Thrombozyten                Zurück


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Kurz und Knapp

Thrombozyten sind die Blutplättchen, die im Blut schwimmen und bei der Blutgerinnung eine "klebende" Rolle spielen.

Als kernlose Fragmente des Megakaryozyten, dichtgepackt mit verschiedenen Granula dienen sie insbesondere der Hämostase im arteriellen Bereich. Erst die Aktivierung des ruhenden Thrombozyten, gekennzeichnet durch gravierende Veränderungen wie Formenwandel, Sekretion und Aggregation, läßt ihn zum aktiv beeinflussenden Faktor werden. Die erhöhte Aktivierung zirkulierender Thrombozyten ist eine wichtige Begleiterscheinung der gestörten Interaktion zwischen Thrombozyten und Gefäßendothel bei atherosklerotischen Gefäßerkrankungen.

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Orginaltexte:

F. Zeiger, M. Koksch / Medizinische Klinik und PK I, Abteilung Angiologie, Johannisallee 32, 04103 Leipzig

Durchflußzytometrische Charakterisierung der Thrombozytenhyperreagibilität bei atherosklerotischen Gefäßerkrankungen

Das Gleichgewicht zwischen gerinnungshemmenden und gerinnungsfördernden Faktoren ist ein physiologischer Vorgang mit vitaler Bedeutung für den Organismus. Thrombozyten bilden neben plasmatischen Koagulationsfaktoren und vaskulären Eigenschaften eine Hauptsäule im komplexen System der Hämostase.

Als kernlose Fragmente des Megakaryozyten, dichtgepackt mit verschiedenen Granula dienen sie insbesondere der Hämostase im arteriellen Bereich. Erst die Aktivierung des ruhenden Thrombozyten, gekennzeichnet durch gravierende Veränderungen wie Formenwandel, Sekretion und Aggregation, läßt ihn zum aktiv beeinflussenden Faktor werden. Die erhöhte Aktivierung zirkulierender Thrombozyten ist eine wichtige Begleiterscheinung der gestörten Interaktion zwischen Thrombozyten und Gefäßendothel bei atherosklerotischen Gefäßerkrankungen.

Die Untersuchung der Thrombozytenfunktion ist durch die enorme Reagibilität ein schwieriges methodisches Problem. Die Erforschung zellulärer Ereignisse der Hämostase ist besonders im Hinblick auf neueste therapeutische Konzepte wegbereitend. Der Einsatz durchflußzytometrischer Untersuchungstechniken ermöglicht heute die Charakterisierung phänotypischer und funktioneller Eigenschaften verschiedener Zellen unter nahezu physiologischen Bedingungen. In unseren Untersuchungen wurden in Vollblutproben die Expressionsdichten der Markerproteine (Gp IIb/IIIa, GMP 140) auf der Thrombozytenoberfläche mit murinen fluoreszenzmarkierten Antikörpern bestimmt. Der Fibrinogenrezeptor (Glykoprotein IIb/IIIa-Komplex oder CD41a) diente dabei zur Identifizierung der Thrombozyten. Die Analyse des aktivierungsabhängigen Membranproteins GMP 140 (CD62P), in ruhenden Thrombozyten in a-Granula gespeichert, erlaubt eine sensitive Aussage über den Aktivierungszustand von Thrombozyten. Zusätzlich zur ex vivo Analyse der Aktivierung wurden in Stimulationsexperimenten die in vitro Aktivierbarkeit durch physiologische Aktivatoren (ADP, TRAP 6, Arachidonsäure) bestimmt. In unserer Studie wurden 50 gesunde Blutspender und 50 Patienten der Medizinischen Klinik I mit peripherer arterieller Verschlußkrankheit verglichen. Besonderes Interesse galt der Korrelation des Ausmaßes der Erkrankung mit dem Aktivierungszustand der Thrombozyten und Einflüssen der Therapie (Aspirin).

In weiteren Untersuchungen werden die besondere Bedeutung der Signaltransduktionswege des ADP- und Thrombin-Rezeptors auf die Thrombozytenaktivierung stehen.

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