KDE     zurück


Unterprogramme von kde     Fragen     Experten     Links     Orginaltexte    


KDE (K Desktop Environment) ist eine frei verfügbare Graphische Benutzeroberfläche für Unix?systeme.

KDE ist die am weitesten verbreitete graphische Oberfläche für Linux

Die  aktuelle Version ist kde 3.02

KDE benötigt mindestens 80 MB RAM, ansonsten können Programme einfrieren.

Hilfe zu kde bekommt man über das kde Hilfesystem , über das Internet oder von den Experten.



Alternativen zu kde sind



KDE Tips und Tricks

* Atl + F2 erzeugt eine Befehlseingabezeile you can type the name of a program (kedit for example) or an URL.



* You can kill (equivalent to the console kill -9) an application by pressing "Ctrl-Alt-Esc". Then you get a little scull as cursor. With this you can click on the application you want to kill and it will disappear. You should use this only if no other method to stop the application works.



* Konqueror, the KDE web browser, let you use shortcuts for everyday browsing. This is defined in the Settings menu->Configure Konqueror-> Enhanced Browsing. For example: typing

gg:KDE brings the Google search engine for the word KDE.

dict:name gives the english definitions for name.

fm:mp3 shows all the mp3 related software from Freshmeat.

(note: I can't live without a daily use of Konqueror!!!)



* Trouble starting kppp? Can only connect to the modem as root? Here is the answer.

Log in as root and display the context menu of /usr/bin/kppp by right-clicking on the gear icon. Then in the Permissions tab, check the box Set UID on the User line.

This will allow all users to start kppp.

The same applies for apm with /usr/bin/apm to allow each user to use power management on a laptop for example.



If you want to enter a new URL in the konqueror, you can delete the current one with the "x" button at the left side of the URL.



* dcop is the "desktop communication protocol" and you can control apps with that. Simply type dcop to see which apps provide interfaces. With dcop >appname< you get the interfaces for this app. You you can get the functions in the interface typing dcop >appname< >interface name<. Finally a command can be run with dcop >appname< >interfacename< >method< >method parameters<. Here is an example:



dcop knotify Notify notify notify Me "Segmentation fault!" nosound nofile 2 0



* If you want to give e.g. one of the windows buttons on your keyboard a new keycode you can do this the following way:

Open the menu editor (K->Configure Panel->Menu Editor...) and add a new group e.g. "keycodes". There you can add a new item and you are asked for the name. Click on that added item and configure it by adding a command e.g. the dcop line in the tip above. In the "Advanced" tab you associate the command to a key. Click on change, choose the radio button "Custom key" and press the button you want to change, e.g. one of the windows buttons. An there it is!

Now you can press on the windows button and get a "Segmentation fault!" ;-)

Other appliances might be the start of your favorite application with F12 or starting the screensaver with the Break button.






Wichtige Unterprogramme von kde sind

Links zu kde Applikationen

http://www.suse.de/de/private/download/linuks/ppc/update_for_7_3/extra.html

http://apps.kde.com

Kooka - schnell und einfach scannen

Kooka kombiniert die Einfachheit der Bedienung mit gleichzeitiger Funktionsfülle, wobei die leichte und übersichtliche Bedienung, die man von KDE-Programmen gewohnt ist, im Vordergrund steht. Bewusst verzichtet wurde auf überflüssige Funktionen, dafür wurden für das Abspeichern der Bilder neue Wege gegangen. Neu ist die automatische Anbindung an ein schnelles Texterkennungsprogramm.

GIMP - professionelle Bildbearbeitung

Wie machen die Profis das bloß? Die Bilder sehen immer so perfekt aus. Das können Sie auch mit SuSE Linux. Das Grafikprogamm GIMP wird von mancher Agentur und sogar beim Film eingesetzt, wenn es um professionelle Bildbearbeitung geht. GIMP ist leistungsstark und präzise mit einer schier unendlichen Auswahl an Filtern und sogenannten Script-Fus, mit denen Sie mit einem Mausklick die tollsten Effekte auf Ihre Bilder zaubern. Die Ergebnisse können sich sich sehen lassen und werden gesehen!!

gtkam - schneller Transfer für Ihre Digitalfotos

Mit dem GNOME-Programm gtkam haben Sie ein für nahezu alle Digitalkameras kompatibles Programm, mit dem Sie Ihe Digitalfotos verwalten und das für einen reibungslosen Transfer zwischen Kamera und PC sorgt.




Wichtige Teile der kde Benutzeroberfläche

Einer Kontrollleiste am unteren Bildschirmrand. Sie dient zum Starten von Anwendungen und zum Umschalten zwischen den Arbeitsflächen. Sie enthält u.a. den Anwendungsstarter: ein großes K-Symbol, das ein Menü mit Anwendungen anzeigt, wenn man es anklickt.


Einer Programmleiste innerhalb der Kontrollleiste, die zum Umschalten und Verwalten der laufenden Anwendungen dient. Klicken Sie auf eine Anwendung in der Programmleiste, um zu ihr zu wechseln.


Der Arbeitsfläche   =  Desktop selbst, auf der häufig genutzte Dateien und Ordner abgelegt werden können. KDE bietet mehrere Arbeitsflächen, von denen jede ihre eigenen Fenster hat. Klicken Sie auf die nummerierten Knöpfe auf der Kontrollleiste, um zwischen den Arbeitsflächen umzuschalten.

Kicker 

Kicker ist ein zentrales Programm in KDE, das als die normalerweise unten quer über den LinuxDesktop laufende Leiste erscheint. Außer für diejenigen, die lieber auf der Konsole arbeiten, ist es sozusagen die Schaltzentrale in KDE.
Es enthält diverse Menüs, Knöpfe zum Starten verschiedener Anwendungen, die virtuellen Arbeitsflächen (man kann im abgebildeten Bsp. zwischen sechs vollformatigen Desktops umschalten - siehe WindowManager), die Fensterleiste, Logout- und Lock-Knopf, so genannte Miniprogramme und eine Uhr mit Kalender - normalerweise. Denn das läßt sich alles je nach Geschmack verändern. Man kann auch noch einiges hinzufügen, z.B. zusätzliche Leisten, die auch woanders sein können. Mir ist die eine schon fast zu viel, mein Kicker muss daher automatisch verschwinden, wenn ich ihn nicht brauche, auch das geht: Mausklick rechts, Persönliche Einstellungen...




