: 1435-1285 (electronic version)

    Table of Contents

    Abstract Volume 88 Issue 3 (1999) pp 163-172

    übersicht: Hypertrophische
    Kardiomyopathie (HCM) Chirurgische
    versus medikamentöse Therapie
    Hypertrophic cardiomyopathy (HCM).
    Surgical versus medical therapy

    H.D. Schulte (1), H. Gramsch-Zabel (1), B. Schwartzkopff (2), E.
    Gams (1)

    (1) Chirurgische Universitäts- und Poliklinik, Klinik für Thorax- und
    Kardiovaskular-Chirurgie, Heinrich-Heine-Universität, Moorenstr. 5,
    D-40225 Düsseldorf
    (2) Klinik für Kardiologie, Pneumologie und Angiologie,
    Heinrich-Heine-Universität, Moorenstr. 5, D-40225 Düsseldorf

    Eingegangen: 15. Oktober 1998, Akzeptiert: 24. Oktober 1998

    Zusammenfassung Die hypertrophe Kardiomyopathie (HCM) ist eine
    Erkrankung mit unterschiedlichen ätiologischen, morphologischen,
    funktionellen, klinischen und therapeutischen Aspekten. Neuere
    Erhebungen zeigen eine relativ große Verbreitung der HCM in der
    Bevölkerung auf (1:500). Die Ursachen sind größtenteils auf eine
    familiäre oder sporadisch auftretende genetische Mutation
    zurückzuführen.

    Nach dem klinischen Bild ergeben sich aufgrund molekulargenetischer,
    hämodynamischer und morphologischer Befunde hinsichtlich
    medikamentöser und chirurgischer Therapieansätze im wesentlichen
    zwei Patientengruppen:

    1. Die hypertrophe nichtobstruktive Kardiomyopathie (HNCM)

    Auf dem Boden familiärer molekulargenetischer Untersuchungen
    können Patienten ohne klinische, hämodynamische und
    morphologische Abweichungen identifiziert werden. Andere entwickeln
    eine geringgradige Hypertrophie sowie verschiedene Formen von
    Rhythmusstörungen, die auf ein erhöhtes Risiko, einem plötzlichen
    Herztod zu erliegen, hinweisen und einer entsprechenden
    antiarrhythmischen Behandlung bedürfen.

    Bei einer zunehmenden symptomatischen Hypertrophie ist eine
    Behandlung mit <beta>-Rezeptorenblockern, Kalziumantagonisten und
    antiarrhythmischen Medikamenten angezeigt. Mit beginnender
    Manifestation einer Myokardinsuffizienz sind zusätzlich Diuretika,
    Digitalis, ACE-Hemmer sowie Katecholamine erforderlich.

    Eine weitere klinische Verschlechterung kann zur Indikation einer
    Herztransplantation bei geeigneten Patienten führen. Als
    Überbrückungsmaßnahme, bis ein Spenderherz zur Verfügung steht,
    ist u. U. die Implantation eines Linksherz- oder biventrikulären
    Unterstützungssystems notwendig.

    2. Hypertrophe obstruktive Kardiomyopathie (HOCM)

    Die Patienten weisen eine linksventrikuläre subvalvuläre septale
    Ausflußtrakt-Obstruktion (typ. Form) oder eine mittventrikuläre
    systolische Einengung (atyp. Form) auf. Der erste Behandlungsschritt
    ist die medikamentöse Therapie mit <beta>-Blockern (Propanolol)
    und/oder Ca-Antagonisten (Verapamil), z. T. unterstützt durch
    Antiarrhythmika (Disopyramid, Amiodarone). Bei unter
    medikamentöser Therapie fortschreitender klinischer
    Verschlechterung zum klinischen Schweregrad III (NYHA) war bisher
    die transaortale subvalvuläre Myektomie (TSM) als alleinige weitere
    Behandlungsmöglichkeit generell akzeptiert.

    Durch neuere interventionelle Techniken:

    - Zwei-Kammer-Stimulation mit einem Herzschrittmacher (DCP) (atrial
    getriggerte ventrikuläre Stimulation),

    - transkoronare Ablation der septalen Hypertrophie (TASH) (selektive
    Injektion von 95%igem Alkohol in den 1. Septalast),

    kann die Ausflußbahnobstruktion deutlich reduziert bzw. sogar
    vollständig beseitigt werden.

    Insbesondere bei jüngeren Patienten nach Synkopen,
    lebensbedrohlichen Tachykardien sowie nach Kammerflimmern mit
    erfolgreicher Reanimation kann die Implantation eines
    Kardioverter-Defibrillators notwendig werden.

    Vergleichende prospektiv randomisierte Studien bei verschiedenen
    Therapiemaßnahmen gibt es weder für die HNCM noch für die HOCM.

