Taurin     zurück

Handelsname

Zusammensetzung:

Taurin   500 mg

Taurin ist ein schwefelhaltiges Aminosäurederivat.

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Taurin, 2-Aminoethansulfonsäure, kommt sowohl im menschlichen Körper als auch bei allen Säugetieren vor. Seine Hauptwirkung besteht als Neurotransmitter bei der Nervenreizleitung. Es wird in ausreichender Menge vom Körper synthetisiert und muß, außer bei Kleinkindern, nicht zugeführt werden. Muttermilch enthält ungefähr 50 mg Taurin pro Liter. Kuhmilch etwa 5 bis 7 mg pro Liter. Außer in der Muttermilch kommt Taurin bei Säugetieren auch im Gehirn, im Herz und in der Retina vor.

Isoliert wurde das Taurin zum ersten Mal aus der Stiergalle, woraus sich auch der Name ableitet (tauros = Stier). In der Galle ist das Taurin allerdings mit Cholsäure als Taurocholsäure verbunden. Der Organismus synthetisiert das Taurin aus dem Cystein. Künstlich herbeigeführter Taurinmangel bei Katzen führt zu einer Verkümmerung der Retina und somit zu Blindheit.

Der wichtigste Aspekt von Taurin ist seine Eigenschaft, Stoffen den Übertritt in die Blutbahn zu erleichtern.

Dies ist auch die Hauptwirkung bei gleichzeitiger Einnahme von coffeinhaltigen Getränken. Probleme können sich dann ergeben, wenn mit diesen Getränken Alkohol, Medikamente oder Drogen eingenommen werden, da Taurin auch den Übertritt dieser Stoffe in die Blutbahn und damit ihre Wirkung steigert.

Taurin ist ein Zwischenprodukt, das bei der Herstellung von Waschmitteln anfällt. 1824 wurde die Substanz erstmals aus Ochsengalle gewonnen und erhielt daher den Namen Taurin, abgeleitet vom griechischen tauros = Stier. Mittlerweile wurde sein Image tüchtig aufpoliert, wobei der Name inspiriert haben mag: In der Phantasie mancher Zeitgenossen wandelte sich das Ochsengallen-Isolat zum kräftigenden Stierhoden-Extrakt. Viele Energy Drinks kommen ohne den angeblich Geist und Körper "belebenden" und "entgiftenden" Inhaltsstoff nicht aus. Die Fachliteratur dazu ist spärlich. In einer Studie mit Ausdauersportlern konnte jedenfalls kein leistungssteigernder Effekt nachgewiesen werden (EU.L.E.n-Spiegel 1995/H.1/S.6-7). Dafür senkte Taurin bei Ratten den Blutdruck und führte bei gleichzeitiger Gabe von Salz zu einer lebensbedrohlichen Hypernatriämie (EU.L.E.n-Spiegel 1996/H.5/S.9). Der Befund ist insofern von Bedeutung, als Energy Drinks wahrscheinlich häufig zusammen mit salzhaltigen Speisen wie z.B. Knabberartikeln konsumiert werden.

Taurin (Aminoethansulfonsäure) ist eine nicht essentielle Aminosäure und spielt eine wichtige Rolle bei der Entwicklung des zentralen Nervensystems. Es beeinflußt die Transportvorgänge zweiwertiger Metallionen (Calcium, Magnesium, Zink) und reguliert außerdem den Flüssigkeitshaushalt der Zellen. Taurin verfügt über zellmembranschützende und antioxidative Eigenschaften und fördert die Bildung und Wirksamkeit von Gallensaft (Taurocholsäure) als Emulgator bei der Fettverbrennung. Taurin kann neben der Nahrungsaufnahme vom Körper aus Cystein gebildet werden. Der Gesamtbestand an Taurin im Körper wird auf etwa 30 – 50 g geschätzt.Hoher Gehalt in Muttermilch (40 – 50 mg/L, Taurin ist für Säuglinge essentiell), Fleisch, Fleischextrakte (50 – 60 mg/100g).

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      N - CH2 - CH2 - SO3H

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Links

http://schulen.eduhi.at/chemie/red_bull.htm