Experten

Vorwort



Mit KDE ging ein UNIX-Traum in Erfüllung - für den Anwender eine benutzerfreundliche, grafische Umgebung und für den Programmierer eine anspruchsvolle Plattform zur Anwendungs-Entwicklung. Natürlich erfüllte sich dieser Traum nicht einfach von selbst. Im Bereich der freien Software-Entwicklung kann man nicht einfach darauf warten, dass etwas passiert. Irgendwann muss sich jemand hinsetzen und den Code schreiben. Und genau dies haben viele Leute getan, und dabei Hunderttausende von ungezählten Stunden ihrer Freizeit geopfert - ein Umstand, der KDE noch interessanter macht. Denn: KDE ist eine Anwenderumgebung, die von Anwendern dieser Umgebung entwickelt wurde, und eine Entwicklungsplattform, die von Entwicklern geschrieben wurde, die wünschten, sie hätten bei ihren ersten Schritten in UNIX solch eine Plattform vorgefunden.



Die meisten Leute denken bei KDE an auffällige Icons, nette Fensterdekorationen oder die Klickstartleiste, aber KDE ist mehr. Der größere und wichtigere Teil von KDE ist die Entwicklungsplattform - eine Plattform, die leistungsstark genug ist, um auf ihr eine konfigurierbare Meta-Anwendung wie den Konqueror mit all seinen Plugins für die verschiedenen Mime-Typen zu entwickeln.



Falls Sie KDE 1.x bereits als den endgültigen Beweis dafür angesehen haben, dass sich ein solcher Rahmen auf der Basis freiwilliger Arbeit und den Codebeiträgen vieler freiwilliger Mitarbeiter entwickeln lässt (niemand stellt dies heute mehr in Frage, obwohl damals, als KDE in Angriff genommen wurde, nur sehr wenige - gerade auch innerhalb der freien Software-Gemeinde - daran glaubten), dann werden Sie KDE 2 bestimmt zum Meisterwerk erklären. Aufbauend auf der stabilen, kontinuierlich gewarteten und hoch geschätzten KDE 1.x-Version stellte sich das KDE-Team der schwierigen Aufgabe, große Teile des Frameworks unter Einbezug der Erkenntnisse aus dem ersten Ansatz neu zu entwerfen. Auch wenn Software-Architekten dieses »Second System Syndrom« kritisieren mögen, war es eine Zeit des großen Experimentierens - was zur Folge hatte, dass das Datum der Markteinführung immer weiter nach hinten verschoben wurde. Ein typisches Beispiel hierfür war der durchgehende Einsatz von CORBA (Common Object Request Broker Architecture). Nachdem wir fast ein ganzes Jahr lang die Interclient-Kommunikation auf CORBA aufgebaut hatten, mussten wir schließlich erkennen, dass wir die gesteckten Ziele mit CORBA nicht erreichen konnten. Auch wenn der Architekturwechsel von CORBA zu KParts/DCOP womöglich zu weiteren Verzögerungen geführt hat, sind wir überzeugt, dass sich das Warten gelohnt hat.





Wir sind sicher, dass viele der älteren und teilweise nicht mehr tätigen KDE-Entwickler voll Wehmut zurückschauen und davon träumen werden, welch aufregende Anwendungen sie während ihrer aktiven Phase als Entwickler freier Software mit dieser neuen Entwicklungsplattform hätten schreiben können. Genießen Sie das Privileg, Anwendungen unter UNIX schreiben zu können, ohne das Rad erst neu erfinden zu müssen.



Wann immer Sie etwas finden, was besser gemacht werden könnte oder was einfach fehlt, wenden Sie sich an das KDE-Team und helfen Sie uns, den Mangel zu beheben. Wir freuen uns über jede Hilfe.



Oslo, 5. Juni 2000



Matthias Ettrich



(Übersetzt aus dem Englischen)

Danksagung



Ich möchte allen Co-Autoren danken, die ihr Wissen und ihre Erkenntnisse, die sie in unzähligen Stunden Arbeit mit der Materie und häufig sogar anhand eigener Erfindungen erworben haben, dem Leser mitteilen. Außerdem gilt mein besonderer Dank Kurt Granroth, der dieses Buch fachlektoriert hat. Seine Kommentare und sein Wissen waren von unschätzbarem Wert.



In Kapitel 3 stellt uns Daniel Marjamäki Qt vor, das GUI-Toolkit, auf dem KDE aufbaut.



Charles Samuels erläutert in Kapitel 6 die Konventionen der KDE-Benutzerschnittstellen.



Espen Sand zeigt uns in Kapitel 8, wie man KDE-Dialoge bequem mit KDialogBase erstellt.



Cristian Tibirna präsentiert uns ein neues KDE-Feature: DCOP, das Desktop-Kommunikationsprotokoll.



David Faure stellt uns in Kapitel 12 eine neue, aufregende und wichtige Technologie von KDE 2.0 vor: KParts.



In Kapitel 14 lehrt uns Stefan Westerfeld, wie man Code für seinen Analogen Echtzeit-Synthesizer (aRts) entwickelt, der außerdem das KDE 2.0 Soundsystem darstellt.



Ralf Nolden frönt seiner Vorliebe zum Aufsetzen von Dokumentationen, wenn er uns in KDevelop, eine integrierte KDE-Entwicklungsumgebung, einführt.



Und in Kapitel 19 klärt uns Kurt Granroth über die häufig diskutierten KDE/Qt-Lizenzfragen auf.



Ein weiteres Dankeschön verdienen Heather Goodell und viele andere bei Sams Publishing für ihre harte Arbeit, Geduld und beständige positive Einstellung. Besonders Shelley Johnston hat sich sehr bemüht, das Richtige zu machen und das Buch unter einer Open Source-Lizenz, der Open Publication License (OPL), zu veröffentlichen. (Anmerkung des übersetzenden Verlages M+T: Auch die vorliegende deutsche Übersetzung steht unter der OPL und ist damit frei im Internet erhältlich - den entsprechenden Link finden Sie auf der Markt+Technik-Webkatalogseite zu diesem Buch unter http://www.mut.de oder auf der Andamooka-Website unter http://www.andamooka.org/).



David Sweet


Fragen

http://dmoz.org/World/Deutsch/Computer/Software/Betriebssysteme/Linux/Projekte/KDE/  Ein gutes Fragenforum zu kde

Links

http://www.kde.de  Deutsche  KDE Seite 

http://dmoz.org/World/Deutsch/Computer/Software/Betriebssysteme/Linux/Projekte/KDE/


http://www.dcoul.de/infos/de_comp_os_unix_apps_kde-faq.html     kde FAQ Seite

http://www.kde.org     Die offizielle Webseite von KDE

http://www.kde.de/misc/kde-books.php   Bücher zum Thema kde

You don't have to be a software developer to be a member of the KDE Team.
You can join the national teams that translate program interfaces. You can provide graphics, themes, sounds and improved documentation. 


Visit
http://www.kde.org/jobs.html for information on some projects in which you can participate.

