Ultraschall
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Ultraschall
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Ultraschallvision
Orginaltexte zum Thema Ultraschall
Die Ultraschall-Untersuchung des Bauches ist ein bildgebendes Verfahren, bei dem die Organe des Bauchraumes mit Hilfe von Ultraschallwellen auf einem Monitor dargestellt werden können. Liegen Veränderungen vor, können bestimmte Erkrankungen erkannt werden und deren Verlauf kontrolliert werden.
Leber: Darstellung von Strukturveränderungen, Vergrößerungen oder Raumforderungen
Gallenblase und Gallenwege: Darstellung von Gallenblasen-oder Gallengangsteinen
Bauchspeicheldrüse: Darstellung von Strukturveränderungen, Raumforderungen und der Größe
Milz: Darstellung von Strukturveränderungen, Raumforderungen und der Größe
Nieren: Darstellung von Strukturveränderungen, von Cysten, Steinen und Raumforderungen
Harnblase: Darstellung der Größe, von Harnblasensteinen oder Tumoren
Prostata : Darstellung von Strukturveränderungen und der Größe
Lymphknoten: Darstellung von krankhaften Vergrößerungen
Darm: Austau , Entzündung , manchmal Tumor , Divertikulitis , Blinddarm
Wie verläuft die Bauch-Ultraschalluntersuchung?
Die Ultraschalluntersuchung wird im Liegen durchgeführt und ist in keinster Weise belastend.
Ist die Ultraschalluntersuchung gefährlich?
Die Ultraschalluntersuchung ist völlig strahlungsfrei und risikoarm und kann auch bei Schwangeren durchgeführt werden
Wie lange dauert eine Ultraschalluntersuchung?
Je nach Fragestellung dauert eine Ultraschalluntersuchung der Bauchorgane zwischen 5 und 10 Minuten.
Ultraschall / Sonografie
Sendet man speziell zu diesem Zweck erzeugte Ultraschallwellen über einen Schallkopf in den Körper, so werden diese Wellen von verschiedenen Geweben in unterschiedlichem Ausmaß "verschluckt" oder zurückgeworfen. Aus der Differenz von in den Körper gesendeten und zurückgeworfenen Schallwellen, die wieder im Schallkopf ankommen, kann ein Computer Bilder errechnen, die in unterschiedlichen Graustufen die "Schalldichte" der unter dem Schallkopf liegenden Gewebe darstellen. Diese Umsetzung von Schall in Bilder nennt man auch "Sonographie", was soviel bedeutet wie zeichnen oder schreiben mit Schall.
Was sagt die Sonographie aus?
Die Methode eignet sich besonders gut zur Darstellung der Leber, der Gallenblase, der Gallenwege, der Bauchspeicheldrüse, der Nieren, der Milz, der großen Bauchgefäße, der Harnblase, der Gebärmutter und der Eierstöcke. Als einfache und kostengünstige Methode mit hoher Aussagekraft eignet sich die Sonographie somit besonders gut als Übersichtsuntersuchung. Zudem ermöglicht sie, falls nötig, die Gewebsentnahme mit Hilfe einer feiner Nadel.
USA/Gesundheit
Männer können mit Utraschall-Eingriff sterilisiert werden
London, 9. Januar (AFP) - Männer können ihre Fruchtbarkeit künftig vermutlich ohne einen chirurgischen Schnitt beenden lassen. Mit einer neu entwickelten Ultraschall-Technik könne in weniger als einer Minute der Samentransport von den Hoden zur Harnröhre unterbrochen werden, berichtet die britische Zeitschrift "New Scientist" in ihrer neuesten Ausgabe. Dazu werde der Samenleiter für kurze Zeit auf 50 Grad erhitzt. Durch die Hitze, die nur 20 bis 50 Sekunden lang andauern müsse, würden die Zellen des Samenleiters verschmolzen und der Samentransport abgebrochen.
Der Eingriff wurde bislang nur zum Sterilisieren von Hunden eingesetzt. Es handle sich jedoch um ein einfaches und schnell anzuwendendes Verfahren, das auf Menschen übertragbar sei, sagte Nathaniel Fried von der John-Hopkins-Hochschule für Medizin in Baltimore im US-Bundesstaat Maryland. Darüber hinaus könne es ohne aufwändige medizinische Geräte und ohne kompliziertes Expertenwissen angewendet werden. Zur Vermeidung von Schmerzen durch die vorübergehend hohe Temperatur werde der Hodensack bei der Operation mit einem wassergefüllten Gummibeutel geschützt.
