Focusliste der renommiertesten Schilddrüsen Chirurgen in der BRD Copyright by Focus zurück
Kommentar vorne weg:
Manchmal ist es besser von einem nicht so renommierten Arzt operiert zu werden. In der Regel sind solche Liste auch nur für Privatpatienten interessant , da Kassenpatienten nur selten zu so hochspezialisierten Ärzten überwiesen werden.
Zu fordern ist für jedes Krankenhaus , das sich mit Schilddrüsenchirurgie befaßt . eine Veröffentlichung folgender Zahlen pro Jahr:
Schilddrüsen Operationen gesamt
Diagnosen ( ICD spektrum ) , die zur OP geführt haben
zB Anteil der Krebsverdächtigen Schilddrüsen
Alters und Geschlechtsverteilung der operierten Patienten
Statistik der endgültigen histologischen Diagnosen
zB Anteil der endgültigen Schilddrüsen Krebse
Sterblichkeit gesamt pro Jahr bei Entlassung der operierten Patienten
Häufigkeit typischer Komplikationen
Recurrensparese
Nebenschilddrüsenunterfunktion
Ein Krankenhaus , das pro Jahr > 100 Schilddrüsenoperationen durchführt , bietet in der Regel eine ganz gute Qualität. Allerdings muß man neben den Zahlen auch auf eine strenge Indikationsstellung achten , denn gesunde Schilddrüsen lassen sich - überspitzt formuliert - natürlich am besten operieren und dann als vermeintlicher Erfolg verkaufen.
Siehe auch http://www.medizin.uni-halle.de/medizin/izk/zch1/kaccaq.html
Liste Alphabetisch sortiert und mit Internetadressen ergänzt
Prof. Dr. Heinz J. Buhr
Berlin
Uniklinik Benjamin Franklin ,
Chirurg. Klinik 1
030/84 45 25 41
Weitere Mitarbeiter : PD Dr. med. Germer, Dr. med. Mann
Keine Zahlen zu SD Operationen im Internet verfügbar
Prof. Dr Henning Dralle
Halle/Saale
Uniklinikum,Uniklinik u. Poliklinik für Allgemeine Chirurgie
03 45/ 5 57 23 14
Prof. Dr Andreja Frilling
Essen
Uniklinikum,Klinik für Allgemein- u. Transplantationschirurgie
02 01/ 7 23 11 11 und 0201-7231130
Prof. Dr. Peter E. Goretzki
Düsseldorf
02 11/ 8 11 73 52
Uniklinikum, Klinik für Allgemein- u. Unfallchirurgie
Prof. Dr. Istvan Klempa
Bremen
04 21/ 4 97 54 58
Zentral.Krankenhaus, Allgemein- u. Gefäßchirurgie
Prof. Dr. Jochen Kußmann
Hamburg
0 40/ 65 76 12 64
Allgemeines Krankenhaus Wandsbek
Allgemein-,Thorax u. Gefäßchirurgie
Prof. Dr. Hans-Dietrich Röhrer
Düsseldorf
02 11/ 8 11 73 51
Uniklinikum, Klinik für Allgemein- u. Unfallchirurgie
Prof. Dr. Matthias Rothmund
Marburg
0 64 21/ 2 86 64 41
Uniklinikum,Klinik für Allgemeine Chirurgie
PD Dr. C. Nies
Sekr.: Tel. 06421-28-62506
Vorbildliche Op Statistik im Web abrufbar
im Jahr 1999 ca 350 SD OPs
Prof. Dr. Jörg Schumann
Frankfurt am Main
0 69/1 56 32 21
St. Marien Krankenhaus,
Abteilung für Chirurgie
Prof. Dr. Dr. Fritz Spegelsberg
München
0 89/ 7 27 62 24
Krankenhaus Martha-Maria,
Chirurgie
Prof. Dr. Peter Wagner
Rosenheim
0 80 31/36 32 21
Klinikum,Klinik fürAllgemein-, Gefäß- u. Thoraxchirurg.