If you need more information or documentation, then a visit to
http://developer.kde.org/ will provide you with what you need.


developer.kde.org 
   Das KDE Entwicklerzentrum

http://webcvs.kde.org/cgi-bin/cvsweb.cgi/      Eine WWW-Schnittstelle zum KDE-CVS-Baum

i18n.kde.org      KDEs Übersetzungs- und Dokumentations-Server

ftp.kde.org      Der Haupt-FTP-Server von KDE. Bitte benutzen Sie die unten stehende Verknüpfung, um einen Mirror in Ihrer Nähe zu finden.

www.kde.org/mirrors.html      www.kde.org/mirrors.html



http://phil.freehackers.org/kde/kpart-techno/de_kpart-techno.html

Komponenten von KDE gut erklärt

http://www.andamooka.org/  

kde 2 Entwicklung Buch online und im Download




Orginaltexte


Was ist KDE?Version 3.00.00


Was ist KDE?

KDE ist eine graphische Benutzerumgebung. In anderen Worten ist KDE eine Sammlung von Programmen, Technologie und Dokumentation, um Computerbenutzern das Leben leichter zu machen. KDE wurde für Unix-Rechner entwickelt und zeichnet sich durch Netzwerktransparenz und eine zeitgemäße Arbeitsweise aus.

Die Entwickler von KDE bilden eine über die ganze Welt verteilte Gruppe von Software-Programmierern. Das Hauptziel dieser Gruppe ist es, dem Benutzer qualitativ hochwertige Software zur Verfügung zu stellen, die es ihm ermöglicht, seinen Rechner auf einfache Weise zu nutzen.

KDE möchte den Wunsch nach graphischen Benutzerumgebungen für Unix-Rechner erfüllen, die den Oberflächen unter Mac OS oder Windows entsprechen. Um dieses Ziel zu erreichen, stellt KDE u.a. folgende Technologien zur Verfügung: erweiterte Interprozess-Kommunikation, Wiederverwendbarkeit von Komponenten, allgemeines Drag&Drop, einheitliches Erscheinungsbild und vieles andere. Insgesamt bietet KDE also weit mehr als die herkömmlichen Unix-Fenstermanager.

Stabilität, Skalierbarkeit und offene Standards sind die Eigenschaften, die Unix seit vielen Jahren zur unangefochteten Wahl für Fachleute der Informationstechnologie gemacht haben. KDE baut auf dieser exzellenten Grundlage auf und fügt neue, wichtige Eigenschaften hinzu: Benutzbarkeit, Benutzerfreundlichkeit und gutes Design. Zuvor war Unix zwar ein hervorragendes System für Server und wissenschaftliche Einrichtungen, aber nicht wirklich attraktiv für normale Arbeitsplatzrechner.

Ohne Unix würde das Internet nicht existieren oder würde zumindest eine völlig andere Form haben. Unix hat sich bis jetzt nicht um die Bedürfnisse des durchschnittlichen Computernutzers bemüht. Dies ist besonders deshalb bedauerlich, weil einige Varianten von Unix (Linux, FreeBSD, NetBSD, usw.) im Internet frei erhältlich sind, die alle eine außergewöhnliche Qualität und Stabilität besitzen.

Wozu ist KDE nützlich

KDE wurde für Jedermann entworfen.

UNIX®-Neulinge oder Benutzer, die einfach kein Interesse an den neuen Technologien und Möglichkeiten haben, die ihr bisheriges Betriebssystem nicht bot, müssen sich nicht mit den Nicklichkeiten einer Befehlszeile auseinander setzen. Dennoch bietet KDE auch für erfahrene UNIX®-Benutzer eine wertvolle Oberfläche mit GUI-Werkzeugen, die komplizierte Aufgaben vereinfachen. Dabei ist die Befehlszeile immer nur einen Mausklick entfernt.

Changes between KDE 2.2.2 and KDE 3.0

This page tries to present as much as possible of the problem corrections that occurred in KDE between the 2.2.2 and 3.0 releases. The primary goal of the KDE 3.0 release is to port the existing codebase of the KDE 2 series to be based on the Qt 3 library.

The use of Qt 3 provides a set of new features and improvements as well as allows a long period of binary compatible releases.

General

A lot of fixes for reported bugs in all applications
Porting to make full use of the Qt 3 GUI toolkit
Performance improvements in some areas
Arts has been splitted in a KDE-independent part and KDE-bindings

Arts

More PlayObjects (more fileformats)
Improvements of the MIDI capabilities (alsa support)
Integration of new GSL scheduling code
More support for using samples as instruments (.PAT loader)
Environments/Mixers
Recording support in the APIs (kretz@kde.org)
Threaded OSS support (should run more reliable on more kernel drivers)
Moved code to a separate CVS module

kdelibs

KSSL: Completion of certificate and CA management tools
KSSL: X.509 and PKCS12 certificate viewer and import tool part (KPart) - embeddable in Konqueror
KFileDialog: URL Speedbar
Support for Icons on Buttons in various dialogs
A GUI Item class that encapsulates KAction attributes
Added plugin interface for the Renaming Dialog
Improved service activation (dcopstart)
Support for Multi-key shortcuts (emacs-style) added.
WebDAV support
Plugin interface for retrieving / modifying meta information of files
KDirLister is now cached (i.e. directory listings of ftp servers in konqueror)
Optional emulation of traditional Mac keyboard
KDEPrint: Improved CUPS support.

kdeaddons

Improved stability of some of the plugins

kdeadmin

Reinclusion of KDat

kdeartwork

Inclusion of several themes (icon, window decoration etc)