    Retrospektive Studien für die HOCM-Patienten nach TSM zeigen
    klinisch eine deutliche Besserung. Ein reduziertes Risiko eines
    plötzlichen Herztodes bleibt allerdings weiterhin bestehen. Trotz in der
    Regel deutlich schlechterer Ausgangssituation vor TSM ist die
    Langzeitüberlebensrate deutlich besser als bei Patienten mit nur
    medikamentöser Behandlung. Langzeitresultate bei den
    interventionellen Verfahren stehen natürlich noch nicht zur Verfügung,
    so daß die Langzeitergebnisse nach TSM über mehr als 25 Jahre als
    Vergleichsstandard angesehen werden können, die die
    interventionellen Techniken mindestens erreichen müssen!

    Summary Hypertrophic cardiomyopathy (HCM) is a disease with
    different etiological, morphological, functional, clinical and therapeutic
    aspects. Recent investigations indicate that HCM is considerably
    widespread in the population (1:500). The causes seem to generate
    from familial or sporadic abnormalities (mutations). Depending on the
    clinical aspect, the complaints, and on the basis of morphologic and
    hemodynamic investigational results, we mainly have to consider two
    types of medical and surgical management.

    1. Hypertrophic nonobstructive cardiomyopathy (HNCM)

    Patients may have no hemodynamic or morphologic deviations, but
    may be identified by familial moleculargenetic investigations. Others
    may have different types of rhythm disturbances which may indicate a
    higher risk of sudden death. Depending on the degree of hypertrophy,
    the clinical impairment indicates medical therapy with <beta>-blockers,
    Ca antagonists, and anti-arrhythmic drugs. In the case of clinical
    deterioration and manifestation of myocardial insufficiency diuretics,
    digitalis, ACE inhibitors, and catecholamines are indicated. Further
    impairment may lead to heart transplantation or as a bridging
    procedere to implantation of a left ventricular or biventricular assist
    device until a suitable donor heart is available.

    2. Hypertrophic obstructive cardiomyopathy (HOCM)

    Symptomatic patients may have different localizations of the left
    ventricular outflow tract obstruction (LVOTO) in the subaortic area
    (typical form) and in midventricular position of the LV (atypical form).
    The first therapeutic step is always medical therapy with
    <beta>-blockers, Ca antagonists, and anti-arrhythmic drugs.

    Further deterioration toward clinical class III (NYHA) despite long-term
    medication until recently was generally accepted as indication for
    transaortic subvalvular myectomy (TSM).

    Today mostly two other techniques are preferred - if possible -

    - Double chamber pacing (DCP) (atrial triggered ventricular pacing),

    - Transcoronary ablation of septal hypertrophy (TASH) (by selective
    injection of alcohol, 95%, into the first septal branch)

    Especially in younger patients, after syncope, life-threatening
    tachyarrhythmias, and after resuscitation, the implantation of a
    cardioverter defibrillator may be necessary.

    Comparative prospectively randomized studies between different
    therapeutic regimens for HOCM are not available. Retrospective
    analyses of patients after TSM show a considerable clinical
    improvement. The risk of sudden death is relatively low, but not
    excluded. Patients after TSM demonstrate advantages concerning the
    survival rate despite the more deteriorated condition against those
    after medical therapy only.

    According to the new interventional techniques, long-term results are
    not yet available, of course. However, the long-term results after TSM
    may serve as a comparative standard which have at least to be
    reached by DCP and/or TASH.

    Schlüsselwörter HCM - HNCM - HOCM - medikamentöse Therapie -
    Myektomie

    Key words HCM - HNCM - HOCM - medication - surgical intervention

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    Online publication: March 29, 1999
    LINK Helpdesk
    © Steinkopff Verlag 1999



The New England Journal of Medicine -- December 9, 1999 -- Vol. 341, No.
24
 

Late-Onset Hypertrophic Cardiomyopathy Caused by a Mutation in the
Cardiac Troponin T Gene

--------------------------------------------------------------------------------

To the Editor:

Familial hypertrophic cardiomyopathy is a heterogeneous disease caused by
mutations in eight different genes that encode cardiac sarcomeric proteins.
Relatives of affected persons are at low risk for the disease in later life if the
electrocardiographic and two-dimensional echocardiographic findings are
normal in early adulthood. The only reported exceptions are patients with
mutations in the gene for cardiac myosin-binding protein C, in whom the
disease typically develops in middle age. (1,2) We describe a 57-year-old
man with hypertrophic cardiomyopathy caused by a mutation in the gene for
troponin T.

The patient presented with a three-year history of exertional dyspnea and
recurrent syncope. At an insurance medical examination performed 10 years
earlier, he had been asymptomatic, with no murmurs and normal
electrocardiographic findings. His grandfather had died suddenly at the age
of 60 years, and his father had died from carcinoma at the age of 84 years.

