Spracherkennungsprogramme Zurück Orginaltexte Links
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www.oehm-rehbein.de
Spracherkennungsprogramme sind in der Medizin meines Erachtens gut geeignet zum diktieren längerer Arztbriefe , sie bringen nichts für kürzere Befunde. Übersicht aus computer+co kopiert
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| Produkt | Hersteller | Wortschatz | Betriebs- system | Preis | |
| Naturally Speaking Preferred | Dragon Systems www.dragonsys.com |
50 000 Wörter | Win 95/98/NT | 400 Mark | |
| IBM Via Voice 98 Executive | IBM www.software.ibm.com |
64 000 Wörter | Win 95/98/NT | 399 Mark | |
| Voice XPress Professional | Lemout & Hauspie www.ihs.com |
50 000 Wörter | Win 95/98/NT | 350 Mark | |
| TerraTec Voice System GOLD | Terratec www.terratec.net |
30 000 Wörter | Win 95/98/NT | 149 Mark | |
| Philips Free Speech | Philips philipsspeechprocessing |
64 000 Wörter | Win 95/98/NT | 209 Mark | |
Ärzte Zeitung, 21.02.2002
Arbeiten ohne Spracherkennung ist für Flensburger Arzt unvorstellbar
Hausarzt Dr. Hans-Arnold Rundfeldt entwickelte pfiffige Lösung für die Praxis
FLENSBURG (di). Bei der Spracherkennung kommt es nicht nur auf die Software, sondern auch auf das Zubehör an. Ein Flensburger Allgemeinmediziner hat sein Headset mit Mikrofon und Kopfhörer mit einem einfachen Kniff umfunktioniert.
Denken, diktieren - fertig. Spracherkennung ist für den Flensburger Hausarzt Dr. Hans-Arnold Rundfeldt ein echter Fortschritt. Rundfeldt arbeitet mit Dragon Dictate und ist damit zufrieden. Nur das Zubehör für die Spracherkennung ist für seinen Geschmack noch immer nicht ausgereift. Als er vor zwei Jahren begann, in seiner Praxis damit zu arbeiten, probierte er es mit einem Headset. Diese Kombination aus Mikrofon und Kopfhörer hielt ihm zwar die Hände frei, nicht aber die Ohren. "Im Gespräch mit den Patienten war das ein Hindernis", sagt Rundfeldt. Die nutzlosen Kopfhörer störten ihn außerdem jedesmal, wenn er ein Stethoskop benutzen wollte.
Das Mikrofon hängt jetzt an der Brille
Für Brillenträger hat Rundfeldt eine Lösung gefunden: Er schraubte das Mikrofon vom Bügel ab und ließ es sich von seinem Optiker an die Brille montieren. Das Mikrophon ist nun in unmittelbarer Nähe des Mundwinkels fixiert. Beide Ohren bleiben damit für das Zuhören im Patientengespräch oder für das Arbeiten mit dem Stethoskop frei. Für dieses Modell hat Rundfeldt zusammen mit einem Flensburger Feinmechaniker entsprechende Schutzrechte angemeldet. Die Zusammenarbeit mit einer Firma ist geplant.
Zudem installierte Rundfeldt eine Funkübertragung, die ihm ein Diktieren auf verschiedene PC ermöglicht. Über einen kleinen Sender, den der Arzt in der Hosentasche trägt, können Computer in allen Räumen die Signale empfangen. "Dadurch ist eine freie Bewegung in der Praxis möglich, der Empfang wird an der Tastatur des jeweiligen Bildschirms eingeschaltet", erklärt Rundfeldt.
Rundfeldts Patienten haben mit dem kleinen Mikrofon vor dem Mundwinkel ihres Arztes keine Probleme - im Gegenteil. "Die meisten Patienten verstehen schnell den Vorteil des Systems" erzählt Rundfeldt. Wenn etwa ein Patient ein Attest benötigt, ist dies dank der Spracherkennung und der kleinen Verbesserungen durch Rundfeldt meist schneller ausgedruckt, als der Patient sich wieder angezogen hat.
Anderes Beispiel: Schon während einer sonographischen Untersuchung diktiert Rundfeldt den Befund direkt in den Computer. Rundfeldt hat festgestellt: "Damit steigt auch die Qualität der Befundung."
