Südlicher Querweg          Zurück zur Übersicht


Nr. 120 Südlicher Querweg 20 km

Wallenfels- Zeyern - Remschlitz - Steinberg - Stockheim

    Der Südliche Querweg ist mit seiner Länge von 20 km einer der kürzeren Wanderwege des Frankenwaldes . Trotzdem ist er nicht zu unterschätzen, denn er hat drei deutliche Anstiege zu bewältigen und bringt es so auf circa 500 Höhenmeter. Vom Rodachttal geht er in den Remschlitzgrund , von dort aus ins Kronachtal und zum Schluß ins breitere Tal der Haßlach . Man könnte den Weg somit auch 4-Tälerweg nennen , ich würde ihn eher als Auf- und Abweg bezeichnen. Da er am Aufschwung des Frankenwaldes entlang geht , bietet er landschaftlich eine große Abwechslung und an mehreren Stellen wunderschöne Ausblicke nach Südosten bis Nordwesten, dazu kommen noch einige steile Talblicke. Insgesamt ein lohnender Weg , wobei ich 3 Varianten empfehlen würde, um geteerte Straßenabschnitte oder langweilige Fortsstraßen zu vermeiden .

    Wenn man den Weg in einem Stück laufen will , dann fährt man am besten in der Früh von Kronach mit dem Bus nach Wallenfels , steigt dort bereits vor Wallenfels in Hammer ( oder auch schon in Zeyern) aus und fährt am Ende der Wanderung von Stockheim mit dem Zug wieder zurück nach Kronach.

Ich werde den Weg von Wallenfels nach Stockheim beschreiben. Anders herum kann man ihn auch laufen und läuft dann , wenn man am Morgen los geht,  meist der Sonne entgegen.

Den Abschnitt von Wallenfels - Hammer bis Erlabrück ist etwas langweilig auf einer Forststraße markiert und ist nicht weiter zu kommentieren. Von Erlabrück bis Zeyern läuft der Weg auf einer alten Forststraße am südlichen Rand des Rodachtales entlang. Er ist sehr angenehm zu laufen und bietet einige schöne Blicke auf die Hügel ringsum . Der Weg verläuft hier zusammen mit dem Rodachweg.

Vor Zeyern kommt man an der Zigeunerschneidmühle vorbei und sollte dann bereits am Ortsrand von Zeyern die B 173 queren und ein kurzes Stück einen Weg nutzen, der direkt entlang der Schienen der Rodachtalbahn führt . So kann man es vermeiden länger an der vielbefahrenen B 173 laufen zu müssen.

  Ein Stück Teer bleibt einem aber doch nicht erspart , denn man stößt nach ca 100 Metern auf den unbeschrankten Bahnübergang der Verbindungstraße Zeyern - Remschlitz und folgt dieser Straße ca 100 m in nördlicher Richtung bergan . Dann kann man die Straße wieder verlassen und steigt auf einem steilen Weg bis auf die Höhe des Kindleinsknockes. Von hier aus hat man einen sehr schönen Blick zurück nach Zeyern , den Zeyerngrund und die Markgrafenhöhe.

   Dann geht es sofort wieder bergab ein kurzes Stück auf der Teerstraße an einem Bauernhof vorbei . Kurz unterhalb des Bauernhofes biegt ein kleiner Pfad nach rechts ( östlich ) zum nahen Waldrand ab und man folgt diesem Weg . Der Weg wird im Wald breiter und führt gleichmäßig und schön zu laufen bergab bis in den Remschlitzgrund . Über eine kleine Brücke kann man die Remschlitz queren und läuft dann erst ein Stück talabwärts am Bach entlang. Erst folgt man dabei einem ungeteerten Fahrweg , dann  muß man ca 100 m auf der geteerten Straße an einigen freundlichen Häusern vorbei laufen. Bevor die Straße die Remschlitz überquert verläßt man sie schon wieder Richtung Berggasthof .

    Auch der Weg macht dem Berggasthof alle Ehre , denn es geht steil bergan . Der Weg ist aber sehr schön zu laufen , so nimmt man die Mühe gern in Kauf. Es geht nach der ersten Anhöhe etwas weniger steil bergauf durch ein ehemaliges Kalkwerk . Hier verläuft der südliche Querweg ziemlich knapp entlang der geologischen Trennungslinie zwischen Muschelkalk und Urgestein des Frankenwaldes . Am Eichenbühl hat man diese 2. Höhe erklommen und wird durch einen schönen Ausblick belohnt. Abwärts geht es wieder mit 17 % bis Steinberg.

