Koronardiagnostik mit dem Ultraschall zurück
Der Ultraschall ist für die Koronardiagnostik derzeit ziemlich ungeeignet . Als leidenschaftlicher Ultraschaller ärgert man sich darüber sehr und sinnt nach , ob es nicht doch Wege gibt die Koronargefäße im Ultraschall zu sehen.
Experimentell
Herz 25: 741-747, (2000) Heft 8
Flexible perkutane Perikardioskopie: Neue Antworten auf alte Fragen
Petar M. Seferovic, Arsen D. Ristic, Ruzica Maksimovic, Miodrag Ostojic, Dejan Simeunovic, Predrag Petrovic, Bernhard Maisch
Belgrad, Jugoslawien
Zusammenfassung
Ziel dieser Untersuchung war es zu prüfen, welchen Stellenwert die perkutane Perikardioskopie für Diagnostik und Therapie von Patienten mit ätiologisch unklaren Perikardergüssen einnimmt und welche Verbesserungsmöglichkeiten es für die Bildgebung gibt. Bei 32 Patienten mit Perikarderguss (53,1% Männer, mittleres Alter 46,2 ± 13,1 Jahre) erfolgte die Perikardioskopie mit dem flexiblen Olympus-HYF-1T-Endoskop. Für die endoskopisch gesteuerte Perikardbiopsie wurde bei allen Patienten eine FB-41ST-Olympus-Biopsiezange verwendet. Bei 22/32 Patienten wurden drei bis sechs Proben/Patient entnommen (Gruppe 1, Standard Sampling) und bei 10/32 Patienten 18 bis 20 Proben/Patient (Gruppe 2, Extensive Sampling). Außerdem wurde die Bildqualität bei Instillation von 0,9%iger Kochsalzlösung mit der nach Instillation von Luft verglichen. Bei Patienten mit hämorrhagischem Perikarderguss (12/32) erfolgte eine Perikardspülung mit Kochsalzlösung. Die Perikardioskopie wurde zwei bis drei Tage nach Spülung und Drainage vorgenommen. Die optische Qualität der Perikardioskopie war deutlich besser nach Ersatz des Perikardergusses mit 100 bis 300 ml Luft (29/32 Prozeduren) im Vergleich zu den Patienten, bei denen der Erguss mit 0,9%iger Kochsalzlösung (37 °C) ersetzt worden war. Die Spezifität des endoskopischen Befundes allein ist gering. Dagegen trägt die Perikardioskopie insofern erheblich zur diagnostischen Wertigkeit der Epi-/Perikardbiopsie bei, als sie eine gezielte Biopsie makroskopisch auffälliger Stellen erlaubt. Die Ausbeute an Biopsien war mittels perikardioskopischer Steuerung des Bioptoms deutlich besser als unter reiner Röntgenkontrolle (86,2% in Gruppe 1, 87,3% in Gruppe 2 bei Biopsieentnahmen unter Perikardioskopie und 43,7% in Gruppe 3 unter alleiniger Röntgenkontrolle). Ventrikuläre Rhythmusstörungen (6,3%), intermittierendes Druckgefühl (75%) und kurzzeitige Temperaturerhöhungen (37,5%) waren die einzigen Komplikationen. Die Perikardioskopie mit dem Olympus HYF-1T, verbessert durch Luftinstillation, ist eine sichere Methode zur Visualisierung von Perikard und Epikard und zur Vorbereitung einer oder mehrerer Biopsien. Diese sind zusammen mit der Zytologie die Voraussetzung für eine exakte ätiologische Diagnose eines Perikardergusses.
Korrespondenzanschrift:
Prof. Dr. Petar M. Seferovic, Head, Department of Cardiology II, University Institute for Cardiovascular Diseases, Koste Todorovica 8, 11000 Belgrade, Yugoslavia, Phone (+381/11)361-4738, Fax 646-988, e-mail:eseferov@eunet.yu
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