ICD Therapie       Zurück


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Indikation ( nach Gregoratos 1998)

Klasse 1: ( nachweislich und anerkanntermaßen vorteilhaft,nützlich und wirksam )

Klasse 2B Indikation ( Nutzen bzw Wirksamkeit umstritten)

Keine Indikation

Untersucht wird zur Zeit:

Herzinfarkt mit ungünstigen prognostischen Faktoren wie EF < 35 % oder anfängliche Herzfrequenz > 100/ min beim Infarkt und spontanen nicht anhaltenden VT im Langzeit EKG .

Kontraindikation

Studien

Madit

AVID

CIDS

CASH

CABG Patch


Orginaltexte:

Zeitschrift für Kardiologie

Abstract Volume 90 Issue 12 (2001) pp 906-915

elektrophysiologie: Verlaufsbeobachtung von 2 Jahren bei 321 Patienten mit einem implantierbaren Kardioverter/Defibrillator: Vergleich zwischen Patienten mit und ohne Vorhofflimmern  

S. Ryan, G. Siemon, A. Drögemüller, M. Rameken, M. Vater, J. Senges, K. Seidl

Herzzentrum Ludwigshafen Bremserstr. 79 67063 Ludwigshafen, Germany Tel.: +49-621-503-4025 Fax:

+49-621-503-4028

Eingegangen: 18. August 2000 /Akzeptiert: 26. April 2001

Zusammenfassung Vorhofflimmern ist die häufigste Ursache von inadäquaten Therapieabgaben bei implantierbaren Kardiovertern/Defibrillatoren (ICD). Die Bedeutung des Vorhofflimmerns für die Induktion ventrikulärer Arrhythmien und für die Prognose bei ICD-Patienten ist jedoch unklar. Analysiert wurden 321 ICD-Patienten in der medianen Nachbeobachtungsdauer von 25Monaten. 92 Patienten wiesen Vorhofflimmern auf (49 Patienten chronisch und 43 paroxysmal), 229 Patienten Sinusrhythmus. Patienten mit Vorhofflimmern waren im Durchschnitt älter (67±9 vs. 63±9 Jahre, p=0,001). Bei ihnen lag als organische Herzerkrankung häufiger ein Vitium (14 vs. 4%, p= 0,004) oder eine dilatative Kardiomyopathie (29 vs. 19%, p=0,04) zugrunde. Die beiden Gruppen unterschieden sich nicht hinsichtlich übriger Parameter wie Geschlecht, linksventrikuläre Auswurffraktion, Hypertonie, Diabetes sowie im verwendeten ICD-System (Einkammer, Zweikammer). Die Patienten mit Vorhofflimmern hatten im Beobachtungszeitraum signifikant mehr adäquate ICD-Therapien (Kammerflimmern: 0,33 vs. 0,2/Monat, p=0,0049, ventrikuläre Tachykardien: 0,05 vs. 0/Monat, p=0,0033) als auch inadäquate Therapieabgaben (34 vs. 8%, p<0,001). Innerhalb des Beobachtungszeitraumes kam es doppelt so häufig bei Patienten mit Vorhofflimmern zu einer Progression der Herzinsuffizienz (43% vs. 22%, p<0,001). Nach der multivariaten Analyse war das Vorhofflimmern ein unabhängiger Risikoindikator für eine erhöhte Mortalität infolge einer Progression der Herzinsuffizienz (Relatives Risiko RR 3,12, Konfidenzintervall KI 1,30 bis 7,48, p=0,01). Keine Unterschiede in der Häufigkeit von ICD-Therapien und der Mortalität zeigten die Patienten mit paroxysmalem im Vergleich zu denen mit chronischem Vorhofflimmern. Schlussfolgerung Das Vorhandensein von Vorhofflimmern bei ICD-Patienten ist mit einer Progression der Herzinsuffizienz verbunden, die in einer höheren Mortalität infolge Pumpversagen resultiert. Patienten mit Vorhofflimmern haben häufiger adäquate als auch inadäquate Therapieabgaben im Vergleich zu Patienten ohne Vorhofflimmern.

Key words Implantable cardioverter/defibrillator - atrial fibrillation - prognosis - therapy deliveries - inappropriate therapies

Schlüsselwörter

Implantierbarer Kardioverter/ Defibrillator - Vorhofflimmern - Prognose - ICD-Therapien - inadäquate Schockabgaben

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