Novaminsulfon

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Novaminsulfon ist ein stark wirksames und im allgemeinen gut verträgliches Schmerzmittel. Es ist kein Opiat, so dass das Suchtpotential gering ist. Novaminsulfon wird auch als Metamizol bezeichnet und ist in einer Reihe von verschreibungspflichtigen Schmerzmittel wie zb Novalgin, Baralgin etc enthalten.

Es ist als Tablette, als Tropfen und zur intravenösen Gabe in Ampullen verfügbar.

Die genaue Wirkung des Stoffes ist bis heute nicht bekannt. Vermutlich hemmt es, ähnlich wie Paracetamol, die Bildung von Prostaglandinen vor allem im Gehirn. Neben seiner schmerzstillenden Wirkung hat es außerdem gute fiebersenkende und spasmolytische, also krampflösende Eigenschaften. Die entzündungshemmende Wirksamkeit ist dagegen im Vergleich mit Diclofenac nur schwach ausgeprägt.

Im Gegensatz zu Diclofenac und Acetylsalizylsäure ist es deutlich magenverträglicher. Die Fahrtüchtigkeit wird durch Novaminsulfon nicht beeinträchtigt.

Als Einzeldosis wird in der Regel 0,5 g , als maximale Tagesdosis 5 g des Stoffes gegeben.

Inhaltsverzeichnis

Anwendungsgebiete

  • Fiebersenkung
  • Starke Schmerzen bei Gallen- oder Nieren- und Darmkoliken
  • Zusammen mit Opiaten bei Tumorerkrankungen
  • Starke sonstige Schmerzen

Nebenwirkungen

In einer Reihe von Ländern wurde Novaminsulfon wegen der sehr seltenen knochenmarksschädigenden Nebenwirkungen vom Markt genommen ( England ).

Novaminsulfon kann bei bestehendem Asthma bronchiale, Heuschnupfen und chronischen Atemwegserkrankungen einen Asthma-Anfall auslösen. Novaminsulfon kann die Nierenfunktion beeinträchtigen. Novaminsulfon kann eine Allergie auslösen. Selten kann es zu einem Blutdruckabfall kommen. Sehr selten kann es zu schweren Blutbildveränderungen kommen

Gegenanzeigen

  • Porphyrie Angeborene oder erworbene Störung der Produktion des roten Blutfarbstoffs
  • Bekannte Allergie gegen Novaminsulfon
  • Erblich bedingter Mangel an dem Enzym Glucose-6-Phosphat-Dehydrogenase
  • Säuglinge unter drei Monaten
  • Vorsicht bei Vorliegen einer Knochenmarksschädigung
  • Schwangerschaft und Stillzeit

Links

Persönliche Werkzeuge