Physical examination revealed sinus rhythm, a blood pressure of 126/78 mm
Hg, and systolic murmurs at the apex and left sternal edge. An
electrocardiogram showed sinus rhythm, left ventricular hypertrophy, T-wave
inversion, and deep QS waves in leads V1 and V2. A Doppler
echocardiographic study revealed a septal thickness of 12 mm at the level of
the mitral valve, systolic anterior motion of the mitral valve, and a peak left
ventricular outflow tract gradient of 49 mm Hg. Left-sided cardiac
catheterization showed no clinically significant coronary-artery stenoses.
Genetic analysis revealed that the patient had a recognized disease-causing
missense mutation, Arg278Cys, in exon 16 of the troponin T gene. (3)

Troponin T mutations account for approximately 15 percent of cases of
hypertrophic cardiomyopathy, and such cases are characterized by an onset
in adolescence, mild hypertrophy, and a high risk of sudden death. Until now,
the only reported sarcomeric-protein mutations associated with disease in
later life have involved the gene for cardiac myosin-binding protein C. (1,2)
The finding of a recognized disease-causing mutation in a patient with a
documented onset of disease in middle age will therefore substantially alter
the information given to the relatives of patients with troponin T disease with
regard to the risk that the disease will develop in later life. This discovery also
raises the possibility that some cases of unexplained sudden death from
cardiac causes in middle-aged patients may be caused by troponin T
mutations in association with mild myocardial hypertrophy or in its absence.
 

Perry M. Elliott, M.B., B.S.
Leon D'Cruz, M.Sc.
William J. McKenna, M.D.
St. George's Hospital Medical School
London SW17 0RE, United Kingdom

References

1. Charron P, Dubourg O, Desnos M, et al. Clinical features and prognostic
implications of familial hypertrophic cardiomyopathy related to the cardiac
myosin-binding protein C gene. Circulation 1998;97:2230-6.
Return to Text

2. Niimura H, Bachinski LL, Sangwatanaroj S, et al. Mutations in the gene for
cardiac myosin-binding protein C and late-onset familial hypertrophic
cardiomyopathy. N Engl J Med 1998;338:1248-57.
Return to Text

3. Watkins H, McKenna WJ, Thierfelder L, et al. Mutations in the genes for
cardiac troponin T and (alpha)-tropomyosin in hypertrophic cardiomyopathy.
N Engl J Med 1995;332:1058-64.
Return to Text


 
The New England Journal of Medicine -- April 30, 1998 -- Vol. 338, No. 18
 

Mutations in the Gene for Cardiac Myosin-Binding Protein C and Late-Onset
Familial Hypertrophic Cardiomyopathy

Hideshi Niimura, Linda L. Bachinski, Somkiat Sangwatanaroj, Hugh Watkins,
Albert E. Chudley, William McKenna, Arni Kristinsson, Robert Roberts,
Michael Sole, Barry J. Maron, J.G. Seidman, Christine E. Seidman, Ludwig
Thierfelder, John A. Jarcho, Aris Anastasakis, Pavlos Toutouzas, Eleanor
Elstein, Choong-Chin Liew, Jack Liew, John Mably, Harry Rakowski, E.
Douglas Wigle, Minshun Zhao, Rosemarie Salerni, Halldora Bjornsdottir
--------------------------------------------------------------------------------

Abstract
Background. Mutations in the gene for cardiac myosin-binding protein C
account for approximately 15 percent of cases of familial hypertrophic
cardiomyopathy. The spectrum of disease-causing mutations and the
associated clinical features of these gene defects are unknown.

Methods. DNA sequences encoding cardiac myosin-binding protein C were
determined in unrelated patients with familial hypertrophic cardiomyopathy.
Mutations were found in 16 probands, who had 574 family members at risk of
inheriting these defects. The genotypes of these family members were
determined, and the clinical status of 212 family members with mutations in
the gene for cardiac myosin-binding protein C was assessed.

Results. Twelve novel mutations were identified in probands from 16 families.
Four were missense mutations; eight defects (insertions, deletions, and
splice mutations) were predicted to truncate cardiac myosin-binding protein
C. The clinical expression of either missense or truncation mutations was
similar to that observed for other genetic causes of hypertrophic
cardiomyopathy, but the age at onset of the disease differed markedly. Only
58 percent of adults under the age of 50 years who had a mutation in the
cardiac myosin-binding protein C gene (68 of 117 patients) had cardiac
hypertrophy; disease penetrance remained incomplete through the age of 60
years. Survival was generally better than that observed among patients with
hypertrophic cardiomyopathy caused by other mutations in the genes for
sarcomere proteins. Most deaths due to cardiac causes in these families
occurred suddenly.