Der Doc erspart sich enormen Zeitverlust durch das Tippen
Ein Arbeiten ohne Spracherkennung in der Praxis kann sich Rundfeldt heute nur noch schwer vorstellen. Gutachten, Anträge auf Rente, Reha oder Minderung der Erwerbsunfähigkeit faßt er mit Hilfe der Spracherkennung heute schnell und ohne Schreibkraft ab.
"Ich kann nicht mit zehn Fingern tippen, also hätte ich einen enormen Zeitverlust, wenn ich alles über die Tastatur eingeben müßte." Wenn sich das System in Krankenhäusern und Praxen mehr durchgesetzt hat, erwartet der Flensburger Hausarzt auch eine schnellere Übermittlung etwa von Arztbriefen zwischen Kliniken und Praxen.
Spracherkennung in der Kardiologie- ein Erfahrungsbericht
Das Erstellen von Befunden, Berichten und Briefen im medizinischen Alltag ist oft zeitaufwendig und unbequem. Vom Diktieren bis zum fertigen Dokument vergehen manchmal Tage und Wochen. Das Schreibbüro wird zum Flaschenhals.
In der kardiologischen Abteilung der Medizinischen Klinik I der Klinikum Remscheid GmbH wird zu Zeit mit der Diktierlösung SpeechBase™ von der MediaInterface Dresden GmbH, ein innovatives Produkt zur Online Erfassung von Befunddiktaten im Herzkatheterlabor, getestet.
SpeechBase™ wandelt natürlich gesprochene Worte und Sätze in Text um. Dabei kann man in jede Anwendung unter Microsoft Windows NT® diktieren, so auch in die Befunddokumentation des Krankenhausinformationssystems Forum Klinikum S4 von prompt!.
Neben den bekannten Vorteilen der gängigen Spracherkennungsprogramme wie die Zeit- und Kostenersparnis zeichnet sich das System durch eine nur ca. 20-minü tige Anpassungszeit an den Sprecher aus. Durchschnittliche Erkennungsraten von etwa 97% sind in der Regel zu erreichen. Im Client-Server-Betrieb ermöglicht das Programm den zentralen Zugriff alle Nutzer auf ihre nutzerspezifischen Daten.
Durch die Verwendung eines kundenspezifischen Vokabulars, das die Basis für die erkannten Wörter bildet, wird eine höchstmögliche Überdeckung mit der verwendeten Begriffswelt erreicht und der Einarbeitungsaufwand minimiert. Der an den speziellen Bedürfnissen ausgerichtete spezifische Sprachwortschatz wurde durch die Verarbeitung hunderter Dokumente aus der früheren Befunderstellung der kardiologischen Abteilung erstellt.
Neben der sofortigen Umwandlung der Sprache in Text am Bildschirm (Online-Diktat) können die Ärzte mit dem System auch eine verteilte Arbeitsweise wählen.
In der Medizinischen Klinik I wurde ausschließlich die Online Diktat Variante von Speech Base™ getestet.
Die in der ersten Testphase gemachten Erfahrungen sind durchaus positiv. Nach einer kurzen Einweisung waren die Untersucher in der Lage, direkt im Anschluß an eine Koronarangiografie/ PTCA wie bisher einen Befundbericht zu diktieren. Allerdings ist es vor allem zu Anfang nötig, das Diktierprogramm diszipliniert alle nicht korrekt erkannten Worte erneut oder neu lernen zu lassen.
Die Integration in bereits vorhande Befundungsprogramme von Meßplätzen ist ebenfalls möglich.
Michael Willmann, Klinikum Remscheid GmbH
http://www.prompt.de/redesign/News/Archivartikel/Spracherkennung.htm
SayMore Speech Operated Systems GmbH, Erlangen
http://www.saymore.de/produkte/pro_medicaled.shtml
(D)
Branche: Software, Beteiligung: 12/00, Status: L
Entwicklung von Sprachsteuerungssoftware für
Datenbanken und Internet-Anwendungen.
www.saymore.de
SpeechMagic ist das Herzstück für die Integration der
innovativen Spracherkennungstechnologie in bestehende
Netzwerke. Es bietet die notwendigen Schnittstellen für die
Einbindung in Branchensoftware und arbeitet mit
fachspezifischen Vokabularien.