kdebase

KWin: smart mechanism that avoids focus stealing from windows the user is active on by windows that pop-up (M. Ettrich)
KWin: don't crash when popup-menu of a window is still visible when that window gets closed
KWin: don't shade/unshade (gross ugly flicker) windows that are moved fast in hover-unshaded state
KWin: deny to the masochist the resizing of a shaded window
KWin: automatically unshade on maximize, on restore-from-maximized and on restore-from-minimized
KWin: work around ugly jre-1.3.1 bug with popup dialogs vanishing forever after first use
KWin: improve moving by keyboard and bring back Ctrl-key ordered fine/coarse-grained keyboard moving
KWin: abort keyboard moving of windows with Escape too
KWin: no active desktop edges on resizing
KWin: don't warp mouse pointer when touching desktop edge (with active edges enabled) if desktop isn't actually changed
KWin: contain desktop navigation inside a box (don't wrap around from last to first desktop of a line or column)
KWin: don't stack windows under desktops
KWin: gracefully handle more than one desktop client application
KWin: fix bogus gravitating for non-NW-gravitated windows on session restore (i.e., no more drifting of Xclock when started with -geometry -0-0 or such)
don't allow +Alt+mouse to do things as if it was Alt+mouse (L.Lunak)
any mouse button moves window when dragging titlebar, unless mouse click was popping an operations menu (this greatly improves consistency for configurable mouse bindings)
don't show operation menus for desktop (no more move desktop to desktop 1 %-)
KTip: center on screen
KTip: readable on dark color schemes
Kate: added plugin and new KTextEditor interface
Kate: XML Plugin
Konqueror/khtml: GUI for animated gifs: Always / Play Once / Never
Konqueror/khtml: Major rework of the ECMAScript ("Javascript") implementation
Konqueror/khtml: Major improviements in the DHTML compatibility
Konqueror/khtml: Added "smart" window.open Javascript policy that skips popup banners
Konqueror/khtml: Support for Actions in the new sidebar
Konqueror/Sidebar: Added "New directory" option
Konqueror/Sidebar: Added mediaplayer
Konqueror/fileview: Extended tooltips for information about files
Konqueror/popup plugins: Added "kuick", the quick copy and move plugin
Konsole: New parameters: --nomenubar, --noframe, --noscrollbar and -tn (set $TERM=)
Konsole: Keyboard shortcuts to activate menubar and rename session (Defaults: Ctrl-Alt-m & Ctrl-Alt-s).
Konsole: New options: Blinking cursor, configurable line spacing, no/system/visible bell
Konsole: Monitoring for activity and/or silence, sending of input to all sessions (cluster management)
Konsole: History of a session can be cleared, searched and saved to a file.
Konsole: Session types can specify a working directory.
Konsole: Changed behaviour of "New" in toolbar, now starts session of type last selected.
Konsole: Session buttons display state (e.g. bell) and session type icons. Double click renames them.
Konsole: Sessions can be reordered via menu entries or keyboard shortcuts (Default: Ctrl-Shift-Left/Right).
Konsole: Extend selection until end of line if no more characters are printed on that line.
Konsole: Stop scrolling of output when selecting.
Konsole: Drag & drop of selected text (like CDE's dtterm)
Konsole: Pressing Ctrl while pasting with middle mouse button will send selection buffer.
Konsole: Hollow out cursor when losing focus.
Konsole: Support for ScrollLock with LED display.
Konsole: Write utmp entries (requires installed utempter library).
Konsole: Proper implementation of secondary device attributes, MODE_Mouse1000 and wrapped lines.
Konsole: Session management remembers and activates last active session.
Konsole: DCOP interface, sets environment variables KONSOLE_DCOP & KONSOLE_DCOP_SESSION
Konsole: Made embeddable Konsole part configurable.
Konsole: KDE Control Center: Added "Terminal Size Hint" option and session type editor.
Kicker: Implemented support for centerring the panel on screen
Kicker: new applet: kpf - a web server applet, designed for sharing files
KControl: Unified behaviour of root-only modules
KControl: Rearranged dialogs
KControl: Font Installation Assistant added

kdebindings

added Objective C bindings
added C bindings
updated and improved the existing Java bindings

kdegames

Various improvements to the games
Generalized more functionality into a libkdegames

kdegraphics

KDvi: Copy and paste text from a DVI file
KDvi: Full text search
KDvi: Export DVI files to plain text
KDvi: Forward search with Emacs and XEmacs
KDvi: Inverse search with a variety of editory
KDvi: DCOP interface
KDvi: Improved commandline options

kdemultimedia

Noatun: Global XML import/export for the playlist
Noatun: Winamp skin loader
Noatun: Icecast / shoutcast streaming
Noatun: Hide close status und tag displaying

kdenetwork

KMail: Maildir support
KMail: Distribution lists and aliases
KMail: SMTP authentication
KMail: SMTP over SSL/TLS
KMail: Pipelining for POP3 (faster mail download on slow responding networks)
KMail: On demand downloading or deleting without downloading of big mails on a POP3 server
KMail: Various improvements for IMAP
KMail: Permanent header caching
KMail: Header fetching is much faster
KMail: Creating/removing of folders
KMail: Drats/sent-mail/trash folders on the server
KMail: Mail checking in all folders
KMail: Automatic configuration of the POP3/IMAP/SMTP security features
KMail: Automatic encoding selection for outgoing mails
KMail: DIGEST-MD5 authentication
KMail: Identity based sent-mail and drafts folders
KMail: Expiry of old messages
KMail: Hotkey to temporary switch to fixed width fonts
KMail: UTF-7 support
KMail: Enhanced status reports for encrypted/signed messages

KDEPIM

New Addressbook API (libkabc). Ported applications to use the new API
KPilot: Rework conduits as plugins
KPilot: Support for USB Visors
KPilot: Extensive addition of tooltips
KPilot: Move to .ui files as much as possible
KOrganizer: Plugin interface
KOrganizer: Group scheduling
KOrganizer: Split alarm daemon in a lowlevel and a GUI frontend
KOrganizer: pinning contacts to appointments and TODO's

KDESDK

KBabel: Catalog Manager is now a standalone application
KBabel: Find/Replace in all files

KDEToys

New Applet: KWeather
KWeather: Better reportview, support for european weather data
KWeather: Improved report view, uses http to get the data more quickly
KWeather: Improved METAR parser support
KWeather: added DCOP interface
KWeather: improved support for iconscaling

KDEUtils

KRegExpEditor: new
Kpm got replaced by ksysguard

KDEEdu

New in KDE 3.0, a collection of edu(cation/tainmnent) applications for KDE Last modified: Sat Apr 6 21:32:57 EST 2002

KDE and K Desktop Environment are trademarks of KDE e.V.


Linux

Aus Spaß am Code

Weltweit arbeiten Programmierer an einer attraktiven Benutzeroberfläche für Linux.

Von Michaela Streimelweger

Wie Linux selbst entsteht KDE nach dem "Open-Source"-Prinzip. (Screenshot: KDE)

(SZ vom 4.6.2002) - Sie sind Software-Ingenieure, Grafiker, Kunststudenten, Musiker, Autoren, Dolmetscher oder interessierte Laien. Sie sitzen in Deutschland, Schweden, den USA oder in einem der vielen anderen Länder der Welt. Und alle haben eines gemeinsam: Sie widmen sich der freien Softwareentwicklung bei dem Open-Source-Projekt KDE und opfern dafür "ihre wertvolle Freizeit ohne Hoffnung auf Bezahlung im klassischen Sinne", wie es auf der KDE-Website anerkennend heißt.



Exakt 737 Mitarbeiter sind derzeit bei dem Internetprojekt registriert und arbeiten an KDE (K Desktop Environment), einer grafischen Benutzeroberfläche für Linux- und Unix-Rechner. Wie Linux selbst entsteht KDE nach dem "Open-Source"-Prinzip. Jeder, der über entsprechende Fachkenntnisse verfügt, kann den im Internet zugänglichen Quellkode erweitern, ihn den eigenen Vorstellungen anpassen oder enthaltene Fehler eliminieren. "Die besten Ideen setzen sich durch und werden realisiert", sagt Chris Schläger, Leiter der Distributionsentwicklung bei der SuSE Linux AG und langjähriger KDE-Mitarbeiter. Mehr als 1.000 Programme und Anwendungen sind so bis heute entstanden. Es gibt das Büro-Paket "KOffice", das Textverarbeitungsprogramm "KWord", das Mailprogramm "KMail", den Web-Browser "Konquerer" und vieles mehr. Grafiker und Künstler sind am Projekt beteiligt um die Oberfläche möglichst ansprechend zu gestalten. Für die Internationalität sorgen Übersetzer. KDE - seit April in Version 3.0 erhältlich - ist bereits in mehr als 40 Sprachen verfügbar.



