Hubertusweg Zurück zur Übersicht
Nr. 121 Hubertusweg
27 km
Kronach - Dörfles - Häusles - Neufang - Hubertushöhe - Nordhalben
Der Hubertusweg ist ein sehr schöner Wanderweg, um direkt aus der Stadt Kronach heraus auf die Höhen des Frankenwaldes zu gelangen. Mit einer Länge von 27 km sollte man ihn komplett an einem Tag erwandern können, wenn man zB morgens mit dem Bus nach Nordhalben fährt und dann nach Kronach zurückwandert. Dies ist m.E. nicht empfehlenswert, denn der Hubertusweg teilt sich in 2 völlig unterschiedliche Abschnitte :
Der 1.Abschnitt von Kronach nach Neufang ist ein wunderschöner Weg , fast durchgängig angenehm und aussichtsreich zu wandern und sehr empfehlenswert.
Der 2.Abschnitt von Neufang zur Hubertushöhe ist m.E. nicht empfehlenswert , da der Wanderweg in großen Teilen auf der Straße entlang führt.
Den kurzen letzten Abschnitt Hubertushöhe -Nordhalben bin ich noch nicht gelaufen , der Karte nach zu urteilen ist er zumindest bis zur Ködeltalsperre recht schön angelegt.
Deswegen schildere ich hier nur den Verlauf Kronach - Neufang mit der Empfehlung in Tempenberg (vor Neufang) nach Steinwiesen hinab zu wandern und dort wieder mit dem Bus heimzufahren.
Der Hubertusweg beginnt in Kronach in der Friesenerstraße : Er nutzt die Holzbrücke über den Kronach Fluß, der den Krankenhausparkplatz mit der Friesenerstraße für Fußgänger verbindet . Ein kurzes Stück läuft man über den eingewachsenen Parkplatz und kreuzt an seinem östlichsten Eck über die Staatstraße Kronach - Wilhelmsthal . Auf der anderen Straßenseite geht es gut markiert am Flutdamm der Kronach entlang weiter zur schön gelegenen aber giftgrün gestrichenen Biegenmühle. Ab hier hat man den Autokrach völlig hinter sich gelassen und das Rauschen des Flußes begleitet einen jetzt viel angenehmer.
Abb: Beginn des Hubertusweges in Kronach
grüne Punkte: Orginalroute ,
lila Punkte: 2 mögliche Varianten
Direkt an der Biegenmühle vorbei geht es weiter auf einer Pfadspur am orografisch linken Ufer der Kronach . Der Weg ist oft etwas matschig, die Landschaft aber wunderschön . Südlich an einigen Fischteichen vorbei führt der Weg dann etwas weg vom Fluß . Er folgt hier einem kleinen Bachgraben bis zu einer weit sichtbaren Ruhebank umgeben von Buschwerk. Ab hier kann man dann entweder an dem Bachgraben entlang weiter in Richtung Dörfles laufen oder man folgt der Orginalmarkierung, die auf einem Feldweg am Talrand an einer Kapelle vorbeiführt. Auf beiden Wegen erreicht man bald den Holzsteg von Dörfles , denn man aber links liegen läßt und weiter zum Dörfleser Kalkwerk auf einem Wiesenweg läuft.
Ab dem Dörfleser Kalkwerk steigt der Wanderweg auf einem alten Fahrweg schräg rechts bergauf durch den Wald Richtung Rennesberg. Auch dieser Abschnitt ist schön zu laufen . Am Ende des Anstieges hat man beim Verlassen des Waldes einen Blick hinunter nach Friesen und kommt dann am alten Kalksteinbruch vorbei , der heute vom ADAC als Motoradgelände genutzt wird . Nach einer Linksabbiegung kommt man bald auf die schmale Verbindungsstraße zwischen Friesen und Rodach , der die Markierung bis zur markanten Rennesberger Linde folgt. Hier bietet sich aber eine viel schönere Variante an, denn auf einem Bergrücken oberhalb der Straße zieht ein meist gut begehbar Wiesenpfad entlang , der an einem Wäldchen und an einem Wasserbehälter vorbei auch die Rennesbergerlinde erreicht.