Bislang wird für die Sterilisation von Männern ein rund 1,5 Zentimeter langes Stück des Samenleiters herausgeschnitten. Auch mit dieser herkömmlichen Methode ist die Sterilisation von Männern bereits einfacher als die von Frauen. Allerdings fassen weit weniger Männer als Frauen den Entschluss, sich sterilisieren zu lassen - in den USA sind es laut Fried nur halb so viel.
07. Januar 2002
Fortpflanzung
Samenraub in der Savanne
Nur wenige Menschen haben so vielen Elefantenbullen zu einem Orgasmus verholfen wie Thomas Hildebrandt. Der 38 Jahre alte Tierarzt mag dafür auf Stehpartys im heimischen Berlin entsetzte Blicke ernten, aber Zoodirektoren in aller Welt verehren ihn.
Mit seinem Mitstreiter Frank Göritz, 38, hat Hildebrandt am Institut für Zoo- und Wildtierforschung in Berlin eine Methode von kolossaler Tragweite entwickelt: die Zucht von Elefanten durch künstliche Besamung.
Die vor allem in Liebessachen sensiblen Dickhäuter pflanzen sich in Gefangenschaft nur selten fort. Doch jetzt sind die Berliner Babymacher dabei, das zu ändern: Auf ihren Einsätzen in aller Welt haben sie bereits sieben Elefantenkühe künstlich geschwängert. Drei Babys wachsen gegenwärtig im Bauch der Mütter heran, die vier anderen sind sogar schon auf die Welt gekommen.
Das frischeste Kind, ein tapsiger Elefantenknabe, verzückt seit seiner Geburt am 25. November die Besucher des Nationalzoos in der amerikanischen Hauptstadt Washington D. C. Die dortigen Tierärzte nennen seine wissenschaftlichen Väter aus Deutschland in einer Mischung aus Dank und Respekt die "Berlin Boys".
Vom "Absamen" des Elefantenbullen mittels elektrischer Stimulation bis zum Einspülen der Spermien durch einen meterlangen Schlauch reichen die Dienste der deutschen Pioniere. Eine entscheidende Rolle bei dieser künstlichen Besamung spielt Hildebrandt. Er kennt sich mit der - aus menschlicher Sicht - höchst merkwürdigen Anatomie der Elefantenkühe besser aus als jeder andere.
Weil Elefanten so groß sind und eine so dicke Haut haben, kann man sie von außen mit dem Ultraschall praktisch nicht untersuchen: Der Schall dringt nur etwa 20 Zentimeter ins Gewebe. Hildebrandt hat deshalb eine stabförmige Ultraschallsonde entwickelt, die an der Spitze leicht gebogen ist. Dieses Instrument schiebt er einen Meter tief in den Darm des Weibchens und dreht es in Richtung der Geschlechtsorgane. Auf diese Weise kann er erkennen, ob der Schlauch mit den Spermien tatsächlich bis in die Gebärmutter vorgeschoben ist. Nur dann spült Kollege Göritz die Samenfäden in das Weibchen.
Acht Jahre lang haben die beiden, die sich bereits zu DDR-Zeiten als Studenten der Humboldt-Universität anfreundeten, ihre Methode immer wieder verändert und verbessert. Die künstliche Besamung kommt genau zur rechten Zeit: In Zoos und Zirkussen droht Elefantenmangel. Da die grauen Riesen in Gefangenschaft nur äußerst unwillig miteinander verkehren, ergeht es ihnen - in puncto Fortpflanzung - ähnlich wie den Deutschen: Es sterben mehr, als neue geboren werden.
Verschärfter Artenschutz und eine sensible Öffentlichkeit machen es nahezu unmöglich, die Nachfolger der Generation der Greise wie früher einfach aus der freien Wildbahn zu fangen. "Ohne künstliche Besamung könnten Zooelefanten innerhalb von zwei Jahrzehnten verschwunden sein", schrieb kürzlich das Wissenschaftsmagazin "Science".