Die Projektmitarbeiter kommunizieren vor allem über Mailinglisten, Newsgroups und Websites. KDE gewährt den Entwicklern möglichst viel Spielraum für Kreativität und Verbesserungsvorschläge - die Arbeit muss Spaß machen, denn Geld darf kaum einer erwarten. Nur eine Handvoll Projektmitarbeiter sind bei Unternehmen wie dem Linux-Distributer SuSE beschäftigt und werden für die Arbeit am Projekt abgestellt.



Über die generelle Richtung des Projekts bestimmt eine Kerngruppe, der derzeit rund 20 Entwickler angehören. Sie trifft die wichtigsten Entscheidungen - zum Beispiel welche Anwendungen in neu veröffentlichte Versionen aufgenommen werden - auf Grundlage demokratischer Wahlen. Mitglied in diesem "KDE Core Team" kann jeder werden, der sich verdient macht.



Sämtliche Produkte, die KDE hervorbringt, stehen im Internet kostenlos zum Herunterladen bereit. Um Computerbauteile, Server, Bandbreite oder Reisen zu finanzieren, ist das KDE-Team auf Spenden in Form von Geld und Ausrüstung angewiesen. Darum kümmert sich einerseits der KDE e.V., ein nicht-profitorientierter Verein. Die KDE League wiederum ist Anlaufstelle für Firmen, die die Öffentlichkeitsarbeit des Projekts fördern möchten. "Ein Organisationsmodell für das 'typische Open-Source-Projekt' gibt es nicht", sagt Chris Schläger, "die arbeiten alle mit sehr unterschiedlichen Konzepten und Entscheidungsprozessen."

http://www.kdeleague.org/  

Komponenten der Benutzeroberfläche von KDE



GUI-(Graphical User Interface, Grafische Benutzerschnittstelle) Komponenten sind sehr mächtig. Grundsätzlich erlaubt eine Komponentenarchitektur, daß eine Anwendung ihre Eigenschaften und Schnittstellen nicht nur als Anwendung selbst, sondern auch als eingebetteten Teil einer beliebigen anderen bietet. Jede Komponente kann einzeln benutzt werden, und die bevorzugte Komponente kann für bestimmte Fälle verwendet werden. Typische Beispiele: Ein Email-Programm ruft eine Text-Editor-Komponente auf, um eine neue Mail zu erstellen; eine IDE (Integrated Development Environment, Integrierte Entwicklungsumgebung) benutzt einen Text-Editor (nicht unbedingt den selben wie das Email-Programm), um den Code zu bearbeiten; eine Tabellenkalkulation benutzt eine Diagrammkomponente, um die Daten zu analysieren; eine Anwendung nutzt einen HTML-Browser, um Webseiten darzustellen; usw.



Komponenten erhöhen die Modularität und ermöglichen es, Code noch öfter wiederbenutzen zu können, deshalb solten sie auch so oft wie möglich benutzt werden. Um das zu realisieren, macht es KDE sehr einfach, sie zu schreiben und zu benutzen.



Gnome benutzt als Komponententechnologie Bonobo, das auf CORBA basiert. KDE nutzte anfangs auch CORBA, es wurde aber dann durch eine eigene Technologie ersetzt: KPart. Dieses Umschwenken wurde oft kritisiert, obwohl kaum jemand die Ursache und die Konsequenzen dafür verstand. Es war eine gute Entscheidung, und irgendwann wird ein Artikel erscheinen, der die Gründe beleuchtet.



In aller Kürze hat eine gute GUI-Komponentenarchitektur die folgenden Merkmale:



* Es ist einfach, eine Anwendung als Komponente zu benutzen

* Es ist einfach, eine Komponente in einer anderen Anwendung zu verwenden

* Die Komponente ist schnell aktiviert (praktisch sofort)



Mit CORBA ist es schwer, dies zu erfüllen, während es mit KPart sehr einfach ist. CORBA ist eine sehr gute Technologie, allerdings nicht für GUI-Komponenten geeignet. Das Folgende soll zeigen, weshalb KPart hier ideal ist.



KPart



Als die KDE Entwickler bemerkten, daß CORBA zum unbezwingbaren Albtraum wird, schrieben sie in wenigen Tagen eine leichtgewichtige und effiziente Technologie, um es zu ersetzen: KPart.



KPart basiert auf gemeinsam benutzen Bibliotheken. Deshalb erscheint eine Komponente direkt als C++-Objekt. Es ist nicht nötig, die Eigenschaften und Schnittstellen mit Hilfe einer IDL (Interface Description Language) zu beschreiben, alles ist ohne besonderen Aufwand erreichbar. Deshalb lassen sich Komponenten mehr oder weniger genauso Programmieren wie ein C++-Objekt, das für die Anwendung sowieso erzeugt werden muß. Gemeinsam benutzte Bibliotheken sind ebenfalls sehr schnell geladen oder wieder deaktiviert. Es ist noch nichteinmal ein fork notwendig, da der Code direkt in der Anwendung laeuft. 95% der komponentenspezifischen Arbeit erledigt die KPart API. Deshalb ist es sehr einfach, Komponenten zu schreiben und zu verwenden, wie die folgenden Beispiele zeigen werden. Nach dem Lesen der kurzen Dokumentation sowie der Anleitung sollte eigentlich alles klar sein. 



Der KDE-Hintergrund



von David Sweet



1.1 Die Motivation für einen freien Desktop 26



1.2 Warum mit KDE entwickeln? 27



1.3 KDE - Organisation und Ressourcen 29



1.4 Systemanforderungen 30



1.5 KDE herunterladen und installieren 30



1.6 Lizenzen and Legalität 32



1.7 Lassen Sie uns nun mit dem Programmieren beginnen!32



Bevor ich auf die Programmierung eingehe, sollen Sie etwas über KDE (das K Desktop-Environment) erfahren: was war die Motivation für KDE, was sind die Ziele von KDE und was macht KDE so anziehend? Außerdem müssen Sie noch die Programmierbibliotheken und die Dokumentation installieren.