Da hier der Weg auf der Straße verläuft möchte ich eine Variante vorschlagen:

Variante 1 und Verbesserungsvorschlag für die Markierung:

Vom Eichenbühlersattel kann man auf einem schräg ansteigenden Weg durch den Wald unterhalb der Höhe 548 ( die Höhe mit dem Leuchtkreuz) bis zu einem wunderschön gelegenen Einzelgehöft laufen , das noch zu Roßlach gehört, und steigt von dort auf einem steilen Waldweg direkt nach Steinberg ab. Man muß 50 Höhenmeter mehr bergauf laufen, danach geht es steil bergab , aber man spart sich 2 km Teerstraße und wird durch herrliche Rundblicke von der Höhe 548 belohnt. Wer den südlichen Querweg läuft , dem machen die wenigen zusätzlichen Höhenmeter auch nichts mehr aus und die Variante ist wirklich lohnend.

   Unten in Steinberg quert man auf der Straßenbrücke die Kronach , läuft dann ein kleines Stück entlang der Staatsstraße Richtung Wilhelmsthal , bis ein Weg schräg nach oben durch die Häuser zieht. Diesen steigt man in nördlicher Richtung bergan. Es geht ziemlich lang , aber immer gleichmäßig auf einem schönen Weg bergauf. Nach ca 2 km erreicht man Trebesberg. Ein kleiner Weiler , berühmt für seine 2 guten Wirtshäuser. Diese kann man auch gut zu einer Brotzeit oder einer Mittagspause nutzen. Die kulinarische Dreieinigkeit ist hier noch voll gewährleistet : Das Essen ist gut, es ist billig und es ist viel .

  Oberhalb von Trebesberg erreicht man an einem kleinen hölzernen Buswartehäuschen die Höhe 571 . Ein sehr schöner Rundblick Richtung Süden und Südosten läßt einen den Aufschwung der Fränkischen Linie erkennen.

    Hier trifft man auch auf den Saarschlesienweg und den Burgenweg.

   Beide begleitet man nur ein kurzes Stück bis zu einem einzelnen Anwesen an der schmalen Teerstraße , die hier auf der Höhe entlang zieht.

Variante 2: Schon vor dem Anwesen verläßt man die Straße wieder nach links abzweigend und folgt einem Forstweg nach Eichelberg. Unterhalb Eichelberg geht es langweilig in mehreren Kehren verschiedenen Forstwegen folgend in den Bachgrund zur Büttners Zeche.  Am besten kürzt man hier ab und steigt steil dem Bachgraben unterhalb Eichelberg folgend ins Tal. Das ist schneller und macht viel mehr Spaß. Dem breiten Fahrweg im Tal folgt man dann bis nach Reitsch. Ab der Büttnerszeche muß man leider ca 300 m auf Teer laufen.

Variante 3. Von Reitsch aus folgt die Orginalmarkierung der Straße nach Wolfersdorf  und von dort nach Stockheim. Das ist einem echten Wanderer nicht zumutbar . Deswegen sollte man lieber durch Reitsch dem Bachlauf folgend bis zur Haßlach laufen. Hier kann man auf einer Fußgängerbrücke bequem den Fluß queren und stößt dann auf den Spazierweg nach Stockheim , denn man an den Sportanlagen vorbei bis Stockheim folgen kann.

   Zusammenfassung: Der Südliche Querweg ist wenig begangen. Zu Unrecht wie ich meine. Man braucht einiges an Bergauf- und Bergabkondition für diesen Weg . Er ist auch für Mountainbiker eine echte Herausforderung. Insgesamt ein sehr schöner Weg , wenn man den angegebenen Varianten folgt. Beste Zeit Frühjahr und Herbst. Reine Laufzeit ca 4 - 5 Stunden.

Beste Karte : Fritsch Frankenwald 1:50000

Verbesserungsvorschläge zu diesem Text bitte an ReinerHoffmannKC@t-online.de

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