Conclusions. The clinical expression of mutations in the gene for cardiac
myosin-binding protein C is often delayed until middle age or old age.
Delayed expression of cardiac hypertrophy and a favorable clinical course
may hinder recognition of the heritable nature of mutations in the cardiac
myosin-binding protein C gene. Clinical screening in adult life may be
warranted for members of families characterized by hypertrophic
cardiomyopathy. (N Engl J Med 1998;338:1248-57.)
 

Source Information
From the Howard Hughes Medical Institute and the Department of Genetics,
Harvard Medical School, Boston (H.N., S.S., J.G.S.); the First Department of
Internal Medicine, Kagoshima University, Kagoshima, Japan (H.N.); the
Molecular Cardiology Unit, Department of Medicine, Baylor College of
Medicine, Houston (L.L.B., R.R.); the University of Oxford, Oxford, United
Kingdom (H.W.); the Departments of Pediatrics and Human Genetics,
University of Manitoba, and the Section of Genetics and Metabolism,
Children's Hospital -- both in Winnipeg, Canada (A.E.C.); the Department of
Cardiological Sciences, St. George's Hospital Medical School, London
(W.M.); the Department of Medicine, University Hospital, Reykjavik, Iceland
(A.K.); the Center for Cardiovascular Research, Toronto Hospital, University
of Toronto, Toronto (M.S.); the Cardiovascular Research Division,
Minneapolis Heart Institute Foundation, Minneapolis (B.J.M.); and Howard
Hughes Medical Institute and the Cardiovascular Division, Brigham and
Women's Hospital, Boston (C.E.S.). Address reprint requests to Dr. Christine
Seidman at the Department of Genetics, Alpert Rm. 533, Harvard Medical
School, 200 Longwood Ave., Boston, MA 02115.



The New England Journal of Medicine -- April 20, 1995 -- Vol. 332, No. 16
 

Mutations in the Genes for Cardiac Troponin T and (alpha)-Tropomyosin in
Hypertrophic Cardiomyopathy

Hugh Watkins, William J. McKenna, Ludwig Thierfelder, H. Jacqueline Suk,
Ryuichiro Anan, Annie O'Donoghue, Paolo Spirito, Akira Matsumori, Christine
S. Moravec, J.G. Seidman, Christine E. Seidman
--------------------------------------------------------------------------------

Abstract
Background. Familial hypertrophic cardiomyopathy can be caused by
mutations in the genes for (beta) cardiac myosin heavy chain, (alpha)-
tropomyosin, or cardiac troponin T. It is not known how often the disease is
caused by mutations in the tropomyosin and troponin genes, and the
associated clinical phenotypes have not been carefully studied.

Methods. Linkage between polymorphisms of the (alpha)-tropomyosin gene
or the cardiac troponin T gene and hypertrophic cardiomyopathy was
assessed in 27 families. In addition, 100 probands were screened for
mutations in the (alpha)-tropomyosin gene, and 26 were screened for
mutations in the cardiac troponin T gene. Life expectancy, the incidence of
sudden death, and the extent of left ventricular hypertrophy were compared in
patients with different mutations.

Results. Genetic analyses identified only one (alpha)-tropomyosin mutation,
identical to one previously described. Five novel mutations in cardiac
troponin were identified, as well as a further example of a previously
described mutation. The clinical phenotype of four troponin T mutations in
seven unrelated families was similar and was characterized by a poor
prognosis (life expectancy, approximately 35 years) and a high incidence of
sudden death. The mean (±SD) maximal thickness of the left ventricular wall
in subjects with cardiac troponin T mutations (16.7±5.5 mm) was significantly
less than that in subjects with (beta) cardiac myosin heavy-chain mutations
(23.7±7.7 mm, P < 0.001).

Conclusions. Mutations in (alpha)-tropomyosin are a rare cause of familial
hypertrophic cardiomyopathy, accounting for approximately 3 percent of
cases. Mutations in cardiac troponin T account for approximately 15 percent
of cases of familial hypertrophic cardiomyopathy in this referral-center
population. These mutations are characterized by relatively mild and
sometimes subclinical hypertrophy but a high incidence of sudden death.
Genetic testing may therefore be especially important in this group. (N Engl J
Med 1995;332:1058-64.)
 

Source Information
From the Howard Hughes Medical Institute, Boston (H.W., L.T., H.J.S., R.A.,
J.G.S., C.E.S.); the Cardiovascular Division, Brigham and Women's Hospital,
Boston (H.W., R.A., C.E.S.); the Department of Cardiological Sciences, St.
George's Hospital Medical School, London (H.W., W.J.M., A.O.); the
Department of Genetics, Harvard Medical School, Boston (L.T., H.J.S.,
J.G.S.); Franz Volhard Klinik and Max Delbruck Centrum, Berlin, Germany
(L.T.); the Division of Cardiology, Ospedali Galliera, Genoa, Italy (P.S.); the
Department of Internal Medicine, Kyoto University, Kyoto, Japan (A.M.); and
the Center for Anesthesiology Research, Cleveland Clinic Foundation,
Cleveland (C.S.M.). Address reprint requests to Dr. Watkins at the
Department of Genetics, Harvard Medical School, 200 Longwood Ave.,
Boston, MA 02115.