Die Motivation für einen freien Desktop



Wenn Sie als Anwender unter UNIX (oder Linux, FreeBSD und so weiter) arbeiten, sind Sie wahrscheinlich mit dem »Look and Feel« eines typischen (nicht-KDE) X-Desktops vertraut. Die Fensterdekorationen (Fensterrahmen, Minimieren-, Maximieren-, Schließen-Schalter und so weiter) und die verschiedenen Programme, die in diesen Fenstern ausgeführt werden, sind normalerweise in unterschiedlichen Stilen gezeichnet und werden unterschiedlich verwendet. Beispielsweise arbeitet das Bildanzeige- und Bildbearbeitungsprogramm display, das Teil der ImageMagik-Distribution ist, mit Pulldown-Menüs und Schaltern, die sich stark von denen unterscheiden, die im weit verbreiteten PostScript-Vorschauprogramm gv Verwendung finden.



Die Pulldown-Menüs von display bestehen aus einer vertikalen Liste von Überschriften und liegen - getrennt vom betrachteten Bild - in einem eigenen Fenster, während in gv die Menüs horizontal und im gleichen Fenster wie das PostScript-Dokument angeordnet sind; und das sind nicht die einzigen Unterschiede. Inkonsistenzen dieser Art gibt es zuhauf, und sie erschweren die Einarbeitung in neue X-basierte Programme beträchtlich. Wenn jede Anwendung die gleichen Widgets (Grundelemente einer grafischen Benutzerschnittstelle, beispielsweise Schalter, Bildlaufleisten und Menüleisten) verwendete und den gleichen Fensteraufbau (das heißt, Menüleiste oben) hätte, müsste sich der Anwender nur mit den anwendungsspezifischen Funktionen vertraut machen, wenn er eine neue Anwendung einsetzt. Das heißt, der Anwender würde sich einmal mit der Schnittstelle vertraut machen und dieses Wissen dann auf alle neuen Anwendungen übertragen.



Als das KDE-Projekt (KDE steht für K Desktop Environment) im Oktober 1996 begonnen wurde, gab es bereits einen Standard, der dieses Problem lösen sollte: CDE (Common Desktop Environment), das auf dem Motif Widget-Set basierte. Das Hauptproblem mit CDE war, dass das Motif Widget-Set teuer und damit für die Entwickler freier Software nicht geeignet war (tatsächlich sind viele der weit verbreiteten UNIX-Programme freie Entwicklungen). Der Gründer von KDE, Matthias Ettrich, erkannte, dass sich ein freier Desktop entwickeln ließe, wenn man das wohl konzipierte Widget-Set Qt, eine Entwicklung der norwegischen Firma Trolltech, mit dem GPL-Quellcode vieler freier Software-Anwendungen kombinierte. Würde man all diese Anwendungen unter Berücksichtigung bestimmter UI-Richtlinien auf das Qt Widget-Set portieren, hätten die KDE-Anwender einen Desktop zur Verfügung, der mit der üblichen, erwarteten Funktionalität ausgestattet wäre und gleichzeitig die Annehmlichkeit einer einheitlichen Benutzerschnittstelle bieten würde. Dieser Plan wurde noch weiter ausgebaut, indem man einen Desktop-Dateimanager/Webbrowser und - in Anlehnung an die CDE-, Windows 95- und OS/2-Panel - ein Panel zum Starten von Anwendungen hinzufügte.



Warum mit KDE entwickeln?



Dafür möchte ich Ihnen drei gute Gründe nennen:



. Es ist frei verfügbar (für die Entwicklung freier Software).



. Es funktioniert hervorragend.



. Sie können beim Aufbau Ihrer Anwendung auf eine Sammlung mächtiger, entwicklerfreundlicher Widgets zurückgreifen - vom einfachen Textfeld bis zum voll funktionsfähigen Java, JavaScript und HTML 4.0 unterstützenden Webbrowser, von Komponenten- (oder Einbettungs-) Routinen bis zu Internetzugriffsklassen, die Ihrer Anwendung Netzwerktransparenz verleihen.



KDE als populäres freies Softwareprojekt ist Bestandteil der meisten Linux-Distributionen, einschließlich Red Hat, SuSE und Corel. Sie haben jederzeit die Möglichkeit, die neuesten Alpha- und Betaversionen kostenlos herunterzuladen. Außerdem können Sie den auf die Minute (na ja, fast) topaktuellen Entwicklungscode herunterladen, so dass Sie Ihre Anwendung auf dem neuesten Stand halten und die neuen Features, sobald sie verfügbar sind, nutzen können.



KDE funktioniert deshalb so gut, weil das offene Entwicklungsmodell erfahrene Entwickler anzieht und dazu ermutigt, Fehlerreports und Patches einzureichen. KDE 1.1 wurde auf der CeBIT ?99, der größten Computermesse der Welt, zur Innovation des Jahres erklärt und gewann im gleichen Jahr den LinuxWorld Editor-Preis in der Kategorie Desktop-Umgebung.



Die KDE-Bibliotheken offerieren Dienste, die den Entwicklern dabei helfen, den Ansprüchen gerecht zu werden, die an moderne Desktop-Anwendungen gestellt werden. Klassen bieten Netzwerkzugriff über HTTP, FTP und andere Protokolle, Drag&Drop zwischen Anwendungen, Interprozesskommunikation sowie Internationalisierungs- und Lokalisierungsfunktionen.



Die vielzähligen Widgets, die in den KDE- und Qt-Bibliotheken als C++-Klassen implementiert sind, sind gut durchdacht und zweckmäßig. Da sie als C++-Klassen implementiert sind, kann man eigene Klassen von ihnen ableiten, um ihr Verhalten zu ändern oder zu erweitern. Die Widgets sorgen weitgehend für das KDE-typische Erscheinungsbild, so dass Sie mehr Zeit zur Verfügung haben, um sich auf die Funktionen zu konzentrieren, die Ihre Anwendung einzigartig machen. Der Qt-Signal/Slot-Mechanismus (beschrieben in Kapitel 3, »Das Qt-Toolkit«) ist eine praktische Alternative zu den C-typischen Callback-Funktionen und erlaubt Ihnen, Widgets zum Aufbau einer grafischen Benutzerschnittstelle schnell »miteinander zu verbinden«. In den Bibliotheken finden Sie außerdem Hilfsklassen zur Verarbeitung von Strings, verketteten Listen und anderen Datenstrukturen, zur Socket-Programmierung, Interprozesskommunikation sowie Widgets für komplexere Aufgaben (beispielsweise einen Webbrowser und ein desktopweites Adressbuch).



Daneben enthalten die KDE-Bibliotheken ein (KParts genanntes) Framework zum Einbetten von Anwendungen, das es Ihnen erlaubt, mit nur geringem Aufwand die Funktionen einer Anwendung in Ihr Programm zu integrieren. (Dies ist vom Konzept her den Netscape Navigator-Plugins ähnlich.) Die KDE Office Suite, KOffice, verwendet das Konzept der Anwendungseinbettung zur Erzeugung von Dokumenten, die Text, Bilder, Tabellen und andere Elemente enthalten können. Alle diese Elemente können zusammen auf einer Seite angezeigt und an Ort und Stelle bearbeitet werden.