Prof.Dr. Robert A. Wahl
Frankfurt am Main
0 69/ 1 50 04 11
Bürgerhospital Frankfurt am Main,Chirurgische Klinik
Prof. Dr. Hubertus J. C. Wenisch
Potsdam
03 31/ 2 41 52 02
Klinikum Ernst v. Bergmann,
Allgemein-u. Viseralchirurgie
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++ 07.06.2004, Buchloer Zeitung ++
Mehr Sicherheit bei der Schilddrüsen-Operation
"Nervenmonitoring" jetzt auch am Buchloer Krankenhaus
Buchloe(bz/maf). - Mehr Sicherheit bei Operationen an der Schilddrüse bietet das Buchloer Krankenhaus St. Josef. Ein elektronisches Gerät kontrolliert während der Eingriffe ständig die Funktion der Stimmband-Nerven. Das hilft, mögliche, unter Umständen sogar bleibende Schäden am Sprechapparat zu verhindern. Dieses "Nervenmonitoring" genannte Verfahren hat der chirurgische Chefarzt Dr. Stefan Härtel am Hospital eingeführt. Schilddrüsenoperationen gehören zu den häufigsten chirurgischen Eingriffen in Deutschland. Etwa 100000 Menschen müssen sich jährlich an diesem Organ operieren lassen. Bei bis zu fünf Prozent, so sagt die Statistik, werden dabei die Stimmbandnerven geschädigt, bei etwa einem Prozent der Patienten sind die Schäden dauerhaft. Die Folge: die Stimme ist heiser und leise, auch die Atmung kann behindert sein. Um dieses Risiko so weit wie möglich auszuschalten, ist es notwendig, bei der Operation den Verlauf der Nervenstränge zu ermitteln. Dazu benutzten die Chirurgen bislang Lupenbrillen, um den sehr feinen Nerv im Gewebe aufzufinden. Dies sei häufig schwierig, da die wuchernde Schilddrüse zum einen meist dem Nerv sehr nahe kommt und diesen verdeckt, zum anderen sich der Nerv auch oft auf der Schilddrüsenrückseite zwischen Blutgefäßen "versteckt", so Härtel. Außerdem verlaufe der Stimmbandnerv "nicht immer so, wie es im Lehrbuch steht". Mit der Methode des "Nervenmonitorings" kann selbst in schwierigen Fällen der Nerv sicher aufgespürt und auf seine Funktionstüchtigkeit getestet werden. Das Verfahren wird schon seit langem bei Eingriffen am Gehirn oder am Nervenapparat eingesetzt, inzwischen aber zunehmend auch bei Eingriffen wie eben an der Schilddrüse verwendet. Bei dem Verfahren werden Elektroden, also quasi Stromkabel, am Stimmbandnerv angelegt. Über diese schickt der "Nervenmonitor" ständig einen geringen elektrischen Reiz durch das Nervengewebe. Der Operateur weiß dadurch zum einen, wie der Nerv verläuft. Zum anderen tönt aus dem "Nervenmonitor" ein Warnsignal, sobald der Operateur mit seinen Werkzeugen zu nah an den Nerv kommt und sich dadurch die an das Gewebe angelegte Stromspannung ändert. Besonders bewährt hat sich das Verfahren laut Härtel bei anspruchsvolleren Operationen wie der Entfernung der gesamten Schilddrüse, bei bösartigen Erkrankungen sowie bei Wiederholungseingriffen, die in der Regel durch Narben erschwert werden. Aber auch beim häufigsten Schilddrüsen-Eingriff, der Kropfoperation, habe sich das neue Verfahren bewährt. Der Chefarzt hat das "Nervenmonitoring" bereits mehrere Jahre lang an seiner vorherigen Arbeitsstelle in einer hessischen Großklinik praktiziert. Die notwendigen Gerätschaften kosteten mehrere tausend Euro.