Supported by grants from the British Heart Foundation (to Drs. Watkins and
McKenna), Thelethon-Italy (No. 600, to Dr. Spirito), the Ministry of Health and
Ministry of Education, Science, and Culture, Japan (to Dr. Matsumori), the
National Institutes of Health and Howard Hughes Medical Foundation (to Drs.
Seidman and Seidman), and Bristol-Myers Squibb Company. Dr. Watkins is
the recipient of a British Heart Foundation Clinical Scientist Fellowship.



The New England Journal of Medicine -- February 10, 2000 -- Vol. 342, No. 6
 

Sudden Death in Hypertrophic Cardiomyopathy

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Few problems are harder for physicians and patients alike than having the
ability to predict, but not to avert, adverse events; few adverse events are
harder to deal with than sudden death in young people. Thus, familial
hypertrophic cardiomyopathy presents an extreme problem in medical
management. Recent insights into the genetic basis of hypertrophic
cardiomyopathy have not yet led to new, rationally designed treatments, so
our diagnostic capabilities have outpaced the therapeutic options. The article
by Maron and colleagues (1) in this issue of the Journal shows the value of
an empirical approach to the prevention of sudden death in patients with
hypertrophic cardiomyopathy and gives molecular science a temporary
reprieve.
Population-based studies have shown that the often-cited annual rate of
sudden death from cardiac causes -- 3 to 5 percent -- pertains to only a
minority of patients with familial hypertrophic cardiomyopathy. Nevertheless,
these high-risk patients constitute a major proportion of those referred for
tertiary care. Because this autosomal dominant disease affects one in two
offspring, physicians have long had the opportunity to determine the clinical
characteristics associated with the risk of sudden death. Perversely, the
extent of cardiac hypertrophy, or the presence or absence of an outflow-tract
gradient, is a poor predictor of the risk of sudden death (2); only with extreme
hypertrophy is there a consistently increased risk. Also, the role of invasive
electrophysiologic testing is controversial; abnormalities elicited by
programmed stimulation have very low specificity. Instead, a family history of
sudden death, recurrent syncope, nonsustained ventricular tachycardia, and
an abnormal response of blood pressure to exercise all have prognostic
value. (3) The majority of patients do not have these characteristics and can
therefore be categorized as having a low risk of sudden death. The remaining
patients are at appreciable risk for sudden death, but these features do not
reliably identify the patients who will actually have an event that may result in
sudden death.

The reductionist approach of molecular genetics has defined the primary
abnormalities in hypertrophic cardiomyopathy, identifying it as a disease of
the sarcomere. (4,5) Knowledge of the underlying mutations has clarified the
interpretation of clinical features, showing that nearly all cases are familial
and that less stringent diagnostic criteria are needed within families, and has
refined the diagnosis and prognosis. Of the nine known disease genes, the
three that are most common have characteristic features. (6,7,8) Particularly
striking are the mutations in the gene for cardiac troponin T, which are
associated with subtle myocardial hypertrophy but a particularly high risk of
sudden death. (7) These findings suggest that different pathways lead to
hypertrophy and sudden death and illustrate the potential power of direct
molecular diagnosis. A proportion of persons carry mutations but do not have
evidence of hypertrophic cardiomyopathy according to the conventional
criteria, yet depending on the particular mutations, some of these persons are
still at risk for sudden death. (9)

Although preclinical diagnosis in families by either clinical or DNA screening
may be indicated to provide a prognosis, this approach will generally be
appropriate only if treatment improves survival. Unfortunately, the literature
on prophylaxis against sudden death is inconclusive for two reasons. First,
there has been uncertainty about the mechanisms that underlie this
catastrophic complication. Although it is often assumed that spontaneous
ventricular arrhythmia is the culprit, atrial fibrillation, bradycardia, myocardial
ischemia, and peripheral vasodilatation during exercise have all been
proposed as possible causes. Second, because of the underlying genetic
heterogeneity of this disorder, different groups of patients may have quite
different risks of sudden death; in particular, the method of case
ascertainment will dramatically influence the mutations that are present and
the level of risk. Thus, the results of nonrandomized trials must be interpreted
cautiously.