Spracherkennung für die automatische Umsetzung
fließend gesprochener Sprache in Text
Netzwerkfähig
Nahtlose Integration in Branchensoftware
(umfangreiches SDK)
Änderung der Arbeitsweise ist nicht notwendig
Einsatz von fachspezifischen Vokabularien (ConText)
mit bis zu 64.000 Wörtern
400.000 Wörter Referenzwortschatz
Lernfähig: Passt sich an Sprechweise (auch Dialekt) des
Anwenders an und lernt neue Wörter
Unterstützt mehrere Diktiersprachen
Echtzeit-Erkennung oder stapelweise Erkennung
Unterstützt diverse stationäre und mobile
Diktiermikrofone
Ob Krankenhaus oder Anwaltskanzlei, Versicherungen oder
Wirtschaftprüfungsgesellschaften - überall werden Diktate
aufgezeichnet und in Schriftstücke umgesetzt. Die einzelnen
Abteilungen in diesen Organisationen sind vernetzt, um die im
Prozessablauf benötigten Daten von Patienten, Klienten oder
Versicherten dem jeweiligen Fachbereich zur Verfügung zu
stellen.
Einer der zeitaufwendigsten Arbeitsschritte im Prozess ist die
Erstellung von Dokumenten. Da in Schriftstücken lediglich
bereits recherchiertes Material, vorhandenes Wissen oder ein
festgestellter Befund dokumentiert werden, ist diese Aufgabe
zwar notwendig, aber unproduktiv. Oft müssen sogar Spezialisten
ihre kostbare Zeit opfern, um ihre Berichte selber einzutippen -
und das ist teuer.
Eben hier setzt die Spracherkennung an: Sprechen ist effizienter
als schreiben. Unabhängige Studien haben ergeben, dass der
Einsatz professioneller Spracherkennung bei der Erstellung von
Dokumenten eine Zeitersparnis von rund 40 Prozent gegenüber
dem Diktieren und Ausschreiben erbringt.
In den Institutionen, wo die Erstellung von Schriftstücken einen
hohen Anteil an der Geschäftstätigkeit einnimmt, wird in der
Regel eine Branchensoftware im Netzwerk eingesetzt, die
speziell auf die Anforderungen des Arbeitsgebietes
zugeschnitten ist (Krankenhaus-Informations-Systeme,
Kanzleisoftware etc). SpeechMagic ermöglicht die Integration
der Spracherkennungstechnologie in Brachensoftware, da es
über die notwendigen Schnittstellen verfügt, die eine nahtlose
Einbindung in den Arbeitsablauf erlaubt.
Eine weitere Bedingung für den professionellen Einsatz von
Spracherkennung ist das Vokabular. Ein "normales"
Spracherkennungsprogramm verfügt über Wörter und Begriffe,
die in der alltäglichen Korrespondenz gebräuchlich sind. Für die
Dokumentation der oben genannten Branchen werden jedoch
eine Vielzahl an Fachtermini benötigt, deren Schreibweise,
Aussprache und Einsatzmöglichkeiten ein
Spracherkennungsprogramm kennen muss. Dieses
branchenbezogene Wörter, Begriffe und Redewendungen
werden in einem fachspezifischen ConText zusammengefasst,
auf den SpeechMagic zurückgreift. Ein ConText besteht zum
einen aus dem Lexikon, welches alle Wörter mit ihrer Orthografie
und Lautschrift beinhaltet, zum anderen aus dem Sprachmodell,
in dem die Wahrscheinlichkeiten des Auftretens eines jeden
Wortes in einem bestimmten (Wort)Zusammenhang hinterlegt
sind. Ein ConText wird aus Millionen von Texten eines
Fachgebietes erstellt, um sicherzustellen, dass nicht Tausende
Wörter nachträglich vom Anwender eingepflegt werden müssen.
Philips entwickelt laufend neue ConTexte, die auch speziell auf
Kundenanforderungen abgestimmt werden können.
Links
http://www.dgkdk.de/dol9504.htm