Sick Sinus Syndrom         Zurück

Titel

Krankheitsnummer ( ICD )

engl Bezeichnung + Abkürzungen


Definition Kurz und Knapp das wesentliche:


Das Sick Sinus Syndrom fasst verschiedene Herzrhythmusstörungen zusammen , die auf Fehlfunktionen des Sinusknotens und der Erregungsleitung auf Vorhofebene beruhen.


Der Begriff ist zu eng gefasst. Bessert sollte man von einem


Sick Atrium Syndrom reden , also von einem Syndrom des kranken Vorhofes.


Einteilungen


Nach Art der Rhythmusstörung

Sinusarrest

SA Block

Sinusbradykardie

SVES

SV Tachykardie

Vorhofflimmern

Vorhofflattern

Bradykardie – Tachykardie Syndrom

zu langsam ,

zu schnell


Nach Art der zugrunde liegenden Erkrankung:


ohne erkennbare strukturelle Herzerkrankung

bei Myokarditis

bei Intoxikationen

bei Vorhofüberdehnung

bei hypertensiver Herzerkrankung

bei Mitralklappenfehlern

bei Trikuspidalklappenfehlern.

bei pulmonalem Hochdruck

bei Perikarditis konstriktiva

bei koronarer Herzerkrankung

mit Durchblutungsstörung des Sinusknotens und des Vorhofes

ohne Durchblutungsstörung des Sinusknotens und des Vorhofes


Nach Art der eingeschlagenen Therapie

Schrittmacherbedürftig oder nicht.




Ätiologie Ursachen der Krankheit




Epidemiologie


Häufigkeit, Altersverteilung, Geschlechtsverteilung, Geografische Verteilung


Ähnliche Altersverteilung wie das Vorhofflimmern , das das Vorhofflimmern wahrscheinlich die Endform des SSS ist.


ca 30 % aller SM werden mit der Indikation SSS implantiert.


Kosten


Medikamentöse Therapie

Herzschrittmacher

Medikamentöse Rhythmisierungsversuche

Ablationen


Pathologie Gewebsuntersuchung

Fibrose des Sinusknotens, Verdünnung der Vorhofwände

Vergrößerung der Vorhöfe

Hypertrophie der Vorhöfe

KHK der Vorhofgefäße

Infarkte im Vorhof




Pathophysiologie Krankheitsentwicklung

Die häufigtse Ursache ist wahrscheinlich eine chronische Druckbelastung des Vorhofes mit langsamer Überdehnung der Muskelfasern und verschlechterter elektrischer Leitungseigenschaft



Symptome und Klinik Krankheitszeichen


Präsynkopen

Synkopen

Palpitationen

Tachykardien

Herzinsuffizienz bei Tachykardie

Apoplexe


Zeichen der normalen Vorhoffunktion


Diagnostik Untersuchungsmöglichkeiten , Erkennung der Krankheit

         Anamnesefragen

       Körperliche Untersuchung

         Labor

Digitalisspiegel

Elektrolytveränderungen

Schilddrüsenwerte



         Sonstige Verfahren



         Differential Diagnostik

Anamnesefragen

Körperliche Untersuchung

Labor

Sonstige Verfahren

EKG

Langzeit EKG

ECHO

Sinusknotenerholungszeit

BelastungsEKG

Koronardiagnostik

Differential Diagnostik

Zeichen der normalen Vorhoffunktion


Hyperthyreose


Elektrolytstörungen


Medikamentenintoxikationen


Fieber, Entzugserscheinungen


Alkoholintoxikationen



Bilder


Therapie Behandlungsmöglichkeiten

Hochdruck behandeln und Herzinsuffizienz behandeln

Herzschrittmacher

Cordarex


Antikoagulation

Pulmonalvenen Ablation

Verlauf


Fälle



Experten + Krankenhäuser Wer kennt sich aus ?




Selbsthilfegruppen




Literatur Bücher und Zeitschriften




Internetquellen Links


Geschichte der Krankheit


Diskussion und Fragen,Anmerkungen


Stichworte Siehe auch


Der Sinusknoten ist der elektrische Taktgeber der Herzaktion. Der Begriff Knoten ist eigentlich falsch, da es sich um keinen tastbaren oder sichtbaren Knoten handelt. Man kann den Sinusknoten nur elektrisch orten als den Bereich des Herzens, an dem die elektrische Erregung zuerst nachweisbar ist. Anatomisch stecken hinter dem Sinusknoten eine Gruppe von Herzmuskelzellen, die die Eigenschaft haben, sich selbst elektrisch aufzuladen und sich selbst elektrisch zu entladen.


Alle anderen Herzmuskelzellen entladen sich selber deutlich langsamer, sodass sie von den Entladungen des Sinusknotens zu einem Takt von ca 60 - 70 Schlägen pro Minute in Ruhe gezwungen werden.


Der Sinusknoten wird durch Nerven und Hormone beeinflusst. Er steht ständig unter der Bremse des Vagusnervs. Durchtrennt man die Äste des Nervus Vagus, die zum Herzen führen, dann schlägt der Sinusknoten plötzlich dauerhaft viel schneller.


Adrenalin beschleunigt die Entladungsfrequenz des Sinusknotens.


Der Sinusknoten liegt im rechten Vorhof des Herzens im Bereich der Mündung der oberen Hohlvene.


Zeichen des gesunden Vorhofes



Orginaltexte:



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