Von der Rennesbergerlinde und dem anschließenden Höhenrücken der Hohen Warte hat man einen wunderbaren Ausblick der nach Nordwesten bis zum Bleßberg im Thüringerwald und im Osten entlang der Fränkischen Linie bis zur Königsheide reicht.
Abbildung: Rennesberger Linde am Hubertusweg
Die Hohe Warte besteht noch aus Muschelkalk und so findet man entlang
des Weges die ein oder andere botanische Kostbarkeit , wie den Kalkenzian
und auch das Knabenkraut , wenn man zur richtigen Jahreszeit unterwegs ist.
Der beste Rastplatz findet sich an drei hohen Pappeln direkt auf dem Kamm
der noch freien Hohen Warte. An einem Sendemast vorbei geht dann der Weg
in den Wald hinein und folgt etwas fallend als Kammweg der Höhe zwischen
Rodachtal und Remschlitzgrund. Auch hier ist der Wegverlauf sehr schön
, auch wenn der Kamm durch ein paar riesige Strommasten verziert ist.
Schließlich stößt man auf eine Wegkreuzung , mit 2 Wegen
nach links in den Remschlitzgrund und 2 Wegen nach rechts ( südlich)
ins Rodachtal . An dieser Kreuzung tangiert der Hubertusweg auch kurz den
Rodachwanderweg , der mit einem grünen Flößerhaken markiert
ist.
Der Hubertusweg bleibt aber auf dem Kamm und geht weiter bergauf . An einem
Spielpatz und der Kappelle am Kindleinsknock vorbei erreicht man die
Verbindungsstraße Zeyern - Remschlitzgrund auf der man ein kurzes
Stück entlang laufen muß . An einem Bauernhof biegt die Straße
nach links unten ab und man folgt der steilen Straße auf die
Redwitzerhöh. Hier kommt auch der südliche Querweg über den
Berg und kreuzt unsere Wegroute.
Man kann Richtung Redwitzerhöh auch rechts ( südlich) der steilen Teerstraße an einem Wiesen und Waldrain entlang laufen , wenn man das Straßengehatsche vermeiden will. Bald gabelt sich dann der Weg auf: nach links geht die Teerstraße Richtung Häusles weiter , geradeaus führt ein Schotterweg südlich unterhalb Häusles vorbei Richtung Neufang.
Letzteren Weg wählen wir und laufen dann recht lange und meist völlig ungestört auf dem schönen Kamm Richtung Tempenberg . Teilweise auf der freien Höhe , teilweise am Waldrand und teilweise im Wald geht es mit nur leichten Höhenunterschieden über die Punkte 547 und 553 bis man schließlich Tempenberg erreicht.
Ab hier führt der Hubertusweg dann immer weiter auf geteerter Straße nach Neufang , Birnbaum und zur Hubertushöhe so daß man ihn als Radler gut verfolgen kann . Für Wanderer ist er nicht mehr empfehlenswert , so daß sich der Abstieg von Tempenberg nach Steinwiesen empfiehlt .
Zusammenfassung: Der Abschnitt 1 von Kronach bis Tempenberg ( Abstecher weiter bis Steinwiesen ) ist sehr empfehlenswert. Man braucht etwa 3 -4 Stunden . Weglänge etwa 15 - 18 km . Der Weg ist meist gut markiert und mit Karte leicht zu finden. In jeder Jahreszeit schön. Auch bei Schneelage meist gut begehbar.
Es wäre schön , wenn der Abschnitt Biegenmühle - Dörfles , der von vielen Wanderern und Kronacher Spaziergängern genutzt wird von der Stadt Kronach oder dem Wasserwirtschaftsamt Hof etwas besser hergerichtet würde , so daß man ihn auch bei feuchtem Wetter ohne Matschstrecken benutzen kann.
Beste Karte : Fritsch Frankenwald 1:50000
Meine Buchbestelladresse : Buch Merkel Erlangen
Verbesserungsvorschläge zu diesem Text bitte an ReinerHoffmannKC@t-online.de