"Mit unserem Verfahren wird es möglich sein, die gefangenen Elefanten in ausreichender Zahl zu vermehren", hofft Hildebrandt. Niemals mehr müsse man die gewaltigen Grautiere aus der Freiheit rauben. Schon mehr als 50 Elefantenspezialisten aus Deutschland, England, Holland, Israel, Kroatien, Italien und den USA möchten die Methode der Berliner übernehmen.
Die virtuose Schlauchführung der Deutschen soll auch anderen bedrohten Tierarten das Überleben sichern.
Hildebrandt hat sich mit Ultraschallsonden bereits in die inneren Organe von mehr als 200 Tierarten hineingewagt. Die im Berliner Zoo lebende Pandabärin Yan Yan bekam es mit dem vordringlichen Doktor ebenso zu tun wie ein riesenhafter Komodowaran und eine deutsche Feldhäsin. Im Nationalzoo zu Washington hat sich Hildebrandt sogar einmal einem Kraken inwendig genähert. "Der ultrabeschallt so ziemlich alles, was lebt oder krabbelt", kommentiert Richard Montali, Tierarzt am Nationalzoo.
Als einer der ersten westlichen Forscher hatte Montali die wissenschaftliche Potenz der Berliner Kollegen erkannt und sie bereits vor dem Fall der Mauer in ihrem Plattenbau in Friedrichsfelde besucht, der seinerzeit noch die "Forschungsstelle für Wirbeltierforschung der Akademie der Wissenschaften der DDR" beherbergte.
Weil sich Hildebrandt schon als Schüler kritisch über das kommunistische Regime geäußert hatte, setzte die DDR damals vieles daran, seine Karriere zu verhindern. Viermal wurde sein Antrag, Tiermedizin studieren zu dürfen, abgelehnt, ehe er schließlich doch einen Nachrückerplatz bekam. Die wissenschaftlichen Leistungen des politisch unbeugsamen Studenten waren so glänzend, dass er staatliche Stipendien erhielt und in die "Meisterklasse für Biotechnologie" aufgenommen wurde.
Gemeinsam mit Studienfreund Göritz besorgte sich Hildebrandt bei einem Humanmediziner der Charité heimlich Ultraschallgeräte - und untersuchte damit die Intimbereiche von Afrikanischen Zwergziegen, Hauspferden, Yaks und Makaken. "Ich war fasziniert und überrascht, wie präzise man die inneren Organe mit Ultraschall erkunden konnte", erinnert sich der Veterinär.
Auch als am 9. November 1989 die Mauer fiel, verfolgte Hildebrandt konsequent seinen Weg: Während Zehntausende Ost-Berliner zum Feiern gen Brandenburger Tor strömten, eilte er auf dem Fahrrad zum Ost-Berliner Tierpark in Friedrichsfelde. An diesem Abend musste er einem Yak eine Hormonspritze geben, um die Reifung von Eiern anzuregen - was dank der pünktlichen Injektion dann auch geschah.
Nach der Wende blieben die Tierärzte ihrem Institut treu - auch wenn sie als ehemalige DDR-Forscher nur 90 Prozent des Lohnes erhalten, den ihre aus Westdeutschland zugewanderten Kollegen kriegen. "Zu Hause bezahlt man uns wie zweitklassige Ostwissenschaftler", sagt Hildebrandt. "Doch sobald wir Berlin verlassen, sind wir die großen Weltexperten."
Und denen wuchsen nach Ende des Kalten Krieges gewichtige Aufgaben zu: vor allem die künstliche Besamung von Elefanten - und neuerdings auch von Nashörnern.
Bei den Weibchen beider Tierarten ist es eine Kunst, den richtigen Zugang zu finden. Die Scheidenöffnung liegt nämlich ein bis zwei Meter tief im Hinterteil verborgen. Nur mit Hilfe der Ultraschall-Überwachung gelingt es, den Schlauch mit dem Sperma durch die weitläufigen Geschlechtskanäle ins Ziel zu manövrieren. Im Vergleich zu Elefanten seien Nashörner "noch unberechenbarer", erzählt Tierarzt Göritz. Wolle man einem Nashornbullen Sperma abnehmen, dann krache und scheppere es wie im Film "Hatari!". Als die Berliner Tierärzte und amerikanische Kollegen vor kurzem einen Bullen mit vier Autos in die Enge trieben, waren zwei Gefährte schrottreif, ehe eine Betäubungsspritze den Wüterich besänftigte. Göritz: "Der Bursche rammte sein Horn immer so richtig schön in den Kühler unseres Wagens."