Cohort studies that have compared patients with hypertrophic
cardiomyopathy who were treated with low-dose amiodarone with untreated
historical controls suggest that long-term treatment is partially protective. (10)
Treatment with high doses of beta-blockers may also confer protection. (11)
Since there has been an excess rate of sudden death during or shortly after
exercise, most physicians recommend that patients with hypertrophic
cardiomyopathy avoid competitive sports or intensive exertion. However,
there are no data indicating that patients who do so have a reduced risk.

No new therapies have yet been suggested by the molecular genetic findings;
the diversity of abnormalities in contractile proteins still obscures the disease
pathway. A component of the process appears to be compensatory
hypertrophy that is, initially, an adaptive response to decreased contractility
(e.g., in the case of mutant myosin). (12) Other mutations, notably those
affecting cardiac troponin T, have little effect on force generation and
therefore cause less hypertrophy but result in inefficient use of energy. (13)
Therapies that limit cardiac work or that result in more efficient use or an
improved supply of energy may ultimately modify the disease. Meanwhile,
treatment will remain directed at preventing complications. The ultimate
example of such an empirical approach is the use of implantable defibrillators
to terminate potentially fatal arrhythmias.

Data on the use of implantable defibrillators in patients with hypertrophic
cardiomyopathy have generally been limited to retrospective studies of
secondary prevention in the small numbers of patients who survive cardiac
arrest or present with sustained ventricular tachycardia. (14) The rates of
appropriate discharge have varied, no doubt reflecting the selection of
patients. Maron et al. (1) present the results of a larger retrospective study
that provides compelling support for the use of implantable defibrillators for
secondary prevention and also for primary prevention in selected high-risk
patients. This appears to be very good news. By documenting otherwise fatal
events, this observational study indicates what might have happened if
defibrillators had not been used (although the rate of drug treatment was
somewhat lower after implantation). This feature of the study obviates some
of the problems of nonrandomized trials.

Of course, the precise implications of the results depend on the
characteristics of the patients enrolled in the study. One third underwent
implantation of the device for secondary prevention. In this group, the annual
rate of appropriate discharges was 11 percent, with a cumulative rate of 75
percent at 10 years. A strikingly higher rate of interventions occurred in the
first four months after implantation, confirming that patients with hypertrophic
cardiomyopathy have unstable periods. However, there were also substantial
rates of recurrent and late events. These results, as well as the relatively
young mean age of the patients, suggest that the long-term rate of
appropriate discharges may be higher when defibrillators are used for
secondary prevention in patients with hypertrophic cardiomyopathy than
when they are used after myocardial infarction in patients with inducible
ventricular tachycardia. (15)

Of even greater importance are the results in the two thirds of patients who
received defibrillators for primary prevention. It is noteworthy that the criteria
for implantation of the device were not extreme, and the patients in the study
were typical of persons identified by screening family members of persons
with hypertrophic cardiomyopathy who have died suddenly. The main clinical
risk factors were each present in approximately a third to half of the 85
patients: syncope, family history of one or more sudden deaths, and
nonsustained ventricular tachycardia. Some of the patients who received
lifesaving discharges were enrolled in the study solely because of
asymptomatic nonsustained ventricular tachycardia detected by Holter
monitoring. In the primary-prevention group, the annual rate of appropriate
discharges was 5 percent. The cumulative discharge rate reached a plateau
at approximately 20 percent. However, if the rate for the initial period after
implantation is extrapolated (and presumably the bias due to an initial period
of instability is less in primary than in secondary prevention), the predicted
cumulative rate at 10 years is 50 percent. If longer-term studies bear this out,
there is little doubt that the costs and risks of defibrillators will be outweighed
by the lives saved.

Since the defibrillator terminates, rather than prevents, events, this study
effectively documented sudden death in patients with hypertrophic
cardiomyopathy. In all 21 patients with defibrillators that discharged
appropriately and that stored intracardiac electrographic data, the triggering
event was ventricular tachycardia or fibrillation. Although it is debatable
whether regional ischemia, compromise of cardiac energy metabolism,
abnormal conduction due to fiber disarray, or some combination of these
factors initiates or exacerbates such events, we now know the mechanism of
most sudden deaths. The data also help dispel the misconception that
sudden death is prevalent only at a young age, since the risk period was
protracted. In more than 70 percent of the patients with appropriate
discharges, there were multiple discharges, and in 21 percent of the patients
with appropriate discharges, the first discharge occurred four or more years
after implantation.

Because the study was not randomized, the authors are rightly cautious in
comparing this therapy with others. It is surprising that only a quarter of the
patients were treated with amiodarone before implantation. However, the
results of the study underscore the incomplete protection afforded by
amiodarone or other drugs, since half the appropriate interventions occurred
despite antiarrhythmic therapy. Although the authors do not provide data on
doses or blood levels, the protection provided by an implantable defibrillator
appears to be considerably superior.

