Roentgen Thorax zurück
Name , englische Bezeichnung , ICPM Nummer
Indikation der Methode, Wann wird die Methode durchgeführt ?
Verdacht auf Pneumonie
Verdacht auf obstruktive Lungenerkrankungen
Verdacht auf Lungenfibrose / Pneumokoniose
Verdacht auf Lungenembolie
Verdacht auf pulmonale Gefäßmalformation
Verdacht auf pulmonalen Primärtumor / Metastasen / Ausschlußdiagnostik
Verdacht auf mediastinalen Tumor (mediastinaler Primärtumor / Lymphknotenmetastasen / Lymphknotenneoplasien / Pseudotumoren)
Verdacht auf Endokarderkrankungen
Verdacht auf koronare Herzkrankheit
Verdacht auf Herztumor bzw. Herzthrombus
Verdacht auf Kardiomyopathie
Verdacht auf Perikarderkrankungen
Verdacht auf kongenitale Vitien
Verdacht auf erworbene Vitien
Verdacht auf dilatatives thorakales Aortenaneursyma / Aortendissektion Typ I und II nach de Bakey
Pneumothoraxdiagnostik
Verdacht auf Pleuraerguß / Empyem
Verdacht auf Rippenmetastasen
Verdacht auf Pancoast-Tumor bzw. Thoraxwandprozesse
Thoraxtrauma
Praktisches,Technische Durchführung Was braucht man alles ?
Standarduntersuchungsbedingungen:
Thorax-Übersichtsaufnahme in 2 zueinander senkrechten Ebenen
tiefe Inspiration
Strahlengang posterior-anterior: da das Herz ventral im Thorax liegt ist im pa-Strahlengang der Vergrößerungseffekt im Gegensatz zum ap-Strahlengang gering (s. Abb.)
Wie lernt man die Methode ? Didaktik
Probleme der Methode, Fehlinterpretationen, Grenzen
http://www.uni-essen.de/cardio/fallbeispiele/case1/case1fr.htm
http://www.uni-essen.de/cardio/fallbeispiele/case3/case3fr.htm
http://www.uni-essen.de/cardio/fallbeispiele/case4/case4fr.htm
http://www.uni-essen.de/cardio/fallbeispiele/case5/ca5fra.htm
http://www.med.uni-heidelberg.de/med/med3/studenten/Pneumologie/Pneumonien.htm
Wer führt die Merthode durch ? Wer ist Experte ?
Wie häufig wird es gemacht ? was kostet es ?
Sehr häufig angewendet , praktisch vor jeder Operation
bei jedem unklaren Fieber
ofte fehlt die 2.Ebene
Was kostet die Untersuchung inklusive Befundung, Materialkosten, Personalkosten und Geräteabschreibung
ca 30 - 50 Euro
Anbieter der Geräte, Qualitäts- und Auswahlkriterien für das Gerät
Siemens , Phillips, GE , Toshiba
Internetadressen
http://www.klinikum.rwth-aachen.de/cbt/radiologie/skript/erwachsene/Herz/Unters/roetho.html
Literatur
Geschichtliche Entwicklung der Methode
Innovationen und Verbesserungsvorschläge
Thorax CT
Thorax NMR
Sono Pleura
Bronchoskopie
Echokardiografie
Beispielbefunde:
Normalbefund:
Lungen bds. ausgedehnt und symmetrisch belüftet. Glatte Zwerchfellkuppeln und frei einsehbare Außensinus. Keine Herzvergrößerung oder vitiumtypisch konfigurierte Herzsilhouette. Keine Stauungs- oder Entzündungszeichen pulmonal.
Mitralkonfiguriertes Herz mit deutlicher Betonung des Truncus pulmonalis. Keine Zeichen einer interstitiellen Wassereinlagerung im Sinne einer Stauung. Es fällt dennoch eine zentral betonte und angedeutet cranialisierte Gefäßzeichnung auf. Korrekte Lage des ZVK.
Der HLQ mißt 16,5/28,5. Keine Infiltrate.
Röntgen Thorax in 2 Ebenen
Befund:
Lungen bds. ausgedehnt und symmetrisch belüftet. Glatte Zwerchfellkuppeln und frei einsehbare Außensinus. Zwerchfellhochstand bds. durch Adipositas, respektive mangelhafte Inspiration mit Stauchung von Herz und Mediastinum. Unter Berücksichtigung der Tatsache erscheint das Herz im oberen Größennormbereich befindlich.
Eine zuverlässige Bestimmung der Sternokardialfläche als Signifikante für eine Vergrößerung des Herzens ist aufgrund der Stauchung nicht gewährleistet. Keine Stauungs- oder Entzündungszeichen pulmonal.
Differentialdiagnosen kavernöser Lungenstrukturen
( bringt Sie hierhin zurück)
1. Tuberkulöse Kaverne
2. Silikotische Schwiele
3. Einschmelzender Tumor
4. Lungenabszeß
5. Infarktkaverne
1. Tuberkulöse Kaverne
-gleichzeitiges Vorhandensein von Tbc-Herden in anderen Abschnitten der Lunge
-typische Lokalisation im Oberlappen, infraklavikulär
-typischer Ringschatten mit zentraler Aufhellung
-Wanddicke 2-4mm
-Wandverdickung der Ableitungsbronchien ruft hilusradiär gerichtete Streifenzeichnung hervor
2. Silikotische Schwiele
-Exposition
-liegen meist zentral im Schwielengewebe
-dünne, regelmäßige Wand
-häufig flüssigkeitsgefüllt
-hauptsächlich Ober- und Unterlappenbefall, nur selten Mittelappen und Lingula
-radiäre fibröse Ausläufer bleiben erhalten
3. Einschmelzender Tumor
-Lokalisation häufig hilusnah an der Lungenwurzel oder peripher gelegen
-Nekrosehöhle distal der karzinomatösen Bronchusstenose
-unregelmäßig begrenzter Ringschatten, evtl. mit Ausbuchtungen und trabekelartigen Sequestern
-unregelmäßige Innenkontur
-Wanddicke bis zu mehreren Zentimeter stark
-mit Luft oder Sekret gefüllt
4. Lungenabzseß
-ursächlich Pneumonien (50%), nach Traumen, nach Aspiration
-durchschnittlicher Durchmesser von 3-5 cm
-bevorzugte Lokalisation in den Lungenunterlappen
-Wanddicke von mehreren Millimetern
-Eiteransammlung am Boden der Abszesshöhle stellt sich als Halbmondschatten dar
-Innenwand meist glatt konturiert
-begleitende, deformierende Bronchitis hiluswärts der Einschmelzung
-Luftsichel
5. Infarktkaverne
-Infektion und Einschmelzung bei nur 5% der Infarkte innerhalb weniger Tage
-Nekrosehöhle, die typische Keilform mit Basis auf der Pleura und hiluswärts gerichteter Spitze besitzt (nur bei Aufsicht)
-mit Luft oder Lungensequestern angefüllt
-Höhle kann durch stehenbleibende Septen unterteilt werden
-Aufblähung infolge Ventilmechanismus möglich
bei Verbesserungsvorschlägen oder Kritik email