Doch von so etwas lassen sich die "Berlin Boys" nicht schrecken. Mit ihrem jungen Kollegen Robert Hermes, 32, einem Fachmann für Spermienaufbereitung, haben sie im Herbst zwei Breitmaulnashörner künstlich besamt. Ob der Akt, der sich in einem kanadischen Safaripark vollzog, zu Nashörnchen führt, das werden Schwangerschaftstests in den nächsten Tagen zeigen. Anstrengend war er in jedem Fall: Hildebrandt ging anschließend wegen Rückenschmerzen in eine mehrwöchige Kur.
Auch in der freien Wildbahn ist das Know-how der Berliner gefragt. Im letzten Sommer untersuchten sie das Fortpflanzungsverhalten von Elefanten in Tansania. Hildebrandt schob seine Ultraschallsonde in Tiere, die zuvor vom Hubschrauber aus betäubt wurden. Er trug einen selbst entwickelten Helm, in dem er die schemenhaften Ultraschallbilder aus dem Leib der Dickhäuter direkt vor Augen hatte. Mit seiner futuristischen Kopfbedeckung konnte der Experte sogar zentimeterkleine Elefantenembryonen in tonnenschweren Müttern erkennen. Einem betäubten Bullen wiederum schoben die Berliner einen elektrischen Stimulatorstab in den Darm und massierten zugleich den meterlangen Penis - dann kam es zum Samenraub in der Savanne.
Das Treiben der Deutschen sei "ein glänzendes Beispiel, wie Wissenschaft zum Wohle bedrohter Arten arbeiten kann", urteilt Michael Keele vom Oregon Zoo im amerikanischen Portland. Um seltene Tiere vor dem Aussterben zu bewahren, machen chinesische Wissenschaftler noch ganz andere Dinge:
Sie versuchen Pandabären zu klonen. Bereits im Jahr 1999 steckten sie die Körperzelle eines Weibchens in die Eizelle eines Kaninchens. Den auf diese Weise erschaffenen Klonembryo wollen die Forscher zehn Monate lang am Leben erhalten haben; allerdings wurde er nicht in ein Muttertier gesetzt. Erfolgreicher waren voriges Frühjahr italienische Tierärzte: Sie haben eine Schafunterart geklont, das in seiner Heimat Korsika und Sardinien selten gewordene Mufflon. Das Zellmaterial für den Klon stammt von einem Muttertier, das man kurz nach seinem Tod gefunden hatte. Das Erbgut des Tieres wurde in eine entkernte Eizelle eines gewöhnlichen Hausschafs gesteckt und auch von einem solchen ausgetragen. Diesem Artenschutz durch Klonen kann Tierarzt Hildebrandt allerdings nichts abgewinnen. "Es werden nur die Gene eines Tieres kopiert. Die genetische Vielfalt der Art bleibt dadurch mitnichten erhalten", gibt der Berliner zu bedenken.
Selbst über seine eigene Pionierarbeit urteilt Hildebrandt bescheiden: "Mit der künstliche Besamung können wir das Aussterben seltener Arten verzögern. Um es aber zu verhindern, müssen wir den Lebensraum der Tiere schützen."
JÖRG BLECH
Tiefer Blick in das Innere eines Körpers
Informatiker an der TU Braunschweig entwickeln vielseitiges Lernprogramm für Medizin-Studenten
HANNOVER. In welchem Abstand zur Leber liegt die Milz? Wie sieht die Hüftfraktur von der anderen Seite aus - und welche Nerven und Blutgefäße sind womöglich noch verletzt? Wenn Medizinstudenten mit solchen Fragen CT- oder Ultraschallbilder interpretieren sollen, sind sie oft überfordert. "virtusMED", eine in Braunschweig entwickelte Software, die derzeit auch auf der Messe Cebit in Hannover vorgestellt wird, soll den Umgang mit diesen Bildern erleichtern. Sie wird ab dem Sommer erstmals in der Uniklinik Göttingen eingesetzt.