Schließlich stellt Ihnen KDE Mittel zur Verfügung, mit denen Sie »netzwerktransparente« Anwendungen erstellen können. Das bedeutet, dass Anwender mit den ihnen vertrauten Techniken (das heißt, mit den Menüoptionen Öffnen oder Speichern im Datei-Menü) Dateien von einem lokalen als auch von einem entfernten Computer öffnen und wieder dorthin zurückschreiben können.



Das Thema der Netzwerktransparenz zieht sich durch die gesamte KDE-Umgebung. Der »Dateimanager« (ein Name, der dieser Anwendung eigentlich nicht gerecht wird!) Konqueror ist ein perfektes Beispiel dafür: In seinem Fenster können Sie lokale Dateien, FTP-Sites und HTTP-Verzeichnislisten nach der gleichen vertrauten Datei-/Ordner-Metapher durchsehen und verwalten. Durch Verwendung der KDE-Bibliotheken für Ihre Anwendung können Sie leicht das folgende Szenario implementieren: Ein Anwender zieht eine Datei aus einer Konqueror-Ansicht eines entfernten, persönlichen Verzeichnisses, auf das über FTP zugegriffen wird, auf Ihre Anwendung. Er/Sie bearbeitet die Datei und drückt dann (Strg)+(S) (den Speichern-Befehl), und die Datei wird automatisch wieder mittels FTP an ihre alte Adresse geschrieben.



Die KDE-Klassen sind gut dokumentiert und diese Dokumentation ist zusammen mit vielen Tutorials und HOWTOs auf der Entwickler-Website, http://developer. kde.org, verfügbar. Dort finden Sie Informationen über neue KDE-Technologien, Richtlinien für das GUI-Design und Programmier-Tutorials. Abbildung 1.1 zeigt die Homepage dieser Website.







Die KDE Developer's Corner-Website ist eine gute Informationsquelle für Entwickler





KDE - Organisation und Ressourcen



KDE ist ein Gemeinschaftsprojekt, an dem Hunderte von Entwicklern arbeiten. Ihre Beiträge reichen von kleinen Patches bis zu mehreren Anwendungen. Die Leitung liegt in den Händen von ungefähr 20 Kernprogrammierern, die sich in der KDE-Gemeinschaft durch ihre zahlreichen, gut geschriebenen Code-Beiträge ausgezeichnet haben. Ihnen obliegt es, das Projekt zu lenken und einen Zeitplan für die Veröffentlichung zu erstellen. Auch formelle Kontakte zu dem KDE-Projekt können über die Vertreter dieser Kerngruppe geschlossen werden. Weitere Informationen hierzu finden Sie auf der Webseite http://www.kde.org/contact.html.



Aktuelle Informationen zu KDE sind jederzeit unter http://www.kde.org erhältlich. Von hier aus haben Sie Zugriff auf Neuigkeiten, die Anwender und Entwickler betreffen, können Informationen über neue Releases einholen sowie die Mailing-Listen und das Quellcode-Repository einsehen.



Einige Mailing-Listen sind der Diskussion bestimmter Aspekte von KDE gewidmet. Insbesondere die Liste der KDE-Entwickler (kde-devel) sollte für Sie interessant sein. Wenn Sie regelmäßig in diese Liste hineinschauen, können Sie eine Menge über die KDE-Entwicklung lernen, und Sie können Ihre Fragen direkt an die Entwicklungsgemeinschaft stellen. Nach meinen Erfahrungen waren die Antwortzeiten kurz und die Informationen sehr hilfreich. Daneben gibt es noch Listen, in denen die KDE Office-Suite KOffice, KDE-Grafikelemente (Symbole, Logos und so weiter), Internationalisierung, KDevelop, die integrierte Entwicklungsumgebung für KDE, Erscheinungsbild, Lizenzfragen und andere Themen diskutiert werden. Eine vollständige Liste der verfügbaren Mailing-Listen finden Sie in den Mailinglisten-Archiven unter http://lists.kde.org/. Informationen zum Abonnieren erhalten Sie unter http://www.kde.org/mailinglists.html.



Systemanforderungen



Um KDE ausführen zu können, benötigen Sie einen Pentium-Rechner mit mindestens 32 Mbyte Arbeitsspeicher und einem Prozessor, der mit mindestens 100 MHz getaktet ist. Um KDE-Software zu entwickeln, sollten Sie allerdings über mindestens 64 Mbyte Speicherkapazität und einen 200MHz-Prozessor verfügen. Wesentlich komfortabler geht die Kompilierung der Software mit einem 300MHz-Prozessor und 128 Mbyte Arbeitsspeicher vonstatten.



Wenn Sie KDE auf einem Rechner geringer Leistungsfähigkeit und Speicherkapazität ausführen wollen, empfehle ich Ihnen, Binärdateien zu installieren, die woanders kompiliert wurden.



KDE herunterladen und installieren



Der neueste KDE-Quellcode und die Binärdateien sind jederzeit unter ftp://ftp.kde.org oder auf einer der mehr als 100 Mirror-Sites zu finden (eine Liste der Mirror-Sites können Sie unter http://www.kde.org/mirrors.html einsehen; verwenden Sie möglichst einen Mirror in Ihrer Nähe.) Darüber hinaus enthält die beiliegende CD die zum Zeitpunkt der Drucklegung dieses Buches aktuelle KDE- Version im Quell- und Binärformat.



Wenn Sie KDE 2.x installieren wollen, um KDE-Software zu entwickeln, benötigen Sie mindestens die folgenden Pakete:



qt-2.2.3 - Die Qt-Toolkit-Bibliothek



kdesupport - Bibliotheken, die nicht vom KDE-Projekt entwickelt wurden, aber zur Ausführung von KDE-Anwendungen benötigt werden.



kdelibs - Die KDE-Bibliotheken



Stellen Sie sicher, dass diese Pakete als erstes und in der angegebenen Reihenfolge installiert werden. Die folgenden Pakete sind optional.



Für einen funktionierenden Desktop benötigen Sie außerdem:



kdebase - Der Fenstermanager (KWin), Dateimanager (Konqueror), das Panel (Kicker) und andere Programme, die für einen funktionierenden Desktop benötigt werden



Weitere KDE-Anwendungen finden Sie in:



kdeutils - KDE-Hilfsprogramme wie kedit (ein Texteditor) und kcalc (ein Rechner)



kdegraphics - Programme zum Betrachten von Bild-, PostScript- und PDF-Dateien und zur einfachen Manipulation von Bitmap-Grafiken



kdenetwork - KDE-Hilfsprogramme für Netzwerke, beispielsweise kppp, ein Internet-Einwähl-Tool



kdegames - Verschiedene Spiele für KDE, beispielsweise Solitär und Mahjongg



kdemultimedia - Abspielprogramme für Audio- und Videodateien



kdeadmin - KDE-Verwaltungstools wie der Benutzer-Manager (kuser) und Tools zur Installation und Deinstallation von Red Hat- und Debian-Paketen (.rpm und .deb)



kdei18n - Internationalisierungen für nicht-englische Installationen



Binäre Pakete installieren



Auf Systemen, die den Red Hat-Paketmanager verwenden, sollten Sie die einzelnen Pakete mit folgendem Befehl installieren:



rpm -Uvh paketname.rpm



Zu den RPM-basierten Distributionen gehören Red Hat, SuSE und Caldera.