Are the results of this study definitive? At least in the case of primary
prevention, the answer is no, since the issue remains the precise
identification of patients for whom the risk of sudden death is high enough to
warrant this intervention. Clearly, for most patients with hypertrophic
cardiomyopathy, the risk is not high enough to offset the adverse effects of an
implantable defibrillator. An international registry should be created to
document discharge rates after implantation for each of the indicators of risk.
Ideally, the data should include molecular genetic information, since the
underlying mutation will itself be predictive; furthermore, hypertrophic
cardiomyopathy attributable to different disease genes is likely to be
associated with different phenotypic risk factors. With this approach, it will be
possible to individualize therapy by taking advantage of both empirical
observations and advances in basic science.
 

Hugh Watkins, M.D., Ph.D.
University of Oxford
Oxford OX3 9DU, United Kingdom
 



The New England Journal of Medicine -- February 10, 2000 -- Volume 342,
Number 6
 

Sudden Death in Hypertrophic Cardiomyopathy

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References
1. Maron BJ, Shen W-K, Link MS, et al. Efficacy of implantable cardioverter-
defibrillators for the prevention of sudden death in patients with hypertrophic
cardiomyopathy. N Engl J Med 2000;342:365-73.
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2. Maron BJ, Roberts WC, Epstein SE. Sudden death in hypertrophic
cardiomyopathy: a profile of 78 patients. Circulation 1982;65:1388-94.
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3. Spirito P, Seidman CE, McKenna WJ, Maron BJ. The management of
hypertrophic cardiomyopathy. N Engl J Med 1997;336:775-85.
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4. Thierfelder L, Watkins H, MacRae C, et al. Alpha-tropomyosin and cardiac
troponin T mutations cause familial hypertrophic cardiomyopathy: a disease
of the sarcomere. Cell 1994;77:701-12.
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5. Bonne G, Carrier L, Richard P, Hainque B, Schwartz K. Familial
hypertrophic cardiomyopathy: from mutations to functional defects. Circ Res
1998;83:580-93.
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prognostic implications of myosin missense mutations in familial hypertrophic
cardiomyopathy. N Engl J Med 1992;326:1108-14.
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7. Watkins H, McKenna WJ, Thierfelder L, et al. Mutations in the genes for
cardiac troponin T and (alpha)-tropomyosin in hypertrophic cardiomyopathy.
N Engl J Med 1995;332:1058-64.
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8. Niimura H, Bachinski LL, Sangwatanaroj S, et al. Mutations in the gene for
cardiac myosin-binding protein C and late-onset familial hypertrophic
cardiomyopathy. N Engl J Med 1998;338:1248-57.
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9. Varnava A, Baboonian C, Davison F, et al. A new mutation of the cardiac
troponin T gene causing familial hypertrophic cardiomyopathy without left
ventricular hypertrophy. Heart 1999;82:621-4.
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with amiodarone in patients with hypertrophic cardiomyopathy and ventricular
tachycardia. Br Heart J 1985;53:412-6.
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11. Ostman-Smith I, Wettrell G, Riesenfeld T. A cohort study of childhood
hypertrophic cardiomyopathy: improved survival following high-dose beta-
adrenoceptor antagonist treatment. J Am Coll Cardiol 1999;34:1813-22.
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12. Redwood CS, Moolman-Smook JC, Watkins H. Properties of mutant
contractile proteins that cause hypertrophic cardiomyopathy. Cardiovasc Res
1999;44:20-36.
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13. Sweeney HL, Feng HS, Yang Z, Watkins H. Functional analyses of
troponin T mutations that cause hypertrophic cardiomyopathy: insights into
disease pathogenesis and troponin function. Proc Natl Acad Sci U S A
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14. Elliott PM, Sharma S, Varnava A, Poloniecki J, Rowland E, McKenna WJ.
Survival after cardiac arrest or sustained ventricular tachycardia in patients
with hypertrophic cardiomyopathy. J Am Coll Cardiol 1999;33:1596-601.
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15. Buxton AE, Lee KL, Fisher JD, Josephson ME, Prystowsky EN, Hafley G.
A randomized study of the prevention of sudden death in patients with
coronary artery disease. N Engl J Med 1999;341:1882-90.
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The New England Journal of Medicine -- February 10, 2000 -- Vol. 342, No. 6
 

Efficacy of Implantable Cardioverter-Defibrillators for the Prevention of
Sudden Death in Patients with Hypertrophic Cardiomyopathy

Barry J. Maron, Win-Kuang Shen, Mark S. Link, Andrew E. Epstein, Adrian K.
Almquist, James P. Daubert, Gust H. Bardy, Stefano Favale, Robert F. Rea,
Giuseppe Boriani, N.A. Mark Estes III, Paolo Spirito, Susan A. Casey,
Marshall S. Stanton, Sandro Betocchi
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Abstract
Background. Hypertrophic cardiomyopathy is a genetic disease associated
with a risk of ventricular tachyarrhythmias and sudden death, especially in
young patients.