Von Jörn Hons
Michael Teistler, wissenschaftlicher
Mitarbeiter am Institut für
Medizinische Informatik der
Technischen Universität
Braunschweig, hat die Software
zusammen mit vier Mitarbeitern
entwickelt. Für ihn ist das System
nicht nur in der Ausbildung junger
Ärzte einsetzbar, auch für die
Diagnose und Operationsvorbereitung
sei das Programm geeignet, betont
er.
Denn die Software kann reale Daten
von Patienten - mittels CT oder
Sonographie gewonnen - in
dreidimensionale Darstellungen
umrechnen und damit anschaulicher
machen. Seinen Eingriff könne ein
Chirurg damit genau vorausplanen.
Übungspuppe liefert realistische Bilder
Im Medizinstudium reicht jedoch schon eine Übungspuppe auf dem
Untersuchungstisch - möglich wäre auch das Längsschnittbild eines
Menschen. Die Positionsdaten für Kopf, Rumpf und Gliedmaßen werden
zunächst mit Hilfe eines sogenannten Trackingsystems (solche Systeme
werden zum Beispiel für Operationsroboter verwendet) mit einem im
Rechner gespeicherten Datensatz aus CT- und Ultraschallbildern
verknüpft.
Ein CT- und Foto-Datensatz stammt zum Beispiel aus dem Visible
Human Projekt der National Library of Medicine der USA. Die Studenten
können nun mit einer virtuellen Ultraschallsonde über den
Puppenkörper fahren. Das Trackingssystem registriert dabei genau, wo
sich die Sonde auf dem Körper befindet, und liefert zeitgleich die
entsprechenden Bilder aus dem virtuellen Körperinnern auf den
Monitor. Wahlweise können dabei Ultraschall- und CT-Bilder, aber auch
Fotos der Schnittebenen betrachtet werden.
Bilder können gedreht, Organe farbig markiert werden
Die Studenten können ihre
"Aufnahmen" dabei drehen und aus
verschiedenen Blickwinkeln
begutachten. Die Software kann
zudem Organe, Knochen, Blutgefäße
und Nerven farbig markieren sowie
ein- oder ausblenden. Mit einer
Datenbrille läßt sich dieser räumliche
Einblick in den Körper noch
verstärken, so Teistler.
Nicht zuletzt erzeugt das Programm
auch noch virtuelle Röntgenbilder aus den CT-Daten. Ein
Flachbildschirm, der über den Körper gehalten wird, meldet seine
Position wie die Ultraschallsonde an den Computer - und fungiert so als
virtuelle Röntgenkamera.
Anatomische Kenntnisse, so Teistler,
könne man damit hervorragend
vertiefen. "Durch die dreidimensionale
Darstellung werden die Studenten
schneller und besser ein Verständnis
für den Körper entwickeln", sagt auch
Privatdozent Klaus Dresing, leitender
Oberarzt der Unfallchirurgie an der
Uniklinik Göttingen.
Die Studenten könnten damit üben,
Ultraschall-Aufnahmen korrekt
anzufertigen und auszuwerten. "Nur
ein Arzt, der das Körperinnere genau
kennt, ist dazu in der Lage", so
Teistler. Laut Dresing haben die angehenden Ärzte oft Probleme,
Ultraschall-Aufnahmen richtig zu interpretieren. Ob seine Studenten
dies mit Hilfe von "virtusMED" besser lernen, will man deshalb in eine
Studie an der Uniklinik untersuchen.
Im vergangenen Dezember fand das "virtusMed"-Programm bei dem
ASNA-Radiologenkongreß in Chicago große Aufmerksamkeit - und
wurde mit dem ersten Preis "Magna cum laude im Bereich inforad"
unter 105 Neuentwicklungen ausgezeichnet.
In wenigen Wochen soll das Komplettsystem mit Software und
Trackingsystem für etwa 20 000 Euro zu kaufen sein, verspricht
Teistler. Relativ teuer ist vor allem das elektromagnetische
Trackingsystem - die Software läuft hingegen auf einem schnellen
Standard-PC.