Besitzer der Debian-Distribution (oder einer Debian-basierten Distribution wie Corel Linux) installieren die Pakete wie folgt:



dkpg -install paketname.deb



Daneben sind auch einige Tar-Archive binärer Pakete verfügbar. Sie sollten entsprechend der jeweils beiliegenden Dokumentation installiert werden.



Quellcode-Pakete installieren



Sie können die Qt/KDE-Pakete auch als Quellcode herunterladen, kompilieren und sie auf Ihrem System installieren. Die grundlegende Vorgehensweise ist dabei für alle Pakete gleich: Zuerst müssen Sie das Paket wie folgt entpacken



gzip -d paketname.tar.gz



tar -xvf paketname.tar



Damit erzeugen Sie in Ihrem Verzeichnis ein neues Unterverzeichnis namens paketname.



Um den Quellcode für die Installation im Standardverzeichnis zu kompilieren, geben Sie folgende Befehle ein:



cd paketname



./configure



make



Für die Installation im Standardverzeichnis (/usr/local/kde) benötigt man in der Regel root-Zugriff (Superuser) auf den Rechner, auf dem der Code installiert wird. Alternativ können Sie KDE auch in ein anderes Verzeichnis installieren. Dazu müssen Sie die Option --prefix=neuesverzeichnis an das configure-Skript übergeben. Ich, zum Beispiel, installiere meine Qt- und KDE-Pakete in $HOME/KDE/HEAD und verwende deshalb



cd paketname



./configure --prefix=$HOME/KDE/HEAD/kde --with-qt-dir=$HOME/KDE/HEAD/qt



make



wenn ich die KDE-Bibliothek erstelle.



Um den kompilierten Code zu installieren, geben Sie



make install



ein. Damit der Befehl korrekt ausgeführt wird, benötigen Sie Schreiberlaubnis für die Verzeichnisse, in denen Sie Qt/KDE installieren möchten. Wenn Sie KDE beispielsweise im Standardverzeichnis installieren wollen, müssen Sie sich (normalerweise) als root einloggen, bevor Sie make install aufrufen.



Lizenzen and Legalität



Die KDE-Bibliotheken werden unter der GNU Library General Public Licence (LGPL) herausgegeben. Näheres hierzu und zur Lizenzierung von Qt erfahren Sie in Kapitel 19, »Lizenzrechtliche Fragen«.



Lassen Sie uns nun mit dem Programmieren beginnen!



Bevor Sie beginnen, sollte KDE ordnungsgemäß auf Ihrem System installiert sein. Fast alle Kapitel setzen dies voraus, mit Sicherheit tut es das nächste.



Mittlerweile werden Sie verstehen, warum KDE ein so aufregendes Projekt und eine so attraktive Plattform für die Anwendungsentwicklung ist. Falls Sie noch nicht völlig überzeugt sind, lesen Sie einfach weiter. Sobald Sie selbst sehen, wie schlagkräftig und gut organisiert die Bibliotheken sind, werden Sie nirgendwo anders entwickeln wollen. Aber auch wenn wir Sie bereits überzeugt haben, sollten Sie weiterlesen, denn im nächsten Kapitel werden wir unsere erste KDE-Anwendung schreiben!



Unix/Linux-Desktop KDE 3.2 ist fertig





[03.02.2004 12:18]







Wie erhofft können die Entwickler nach dem Release Candidate 1[1] nun die endgültige Version des Unix/Linux-Desktops KDE[2] in der Version 3.2 freigeben. Laut den Entwicklern bringt die neue Ausgabe eine Runderneuerung mit verbesserter Perfomance; außerdem habe man mit Apples Team zur Entwicklung des Webbrowsers Safari eng zusammengearbeitet, um die Performance bei Webanwendungen und die Kompatibilität mit Webstandards zu verbessern. Safaris Rendering-Engine beruht auf KHTML; Apple hat gerade erst eine neue Version[3] des Browsers mit Kompatibilitäts- und Performance-Verbesserungen herausgegeben. Die KDE-Entwickler haben nach eigenen Angaben auch erweiterte Unterstützung für Techniken eingebaut, die unter dem Dach von freedesktop.org[4] entwickelt werden -- das Projekt hat sich unter anderem zum Ziel gesetzt, die Interoperabilität zwischen X-Desktopumgebungen zu verbessern.





Neben den Verbesserungen und vielen Bug-Fixes bringt KDE 3.2 auch einige neue Anwendungen. So gibt es nun mit Kopete einen Instant Messenger, der unter anderem AOL, Yahoo, MSN und ICQ unterstützt. JuK stellt eine Musik-Jukebox dar und Kontact soll als Personal Information Manager E-Mail, Termin- und Adressverwaltung, Notizbuch und andere KDE-Funktionen unter einem Dach vereinen. Für Programmierer sind die neuen Versionen der Entwicklungsumgebung KDevelop und der Web-Entwicklungssuite Quanta integriert. Bei der Hardware-Unterstützung bietet KWiFi ein grafisches Interface für Wireless Networking; die Nutzung von PC-Peripheriegeräten erleichtern künftig die Weiterentwicklungen von Kooka und KPrinter. Außerdem unterstützt KDE nun das RDP-Protokoll von Microsoft Windows und besitzt ein ausgereifteres Kiosk-System.





Grundlegende Informationen zu den Neuerungen in KDE 3.2 bringt das Announcement[5] der neuen Version. Den Source-Code gibt es von der Website[6] des KDE-Projects; Binärpakete stehen momentan für die Linux-Distributionen von Conectiva, Slackware (9.0 und 9.1) sowie Suse (7.1, 8.2 und 9.0) zur Verfügung, weitere Distributionen wie Debian sollten in Kürze folgen. Vor wenigen Tagen erst wurde auch die neue Version 1.3[7] des Office-Pakets KOffice für KDE veröffentlicht.



(jk[8]/c't)

URL dieses Artikels:

http://www.heise.de/newsticker/meldung/44279



Links in diesem Artikel:

[1] http://www.heise.de/newsticker/meldung/43793

[2] http://www.kde.org

[3] http://www.heise.de/newsticker/meldung/44273

[4] http://freedesktop.org/

[5] http://www.kde.org/announcements/announce-3.2.php

[6] http://www.kde.org/info/3.2.php

[7] http://www.heise.de/newsticker/meldung/44062

[8] mailto:jk@ct.heise.de