Methods. We conducted a retrospective multicenter study of the efficacy of
implantable cardioverter-defibrillators in preventing sudden death in 128
patients with hypertrophic cardiomyopathy who were judged to be at high risk
for sudden death.

Results. At the time of the implantation of the defibrillator, the patients were 8
to 82 years old (mean [±SD], 40±16), and 69 patients (54 percent) were less
than 41 years old. The average follow-up period was 3.1 years. Defibrillators
were activated appropriately in 29 patients (23 percent), by providing
defibrillation shocks or antitachycardia pacing, with the restoration of sinus
rhythm; the average age at the time of the intervention was 41 years. The
rate of appropriate defibrillator discharge was 7 percent per year. A total of
32 patients (25 percent) had episodes of inappropriate discharges. In the
group of 43 patients who received defibrillators for secondary prevention
(after cardiac arrest or sustained ventricular tachycardia), the devices were
activated appropriately in 19 patients (11 percent per year). Of 85 patients
who had prophylactic implants because of risk factors (i.e., for primary
prevention), 10 had appropriate interventions (5 percent per year). The
interval between implantation and the first appropriate discharge was highly
variable but was substantially prolonged (four to nine years) in six patients. In
all 21 patients with stored electrographic data and appropriate interventions,
the interventions were triggered by ventricular tachycardia or fibrillation.

Conclusions. Ventricular tachycardia or fibrillation appears to be the principal
mechanism of sudden death in patients with hypertrophic cardiomyopathy. In
high-risk patients with hypertrophic cardiomyopathy, implantable defibrillators
are highly effective in terminating such arrhythmias, indicating that these
devices have a role in the primary and secondary prevention of sudden
death. (N Engl J Med 2000;342:365-73.)
 

Source Information
From the Minneapolis Heart Institute Foundation, Minneapolis (B.J.M.,
A.K.A.); the Mayo Clinic, Rochester, Minn. (W.-K.S., R.F.R.); New England
Medical Center and Tufts University School of Medicine, Boston (M.S.L.,
N.A.M.E.); the University of Alabama at Birmingham, Birmingham (A.E.E.);
University of Rochester Medical Center, Rochester, N.Y. (J.P.D.); University
of Washington Medical Center, Seattle (G.H.B.); Universita degli Studi di
Bari, Bari, Italy (S.F.); Universita di Bologna, Bologna, Italy (G.B.); and Ente
Ospedaliero Ospedale Galliera, Genoa, Italy (P.S.). Address reprint requests
to Dr. Maron at the Minneapolis Heart Institute Foundation, 920 E. 28th St.,
Suite 40, Minneapolis, MN 55407, or at gencvres@skypoint.com.

Participating centers and investigators are listed in the Appendix.
 

Appendix
The following centers and investigators participated in the study: Mayo Clinic,
Rochester, Minn. -- W.-K. Shen, M.S. Stanton, and R.F. Rea; Azienda
Ospedaliero S. Maria della Misericordia, Udine, Italy -- A. Proclemer;
Georgetown University Medical Center, Washington, D.C. -- A.J. Solomon;
Minneapolis Heart Institute Foundation, Minneapolis -- A.K. Almquist, S.A.
Casey, and B.J. Maron; New England Medical Center, Boston -- M.S. Link
and N.A.M. Estes III; North Shore University Hospital, Manhasset, N.Y. -- M.
Ovadia; Ospedale Civile, Asti, Italy -- R. Massa; Ente Ospedaliero Ospedale
Galliera, Genoa, Italy -- P. Spirito and M. Berisso; Ospedale Maggiore della
Carita, Novara, Italy -- E. Occhetta; Ospedale Niguarda-Ca Granda, Milan,
Italy -- M. Lunati; Ospedale S. Filippo Neri, Rome -- M. Santini and R. Ricci;
Ospedale San Gerardo, Monza, Italy -- A. Vincenti; St. Luke's-Roosevelt
Hospital Center, New York -- M.V. Sherrid and F. Ehlert; Universita degli
Studi di Bari, Bari, Italy -- S. Favale; Ospedale S. Orsola, Universita di
Bologna, Bologna, Italy -- G. Boriani and C. Rapezzi; Universita Federico II,
Naples, Italy -- S. Betocchi; Cattedra di Cardiologia, Universita di Milano,
Milan, Italy -- P. Della Bella; University of Alabama at Birmingham,
Birmingham -- A.E. Epstein; De Paul Hospital, Norfolk, Va. -- J.M. Herre;
University of Rochester Medical Center, Rochester, N.Y. -- J.P. Daubert; and
the University of Washington Medical Center, Seattle -- G.H. Bardy and J.
Anderson.

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